Vorplanung - Dachdetails und Verschattungsueberlegungen

  • Hallo,


    da hast du durchaus Recht, aber ein gewisses, wenn auch kleines, Restrisiko besteht trotzdem. Es reicht ja, wenn eine Übergangsregelung z.B. die 20 Jahre auf weniger beschränkt und Details später geklärt werden. Von daher muss ich dieses Risiko gegen das eine zusätzliche Jahr abwägen und dabei auch beachten, dass es ja auch grundsätzliche Probleme geben kann, die das ganze noch weiter verschieben (z.B. mit dem Netzanschluss selbst). Ich bin also immer noch unentschlossen diesbezüglich.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Hallo in die Runde,


    so... Status von "Interessent" auf "Betreiber" geändert, allerdings erst einmal mit 0,3 KWp, denn der Stromanschluss lässt noch auf sich warten, weil das Gerüst noch im Wege steht.


    Dafür ist das einzelne Modul jetzt einer sinnvollen temporären Beschäftigung zugeführt: Es speist eine provisorische Kellerbeleuchtung, denn im Keller ist es wegen der tiefen und engen Lichtschächte, die zudem vom Gerüst verstellt sind, sehr dunkel. Dran hängen jetzt vier Eigenbauleuchten (30,5-45 V, 60 mA), die für nettes Licht im Keller sorgen. Wirklich Sonne gab es seitdem keine, aber das 300Wp-Winaico-Modul hat auch bei schlechtem Wetter kein wirkliches Problem, 240 mA und damit ca. 8 W zu liefern (mehr zieht das System ohnehin nicht). Erst am Tagesrand bei Regen o.ä. schafft es die 240 mA nicht mehr und es wird dunkler. Bislang hatte ich aber immer Licht, sogar bei sehr trüben Himmel (ist aber auch keine wirkliche Kunst... diese Leuchten geben auch bei insgesamt 1-2 Watt schon halbwegs Licht ab und das ist für ein 300W-Modul anscheinend kein wirkliches Problem bei geringer Einstrahlung.


    Falls sich jemand für die Leuchten interessiert: Die sind ein Beiprodukt meiner 48V-Beleuchtungspläne - ich habe einfach die Bestückung der dafür entwickelten Platinen reduziert (10 statt 15 LED und Überbrückung der FET-Schalter). Damit sind je Leuchte 10 Stück Luminus Devices MP-2016-1100 in Reihe, davor dann eine Konstantstromquelle AL5809 (genauer gesagt, zwei Stück mit 20 und 40 mA parallel, um bei maximaler PV-Spannung nicht die zulässige Verlustleistung zu überschreiten - die Asymmetrie ergab sich aus dem, was ich im Teilelager hatte). Zwei der Leuchten haben 3000K und bringen damit ca. 220 Lumen, die anderen beiden 5700K und 260 Lumen. Reicht im stockfinsteren Keller problemlos.


    Das beste ist aber, dass sich das ganze schön selbst regelt. Es gibt ja weder einen MPPT noch sonstige Schutzschaltungen. Die AL5809 beschränken den Strom pro Leuchte auf 60 mA. Liefert das Modul mehr als 240 mA, dann steigt die Spannung und der Strom bleibt bei diesem Wert. Schafft es das nicht, dann schalten die AL5809 quasi durch (ich habe <1,5 V Abfall gemessen) und der Strom teilt sich zwischen den parallel geschalteten Leuchten auf (klappt sehr gut, leuchten dann dunkler, aber in etwa gleich). Diesem Verhalten kommt noch die Tatsache zu gute, dass bei solchen LED geringe Spannungssenkungen zu deutlichen Stromsenkungen führen.


    So gibt es dann wenigstens Licht, wenn der Hausanschluss installiert wird :-)


    Viele Grüße,


    Jan

  • Hi,


    endlich gibt es 9,9 KWp mehr im Netz! Heute ist nach ganz langer Wartezeit (die Module sind seit Anfang November auf dem Dach... erst störte das Gerüst, dann das Wetter, dann waren Tiefbauer krank, aber irgendwann war dann der Hausanschluss da) der WR verbaut und in Betrieb genommen worden. Hat alles prima funktioniert und an einem sehr nebligen Resttag sind dann noch ca. 2,5 KWh ins Netz gegangen. Maximaler Output waren ca. 700W.


