Batteriekapazität vs. PV Leistung

  • Hallo Leute,
    da ich in nen anderen thread über den Hinweis das der Pv Ladestrom 1/10 der Batteriekapazität sein sollte gestolpert bin.
    Brennt in mir die frage.
    Wie groß darf eine Batterie maximal sein welche nur einen Abend im Monat entladen und über 460Wp PV die aber aufgrund der Örtlichen Gegebenheiten max. 5A Ladestrom und nur 24Ah täglich liefert geladen wird sein?
    Gruß Werner

  • Hallo Werner,


    das ist ja ein sehr spezielles Nutzungsprofil. Theoretisch kommen ca. 720 Ah im Monat zusammen. Wenn man die Batterie zu 50% entläd braucht man eine 1440Ah Batterie :mrgreen:
    Das zehnfache vom Ladestrom wären 50Ah.
    Die Batterie sollte nicht zu lange leilentladen sein. Nach einer Woche sollte die Batterie voll sein. Einen Monat lang aufzuladen schädigt die Batterie. Außerdem sind nicht alle Monate gleich ertragreich.
    Ich würde 400Ah nehmen, zur Hälfte entladen, und in den schlechten Monaten entsprechend weniger entladen.
    Wieviel Strom wird denn gebaucht? Vielleicht gibts auch andere Optionen als Solar und Batterie.


    MfG Georg

  • Das war mehr eine grundsatz frage.
    Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe sollte das Verhältnis mindestens so sein das eine Leere Batterie innerhalb einer Woche voll wird.
    Unser Verbrauch liegt bei ca.4-5KWh an dem einen Tag im Monat.


    Und ja die Anlage ist nicht alltäglich und schon leicht antiquiert.
    Es ist ne nicht allzu kleine Hütte mitten im Wald früher war da täglich Party jetzt halt noch einmal im Monat Stammtisch.
    Die Anlage wurde gebaut um den Lärm und den Benzinverbrauch des Generators zu reduzieren.
    Sie bestand ursprünglich aus ner 24V 960Ah PzS Batterie, nen 80A Haupt Ladegerät, nen 30A Backup Ladegerät, nen 1000W Trapez Wandler, nem 100Wp Modul, nem Shuntregler und nem Passenden Generator
    Das reichte dann, das der Generator nur noch 1-2 mal die Woche laufen musste um die Batterie zu Laden.
    Nun 20 Jahre später is halt langsam alles verbraucht das Hauptladegerät is hin der Wechselrichter verträgt sich nicht mit allen Geräten die Batterien hat schon 2 cm Polwachstum und leidet an mangelladung usw.
    Weil wir nur noch so selten dort sind und dementsprechend auch niemand mehr den Generator startet. Hab ich letztes Jahr Provisorisch am Waldrand ein bißchen PV aufgebaut und über ein paar Hundert Meter Kabel angeschlossen das überhaupt was geladen wird.

  • Zitat von quattro1975


    Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe sollte das Verhältnis mindestens so sein das eine leere Batterie innerhalb einer Woche voll wird.


    Hi, sehe ich bei Blei auch so. Dein Fall wäre mit NiCd, NiFe oder LiFe-Typen besser gelöst.
    Grade alte NiCd-Zellen können mit kleinen Ladeströmen über lange Zeit sogar sehr glücklich sein :)
    Schau mal hier, da sollte noch ordentlich Verhandlungsspielraum sein: https://www.ebay-kleinanzeigen…terien/518794495-276-1224 (sind 180Ah/C5 Doppel-Zellen, die hab ich auch...)
    lg,
    Philip


    edti: mit "leere Batterie" sollte man hier aber eine nur zu 50% entladene Pb-Batterie meinen !
    Eine wirklich leere, also SOC 20% muss man auf jeden Fall sofort wieder vollladen!

