PV Anlage ohne Netzeinspeisung ca 80KWP

  • Hallo Zusammen,


    ich baue eine Halle auf der 338 260W Module installiert werden, Ausrichtung Süd Neigung ca 15°.


    Derzeitiger Verbrauch 110.000 KW/h im Jahr., maximaler Verbrauch PEAK ca. 30 KWh.


    Leider kann ich meinen erzeugten Strom nicht in das Netz einspeisen, daher muß ich versuchen Tagsüber den Strom selber zu erzeugen und zu nutzen. Leider ist das alles Neuland für mich und benötige daher eure Hilfe.


    Könnt Ihr mir einen Ratschlag geben welche Komponenten benötigt werden würde gerne SMA Wechselrichter einsetzen.


    Welche Technische Lösung gibt es, bis jetzt habe ich SMA Clusterbox + SunnyIsland gefunden weiß aber nicht ob das das richtige ist.


    Vielen dAnk im Vorraus.

  • Hallo,


    grundsätzlich ist für so eine Halle mit Gewerbebetrieb ohne Möglichkeit der Einspeisung (warum auch immer ?) eine kombinierte West-/Ostausrichtung der Module vorteilhafter als eine reine Südausrichtung. Die Erzeugung ist mit einer West-/Ostausrichtung (zum Beispiel jeweils zwei Reihen Module direkt aneinander mäßig aufgeständert gegeneinander jeweils nach Osten und Westen, besser und gleichmäßiger über den ganzen Tag verteilt.Das geht auch zu machen bei relativ flachen Dächern nach Süden. Wie ist es bei dir ?
    Dann solltest du unterscheiden ob du in einen Speicher investieren möchtest (viele hier sagen das rechnet sich (noch) nicht) oder nur die Anlage netzparallel laufen lassen möchtest ohne jedoch einzuspeisen. Also im zweiten Fall rein den Überschuss des PV-Generators zeitparallel verbrauchen. Beides ist möglich, erfordert aber unterschiedliche Bauteile.


    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

    Einmal editiert, zuletzt von Boelckmoeller3 ()

  • Gibt es an der Halle denn einen Netzanschluss?
    Wenn ja kannst du ganz normale Wechselrichter verwenden und eine Dynamische Regelung mit 0% verwirklichen.
    Es ist das gleiche Prinzip wie die dynamische (weiche) 70% Regelung nur mit (fast) 0% Einspeisung.

    SunForFree GmbH - In der kleinen Heide 4 - 53842 Troisdorf - Tel: +49 2241 9744972 - mail: info@sunforfree.de

  • Zitat von freak83


    Leider kann ich meinen erzeugten Strom nicht in das Netz einspeisen, daher muß ich versuchen Tagsüber den Strom selber zu erzeugen und zu nutzen.


    Ich würde ganz normale Stringwechselrichter einsetzen und wie von SunForFree schon vorgeschlagen einfach die dynamische Regelung mit 0% Einspeisung umsetzen.


    Du schreibst aber, daß du den erzeugten Strom leider nicht in das Netz einspeisen kannst. Was ist der Grund dafür, oder ist es einfach nur nicht gewünscht :?:


    Denn auch wenn der Eigenverbrauchsanteil wahrscheinlich sehr hoch sein wird, so wird es trotzdem Zeiten geben wo nicht alles abgenommen werden kann. Dann wird abgeregelt und du verschenkst vermutlich viel Geld.... :roll:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von freak83


    ich baue eine Halle auf der 338 260W Module installiert werden, Ausrichtung Süd Neigung ca 15°.


    Derzeitiger Verbrauch 110.000 KW/h im Jahr., maximaler Verbrauch PEAK ca. 30 KWh.


    Ich denke mal du mienst 110000kWh und 30kW im Peak.
    Da würde ich nicht so groß bauen, wenn ich nicht einspeisen kann/darf/will. Wenn man einiges vom Verbruach in die Sonnenstunden schieben kann eher so 50kWp sonst vielleicht 20-30kWp.


    Zitat

    ...Speicher investieren möchtest (viele hier sagen das rechnet sich (noch) nicht)...


    Ohne Einspeisung muß man schon anders rechnen, wird sich aber trotzdem nciht lohnen, weil bei dem Verbrauch und vermutlich nicht Deutschland, zahlt man weniger als alleine das speichern kostet.