    Geworden ist es letztlich: 19 x 300W mit 46 Grad DN, 14 x 300W mit 24 Grad DN, alles in Ausrichtung Süd mit ca. 20 Grad Ostabweichung. Module sind WST-P6_PERC Full Black von Winaico, WR Fronius Symo 10 KW. Letzteres hatten wir ja lange diskutiert - ausschlaggebend war letztlich die Option, nach 12+ Monaten (wenn dann das EEG noch existiert) noch ein paar Module auf der noch nicht gebauten Garage nachlegen zu können (das liesse sich auf 24 Grad aufständern und hätte dann die gleiche Neigung wie der Gaubenstring mit seinen 14 Modulen).


    Auf jeden Fall läuft bislang alles prima - vielen Dank an alle, die bewusst (hier) oder unbewusst (in irgendwelchen anderen Threads) mitgeholfen haben.


    Anmeldung an BNA ist raus, ebenso die ganze Finanzamtsache (erstmal keine KUR mit Wechsel nach 5 Jahren auf KUR).


    Viele Grüße,


    Jan, nun mit 9,9 KWp

  • Hi,


    heute gab es schon das erste kleine Erfolgserlebnis :-)


    Bei eisiger Kälte und vielen Wolken, aber immer mal wieder Sonnenlücken, ist der WR mehrfach in die 70%-Abregelung gelaufen (Eigenverbrauch gibt es auf der Baustelle am Wochenende nicht). Wenn ich nach den Stringströmen gehe, war die Abregelung recht heftig - da wären fast 9 KW gegangen. Fronius scheint nur einen MPPT zu drosseln und den anderen mit voller Leistung weiterlaufen zu lassen, denn die beiden Strings lagen immer in etwa gleich zueinander (mit Wolken die flacheren Module besser, mit Sonne die steileren), aber im Moment der Abregelung lag der Stringstrom des kleineren Strings bei gerade einmal einem Drittel des größeren. So konnte ich doch noch kurz vor Ende des ersten Winters die Vorteile von kalt + Sonne sehen.


    Viele Grüße,


    Jan


    P.S.: Ist mir eben erst aufgefallen: Inbetriebnahme war auf den Tag genau zwei Jahre nach meiner Registrierung hier im Forum.

  • Hi Jan,


    Zitat von JanR

    Bei eisiger Kälte und vielen Wolken, aber immer mal wieder Sonnenlücken, ist der WR mehrfach in die 70%-Abregelung gelaufen (Eigenverbrauch gibt es auf der Baustelle am Wochenende nicht). Wenn ich nach den Stringströmen gehe, war die Abregelung recht heftig - da wären fast 9 KW gegangen.


    freut mich, wenn`s bei Dir gut läuft! Im Sommer wird in der Spitze nicht mehr so viel produziert, wenn`s wärmer ist.
    Dafür bleibt`s im Sommer länger hell und der Gesamttagesertrag ist darum trotzdem viel höher wie jetzt.


    Viel Spaß noch mit Deiner Anlage!

  • Zitat von JanR

    P.S.: Ist mir eben erst aufgefallen: Inbetriebnahme war auf den Tag genau zwei Jahre nach meiner Registrierung hier im Forum.


    Umgekehrt gibts auch welche, die sich erst am x. Geburtstag ihrer Anlage anmelden... da ist die Ziege dann schon ziemlich tief in den Brunnen gefallen :juggle:


    Zitat von JanR

    ausschlaggebend war letztlich die Option, nach 12+ Monaten (wenn dann das EEG noch existiert) noch ein paar Module auf der noch nicht gebauten Garage nachlegen zu können (das liesse sich auf 24 Grad aufständern und hätte dann die gleiche Neigung wie der Gaubenstring mit seinen 14 Modulen).


    Genau die richtige Einstellung!

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Hi,


    Zitat


    freut mich, wenn`s bei Dir gut läuft!


    Danke!


    Zitat


    Im Sommer wird in der Spitze nicht mehr so viel produziert, wenn`s wärmer ist.
    Dafür bleibt`s im Sommer länger hell und der Gesamttagesertrag ist darum trotzdem viel höher wie jetzt.


    Klar.


    Heute war wieder ein kalter, dafür aber fast durchgehend sonniger Tag. Heute war die Anlage von 10:30-14:00 quasi durchgängig in der Abregelung und hat bis 15:30 schon 46 KWh erzeugt. So ist das fein :-) Als ich vorhin weggegangen bin, standen aber immer noch über 3000W auf dem Display.


    String 1 kam im Maximum auf 5177W... das sind 272W pro Modul. String 2 hat nur 2850W im Maximum geschafft, 203W pro Modul. Wie oben schon beschrieben, scheint der Symo 10 aber dadurch abzuregeln, dass er String 2 aus dem MPP nimmt. Zeigt das heutige Log auch wieder sehr eindrucksvoll. Somit hatte String 2 gar keine Chance auf Höchstleistungen.


    Gut zu sehen ist auch, dass "Dynamik Peak" mit den Schatten gut umgehen kann, denn so langsam rutscht dann der Gaubenschatten auf die ersten Module und man sieht, dass die MPP-Spannung von String 1 leicht runtergeht.


    Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Kombination aus 19 Modulen mit 46 Grad und 14 Modulen mit 24 Grad. Nun muss nur noch Eigenverbrauch dazu kommen und dann ist alles noch besser. Falls ich es schaffe (sprich, Mittags mal auf der Baustelle bin, wenn es sonnig und kalt ist), werde ich mal einen Heizlüfter mit 2 KW anwerfen, um zu schauen, wie hoch die Anlage wirklich kommt.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Hi,


    etwas verspätet der erste komplette Monat (April): Pvgis sagt bei konventionellen Einstellungen (10% Verlust, das standardmäßig eingestellte Klimamodell) für den April 1057 KWh vorher. Geworden sind es laut USB-Logs 1066 KWh. Passt also prima, wobei da sicher noch mehr gegangen wäre, wenn es denn Eigenverbrauch gegeben hätte. An sonnigen Tagen ist die Kurve über Stunden bei 70% abgeschnitten.


    Den Heizlüftertest hatte ich im März an einem kalten Tag mit viel Sonne noch gemacht... leider war mein Heizlüfter mit 2 KW zu sparsam :-) Ich habe die Anlage damit nicht aus der Abregelung bekommen... 8900W wurden eingespeist und trotzdem abgeregelt. Einen größeren Verbraucher hatte ich nicht auf der Baustelle.


    Anfang Mai waren mehrere warme Sonnentage nacheinander... jeweils ganz knapp unter 60 KWh Tagesproduktion und jeweils deutlich abgeregelt. Die Erträge waren bis auf wenige Wh gleich... da ist wohl die Abregelung schuld.


    Heute war es teils sonnig, teils bedeckt und die Putzer mit der Putzmaschine zugange. Laut Fronius-Smartmeter zieht das Teil etwas über 4 KW, also perfekt für den Eigenverbrauch. Der WR hat als Tagesmaximum 8350 W geloggt, also gut über der 70%-Grenze und deutlich über dem, was ein 8,2 KW-WR geschafft hätte. In jedem Fall wurden in den letzten Tagen eine ganze Etage, ein Treppenhaus und ein Spitzboden quasi nur mit Sonnenstrom geputzt.


    Die nächsten Pläne stehen auch schon... wenn das EEG noch solange lebt, gibt es eine 24 Grad geneigte Überdachung zwischen Garagenseitentür und Hintereingang, deren Dach aus drei Modulen bestehen wird, die dann in den Gaubenstring gehängt werden (vormittags Sonne, ab ca. 13 Uhr von links nach rechts beschattet). Dazu dann noch zwei oder drei Module gleicher Neigung auf das Garagendach zum Nachbarn hin (dessen Garage ist höher als unsere, ist also ein prima Windschutz für auf 24 Grad aufgeständerte Module, die schon im April durch unser Haus nicht mehr verschattet werden). Dazu noch das eine aktuelle DC-Modul (Kellerbeleuchtung seit über einem halben Jahr) und schon gibt es eine Zweitanlage von 2,1 oder 2,4 KWp. Dann kann auch keiner mehr meckern, dass der WR überdimensioniert ist...


    Viele Grüße,


    Jan

  • Hallo in die Runde,


    mal wieder ein Feedback... die Anlage läuft heute ganz genau 1 Jahr.


    Bilanz bisher: 9806 KWh, davon 1478 KWh selbst verbraucht. PVgis hat für das Jahr übrigens 8196 KWh für diese Lage und diese Dachneigungen angegeben. Der schöne Sommer und die sonnigen Februartage haben also gut gewirkt. Februar alleine war mit 613 KWh fast das doppelte der Vorhersage (314).


    Wenn ich jetzt wieder Zeit habe, könnte man über eine Erweiterung nachdenken... der WR hat ja gut Reserven (wobei er im letzten Jahr an mehreren Tagen mit Baustelleneigenverbrauch deutlich über 9000W geliefert hat).


    Viele Grüße,


    Jan

  • Habe den Thread nicht gelesen. Wenn du noch gut geeignete Fläche hast und seit IBN mindestens ein Jahr vergangen ist und du Freude an der Anlage hast dann mach jetzt den Rest voll - besser wird es nicht.