Planung PV Anlage - WP - Süddach

  • Hallo miteinander,


    seppelpeter hat mich im HT Forum angesprochen auf mein Thema dort.


    Da ich davon überzeugt wurde PV zu machen hätte ich gerne einmal kurz eure Einschätzung und wenn möglich ein paar Ratschläge.


    Wir wohnen in der Nähe von Speyer - RP.
    Unser Dach vom Altbau: (Neubau bekommt flaches Pultdach mit Nordausrichtung)
    - Dachneigung ist ca. 35-36°
    - Ausrichtung -6° (ganz leicht nach Osten)
    - Keine Verschattung
    Macht nach PV Programm 1060kwh/kwp
    Unser Dach hat ca. eine Fläche von 44m²
    Wir haben einen Kamin, welche gekürzt wird bis OG Decke und stillgelegt wird für Kabelnutzung. Die PV-Leitung kann also vom Dach Unterkante über den Dachboden zum oberen Kaminende laufen und durch den Kamin in den Keller wo auch der HW Raum ist.


    Eine Grabenkollektor haben wir bereits verlegt und nach einer WP halten wir bereits Ausschau. Unser Haus hat wohl ca. eine Heizlast von 6,5-7KW bei 185m² und angestrebten KFW55.
    BAFA für WP wird beantragt und bei KFW streben wir die Förderung an.


    Fragen über Fragen:
    - Was sollte/muss ich beachten generell (bevorzugte Module, ca. Preise ... ) - gerne auch mit Verlinkung auf ein Thema wo dies beschrieben ist.
    - Der Stromkasten soll neu gesetzt werden. Für die PV einen eigenen Zähler. Für die WP eher nicht, da dies wohl das zusammenspiel von PV mit eigenstromnutzung mit der WP einfach macht, richtig?
    Der eigene WP Zähler rechnet sich m.M. nach nicht (habe mal gegengerechnet und sehe da keinen Benefit)


    Ich würde mir demnächst schon einmal Angebote einholen. Kann man mit meinen Daten schon Aussagen machen wie groß die Anlage dimensioniert werden sollte? Ich dachte da an 100% Belegung, also so viel wie geht :D


    Über eure Meinungen und Ratschläge würde ich mich freuen.
    Danke und Gruß,
    Marcus

  • Hallo,
    willkommen im Forum.


    Die Abmessungen des Daches sind "Wichtiger" als die Fläche, da die Module genormte Maße haben.


    Wenn du einen Neuen Zählerkasten installierst solltest Du nicht sparen.
    D
    nn kannst Du auch eigene Zähler einbauen die dich keine MIete sondern nur einmal den Anschafungs und installationspreis kosten.
    Ich habe nur einen Zweirichtungszähler für den ich Monatliche Gebühren Zahle.


    Außerdem habe ich noch einen Privaten Zähler für die WP um eine Verbrauchskontrolle zu haben und einen Privaten für die PV Anlage um den WR abzugleichen und eine freien Platz für die ELW .
    Außerdem ist ein Platz mit einem RSE belegt.


    Das Dach voll zu belegen ist vernünftig, da man dann auch im Herbst Winter einen größeren teil selber verbrauchen kann.


    Bsp. Heute Mittag um 15.30Uhr hat Meine WP eingesxchaltet und da kam immerhin bei Wolkenlücken so viel Strom vom Dach, daß es für die WP gereicht hat. => die Theorie, daß Mittags am meisten Strom vom Dach kommt und man darum die WP über Mittag laufen lassen sollte kann vor allem im ´Herbst daneben gehen. Bei dem Schrottwetter die letzten Wochen war über Mittag oft schlechtere Erträge als am Nachmittag.
    Darum PV aufs Dach mit Eigenverbrauch und gut´. Die Klimmzüge zum Optimieren wenn sie nicht mit der WP Steuerung gemacht werden können sind MM Spielereien.


    Django

  • Hallo Django :D
    entschuldige bitte die späte Antwort ... aber ich bin gerade mit der FBH Auslegung beschäftigt und und und ... :roll:


    Meine Außenmaße vom Haus sind 7,74 (Giebelseite - Ostausrichtung) *8,62 (Dachseite - Südausrichtung)


    Achtung ich benutze jetzt Fachwörter und bin mir nicht sicher ob ich sie richtig benutze :|
    Ich habe im Dach gemessen und kommen auf ca. 3,10m Höhe (Höchster Punkt Ziegel Innen bzw. First OK) und ca. 4,30 vom Mitte des Raumes bis Überstand Dach, Ziegel Innenseite (also Traufe) (also 8,60m von Ziegel bis Ziegel | Traufe bis Traufe)


    Nach Satz des Pytagoras habe ich also 35,7° Dachneigung und der Grat (richtig?) hat 5,30m.


    Da mein Dach nur leicht übersteht auf der Seite, wäre meine Süd-Dachfläche also 8,62m*5,30m=45,68m²


    Hoffe die Werte sind ausreichend!?


    Beim Zählerkasten würde mich interessieren auf was ich denn dann achten muss.
    Einen Zähler für das Haus ist klar (ein zweiter bringt nichts, da das Haus nicht auf 2 Parteien aufgeteilt werden kann)
    Ein zweiter wäre dann für die PV Anlage.
    Ein dritter für die WP optional.


    Verstehe ich dich richtig, dass ich mir einen Schaltschrank mit mindestens 3 Zählerplätzen holen sollte? Weil ich dann wenn ich möchte, mir einen WP Zählre für mich privat z.B. einbauen kann?


    Der Hauszähler und der PV Zähler sind nicht meine eigenen, oder? Die kommen von der Gemeinde (oder Stromanbieter oder so... )


    Danke und Gruß Marcus

  • Hallo,


    auch wenn schon einige Zeit vergangen ist, so hätte ich doch gerne weiterhin einmal euren Ratschlag (gerne auch noch auf meinen letzten Beitrag und die Fragen darin). Da es nun endlich bei uns auf der Baustelle weiter voran geht, möchten wir nun parallel dazu die PV auf dem Dach installieren lassen. Angebote wollen wir die nächste Woche einholen.


    Gibt es bestimmte Punkte auf die wir achten sollten oder bei den Anbietern pochen sollten? Also z.B. bestimmte PV Module oder welche Materialien empfehlenswert sind?
    Gibt es eine Hausnummer was mich das ganze am Ende kosten sollte mit allem drum und dran? Ich hätte gesagt, das es nicht mehr als 10.000€ kosten darf. 7.000-8.000€ wären so meine erste Wunschvorstelung gewesen was ich so gelesen habe.


    Über Tipps und Ratschläge wäre ich sehr dankbar.


    Danke und Gruß,
    Marcus

  • Ich hatte nun heute den ersten PV Verkäufer auf der Baustelle.
    Folgendes hat sich aus dem Gespräch ergeben:
    So wie es ausschaut, hat das Dach an den unteren 3 Ziegeln einen zu großen Knick, so dass dort keine Module gesetzt werden können. Deshalb kann ich auch nur 2 Reihen voll belegen. Er würde deshalb auf 2 Reihen Hochkant und eine Reihe Quer belegen.
    Bei der Breite sind 8 Module möglich, mit ein wenig Glück auch 9. Quer sind es 4-5. Das kommt darauf an, ob unser Dach noch verbreitert wird. Da wir ja noch Aussendämmung bekommen von ca. 14cm, wird dies wohl je eine Ziegelreihe pro Seite bedeuten.


    Minimal wären das also 2*8 + 1*4 = 20 und Maximal 2*9 + 1*5 = 23.


    Wenn ich das richtig gelesen habe, ist dies gar nicht mal so schlecht, da ein Wechselrichter ja nur Maximal 22-23 Module kann (richtig?). Es wäre also gar nicht so schlimm, dass wir nicht 3 Reihen a 8 bzw. 9 Module belegen, da dies dann 24 bzw. 27 Module wären.


    Als erste Preisschätzung nannte er dann aber ca. 10t Netto was mir doch sehr hoch erscheint.
    Bei den Angeboten lese ich oft von einem Preis von 1200-1300€ pro Kwp.
    Rechne ich nun einmal mit 22 Modulen und 300W wäre ich bei 6,6KW was ca. 8000-8500€ ergeben würde.
    Ist meine Rechnung bis dahin korrekt?


    Des weiteren wollte er mir schon von vornherein das SolarEdge Modul auf schwätzen bez. Verschattung (welche wir nicht haben) und x% mehr Leistung am Ende, was auch noch mal ca. 1000€ on Top kosten würde.


    Sobald ich das Angebot habe, werde ich es bei den Angeboten reinschreiben.
    Bis dahin, wäre ich über Hilfe eurerseits sehr erfreut.


    Danke und Gruß

  • Hi Marcus,


    Zitat von htpzc

    Nach Satz des Pytagoras habe ich also 35,7° Dachneigung
    Da mein Dach nur leicht übersteht auf der Seite, wäre meine Süd-Dachfläche also 8,62m*5,30m=45,68m²


    super Dachneigung, in der Breite passen 8 Module hochkant.
    Das wären dann für 2 Reihen 16 und quer noch 4 dazu = 1 String à 20 Module (etwa 6 kWp).



    Zitat von htpzc

    Verstehe ich dich richtig, dass ich mir einen Schaltschrank mit mindestens 3 Zählerplätzen holen sollte?


    Ja, würde ich auch machen und 3 Zählerplätze einplanen.
    Ich hab` mittlerweile 2 Zählerschränke und 9 Zähler . . .



    Zitat von htpzc

    Der Hauszähler und der PV Zähler sind nicht meine eigenen, oder? Die kommen von der Gemeinde (oder Stromanbieter oder so... )


    Im Normalfall kommen die von Deinem zuständigen Verteilnetzbetreiber.
    Du kannst Dir aber auch einen freien Messstellenbetreiber suchen, falls Dein VNB Stress macht oder zu hohe Preise aufruft.
    Und Du kannst auch eigene Zähler setzen lassen, sofern Du einen Messstellenbetreiber findest, der die dann für Dich betreibt.



    Zitat von htpzc

    Wenn ich das richtig gelesen habe, ist dies gar nicht mal so schlecht, da ein Wechselrichter ja nur Maximal 22-23 Module kann (richtig?).


    Das gilt für dreiphasig einspeisende WR, die können i.d.R. Strings mit bis zu 23 Module vertragen und fühlen sich auch nur bei langen Strings wirklich wohl.
    Du könntest aber auch einen einphasig einspeisenden WR nehmen, der kann i.d.R. 13-14 oder max. 17 Module in einem String ab. Solche WR bestückt man dann mit 2 Strings. Die gehen aber nur bis 4,6 kVa.



    Zitat von htpzc

    Als erste Preisschätzung nannte er dann aber ca. 10t Netto was mir doch sehr hoch erscheint.
    Bei den Angeboten lese ich oft von einem Preis von 1200-1300€ pro Kwp.


    Bei `ne eher kleinen Anlage deutlich unter 10 kWp können die EUR 1.300,- auch schon mal überschritten werden, insbesondere wenn der Zählerschrank noch dazukommt.



    Zitat von htpzc

    Des weiteren wollte er mir schon von vornherein das SolarEdge Modul auf schwätzen bez. Verschattung (welche wir nicht haben) und x% mehr Leistung am Ende, was auch noch mal ca. 1000€ on Top kosten würde.


    SE brauchst Du hier wohl nicht, kostet nur unnötig Geld.

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Bez. Zählerschrank hat sich schon einiges getan. Der ist schon montiert und wird demnächst auch in Betrieb genommen, wenn das Haus auf Drehstrom umgestellt wird. Dann bekomme ich auch einen neuen Hausanschluss.


    Hierzu aber mal noch die Frage: Soll ich gleich einen Zähler für die PV mit beantragen? Oder geht das erst, wenn ich weiß was es für eine PV wird?


    Bez. den Modulen. Alles klar, dann rechne ich mal mit eher 20 Modulen. Da habe ich ja eh bez. des WR eine falsche Annahme gehabt. Gut, dann wären das zwei einphasig einspeisende WR die hier sinnvoller wären, richtig?


    Am Donnerstag kommt der nächste PV Verkäufer. Bin gespannt was der dazu meint.
    Sobald ich die Angebote habe stelle ich diese ein.


    Noch eine Frage bez. Angeboten. Lohnt es sich Online eine PV anzufragen? Oder ist das eher als unseriös oder qualitativ schlechter vielleicht einzustufen?

  • Um den Zähler zu beantragen brauchst Du die Inbetriebsetzungsanzeige vom Elektriker für die dazugehörige Anlage. Geht also erst, wenn alles montiert ist. Allerdings habe ich gar keinen extra Zähler für die PV. Nur der normale Hauszähler wurde gegen einen Zweirichtungszähler ausgetauscht. Vielleicht kannst Du ja gleich so einen bekommen, dann muss eventuell vom VNB niemand mehr wegen der PV extra kommen.
    Zum Wechselrichter würde ich sagen, dass Du mit 20 Modulen bei einem 3-phasigen genau richtig bist, warum 2 Wechselrichter für ca 6 kWp?
    Angebote würde ich mir über jeden möglichen Weg einholen, ohne von vornherein irgendwas einzustufen. Ob die Firma was taugt, merkst Du im besten Fall mit dem Kontakt beim Angebot, ansonsten erst, wenn Probleme auftreten.

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    Wir neigen dazu, die kurzfristigen Auswirkungen einer Technologie zu überschätzen und die langfristigen Auswirkungen zu unterschätzen (Amaras Gesetz)