Eigenversorgung durch Anlage auf Garagendach

  • Hallo,


    ich bin neu auf diesem Gebiet und mich beschäftigen ein paar Fragen. Wir haben ca. 5.000 KW/h Stromverbrauch pro Jahr. Idee von uns, wir nutzen das Garagendach (ca. 6,00 x 7,50m - Südausrichtung nach hinten) für Solarpanels. Vorsorglich haben wir ein 5x2,5 Kabel vorbereiten lassen.


    - Kriegt man eine Anlage unter, die auf der Größe der Garage Sinn macht und etwa die 5.000 KW/h erzeugt?
    - Stromzähler dreht im Grunde rückwärts + Geld für die Einspeisung in das Netz?
    - Was müsste man für so ein Vorhaben ungefähr (ca. reicht erst einmal) an € rechnen?
    - Gibt es eine direkte Kfw Förderung/Finanzierung die dies aktuell voll subventionieren würde?


    Wir haben ein Neubau aus 2016, der bisher ohne Kfw Mittel auskommt, mit Gas Heizung, Zentrale KWL Be- und Entlüftungsanlage.


    Vielen Dank für Eure Unterstützung. :wink: :danke:

  • Um deine Fragen zu beantworten solltest du noch schreiben:


    Was für ein Dach ist das Garagendach ? Flachdach oder geneigt ? Welche Neigung ?
    Woher kommst du ? Postleitzahl ?


    Du kannst vielleicht das erzeugen, was du brauchst - theoretisch - aber einen Großteil wirst du nicht nutzen können, da der Teil dann anfällt wenn du nicht da bist. Ohne Speicher denke ich wirst du max 40% nutzen können.
    Die Vorwärts - Rückwärtsgeschichte geht nicht.
    Du kannst ein KfW Darlehen beantragen für die PV Anlage - Förderung an sich gibts nicht. Vielleicht in manchen Bundesländern etwas - aber nicht generell.

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Zitat von letsdoit


    Was für ein Dach ist das Garagendach ? Flachdach oder geneigt ? Welche Neigung ?
    Woher kommst du ? Postleitzahl ?


    Sorry, die Garage hat ein Flachdach (Beton) und ist mit Bitumenbahnen geschweißt... PLZ: 22926


    Zitat von letsdoit


    Du kannst vielleicht das erzeugen, was du brauchst - theoretisch - aber einen Großteil wirst du nicht nutzen können, da der Teil dann anfällt wenn du nicht da bist. Ohne Speicher denke ich wirst du max 40% nutzen können.
    Die Vorwärts - Rückwärtsgeschichte geht nicht.


    Ja, so hatte mir das mal jemand erklärt, aber sagte dann das ich ja quasi das "Netz" als Speicher nutzen, wenn der Zähler dann entsprechend rückwärts läuft... Seit wann geht das mit dem Zähler nicht mehr oder ist das von Region zu Region verschieden?


    Zitat von letsdoit


    Du kannst ein KfW Darlehen beantragen für die PV Anlage - Förderung an sich gibts nicht. Vielleicht in manchen Bundesländern etwas - aber nicht generell.


    Wie nennt sich das Förderdarlehen für PV? Gibt es da eine Nummer?


    Versuche gerade erstmal einen groben Überblick zu kriegen, da ich mich vorher mit diesem Thema nie beschäftigt hatte.... Solar für WW hatten wir beim ersten Haus, hab ich beim 2. weggelassen.... aber PV interessiert mich :)

  • Das mit dem rückwärts laufenden Zähler gibts - das nennt sich Guerilla PV und ist schlimmstenfalls strafbar......


    KFW weiss ich nicht - da mach ich nix, das kommt ja eh über die Hausbank.


    Mit der flachen Garage wirds etwas aufwändiger und die Anlage wird etwas kleiner.....


    Lass dir doch einfach vor Ort mal ein Angebot machen von einem Installateur - da weisst du dann besser Bescheid.

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Für 5000kWh benötigst du eine Anlage mit etwa 5-6 kWp. Also Kosten von ca. 7000-8500€ Netto!
    Vergiß den rückwärtslaufenden Zähler, das ist nonsens :wink:

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Zitat von BennyT

    Hmm, das mit dem Zähler machte die Sache eigentlich so reizvoll.... was würde denn ein Speicher extra kosten?


    So groß um alles zu speichern, was du nicht zeitgleich verbrauchst, wirst du dir nicht leisten können. Das ist völlig unsinnig, wenn man einen Stromanschluß hat. Selbst ein kleiner Speicher für einen Tagesverbrauch oder so, wird sich finanziell nicht rechnen.


    Warum machst du die PV nicht aufs Hausdach? Das ist fast immer viel besser geeignet als ein Garagendach.


    Schau mal KfW274 an.


    5000 kWh im jahr sind schon ordentlich, ohne energieintensives Hobby (z.B. Aquarium, intensive Spiele-PC Nutzung, ...), Großfamilie (über 5 Personen) oder umfangreichen Heimarbeitsplatz besteht da deutliches Einsparpotential. Das ist meist günstiger als alternativ zu erzeugen und wohl immer günstieger als speichern.

  • Die Subvention oder Förderung bei der PV ist deine Einspeisevergütung, die deutlich über dem Marktwert der Energie liegt, die du einspeist. Deshalb nix KfW, geht zu deiner Hausbank, Hypotheken sind billig wie nie.
    Das Netz ist schon dein Speicher, allerdings wird die Energie, die die einspeist, über eine SEPARATEN Zähler erfasst, weil der Wert der Energie ein anderer ist als der Wert für die Energie, die du beziehst.
    Du speist für rund 12 Cent ein, kaufst die Energie aber für 25 Cent wieder zurück.


    Und wieder mal, Speicher rentiert sich (noch) nicht (egal was die Anbieter so rumtricksen beim Rechnen), ist nur ein schönes Hobby und gut für das gefühlte Umweltbewusstsein.

  • Hi,


    das Hausdach ist ein 25 Grad Dach einer Stadtvilla. Da ist nicht soviel Platz zudem wollte ich einen Teil gerne als Dach sichtbar lassen.


    Die 5000 KWh ergeben sich durch großes Haus, Außenbeleuchtung, Haussteuerung, das Hobby Heimkino sowie KWL Lüftung und 4 Personen. Einsparen kann man immer aber deswegen jetzt den Projektor nicht mehr anzuwerfen finde ich nicht gut.


    Also wenn ich als richtig verstehe kein Speicher nehmen. Wann rechnet sich so eine Anlage denn etwa ? Ich hatte eigentlich die Vorstellung dass sich die Anlage innerhalb der Finanzierungsdauer selbst rechnet und danach ein absoluter Gewinn ist ?

  • Kommt drauf an, wie lange du finanziert :D
    Also bei einem halbwegs vernünftigen Einkaufpreis (so 1300 - 1400 EUR netto) und einem Eigenverbrauch von rund 30% (sollte bei dir kein Problem sein) ist so eine Anlage nach rund 12 Jahren plus/minus 1 Jahr bezahlt.


    Angebote unbedingt hier zur Diskussion einstellen, da werden viele "komische" Sachen angeboten zu teils horrenden Preisen. Dann rechnet sich das nie.