Wechselrichter und kalte Temperaturen!?

  • Hallo liebe Foren Mitglieder,
    ich habe eine Frage an die Profis in diesem Forum. Es geht um meine PV-Anlage im Garten, die ich schon seit zwei Jahren betreibe. Ich erzähle euch mal die ganze Geschichte. Ich habe mir vor zwei Jahren eine Inselanlage für unseren Garten gekauft, weil wir kein Stromanschluss haben. 4x Panele mit 520W, eine Laderegler mit 20A und einen Wechselrichter mit reinem Sinus. Da ich gerade mein Gartenhaus Ausbau, hab ich meine PV demontiert und bei meinen Eltern wieder aufgebaut. Das Problem ist das der Wechselrichter jetzt in einem kleinen Schuppen hängt, wo es relativ kalt ist. Wir haben uns auch eine gebraucht 230Ah Batterie gekauft, als wir sie angeschlossen haben, lief erstmals alles normal an. Als der Wechselrichter unter Last angefangen hat sich zu kühlen fing er an zu piepen. Ein durchgängiges piepen. Das Geräusch geht auch nicht weg. Auch wenn ich ihn aus und wieder ausschalte. Woran kann da liegen. Immer Sommer und noch vor kurzem als es wärmer war lief er Ohne Probleme. Der Laderegler zeigt eine Kapazität von 3/4 des Akkus an und die Spannung liegt bei 12,5V. Kann es daran liegen das es einfach zu kalt für die Elektronik ist so ohne Heizung und die Teile nur für den Innerbereich geeignet sind? An der Batterie kann es nicht liegen, da ja alles Funktioniert wie Licht usw. nur dieses piepen nervt extrem. Kann mir jemand von euch helfen oder hat Erfahrungen gemacht mit solchen Problemen?


    Es handelt sich um das Gerät: http://www.ebay.de/itm/Reiner-…58668?hash=item58c98ca0cc


    Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.

  • eigentlich fühlt sich die Elektronik bei kalter Temperatur am wohlsten,
    lediglich schlechte Elektrolytkondensatoren verlieren dabei an Kapazität.
    Sollte der WR schon einiges an Betriebsstunden abhaben, wäre das bei
    schlechter Qualität der Elkos die Erklärung.
    Trockene Umgebung vorausgesetzt.

  • Zitat von wadoe

    lediglich schlechte Elektrolytkondensatoren verlieren dabei an Kapazität.
    Sollte der WR schon einiges an Betriebsstunden abhaben, wäre das bei
    schlechter Qualität der Elkos die Erklärung.


    wie kommst du zu dieser Erkenntnis?
    das mit den Kondensatoren stimmt nun wirklich nicht. die Elkos funktionieren bei kalten Temperaturen am besten.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Ich vermute mal, der WR hat beim Transport zum neuen Aufbauort einen mechanischen Stoß bekommen und die Lüfterflügel schleifen nun am Lüfterrahmen und erzeugen das Piepen/Pfeifen/Quietschen.
    Evtl, hilft eine Lageveränderung (senkrecht) noch.

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • steht in der Anleitung nicht, was das Fiepen bedeuten kann? (vielleicht mit Fehlercodes)
    Betriebstemperaturen und Luftfeuchtigkeit werden in den Specs auch oft angegeben.
    Zu kalt dürfte es noch nicht sein. Wie ist es mit Feuchtigkeit?

  • an " machtnix " und sonstige Halbwissende,


    zu dieser Erkenntnis komme ich durch langjährige Reparatur Erfahrung und Kapazitätsmessungen.


    Der Elko fühlt sich bei niedrigen Temperaturen am wohlsten, das stimmt! Da hat er auch die längste Lebensdauer!
    Aber bei hohen Temperaturen und Frequenzen entsteht mit der Zeit ein Elektrolytverlust (eintrocknen), der sich
    auf die Kapazität, speziell im kalten Zustand sehr stark auswirkt.(nach dem einschalten) Beim erwärmen steigt die
    Kapazität wider an, erreicht aber die Nennkapazität meist nicht mehr oder nur einen sehr geringen Wert. Dieser zu
    geringe Wete führt dazu, dass Schaltnetzteile nicht mehr richtig starten können oder mit sehr verminderter Nennspannung arbeiten. Die Dichtigkeit gegen Elektrolytverlust ist vor allem ein Qualitätskriterium.
    Dies ist leicht mit einem Kapazitätsmessgerät und Einsatz von Kältespray nachvollziehbar.
    Ich hoffe etwas zu deinen Grundkenntnissen über spezielles Bauteileverhalten beigetragen zu haben
    und würde mit Behauptungen " das stimmt nun wirklich nicht" in Zukunft etwas vorsichtiger umgehen.
    In obiger Anfrage ging es speziell um das Startverhalten.