Symo Hybrid - max PV_Eingangsleistung u. max. AC_Ausgangslei

  • Liebe Freunde der Sonne,
    zwei Fragen zum WR Symo Hybrid 5.0-3-S von Fronius:
    a.)
    ein Solarteur sagte mir, dass an den WR v. Fronius Symo Hybrid max. 5 kWp angeschlossen werden dürfen/können.
    Dies bringt mich in meiner gegenwärtigen Bachelorarbeitsplanung aber gewaltig ins Trudeln, denn wenn dem so sei müsste ich meine komplette Planung wieder neu aufrollen, alle Dachplanungen meiner erstellten Modell (mit Polysun) und alle Resultate überholen.
    Hier im Forum lese ich dies:
    Max. Generatorleistung WSTC (W): 9000
    http://www.photovoltaikforum.c…us=3&mode=display&id=2065
    und mit 8.000 W an max. PV_Eingangsleistung ist dieser im Fronius WR Katalog niedergeschrieben.
    Wer stimmt dem Solarteur zu und warum ist dies so? Oder liegt ein Irrtum vor?
    b.)
    Da die Solar Battery über den Symo Hybrid angeschlossen ist und darüber die Energieflüsse verwaltet werden, ergibt sich mir die Frage,
    ob bei den beiden großen Batteriemodellen 10,5 und 12 kWh die Ausgangsleistung somit auf 5 kW limitiert ist wegen des WR`s anstatt den 5,6 bzw.6,4 kW Lade-/Entladeleistungsmöglichkeiten der Batterie?


    Mit erneuerbaren Grüßen
    M-SonnenHouse



    PS: Dies ist mein erster Eintrag im Photovoltaik Forum, auf konstruktives Feedback/Hinweise freue ich mich. Top, dass es das Forum gibt und, in den regen wie kreativen Austausch liest man sich gerne in Verschiedenstes hinein :danke:

  • Entweder redet Ihr aneinander vorbei oder Dein Solarteur ist nicht in der Lage, das Datenblatt zu lesen oder extrem konservativ.
    Im Datenblatt steht doch klar, dass bis zu 8 kW von den Modulen aufgenommen werden könnten. Das gilt aber nur für minimale MPP-Spannungen über 500 V und es geht nur ein MPP-Tracker. Je nach Ausrichtung können daran auch deutlich mehr als 9 kWp hängen.
    Nur muss man nun das Datenblatt genau lesen. Denn wenn diese vorhanden wären, dürfte sowohl die Batterie nicht leer sein als auch die Einspeisebedingungen müssten gegeben sein.
    Denn sowohl in die Batterie als auch ins Netz können maximal 5 kW abgegeben werden, wobei das bei Netz sogar nur 5 kVA sind und somit mitunter nur 4750 W. D.h. jeder "Abnehmer" kann nur etwa 50% der max. Eingangsleistung abgeben.
    Das gilt rückwärts natürlich auch für die Batterie. Mit den großen Varianten bleibst Du, wie schon erkannt, bei 5 kW hängen (so der WR dabei nur einen Wirkungsgrad von 95% hätte, ist er größer sogar bei noch geringeren Leistungen, wenn nur ins Netz eingespeist wird). Hast Du eine kleinere Batterie, ist die max. Lade- bzw. Entladeleistung durch die Batterie begrenzt.
    Mit der kleinsten Batterie (2,4 kW) könntest Du beim größten Wechselrichter nur 4750/0,96+2400 = 7350 W maximal vom Dach aufnehmen.


    Ciao


    Retrerni

  • Der WR kann auf der AC Seite nicht mehr als 4750VA.
    Daher würde ich da 70-hart folgend auch nur maximal 6,5KWp anschließen.
    6500*0,7/0,95=4750VA
    Mehr bekommst du eh nicht in einen String an den WR, sofern du nicht parallel gehst, was weitere Nachteile hat.
    Der WR hat leider nur einen Mpp.


