plötzlich korrigierte Rechnungen 2013, 2014 und 2015

  • Hallo Forengemeinde,


    letzte Woche kamen per Post korrigierte Rechnungen für die Jahre 2013 bis 2015 in der ich einen stolzen fünfstelligen Betrag nachzahlen soll.
    Zum Hintergrund - Meine Firma liefert Solarstrom (52kWp) und bezieht als klassische Maschinenbaufirma Strom.


    Bei uns wurde ein Zweirichtungszähler mit Wandlerfaktor verbaut welcher auch jährlich ausgelesen wurde. Anhand dieser Daten wurde mein Bezug und mein Verbrauch seitens des Netzbetreibers und des Stromlieferanten ermittelt.


    Diese Daten stimmen auch in den korrigierten Rechnungen überein. Nur wird mit diesen Werten nicht mehr gerechnet sondern ein Ersatzwert festgelegt welcher plötzlich als Basis für die Abrechnungen dient. Kurzes Beispiel: In einer Rechnung ist mein Verbrauch von 43.000 kWh nachvollziehbar ermittelt aus den Zählerdaten plötzlich auf 78.000 kWh hochgesetzt wurden und ich soll nun die Differenz zahlen.


    Weiß jemand was es mit diesem Ersatzwert auf sich hat und wie dieser ermittelt wird? Eine Anfrage meinerseits an den Netzbetreiber und Stromlieferanten wurde noch nicht beantwortet.


    Danke und Grüße

  • Warte doch einfach mal die Antwort ab. Vielleicht würde der Wandlerfaktor falsch angenommen ?

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • 1. In welchem Bundesland liegt den Deine stromeinspeisende Firma (Schleswig-Holstein)?
    2. VNB ist vielleicht SH Netz AG ?
    3. Anmeldung bei der Bundesnetzagentur damals nicht selbst (ordungsgemäß) gemacht?
    4. Der Differenzwert ist der Eigenverbrauchsanteil?

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Ich vermute bei einem falschen Wandlerfaktor hätten sie diesen jetzt auch als Grund angegeben und bereits korrigiert.
    Die Anlage ist in Sachsen, die Anmeldung und Abnahme ist von der jetzigen Vertragsfirma durchgeführt wurden.


    Nächste Woche kommt ein Vertreter der Firma zu uns - Er hat uns mitgeteilt das intern noch Beratungen zu meinem Fall laufen. Da scheint einiges über die Jahre schief gegangen zu sein, zumal die Anlage seit 2011 läuft. Ich gebe ein Feedback wen nächste Woche die Sache etwas klarer wird. Ich vermute hier etwas wie der letzte Forumsposter mit dem Eigenverbrauchsanteilen, welche nicht klar in den Rechnungen deklariert sind.

  • Zitat von Leucophores


    Bei uns wurde ein Zweirichtungszähler mit Wandlerfaktor verbaut welcher auch jährlich ausgelesen wurde. ...


    Zitat

    die Anlage seit 2011 läuft


    Da braucht es noch einen Erzeugungszähler, ohne den kann man eine Anlage aus 2011 nicht korrekt abrechnen. Wie genau kommt dann darauf an, ob man sich für Volleinspeisung mit kaufmännisch bilanzieller Durchleitung oder für die Selbstverbauchsvergütung entschieden hat.


    Ein falscher Wandlerfaktor würde sich auf alle Meßwerte linear auswirken, das könnte man schnell nachrechnen.


    Ist die Firma von irgendwas im Strombereich (Stromsteuer, Netzentgelte, EEG-Umlage, ...) befreit bzw. vergünstigt? Da gab es das Urteil bezüglich Stromsteuerbefreiung und EEG-Vergütung, die nicht gemeinsam in Anspruch genommen werden dürfen, und womöglich auch noch anderes, das hier im Forum niemand auf dem Schirm hat.


    edit: die älteren Rechnungen dürften verjährt sein - jetzt fängt halt wieder die Zeit an in der die Firmen Sachen prüfen, die am Jahresende zu verjähren drohen

  • Hatte die Anlage schon immer 52 kWp oder hast du die in mehreren Schritten gebaut ?

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  • Wenn es ein falscher Wandlerfaktor war, haben die damit nichts zu tun, also erst mal die Antworten abwarten.
    Aber nochmal meine (vielleicht versteckte) Fragen - machst du Volleinspeisung oder vergüteten Selbstverbrauch (nach EEG2009) und hast du einen Erzeugungszähler?

  • Zitat von Leucophores

    Kurzes Beispiel: In einer Rechnung ist mein Verbrauch von 43.000 kWh nachvollziehbar ermittelt aus den Zählerdaten plötzlich auf 78.000 kWh hochgesetzt wurden und ich soll nun die Differenz zahlen.


    Ich habs noch nicht verstanden. Da ist ein Wandlerfaktor bei deinem Zweirichtungszähler geändert worden und deshalb sollst du jetzt nur für den Strombezug mehr kWh verbraucht haben?
    Was ist denn mit der PV-Anlage? Wurden die Erzeugungswerte auch hochgesetzt? Müsste eigentlich einfach über die WR-Zähler nachvollziehbar sein!

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)