defektes Modul irgendwie retten? oder Ausschuß?

  • Hallo,


    Ich habe einen Schwung gebrauchter Module erstanden, die wohl schon einige Jahre in einer Anlage liefen.
    Sind Shell 150W mono, 72zellen, 34V
    Beim Messen der Leerlaufspannung ist mir dann eines der Module dumm aufgefallen, es hat statt ca 38Volt, wie die anderen Module, nur ca 23V.
    Ich hatte zuerst die Dioden in Verdacht und die dose mal geöffnet. Sah alles super aus, aber über die Dioden die Spannung gemessen ergab bei der Ersten knapp 12V, und jeweils 6V be den anderen beiden.
    Ratlos wieder zugeschraubt, und versucht den Stromverlauf anhand der Leiterbahnen nachzuvollzihen.
    Und was sehe ich da? Die Leiterbahn ist offenbar vor dem Laminieren verrutscht, und das Modul dürfte eigentlich Ausschuß gewesen sein. Hat wohl nur vor mir niemand bemerkt oder bemerken wollen....
    Hab mal ein paar Bilder angehängt, wobei ich die unwichtigen Zellen zwischenraus-geschnitten habe.


    Kann man da durch Umklennen in der dose noch irgendetwas Verbessern, um das Teil z.b. als 12V batterielader zu verwenden?
    Ich werde irgendwie nicht schlau daraus, welche Folgen der Kurzschluss der Leiterbahn am unteren modulrand denn genau für den Stromfluss hat.
    Stimmt mene annahme, dass der defekt wohl schon immer da war?
    Vielleciht kannns mir einer erklären?

  • Hier eine Skizze, wie ich mir das vorstelle.
    Die blauen Kästchen sollen jeweils eine Zellreihe mit 12 Zellen darstellen.
    Durch den Kontakt der Busbars sind die Zellreihen 2 und 3 kurzgeschlossen.
    Das wären die beiden rechten Zellreihen auf deinem Bild. Die kurzgeschlossenen Reihen tragen keine Spannung bei.
    Zellreihe 1 mit dem Minuspol dürfte der vierten Zellreihe von links auf deinem Bild entsprechen.
    Der Strom fließt über die rote Verbindung von 1 nach 4 und weiter.
    Die rote Linie stellt die Kontaktstelle der Busbars dar. Die erscheint nur so lang, weil ich die Zellreihen ausgefaltet habe.

  • vielen dank für die Erklärung. Konnte mir vorher irgendwie die 12/6/6Vollt nicht errklären.


    Das Teil wird wohl so wie es ist noch 2/3 seiner Leitung bringen? Müsste also gefahrlos einzeln am kleinen lLaderegler betrieben werdne können? Kann ja nicht viel passieren bei 12volt
    Wäre ja irgendwie schade, das ansonsten äusserlich vollkommen intakte modul anzubohren, um die Busbars durchtrennen zu können. dann hätte es wohl erstmal die volle Leitung, aber eventuell kürzere haltbarkeit?


    Dennoch sehr seltsam, dass der fehler des Moduls offenbar durch die quaöitätskontrolle gerutscht ist.

  • Zitat von mjsolar


    Wäre ja irgendwie schade, das ansonsten äusserlich vollkommen intakte modul anzubohren, um die Busbars durchtrennen zu können.


    Wo willst du da bohren?

  • Zitat von optimum

    So ist es besser zu erkennen.
    Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, wäre den unteren Busbar an zwei Stellen trennen und extern neu verbinden.


    Ja, so würde ich es auch machen um das Modul zu retten.


    Von hinten her mit einem Skalpell die Folie durchschneiden, die Busbar 2* durchtrennen & die Enden durch Rückseitenfolie
    durchstehen lassen und mit externer Brücke verbinden.
    Die Löcher würde ich mit z.B. Silikon verschließen.
    Evtl. mit gleichem Material wie es zum Verkleben der Rahmen verwendet wird.


    HofeBY

  • Zitat von hofeBY

    Von hinten her mit einem Skalpell die Folie durchschneiden...


    aber vorher in die Sonne stellen bzw. mit einem Föni anwärmen. So geht`s leichter :)
    lg,
    Philip

  • Ich werde das so machen.


    Jeweils vor und hinter der illegalen Kontaktstelle durchtrennen, und eine externe Umleitung legen


    Verschließen will ich mal mit Flüssiggummi bzw. Sprühfolie versuchen. Hoffe mal, das löst nicht die ganze folie auf ;)


    Falls das mit der Sprühfolie nichts anlöst, ist das wohl die sauberste reparaturmöglichkeit für die Rücksetenfolie.