Idee: 15 Liter Warmwasserboiler im Warmwasserkreislauf

  • Ich wollte mal mit euch eine neue Idee und die technische Umsetzung diskutieren.


    Ausgangssituation: Ich wohne im Ausland und mein Zähler dreht rückwärts wodurch ich viel Strom (zeitunabhängig) verheizen bzw. in Wärme speichern, da ich damit Heizöl spare. Durch die Idee mit Aristion Nuos vor meinem Warmwasserspeicher und dem Heizstab im Warmwasser habe ich in meinem 160 Liter Speicher immer ausreichend warmes Wasser. Das funktioniert einwandfrei.


    Problem: Der Weg vom Speicher zur hauptsächlich genutzten Dusche ist sehr lang, führt durch den Keller, wodurch ich relativ viel Wasser laufen lassen muss bis warmes Wasser aus der Dusche kommt. meine Frau und mein Sohn sind da schmerzfrei, die lassen laufen, was natürlich eine Wasserverschwendung ist. Ich bilde mir ein dass ich da Wasser sparen kann.


    Idee: Einbau eines 15 Liter Warmwasserspeicher in der nähe der Dusche



    Frage:
    1) Was passiert mit dem Boiler wenn da 60° warmes Wasser durchrauscht?
    2) Kann man dazu jeden Boiler nehmen?
    3) Ist das so beknackt das ich es gleich vergessen soll?



    Feuer frei: ....... :juggle:

    CS2: 25.02.2016: 2,6 kW, netmetering mit Vergütung [Niederlande]

  • Zitat von cybersoft


    ich bilde mir ein dass ich da Wasser sparen kann.
    Idee: Einbau eines 15 Liter Warmwasserspeicher in der nähe der Dusche


    Schöne Idee :D
    Gegenfrage:
    1. Was kostet ein 15 Liter Warmwasserspeicher und dessen Installation :?:
    2. Wieviel Kubikmeter Wasser kannst du für diesen Betrag kaufen :?:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von cybersoft

    Problem: Der Weg vom Speicher zur hauptsächlich genutzten Dusche ist sehr lang, führt durch den Keller, wodurch ich relativ viel Wasser laufen lassen muss bis warmes Wasser aus der Dusche kommt. meine Frau und mein Sohn sind da schmerzfrei, die lassen laufen, was natürlich eine Wasserverschwendung ist. Ich bilde mir ein dass ich da Wasser sparen kann.
    Idee: Einbau eines 15 Liter Warmwasserspeicher in der nähe der Dusche


    Wenn Dir 15l zum duschen reichen, dann machen, sonst bringt die Aktion doch nix.
    Oder ich habs nicht verstanden.


    Das Problem ist doch die Entfernung WW Speicher zur Dusche, also der Leitungsquerschnitt auf die Länge.
    Ist der 15l Speicher leer, muss das kalte Wasser zwischen großem Warmwasserspeicher und Dusche weg ... oder du duschst eben kalt.


    Leitungslänge verkürzen und/oder Leitungsquerschnitt reduzieren wäre ein Ansatz.
    Weißt Du, was für ein Durchmesser das WW Wasserrohr hat?


    PS.: Eine Zirkulation einbauen, die über Anforderung arbeitet könnte auch eine Lösung sein. Kurz WW zapfen. Zirkulationspumpe läuft an und das kalte Wasser geht in den Speicher (ist also nicht weg, kostet aber Energie) und das WW geht Richtung Dusche. Nach 2 Minuten kann man ohne Wasserverlust duschen auf Kosten der Speichertemperatur ... wenn man fast immer genug Überschüsse hat und nix davon verkaufen will oder kann, ist das aber egal.

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  • Den Leitungsquerschnitt zu reduzieren wird bei 12 mm nicht mehr gehen, das sind schon mini - Leitungen.


    Boiler kostet 80€ + 80€ Installation ~ 200 €. Wasserverbrauch 400qm Kosten 656€ macht 1,64€/qm.
    Einsparung 2 Liter pro Dusche, 3 Personen, rechnen wir 2 an 350 Tagen = 14 qm


    12 Jahre ... gutes Gewissen und die Frau ist glücklicher .. ist das zu bezahlen?



    Nee ... weiter mit Ideen, ich glaube meine gedankenfehler liegt darin, dass der Boiler nicht richtig mischt, 15 Liter reichen natürlich nicht zum Duschen.

    CS2: 25.02.2016: 2,6 kW, netmetering mit Vergütung [Niederlande]

  • Eine komfortable Lösung wäre ein solartauglicher Durchlauferhitzer direkt bei der Dusche. Der erwärmt dann das Wasser aus der Leitung und könnte auch das Wasser nacherwärmen, wenn die Temperatur im Speicher sinkt.
    Kostet aber Geld und läuft mit Netzstrom. Außerdem braucht man nen passenden Stromanschluss.