  • Hi e-zepp,
    braucht man für die Ni zellen eigentlich spezielle Laderegler?
    Wie kann man bei gerauchten sehen ob die noch was sind bzw. wie lang halten die eigentlich?
    Gruß Werner

  • Spezielle Laderegler nicht wirklich, aber (bei 20 Zellen=24V Nennsp.) sollte er bis mind 30V, besser 32V gehen können.
    Wenn nicht halt nur 18-19Zellen nehmen (dann kommen auch die meisten WR mit der Ladeendspannung klar )
    Jedenfalls gibt es null Probleme mit Teilladung, Tiefentladung ect. Dafür ist der Ladefaktor ziemlich übel.
    Ob gebrauchte Zellen so wie sie sind was taugen geht halt mit einem normalen Kapa-Test. Da mit der Zeit
    der Karbonisierungsgrad der Kalilauge ansteigt kann irgendwann ein Laugenwechsel anstehen (:()
    Ansonsten hilft "Schnarchladen" viel um einiges an Kapa zurück zu holen - wäre bei dir eben gegeben.
    lg,
    Philip

  • Zitat von quattro1975

    ...Hab ich letztes Jahr Provisorisch am Waldrand ein bißchen PV aufgebaut und über ein paar Hundert Meter Kabel angeschlossen das überhaupt was geladen wird.


    - Sind wenigsten 2 Module in Serie verschaltet, weil sonst die Ladespannung nicht reichen würde?
    - Wieviele Module (vom gleichen Typ) stehen zur Verfügung?
    - Welche Daten haben die Module?
    - Wieviel Spannung liegt unter Belastung (teilentladene Batterie) an der Batterie an?


    Eventuell wäre es besser einen neuen Laderegler (mit PWM) mit einer höheren Spannung zu betreiben, um die hohen Leitungsverluste zu minimieren.

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • e-zepp,
    welche entladetiefe darf man bei NiCa eigentlich fahren, darf man die als 11S3P verschalten und wie dürfen die später mal entsorgt werden?


    qualiman,
    Das Thema "Batteriekapazität vs. PV Leistung" war mehr eine grundsatz frage.
    Das Provisorium besteht aus 2 in Reihe verschalteten 72 er Modulen mit 180Wp welche aufgrund unserer 1a Waldlage am Nordhang (Schatten) ca.200m entfernt am Waldrand mit 60° Grad nach Westen (ab14Uhr Sonne) aufgestellt sind.
    Angeschlossen sind sie über einen Phocos 100/30 MPPT Laderegler welcher mit Batterietemp. Sensor und der Phocos MCU als Datenloger ausgestattet ist welche auch den Ladestrom über Generator erfasst.

  • Hi Werner, normale Entladeschlussspannung ist 1V/Z. Drunter bricht bei meinen die Spannung dann
    recht schnell ein, auch wenn es den Zellen nichts macht. Auch so rumstehen lassen ist eben unproblematisch.
    11S ist eine etwas ungewöhnliche Spannungslage, aber wenn dein WR damit klar kommt warum nicht.
    Im vollgeladenem Zustand sind das dann 14,3V Ruhespannung ! Ladeendspannung im zyklischem Betrieb bis 1,7V/Z.
    Tja, Entsorgung ist so ein Thema. Laut Batterieverordnung muss jeder der Batterien verkauft auch
    Altbatterien annehmen und entsorgen, aber da wird man mit NiCd meist auf stocktaube Ohren stossen.
    Auch die Schrotter sind nicht wirklich aufgeschlossen, obwohl der Restwert gar nicht so schlecht wäre.
    Aber wer selber NiCd-Taschenplattenzellen verkauft wird nicht um eine Rücknahme herumkommen!
    Wäre bei den verlinkten Zellen aus ibäh Kleinanzeigen wohl die Kaufel Gmbh...
    Ich schick dir mal was ich an Material und Adressen dazu habe :)
    lg,
    Philip

  • Zitat von quattro1975


    qualiman,
    Das Thema "Batteriekapazität vs. PV Leistung" war mehr eine grundsatz frage.
    Das Provisorium besteht aus 2 in Reihe verschalteten 72 er Modulen mit 180Wp welche aufgrund unserer 1a Waldlage am Nordhang (Schatten) ca.200m entfernt am Waldrand mit 60° Grad nach Westen (ab14Uhr Sonne) aufgestellt sind.
    Angeschlossen sind sie über einen Phocos 100/30 MPPT Laderegler welcher mit Batterietemp. Sensor und der Phocos MCU als Datenloger ausgestattet ist welche auch den Ladestrom über Generator erfasst.


    Hauptthema ist doch der geringe Ladestrom zur Batteriekapazität. Ich wollte mit meinen Fragen verstehen, ob noch mehr Ladestrom erwirtschaftet werden kann.
    Ich sehe mit den vorhandenen Komponent holtst Du schon das Beste heraus.

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest