• Hallo liebe Community,


    Ich hoffe der Beitrag passt hier rein...


    ich bin neu hier und habe mir vor kurzem ein PV Anlage ins Haus geholt.
    Insgesamt habe ich eine Kapa von 9,81kwp. Durch die Ost und West Bestückung habe ich mich für einen Sunny Tripower 8000TL-20 entschieden.. Ich denke das sollte in Ordnung sein (bzw. ich hoffe es).


    Nun läuft die Anlage seit ein paar Wochen und wir versuchen uns aktiv darauf einzustellen. Alle unsere häuslichen Tätigkeiten werden der Sonne nach ausgerichtet und geplant. Nach dem die anfängliche Euphorie abgeflacht war, verfielen wir wieder in alte Handlungsmuster. Ala, verdammt, vergessen die Waschmaschine anzumachen, naja dann heute Abend, usw.


    Nun schwirren mir einige Themen im Kopf umher, wie kann man die Anlage entsprechend gut nutzen, bzw. welche Technologien können uns hier unterstützen.


    1. Reißt euch am Riemen..
    2. Home Manager (z.B. Sunny Home Manager)
    3. PV-Speicher


    Zu 1. Theoretisch möglich, aber der Großteil unseres Stromverbrauchs kommt durch das e-Auto. Insgesamt haben wir einen Verbrauch von ca. 7.000 KW. Davon entfallen ca. 3.000 auf das e-Fahrzeug, dass leider nur Nachts geladen werden kann. Bleiben noch ca. 4000 übrig.
    Soweit ich dies nun von anderen Forumsbeiträgen und Portalen verstanden habe, kommt man durch ändern der Handlungsweisen auf eine Einsparung von ca. 30%. Sprich in meinem Fall 1.200 KW. Bis jetzt haben wir das noch nicht Ansatzweise geschafft… Wie geht ihr mit dem Thema um. Welche Werte erreicht ihr?


    Zu 2. Es gibt ja entsprechende Home Manager z.B. von SMA. Ich kann mich durch Zeitmangel nicht in das Thema reinfuchsen, daher brächte ich was von der Stange, das eine einfach Basiskonfiguration zulässt, welches man dann Stück für Stück weiterentwickeln kann.
    Idee ist, dass wir entsprechende Steckdosen benutzen, die uns bei Thema 1 unterstützen können. Was macht hier Sinn? Was sind die klassischen Stolperfallen?


    Zu 3.: Hier scheinen sich die Geister zu trennen. Einige behaupten, dass ein Speicher sich nie rentiert, andere sagen natürlich rentiert sich dieser. Leider konnte ich bis heute noch keine allgemein gültige Formel finden, (ala a²+b²=c²) um dies zu überprüfen. Hat jemand eine solche Formel zu Hand? Macht ein solcher Speicher in meinem Fall überhaupt Sinn? Wie groß sollte dieser sein?
    Ich denke dass ich mittelfristig einen solchen Speicher anschaffen werde (Ökonomie steht nicht im Vordergrund). Möchte aber verhindern, dass ich mir nächstes Jahr einen solchen Speicher kaufe und die Preise weiter fallen und ich ein überteuertes Gerät im Keller stehen haben.


    Grüße
    ProfessorecEC

  • Zu 3) du musst den Speicher kaufen wenn er nix mehr kostet. Dann ist er nicht mehr überteuert und fällt nicht mehr weiter. Das ist dann die sichere Seite !

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Du hast die gleichen Bedingungen wie ich. Bei mir fallen 3600kWh auf das Auto und nochmal so viel auf das Haus. Mittlerweile mit gebrauchten Gabelstaplerakku bin ich im November auf 35% Autarkie runter, samt e-Auto. Fehlt einfach im moment die Sonne, das ist halt leider so. Im Oktober lag ich noch bei 68% Autarkie.
    Ich empfehle dir für den Anfang einen HomeManager o.ä. um zu analysieren wo den die Verbräuche liegen und daraufhin zu optimieren.

  • Zitat von letsdoit

    Zu 3) du musst den Speicher kaufen wenn er nix mehr kostet. Dann ist er nicht mehr überteuert und fällt nicht mehr weiter. Das ist dann die sichere Seite !


    Zudem musst du darauf achten, dass der Speicher wartungsfrei ist, einen Wirkungsgrad von mindestens 100% :ironie:
    und eine unendliche Zyklenzahl aufweist, und keiner Alterung unterliegt.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

    Einmal editiert, zuletzt von einstein0 ()

  • Zitat von ProfessorEC


    1. Reißt euch am Riemen..
    2. Home Manager (z.B. Sunny Home Manager)
    3. PV-Speicher


    Grüße
    ProfessorecEC


    Moin,


    nur 1.) hilft - evtl. noch 2 bis 3 Zeitschaltuhren. Der rest ist ein Invest, der sich in 100 Jahren (etwas übertrieben) nicht rechnet.
    Ich schaffe problemlos über 30% EV - aber natürlich läuft meine WaMa und Spüli nur bei genug Leistung von der PV Anlage. Der Rest heisst: keine Standby Geräte und überall LED.


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Zitat von einstein0


    Zudem musst du darauf achten, dass der Speicher wartungsfrei ist, einen Wirkungsgrad von mindestens 100% und eine unendliche Zyklenzahl aufweist, und keiner Alterung unterliegt.
    einstein0


    Hallo Einstein,


    was ist das für ein "Wunderding" mit einem Wirkungsgrad von mindestens 100 % ? :?


    Danke für die Aufklärung




    Karl

  • [quote='ProfessorEC']
    I


    Zu 1. Bis jetzt haben wir das noch nicht Ansatzweise geschafft… Wie geht ihr mit dem Thema um. Welche Werte erreicht ihr ?
    Du schaffst auch 50 % ohne Speicher, dieses Ziel erreichst Du aber nur Schrittweise.


    Zu 2. Es gibt ja entsprechende Home Manager z.B. von SMA. Ich kann mich durch Zeitmangel nicht in das Thema reinfuchsen, ........
    Zeitmangel ist ein schlechter Energieberater. Dann würde ich es am Besten bleiben lassen.


    Um eine hohe Direktverbrauchs-Quote zu erreichen ist eine elementare Grundvoraussetzung, dass Du Dein Lastprofil sehr genau kennst. Am Besten auf 1 Min. oder 30 Sek. Basis.
    Nur so wird das Potential zur Lastverschiebung in Überschußphasen sichtbar.
    Energieeffizienz ist eine weitere wichtige Voraussetzung, Grundlast in der Nacht, LED, Austausch nicht energieeffizienter Haushaltsgeräte etc.
    Ich habe Smartfox eingesetzt. Es gibt aber auch andere gute Geräte am Markt.
    Aber was alle diese Geräte nicht können, Dir genug Zeit für dieses Thema verschaffen. :)



    Zu 3.: Speicher: Hier scheinen sich die Geister zu trennen. Einige behaupten, dass ein Speicher sich nie rentiert, andere sagen natürlich rentiert sich dieser.
    Das Potential von Batteriespeichern zur Erhöhung der Autarkiequote wird massiv überschätzt, teilweise mit Absicht von Verkäufern, teilweise durch Wissensdefizit.
    Diese beiden Speicherrechner bilden das praktische Potential zur Erhöhung der Autarkiequote sehr gut ab.
    Bestätigt sich auch durch meine Erkenntnisse aus der Daten-Auswertung von ca. ein Dutzend Speichersystemen.
    https://pvspeicher.htw-berlin.de/unabhaengigkeitsrechner/
    http://brodsoft.de/stromverlauf/profiles/simulation



    Nebelige Grüße



    Karl

  • Wozu eigentlich unbedingt den Eigenverbrauch erhöhen? Klar ist es schön, wenn man möglichst viel von dem selbst erzeugten Strom auch selbst verbraucht. Das ist rentabler als die Einspeisevergütung.


    Aber deswegen ein Faß aufmachen? Was kannst du denn im Jahr an Geld einsparen, wenn du die EV-Quote ein bisserl erhöhst? 50 Euro? 100 Euro? Dafür einen Speicher anschaffen, der dich >5000 Euro kostet mit allem drum und dran? Selbst die roundabout 500 Euro für Homemanager plus steuerbare Steckdosen wirst du erst nach vielen, vielen Jahren wieder reinholen - falls die Technik solange durchhält.


    Wenn man das als Hobby betrachtet, dann ist es natürlich ok. Aber falls du dir erhoffst, damit Geld zu sparen, dann kauf dir im Baumarkt ein paar Zeitschaltsteckdosen für Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler. Jeder Euro mehr ist als Investition zumindest fragwürdig.

  • Zitat von GWeberJ

    Wozu eigentlich unbedingt den Eigenverbrauch erhöhen? Klar ist es schön, wenn man möglichst viel von dem selbst erzeugten Strom auch selbst verbraucht. Das ist rentabler als die Einspeisevergütung.


    Aber deswegen ein Faß aufmachen? Was kannst du denn im Jahr an Geld einsparen, wenn du die EV-Quote ein bisserl erhöhst? 50 Euro? 100 Euro? Dafür einen Speicher anschaffen, der dich >5000 Euro kostet mit allem drum und dran? Selbst die roundabout 500 Euro für Homemanager plus steuerbare Steckdosen wirst du erst nach vielen, vielen Jahren wieder reinholen - falls die Technik solange durchhält.


    Wenn man das als Hobby betrachtet, dann ist es natürlich ok. Aber falls du dir erhoffst, damit Geld zu sparen, dann kauf dir im Baumarkt ein paar Zeitschaltsteckdosen für Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler. Jeder Euro mehr ist als Investition zumindest fragwürdig.


    Bei Fremdbezugs-Stromkosten von 16 - 18 Cent, Einspeisevergütung 3 - 5 Cent, PV-Kosten Strom ca. 5 Cent gibt es nur eine Möglichkeit, vernünftigerweise die Überschüsse soweit wie möglich selbst zu verbrauchen.



    Karl

  • Zitat von GOETSCHHOFER

    Bei Fremdbezugs-Stromkosten von 16 - 18 Cent, Einspeisevergütung 3 - 5 Cent, PV-Kosten Strom ca. 5 Cent gibt es nur eine Möglichkeit, vernünftigerweise die Überschüsse soweit wie möglich selbst zu verbrauchen.


    Du gehst von "östereichischen Verhältnissen" aus, in DE gibt`s 12,3 ct Einspeisevergütung und die Bezugsstromkosten kann man mit mindestens 24 ct/kWh ansetzen :wink:
    Der Einsatz eines Speichers für 5000 Euro oder mehr rechnet sich da nie :!:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59