  • Wasserwege verkürzen, oder Zirkulation bei sattem Überschuss einbauen ... alles andere (vermutlich aber auch selbst das) ist rausgeschmissenes Geld.

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  • Theoretisch wäre das mit dem Boiler möglich, wenn ein Ventil auf einen Bypass umschaltet, sobald Warmwasser in den Boiler strömt. Wenn der Boiler nicht dauerhaft erhitzt werden soll, sondern auch "nur" mit Überschußstrom, dann bräuchte man noch ein zweites Thermostat, das den Boiler auch wegschaltet, wenn er kalt ist.
    Das dann trinkwassertauglich und mit einer Schaltung, die dafür sorgt, dass sich im Boiler (wenn im Winter evtl. ein paar Wochen kein Überschussstrom da ist) kein Leben bildet. Wird kompliziert.


    Oder die Nuos als alleinige Quelle direkt bei der Dusche montieren :)


  • Nimm Einen mit 5 Liter ist günstiger.
    1) Dem Boiler passiert nichts.
    2) Der Boiler muss zu dem Armaturen passen. Nicht einen drucklosen Boiler unter Leitungsdruck setzen.
    3) Ob sich der Aufwand lohnt, entscheidest du.
    Vielleicht reichts, wenn man das Rohr isoliert.


    MfG Georg

  • Hi,


    im Rahmen unserer Hausplanungen habe ich genau die gleiche Idee schon einmal überlegt, nur mit dem zusätzlichen Aufwand einer Frischwasserstation vor Ort, so dass der Minipuffer "nur" Heizungswasser enthält und man somit auf der Trinkwasserseite keine komplizierten Umschalttechniken hat. Grundidee war, dass die Frischwasserstation vor Ort im Bad installiert wird und es im Keller einen grossen Puffer sowie im Bad einen kleinen gibt. Beide sind seriell verschaltet. Zapft man nun, bedient sich die Friwa ohne grosse Verzögerung aus dem kleinen Puffer, der von unten mit dem kalten Wasser aus der Leitung nachgespeist wird. Sobald die Leitung leergelaufen ist, wird die Hydraulik umgeschaltet, so dass die Friwa nun das warme Wasser direkt aus dem Keller bekommt. Im kleinen Puffer ist dann eine Mischung aus warm und kalt. Am Ende des Zapfvorgangs wird wieder auf seriell geschaltet und die Friwa-Pumpe etwas länger in Betrieb gelassen (das macht der Friwa nichts, wenn Wasser primärseitig durchgeht, ohne dass sekundärseitig gezapft wird. Damit kommt dann warmes Wasser in den kleinen Puffer und schiebt das kalte via Friwa in den Rücklauf, so dass der Puffer wieder warm ist. Wenn man den Puffer direktelektrisch heizt (das war ja die initiale Idee), geht das aber natürlich viel einfacher, weil man die Nachlademöglichkeit nicht braucht und nur einmal umschalten muss. Insgesamt halte ich das aber für deutlich zu kompliziert und anfällig.


    Darum wird es hier wohl die Variante mit dem Solardurchlauferhitzer - oder das im Folgenden beschriebene System, das für den TE vielleicht auch eine Idee wäre:


    Hier ist der Grundgedanke, dass man im Keller einen Sammelbehälter hat. Die Warmwasserleitung bekommt nach der letzten Zapfstelle ein Magnetventil, von dem ein Rohr in diesen Behälter geht. Per Schalter oder Bewegungsmelder aktiviert man dieses Ventil vor dem Zapfvorgang für die genau passende Zeit. Damit wird dann eine entsprechende Menge Wasser abgelassen und landet nicht im Abfluss, sondern in diesem Sammelbehälter. Aus dem wiederum werden per Hauswasserwerk die Klospülungen befüllt - das Wasser ist also nicht verloren. Ich habe das mal durchgerechnet - im Normalfall dürfte der Wasserverbrauch für das Klo größer sein als die abzulassende Menge (jeweils pro Tag). Insgesamt ist das eine Art "offene Zirkulation" ohne den Nachteil, dass warmes Wasser ewig im Kreis gepumpt wird. Billiger kann man das bauen, wenn der Sammelbehälter nach oben kommt - der Wasserdruck schafft es dorthin, die Schwerkraft dann in die Klospülungen. Braucht natürlich noch einen Überlauf und eine automatischer Befüllung für einen Mindestwasserstand, da sonst das Klo nicht mehr spülen kann.


    Oder: Rohr gut isolieren und dabei eine elektrische Rohrbegleitheizung einbauen, die vom Solarstrom gespeist wird....


    Viele Grüße,


    Jan