Bohrstart von größter Geothermie-Anlage in Deutschland

  • Wäre schön wenn das klappt. Und wirtschaftlich ist. Mit den von den frackern gesenkten Bohrkosten klappt das vielleicht. Hmm - ob mana das in 15 Jahren mal mit einem HEisswasserspeicher nachrüsten könnte, und weiteren 3 ORC-Turbinensätzen? Damit das dann 100 MW für 2000 VLh liefert statt 26 MW für 8000h? Das wäre der einzige Punkt der mir dazu noch einfällt. Ansosten könnte man das meintewegen in 500 süddeutschen Dörfern und Kleinstädten wiederholen, und wo es passt ein Niedertemperatur Fernwärmenetz mit dranhängen zum rückkühlen, mit 30-35° Vorlauftemperatur.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Zitat von hfrik

    Ansosten könnte man das meintewegen in 500 süddeutschen Dörfern und Kleinstädten wiederholen, und wo es passt ein Niedertemperatur Fernwärmenetz mit dranhängen zum rückkühlen, mit 30-35° Vorlauftemperatur.


    Aber vorher genau die Bodenbeschaffung prüfen. Bei uns am Oberrhein wurde das zum Desaster, hier eine neutrale Zusammenfassung -> Wikipedia

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Zitat von wschmeiser

    Und ich frage mich immer noch, wer diese Ausflüge in den Untergrund finanziert und die finanziellen Risiken trägt?


    Bei uns waren es die Stadtwerke Landau und die Pfalzwerke zu je 50 %. Ein 2stelliger Millionenbetrag wurde versenkt. Geplant waren einmal 200 Anlagen, nur wenige wurden gebaut, überall Baustopp, keine einzige Anlage läuft planmäßig.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Zitat von wschmeiser

    Und ich frage mich immer noch, wer diese Ausflüge in den Untergrund finanziert und die finanziellen Risiken trägt?


    Ich vermute(!) eine Förderung durch Bund und KfW.


    Außerdem gilt bei geothermischen Kraftwerken zu Stromerzeugung, dass man den "erzeugten" Strom zum 10-fachen Preis vermarkten kann wie den meist nicht unerheblichen Strom, der für die Pumpen benötigt wird. Das wird also über das EEG und damit die Letztverbraucher bezahlt.


    Kann man aber derzeit weitgehend als angewandte Forschung verbuchen, die hat man anderen Technologien über das EEG auch zugestanden.

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Zitat von wschmeiser

    Und ich frage mich immer noch, wer diese Ausflüge in den Untergrund finanziert?


    Na DU (und ich und wir alle) § 48 EEG2014

    Zitat


    Für Strom aus Geothermie beträgt der anzulegende Wert 25,20 Cent pro Kilowattstunde.


    Ansonsten steht es auf der oben verlinkten Seite http://erdwaerme-oberland.de/company/erdwaerme-oberland/

    Zitat

    Erdwärme Oberland GmbH ist das Unternehmen, welches das Geothermie-Projekt bei Weilheim besitzt und umsetzt.


    Von der gehört 79% Enel Green Power, eine Tochter eines der großen europäischen Vesorger, der Rest imo der Erdwärme Bayern GmbH & Co KG


    uups, etwas zu langsam


    edit: zu deinem edit

    Zitat

    und die finanziellen Risiken trägt


    Für den Rückbau im Fall eines Fehlschlags gibt es eine Versicherung (das wird der Staat wohl so fordern, sonst gibt es keine Genehmigung) und sonst trägt das Risiko halt der Unternehmer (hier die GmbH mit einem überschaubaren Eigenkapital) und die Geldgeber.

  • "unsere" bohrung war versichert(ja für sowas kann man für die entsprechende summe auch eine abschließen) aber auf ein paar mio. sind wir sitzen geblieben.


    aber dazu steht eh genug im www :juggle:


    idee ist grundsätzlich gut - durchführung und erfolg stehen dann aber leider auf einem anderen papier :idea: