Ermittlung von Eigenverbrauch...aber wie?

  • Hallo zusammen,


    wie einige von euch ja aus meinen diversen Threads wissen, betreibe ich meine PV-Anlage seit April 2016. Bis jetzt war die Abwicklung der steuerlichen Angelegenheiten (auch dank Paulchens Steuertool) kein Problem.


    Nun neigt sich das Jahr langsam den Ende zu und ich mache mir bereits Gedanken über die Jahresabrechnung mit dem FA (auch wenn das noch bis Mai 2017 Zeit hat, wie man mir dort versichert hat).


    Es geht mir im Moment um die genaue Ermittlung des Eigenverbrauchs. Der Werte für die Gesamtproduktion der Anlage weichen zwischen dem der Fronius App und dem der Ausgabe am WR nicht unerheblich ab. Auf Nachfrage bei Fronius hat man mir gesagt, dass diese Werte keine zuverlässigen wären. Viele Betreiber würden aber der Einfachheit halber den Wert aus dem WR beim FA zugrunde legen. Wenn ich es ganz genau haben möchte, dann müsste ich mir einen geeichten Zähler dazwischen schalten.


    Meine Fragen sind nun, reicht der Wert aus dem WR fürs FA aus oder ist ein weiterer Zähler nur für den Eigenverbrauch notwendig? Was kostet mich ein solch geeichter Zähler?


    Danke für die Infos im Voraus!


    Liebe Grüße

    37 x Solarworld plus SW 270 Mono, 9,99 kWp
    WR: Fronius Symo 8.2-3-M + Smartmeter 63A-3

  • Zitat von ul_flieger

    Meine Fragen sind nun, reicht der Wert aus dem WR fürs FA aus oder ist ein weiterer Zähler nur für den Eigenverbrauch notwendig?


    Ja - Nein - :wink:

  • Zitat von hgause

    reicht der Wert aus dem WR fürs FA aus oder ist ein weiterer Zähler nur für den Eigenverbrauch notwendig?


    wie hoch ist denn der Wert aus dem WR? Pauschal kann man auch 900Kwh /kwp angeben.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Hallo,
    stehe vor der gleichen Frage, wobei noch ein Stromspeicher zu berücksichtigen wäre.
    Inwieweit sind eventuell WR-Konvertierungsverluste bzw. den Lade-/Entladeverluste des Akkus in Abzug zu bringen?


    RitaHase

  • Zitat von RitaHase


    ...
    Inwieweit sind eventuell WR-Konvertierungsverluste bzw. den Lade-/Entladeverluste des Akkus in Abzug zu bringen?
    ...


    Gar nicht. Zählt zu deinem Direktverbrauch dazu. DV = Erzeugung - Einspeisung. Akkuverluste kommen in der Gleichung nicht vor.

  • Nimm den Wert aus dem WR. (Gar nicht erst Diskussionen anfangen, dass der in irgendeiner App anders angezeigt wird.)
    (Zumindest solange, wie Du einigermaßen darauf vertrauen kannst, dass der Wert nicht soweit über der Realität liegt, dass das Delta die Anschaffung eines Erzeugungszählers rechtfertigen würde. Geeicht muss er nicht sein.)


    Wenn gar nichts passiert - prima. Erledigt.
    Wenn eine Rückfrage kommt - dann halt offen damit umgehen, dass kein geeichter Erzeugungszähler vorhanden ist und ob man nun mit dem ungeeichten Erzeugungszähler oder dem ungeeichten Zähler im WR misst.... macht auch keinen Unterschied.
    Lässt sich das FA drauf ein - prima. Erledigt.


    Kommt das FA mit einer anderen Schätzung durch die Tür: Pech gehabt. Da muss man sich inhaltich mit auseinandersetzen.
    Wobei man da schlechte Karten hat - und das FA mit gezinkten Karten spielen kann.
    Womit wir in der gleichen Situation sind wie am Anfang: Schätzt das FA soviel zu hoch, dass man mit der Mehrbelastung einen Erzeugungszähler finanzieren könnte?


    Damit man an den letzten Fall herankommt, muss man schon an einen übermotivierten Halbpfennigfuchser geraten.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Zitat von donnermeister1

    Gar nicht. Zählt zu deinem Direktverbrauch dazu. DV = Erzeugung - Einspeisung. Akkuverluste kommen in der Gleichung nicht vor.


    Das sehe und praktiziere ich völlig anders. Da soll das FA gerne kommen. Nur mit diesen "Verlusten" bin ich als PV-Betreiber in der Lage, diesen Akku-Strom zum doppelten Verbrauchspreis von mir privat selbst zu verbrauchen. Ohne Akku hätten wir keine Verluste, dafür jedoch nur die halbe Einspeisevergütung - da der Eigenverbrauch nicht möglich gewesen wäre. Da schießt sich das FA selbst ins Knie! Die Einspeiserechnung fällt erheblich schlechter aus! Damit ist es ein rein kaufmännischer Ansatz, der Gegenstand des Unternehmens "PV-Betreiber" ist!


    Bisher habe ich keinen Widerspruch vom FA!


    Gruß Assel+

  • Zitat von Assel+

    ... Nur mit diesen "Verlusten" bin ich als PV-Betreiber in der Lage, diesen Akku-Strom zum doppelten Verbrauchspreis von mir privat selbst zu verbrauchen.


    Verstehe nicht was du damit sagen willst.


    Zitat von Assel+

    ... Ohne Akku hätten wir keine Verluste, dafür jedoch nur die halbe Einspeisevergütung - da der Eigenverbrauch nicht möglich gewesen wäre.


    Verstehe nicht was du damit sagen willst. Ohne Akku hättest du doch wohl mehr Einspeisung und somit mehr Geld in der Tasche.


    Aber vielleicht ist das bei dir anders. Super!