PV-Anlage für Eigenbedarf bei 10.000 kWh/a

  • Hallo zusammen,


    macht es Sinn für reinen Eigenbedarf eine PV-Anlage auf einem Ost/Westdach zu installieren? Was für eine kwp-Größe und Batteriespeichergröße wäre sinnvoll? Eine Einspeisung wäre nicht angedacht, daher könnten wohl auch gebrauchte Module verwendet werden?


    Eckdaten:
    - 170qm freistehendes EFH, KfW70-Standard
    - Dach genordet siehe Anhang, leichte Verschattung im Gauben-Bereich. Glatte Ziegeln. Leerrohre bis zum Keller vorhanden.
    - ca. 10.000 kWh im Jahr Verbrauch, davon ca 6000 Haushaltsstrom, 4000 für Wärmepumpe mit WW. Kein separater Zähler für Wärmepumpe
    - ca. 100 Watt dauerhaft Mindestverbrauch (Geräte im Standby-Bereitschaft, dauerhaft laufende Lüftungsanlage)
    - Ruhrgebiet


    Macht hier eine PV-Anlage Sinn, d.h. würde sie sich innerhalb 10-15 Jahren ammortisieren?

    Bilder

    • ee6b9957.jpg
  • Hi,


    Zitat von McCorc

    macht es Sinn für reinen Eigenbedarf eine PV-Anlage auf einem Ost/Westdach zu installieren?


    na klar! Du tust ja was für die Umwelt und für`s grüne Gewissen.


    Zitat von McCorc

    Was für eine kwp-Größe und Batteriespeichergröße wäre sinnvoll? Eine Einspeisung wäre nicht angedacht, daher könnten wohl auch gebrauchte Module verwendet werden?


    Keine Einspeisung? Nobel, nobel! Ich kann mir das leider nicht leisten.



    Amortisieren? Ohne Einspeisung??? [Blockierte Grafik: http://www.smilie-harvester.de/smilies/ROFL/rotfl.gif]
    Der war jetzt echt gut!


    Jetzt mal im Ernst: Wenn Du preiswerten PV-Strom haben willst, musst Du eine EEG-Anlage bauen, die so groß ist wie möglich, ohne Speicher und als Überschusseinspeisung, sonst wird das nix.

  • Moin,


    nun - das sieht eher nach OSO und WNW aus. Also noch schlechter als O-/W in den Wintermonaten.
    Wie Ralf schon schreibt: Den vorhandenen Platz max. ausnutzen, Überschusseinspeisung ohne Speicher.
    Im Sommer brauchst den Speicher eh fast nicht - im Winter bekommst den nur mit Netzladung voll. Also weglassen.
    Die Dachneigung sieht auch nach > 30° DN aus?


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Hmm also PV für Eigenbedarf würde sich nicht rechnen? Liegt es an der schlechten Dachneigung /-Ausrichtung?


    Ich habe doch eine Wärmepumpe mit viel Speicher (Pufferspeicher, Estrich, Wandheizung, Warmwasserspeicher 400l). Lohnt es sich nicht im günstigen Fall möglichst viel Energie zu speichern um diese dann bei weniger Sonne dann freizugeben? Und ne kleine Batterie als zusätzlicher Zwischenspeicher?


    Wenn ich zumindest 50-60% meines Strombedarfs decken könnte, wären das schöne ~1000 Euro im Jahr die ich sparen könnte. Bei 12cent Einspeisevergütung müsste die Anlage doch gute 8300 kwh im Jahr einspeisen damit die 1000 Euro reinfliessen, und wahrscheinlich fallen dann auch noch Steuern an :(

  • Zitat von McCorc

    Ich habe doch eine Wärmepumpe mit viel Speicher (Pufferspeicher, Estrich, Wandheizung, Warmwasserspeicher 400l). Lohnt es sich nicht im günstigen Fall möglichst viel Energie zu speichern um diese dann bei weniger Sonne dann freizugeben? Und ne kleine Batterie als zusätzlicher Zwischenspeicher?


    Wie schön für Dich. Aber großer Pufferspeicher heisst auch höhere Verluste. Nimm heute: Mit 'ner 40 kWp Anlage stehe ich aktuell bei 5 kWh gesamt!! Und die schlechten Tage kommen noch :juggle:
    Mit Deiner grob O-/W Ausrichtung hast Du mind 4 Monate nur diffuses Licht auf den Modulen. Viel Spaß beim Puffern :ironie:
    Im Sommer wenn es ballert, willst Du Deinen Pufferspeicher eher leer haben! Also wohin mit den kWh? Eben - ins Netz!


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Zitat von McCorc

    Lohnt es sich nicht im günstigen Fall möglichst viel Energie zu speichern um diese dann bei weniger Sonne dann freizugeben? Und ne kleine Batterie als zusätzlicher Zwischenspeicher?


    Wenn ich zumindest 50-60% meines Strombedarfs decken könnte, wären das schöne ~1000 Euro im Jahr die ich sparen könnte. Bei 12cent Einspeisevergütung müsste die Anlage doch gute 8300 kwh im Jahr einspeisen damit die 1000 Euro reinfliessen, und wahrscheinlich fallen dann auch noch Steuern an :(


    Einfach mal die Kosten der Batterie und der Ladeelektronik und zusätzliche Installationskosten gegenrechnen und sich auch noch fragen, wie es im Winter mit der Bilanz aussieht?


    Eine Sache, die hier gern mal vergessen wird, ist der wesentlich schlechtere WG von Batterieanlagen.
    Das umwandeln von elektrischer Energie in chemische und umgekehrt fordert nun mal seinen Tribut :?

  • Hi,


    Zitat von McCorc

    Wenn ich zumindest 50-60% meines Strombedarfs decken könnte, wären das schöne ~1000 Euro im Jahr die ich sparen könnte.


    mit einer PV ohne Speicher kannst Du - grob geschätzt und von vielen Faktoren abhängig - 30 % Deines Strombedarfs selbst decken.
    Der restliche, eingespeiste Strom trägt zur Amortisierung der PV-Anlage bei, so dass Du im Schnitt einen Strompreis von 13-14 Cent incl. MwSt. für die selbst erzeugte kwh PV-Strom zahlst.
    Das funktioniert aber nur, wenn Du querrechnest und die Einspeisevergütung mit einbeziehst.


    Wenn Du jetzt mit Hilfe eines Speichers weitere 25% einsparst, kostet Dich das locker über 30 Cent/kwh, weil der Speicher in Anschaffung und Betrieb so teuer ist, auf die eingesparte kwh umgerechnet.
    Ein Speicher ist also nix zum Geld sparen, sondern ein nettes Öko- und Technikspielzeug für große Jungs.


    Will sagen, ein Speicher ist nix Schlechtes, er hat halt nur nichts mit Geld sparen zu tun.


    Ich habe eine Eigendeckungsquote von etwa 50%, ohne Speicher, allein durch die schiere Größe meiner Anlagen.
    Und diese Größe kostet mich nix (wie ein Speicher), sondern spült regelmäßig Geld in die Kasse.


    Von dem so verdieneten Geld spare ich dann auf einen Speicher und hau`s wieder `raus - weil ich mir gern einen Speicher gönnen will, um völlig stromautark zu werden. Das ist`s mir wert!
    Biliger wär`s allemal, ohne Speicher weiter aus dem Netz zu beziehen, aber autark macht mehr Spaß!
    Und Spaß darf auch mal was kosten . . . 8)

  • Ich versuchs mal anders.

    Zitat von McCorc


    - ca. 100 Watt dauerhaft Mindestverbrauch (Geräte im Standby-Bereitschaft, dauerhaft laufende Lüftungsanlage)


    Demnach kannst du maximal 100Wp (bzw. eine Idee mehr wegen der Verluste und nicht optimaler Ausrichtung) installieren ohne Zusatztechnik zu benötigen, damit dein Zähler nicht rückwärts dreht. Das ist so gut wie nichts und wenn du es ordentlich machen läßt, wird das so teuer, daß du damit auch kein Geld sparst.
    Das mag für den Außenstehenden seltsam klingen, aber die "Zusatztechnik" (egal wie sie aussieht, geht mit und ohne Batterie) ist teurer als einfach Überschüsse einzuspeisen, das erzeugt nämlich quasi keine Zusatzkosten.
    Wenn man dann schon einspeist, kann man auch Geld dafür nehmen. Das hat in der Tat den Nachteil, daß man sich dann mit der steuerlichen Behandlung rumschlagen muß. Das ist aber auch der einzige Nachteil, der mir einfällt.

  • Dann rechnen wir doch mal nach:


    10kwp Anlage wegen doofer Himmelslage schlechten ~800 kWh/kwp = 8000 kwh


    30% Eigennutzung bei meinem Strombedarf macht 3000 kWh. Bei Strompreis von ~20Cent (mit Anbieterhopping und Boni abgreifen) sind das gesparte 600 Euro.
    Restliche 5000 kwh eingespeist bei 0,12 Euro ergibt ebenfalls 600 Euro. Keine Ahnung was für Abgaben da noch anfallen, sagen wir also 400 Euro netto, macht 1000 Euro "Ersparnis/Gewinn" pro Jahr.


    10 kwp Installation wird mich sicherlich ~10.000 Euro (ja ja ohne Batterie) kosten? Wären grob 10 Jahre Amortisationszeit, ohne Wartung und Versicherung.. So grob dürfte das doch stimmen oder?

  • Wenn bei Dir Eigenbedarf = Speicher bedeutet, nein das rechnet sich nicht.
    Bau ab 10KWp und den größeren Anteil auf OSO oder Dach voll mit 14-17KWp. Ohne Speicher!


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