  • Die Frage stellt sich mir, wenn man nicht ins Netz einspeisen kann, woher nimmt sich der normale Stringwechselrichter seine "Gegenspannung" ? Der funktioniert doch nur wenn er am Netz angeschlossen ist :juggle:


    Falls es doch einen Netzanschluß gibt, was mich bei einer Firma wundern würde wenns nicht so ist und man so einen hohen Verbrauch hat, dann sind die Leitungenen wohl auch für so eine Leistung ausgelegt. Daher die Frage, warum kannst du oder willst du nicht ins Netz einspeisen??


    Bei 80kWp machst du im Sommer gute 500kWh am Tag äh täglich auch Samstag und Sonntag. Falls ihr am Wochende zu habt bzw. kaum Verbraucher da sind, sind das jedes Wochenende locker 100€ Verlust an EEG Vergütung. Das sind bei 20 Jahren gute 60.000€ die du verschenkst.... oder habe ich einen Rechnenfehler wenn man nur von April-September ausgeht plus schwächere Monate?

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Zitat von PV-Express

    Der funktioniert doch nur wenn er am Netz angeschlossen ist :juggle:


    Der wird ja ans Netz angeschlossen (da ist es ja, mit hoher Wahrscheinlichkeit, sonst müßte man nochmal anders denken, wenn der Strom von Generatoren kommt), wird nur auf Nulleinspeisung (um auf der sicheren Seite zu sein auf ein paar Watt Bezug) ausgeregelt.

    Zitat

    jedes Wochenende locker 100€ Verlust an EEG Vergütung


    Das EEG gilt halt nicht überall auf der Welt, aber da müßte sich der TS nochmal melden.

  • Hi, vielen Dank für den Response. Die Anlage steht in Freiburg also Deutschland.


    Der EVU behauptet das die Zuleitung dafür nicht ausgelegt ist, daher keine Einspeisung.


    Eigentlich möchte ich keine Batterien sacht nur ich brauche sie also Puffer weil ich davon ausging das ich bei Sonne vom Netz getrennt bin.


    Verstehe ich das richtig das ich wirklich 0% einstelle. Kann und ich somit nichts einspeise ( ich denke ein paar kW einspeisen gibts kein Ärger)


    Klar würde ich gerne Einspeisen kann man das Ausrechnen was man einspeisen kann meine Logik war ich ziehe ja im Gegenzug kein Strom aus dem Netz


    Gruß


    Jürgen



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  • Wie ist den Deine Zuleitung ausgelegt? Was rein geht, sollte auch rausgehen :mrgreen:
    Da würde ich mit dem EVU nochmal ein Wörtchen sprechen...


    Wenn Deine Leitung z.B. für 40 kW ausgelegt ist, dann kannst du Deine Anlage mit "weiche 50%" fahren - d.h. Du darfst am Einspeisepunkt max. 40 kW bereitstellen und einspeisen!


    Das heißt im Extremfall Positiv:
    Die Anlage produziert 80 kW - 40 kW Eigenverbrauch = 40 kW Einspeiseleistung = 0% Verlust
    Und 80 kW PeakLeistung werden im Jahr sowieso nur für ein paar Stunden produziert...


    Extremfall Negativ (z.B. Feiertag)
    80 kW Produktion - 0 kW Eigenverbrauch = 40 kW Einspeiseleistung abgeregelt = 50 % Verlust


    Mit dieser Regelung und einem vernünftigen Management des Eigenverbrauchs sollten sich Deine Verluste stark in Grenzen halten...
    Es gibt z.B. auch noch Regelungen, welche einen Heizstab ansteuern, so das alles was über 40 kW produziert wird noch irgendwie sinnvoll "verbraten" werden kann.
    Das ist alles billiger und meist (!) sinnvoller als zusätzlich jede Menge Geld in Batterien zu investieren.

    2004: Schott ASE 300 (285 W) + Schott ASE 275 (275 W)
    2009: Schott Poly 280W
    2010: Schott Poly 290W + BHKW I 5,5 kW
    2012: Schott Poly Protect 180W + Yingli Panda 265W
    2013: BHKW II 5,3 kW
    2014: SMA SI 6.0H + 530Ah Akku für BHKW I

    2015: SMA SI 6.0H + 680Ah Akku für BHKW II