Konzept-Gedanke

  • Guten Morgen,
    Wir planen unser Haus und dazu gehört auch die Solar Anlage.
    Für das richtige Betriebsmodell fehlen mir allerdings ein paar Erfahrungswerte. Deswegen meine Frage an Euch.


    Ich suche Verbrauchswerte zu Strom übers Jahr. Es geht um ein EFH, KfW 55, FBH, ca 220qm Grundfläche auf 2,5 Etagen, 2,5 Personen, LWWP, normaler Stromverbrauch (Akt. In Mietwohnung ca 2100kwh)


    Womit kann ich etwa rechnen für die LWWP inkl Brauchwasser Heizung und für den Norm Haushaltsstrom.


    Welches abrechnungsmodell macht Sinn? Gemeinschaft mit monatl Beitrag zB oder 100% Einspeisung?


    Was empfiehlt ihr?


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  • Heizlast nach DIN bekannt?
    Damit kriegst du dein Heizwärmebedarf heraus. Das geteilt durch deine JAZ und schon hast du einen Anhaltspunkt.


    Welche Luft+WP?
    Schon mal über Alternativen nachgedacht die preislich aufgrund der wesentlich höheren Förderung, nur ein wenig teurer sind?dafür um einiges sparsamer...


    Beispiel: Wärmepumpe mit erdwärmekörben - bei guter Auslegung JAZ 6. Förderung knapp 4000€. Den Einbau der Körbe macht man bei den Baggerarbeiten für Bodenplatte/Keller mit. BaggerMehraufwand ein paar Stunden. Körbe selbst Kosten fertig etwa 6-10.000€.
    Beispiel du benötigst 12.000kwh Wärme im Jahr:
    Luft WP mit JAZ 3,5: 12.000:3,5 =3428kwh Strombedarf.
    Erdwärme mit JAZ 6: 12.000:6 = 2.000kwh strombedarf


    Luft WP benötigt somit jedes Jahr 1428kwh mehr.
    Bei nem Strompreis von 0.28 ergeben sich fast 400€ Mehrkosten. Und der Strom wird nicht günstiger ;-)


    P.s wir haben 2009 selbst eine Luft WP (Stiebel Eltron) verbaut - sie ist o.k. aber der Strompreis lag damals bei12cent jetzt 28 Cent... Damals 500€ Stromkosten , heute mehr als das doppelte!


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    - PV-Module: Winaico 300Wp Full Black + Winaico 275Wp => Gesamt 9,85kWp

    - Wechselrichter: Fronius Symo 8.2

    - Heizung: Panasonic Heisha Luft-WP + HeishaMon

    - Stromzähler: commetering Zähler (Discovergy)

    - smarten Stromanbieter: Tibber

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  • Moin,


    Zitat von reeneex

    Wir planen unser Haus und dazu gehört auch die Solar Anlage.
    Für das richtige Betriebsmodell fehlen mir allerdings ein paar Erfahrungswerte. Deswegen meine Frage an Euch.


    Ich suche Verbrauchswerte zu Strom übers Jahr. Es geht um ein EFH, KfW 55, FBH, ca 220qm Grundfläche auf 2,5 Etagen, 2,5 Personen, LWWP, normaler Stromverbrauch (Akt. In Mietwohnung ca 2100kwh)


    bevor Du weiter darüber nachdenkst, Dein Stromverbrauch hätte irgendetwas mit der PV-Planung zu tun, folgende Frage:
    Willst Du völlig Autark sein in dem neuen Haus oder willst Du einen Stromanschluss legen lassen?


    Wenn Du Dein Haus ganz normal an`s Stromversorgungsnetz anschliessen willst, ist Dein Stromverbrauch egal.
    Dann gibt`s für die Planung der PV nur zwei Limits, die es zu berücksichtigen gilt:


    1. Dein verfügbarer Platz um PV-Module zu installieren.
    2. Dein verfügbares finazielles Budget.


    Innerhalb dieses Rahmens solltest Du so groß wie irgend möglich bauen, denn je größer die Anlage, um so preiswerter wird das installierte kWp und auch die Eigendeckung mit selbst erzeugtem Solarstrom, die wirtschaftlich möglich ist.


    Wenn Du noch einen Speicher dazustellen möchtest, weil Du gern einen haben möchtest, wird das Deine mögliche Eigendeckung noch weiter verbessern, aber die Kosten werden dadurch überproportional in die Höhe gehen.
    Speicher erzeugen nix und verdienen kein Geld, sondern sie verbrauchen Geld!
    Möglich, dass dieser Effekt durch irgendein KfW-Förderprogramm überkompensiert wird, Du den Speicher also faktisch für lau kriegst. Hängt davon ab, was für ein Haus Du bauen willst (KfW 40x oder Passiv z.B.).

  • Ich hab schon geschaut was an dem Standort mit 10kwp möglich ist, und das reicht für Autarkie nicht aus. Kommt also normaler Anschluss dazu. Hier muss ich mich nun für den richtigen Anbieter entschieden. Lichtblick, Sentec uä haben ja Konzepte wie Cloud bzw Schwarm. Das soll angeblich die Kosten niedrig halten. Aber ohne verbrauchszahlen kann ich das schlecht vergleichen. Darum suche ich hier nach Infos zum Verbrauch. 2,5 Personen im KfW 55 Haus mit LWWP und sonst normalem elektr Verbrauch. Wieviele kWh braucht ihr für die LWWP, wieviel für den Haushaltsstrom, lohnt sich der separate Zähler für die WP. Solche Sachen eben. Dann kann ich einschätzen wie realistisch Angebote der Stromanbieter sind.


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  • Die Verbrauchswerte für die LWWP, die Du hier bekommst, können gut und gern um einen Faktor 2-3 und mehr variieren, selbst wenn es alles KfW55-Häuser wären. Für LWWP Heizung + WW ist nach meiner Einschätzung bei Deinem Haus alles zwischen ca. 1000 und 3500 kWh möglich, solange du nicht klimatisch extrem wohnst.
    Gründe:
    - unterschiedliche Häuser, z.B. unterschiedliche Größe, unterschiedliche solare Gewinne über die Fenster, KWL ja/nein
    - unterschiedliche (klimatische) Lage
    - unterschiedliche Nutzung (wie viele Personen sind wie lange zu Hause, wie viel wird gekocht, Dauerduscher?)


    Du brauchst ohnehin eine Energiebedarfsberechung. Dort stehen entsprechende Daten drin.
    Interpretiere die Daten aber mit Vorsicht! Die "internen Gewinne" werden leider nur pauschal berechnet, spiegeln aber Dein Nutzungsverhalten wieder und wirken sich beim gut gedämmten Neubau erheblich aus. Sprich Deinen Energieberater konkret darauf an und berechne mit ihm zusammen reelle "interne Gewinne" ein, die Deinem Nutzungsverhalten entsprechen. Ich konnte auf diese Weise sehr gut den reellen Heizenergieverbrauch unseres Neubaus abschätzen.


    Patrick

  • Nun ja, das sind Praktikumsprotokolle von einer für mein Empfinden durchschnittlichen Qualität. Ich finde dort keine Angabe für eine JAZ bei einer LWWP, und auch keine Angaben zu vergleichbaren COPs nach Norm.
    Das in einem der Dokumente gezeigte Datenblatt des Kompressors zeigt aber, dass auch diese WP nicht "zaubern" kann. Wie soll sie auch, die Physik setzt Grenzen.


    Patrick