    Gesendet mit Tapatalk

    7 KWp PV an 5 KVA Hybrid WR speisen einen 10 KWh Speicher

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  • Vielen Dank für eure Antworten. :wink:


    Nun mehr zu der bisher von mir geplanten Anlage:
    Den Ist-Zustand (aktuelle nur Heizsituation und Haushalt(HH)) und die PV + Batterie Planung bildete ich mit der Software Polysun ab (Bild im Anhang ).
    Ausgangsdaten:
    EFH in 83250
    Schneelastzone 3 !!! --> darum plane ich mit extra verstärken Dachpfannen v. Schletter und unter der PV-Anlage jeden Sparren zu nutzen. Sparrenabstand ca. 58cm, Sparrenstärke/-breite 6cm.
    Verschattung durch umliegende Bergketten insbesonder morgens und abends (siehe Anhang Sonnenlaufbahnen)
    SO-Dach (40°) mit einem mehr o. weniger mittig liegendem Dachfenster und einem davon links liegenden
    Sanitärentlüftungs"minikamin"(ca. 45cm hoch) --> ersetzen durch Flachlüfterziegel
    25° Neigungswinkel
    Fotos vom Dach ,
    Mein Ziel ist eine PV-Anlage plus Batteriespeicher, beides dimensioniert auf den Bedarf des Hauses. Der HH-Verbrauch beläuft sich auf ca. 4.500 kWh und der HK(Heizkreis)-Verbrauch durch die WP Viessman Vitocal 221.A10 mit W01B auf 8.000-9.000kWh (HT-NT-Tarif). Auf schriftliche wie telefonsiche Nachfrage, lässt sich wegen gegenwärtiger Regelung W01B keine Kombination mit PV-Strombelieferung ausgestallten und eine Bastellösung wie es mehrere Elektriker angehen würden sehe ich als nicht optimal. Lt. Viessmann und Dokumenten fehlt schlicht die passende Kommunikationsschnittstelle und der Regler kann nicht ausgetauscht werden. Kurz gesagt, ich hab alles versucht und unternommen (über Wochen) u. es ist schlicht pech gehabt mit dieser WP.


    Nach Marktrecherchen bzgl. Battriehersteller und PV-Hersteller und WR-Hersteller und Energiemanager-Hersteller auf der Intersolar 2016 in München, entschied ich mich für eine Systemvariante mit vielen Fronis Komponenten zur weitern Planung.


    PV
    Vom Hausherr gewünscht Modultypen aus der recherchierten Tabelle welche in Frage kommen sollen, möglichst dunkel / schwarz:
    LG 320, Solarwatt M60 295, SolarWorld SW 250
    Es soll optisch ausgeglichen ausschauen. Darum plane ich 50 % Anlangenhälfte links sowie rechts des Dachfensters.
    Im Hinblick auf die vierköpfige Familie wird der Strombedarf in Zukunft leicht steigen, evtl. wird eine neue stufenlose WP in paar Jahren einzug finden = deutlich größer Strombedarf welcher duch PV gedeckt werden könnte(Vorschlag von mir) sowie will ich nicht unterschlagen, dass doch irgendwann ein Elektroauto hinzukäme. --> Darum möglichst große Anlage, also bis max. 10 kWp.
    30x 295Wp Solarwatt Module = 8,85 kWp


    mit WR Fronius Symo Hybrid 5.0-3-S, beinhaltet Energiemanager plus zufriedenstellendes Monitoringkonzept
    wg. Schneelastzone 3 (!!!) extra verstärke Dachpfannen und jeden Sparren unterhalb der PV nutzen --> Dachhaken Frankfurter Pfanne VaMax für hohe Schneelasten von Schletter, Dachhaken in VA-Qualität, geschweißt, Platte 180x80x6, Steg 35x8.
    bisher kein Kreuzverbund an Trägerschienen
    DC-Kabel mit einem speziellen Kabelziegel in den Zwischenraum/-spalt von Ziegel und Wasserabweisenderplane/Unterholzdach führen.


    Batterie
    Fronius Solar Batterie 4,8 kWh o. 7,2 kWh (Nutzkapazität). Größere Batterien fallen weg wegen Be- u. Entladeleistungsbegrenzung durch den WR, wie oben diskutiert.


    Weiteres
    Fronius Smart Meter 63A-3
    Kleine Wetterstation, mit weiteren Fronius Umweltsensoren in das System implementierbar.
    zukünftig evtl Fronius Ohmpilot.
    kein KfW Antrag aufgrund der harten Wirkleistungsbegrenzung von / auf 50 %... :evil::arrow::arrow: 70 % weich (weich: wenn ich dies richtig verstanden hab)


    Laut Simulationen mit Polysun treten von den 8,85 kWp, drei Stunden im Jahr auf in denen die Leistung leicht höher als die 8 kW PV_Eingangsleistungbegrenzung gestattet.


    Fragen
    :arrow: ist dies verheerend schlimm und ich muss die Anlage kleiner dimensionieren oder regelt der WR die > 8kW schlicht weg (PV-Module werden kurzzeitig noch einen Tick wärmer? oder was passiert)
    :arrow: Sind relevante Dinge vergessen oder NO-GO´s in dem jetzigen Planungsentwurf enthalten?
    :arrow: Was würdet ihr anders planen und warum?
    :arrow: Falls möglich bitte eure Richtzahl bzgl.: Investitionskosten / kWp für PV-Anlage (Damit ich Angebote später einschätzen kann z.B. ab 1.750 €/kWp für PV zu teuer/okay/preiswert)
    :arrow: Falls möglich bitte eure Richtzahl bzgl.: Investitionskosten / kWp für Batteriespeicher


    Ich freue mich herzlichst über konstruktives Feedback - noch sind Fehler ausbügelbar... :P
    Mit sonnigen Grüßen
    M-SonnenHouse

  • Zitat von seppelpeter

    Der WR kann auf der AC Seite nicht mehr als 4750VA.
    Daher würde ich da 70-hart folgend auch nur maximal 6,5KWp anschließen.
    6500*0,7/0,95=4750VA
    Mehr bekommst du eh nicht in einen String an den WR, sofern du nicht parallel gehst, was weitere Nachteile hat.
    Der WR hat leider nur einen Mpp.


    Gesendet mit Tapatalk


    Was beim Symo Hybrid direkt in die Batterie geht taucht doch gar nicht auf der AC Seite auf. Das ist ein DC System.
    Die 70% Berechnung macht hier keinen Sinn.
    Welche Nachteile haben 2 parallele Strings?

    SunForFree GmbH - In der kleinen Heide 4 - 53842 Troisdorf - Tel: +49 2241 9744972 - mail: info@sunforfree.de

  • Die 8kw kann der schon verarbeiten unter der Voraussetzung das alle Bedingungen zum entsprechenden Peakzeitraum stimmen!


    Naja und vorausgesetzt es gibt mal eine vernünftige Firmware O_o

    4,24 kWp Fronius Energy Package 9kW - Ausrichtung: DN:25°, -30° SSO
    3,19 kWp @ Symo 3.7-3 - Ausrichtung: 90°, +60° SSW


    Panasonic G(H)eisha seit 08-2018

    ZOE Zen 22kwh 05-2019


    Commetering Zähler 05-2018

    Stromanbieter: aWATTar 01-2020


    Mitglied SFV

    Mitglied DGS


    FAQ -> komprimiertes PV Wissen, optimal für Neulinge!


    Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.


  • Zitat von M-SonnenHouse

    Batterie
    Fronius Solar Batterie 4,8 kWh o. 7,2 kWh (Nutzkapazität). Größere Batterien fallen weg wegen Be- u. Entladeleistungsbegrenzung durch den WR, wie oben diskutiert.


    beladen wirst du die grossen batterien schon mit maximaler dc-leistung koennen, wenn das energieflussrouting richtig eingestellt ist (maximale batterieladung), jedoch ist das entladen - je nach wr modell - auf 3, 4 bzw. 5kW +1-2% (max. ac-leistung) begrenzt.


    allerdings machen grosse akkus nur dann sinn, wenn man sie auch leerbekommt ueber nacht, damit sie die leistungsspreizung zwischen dc-in und ac-out auch aufnehmen koennen, ansonsten verpufft die geerntete energie.
    es sei denn, man nutzt ihn dazu, auch mal 2-3 schlechte tage zu ueberbruecken, aber dafuer find ich den aufpreis etwas zu viel...

  • Zitat von SunForFree

    Was beim Symo Hybrid direkt in die Batterie geht taucht doch gar nicht auf der AC Seite auf. Das ist ein DC System.
    Die 70% Berechnung macht hier keinen Sinn.
    Welche Nachteile haben 2 parallele Strings?


    @ seppelpeter: Weil der WR Fronius Symo Hybrid 2 Stringeingänge bietet, die Auslegungssoftware ebenfalls beide Eingänge mit je der Hälfte der 30 Stk. Module belegt, habe ich dies nicht weiter aufmerksam verfolgt. Schade ist, das nur ein MPP verbaut ist, denn im "Verschattungsfall" Schnee wäre dies Auslegungsmäßig wie bisher ausgelegt besser.
    Bitte erläutere mir deine Beweggründe detaillierter weshalb "70-hart" anvisierst?
    Bitte nenne deine Nachteilsgründe bei paralleler Verstringung.


    @ SunForFree: Richtig, so hat´s Fronius mir ebenfalls bestätigt. Die 5 kW < "Leistungsüberschüsse" < 8 kW werden DC-seitig in die Batterie gepakt, vorausgesetzt, dass diese freie Kapazitäten besitzt.


    Sonnige Abendgrüße ausm Südschwarzwald
    M-SonnenHouse

  • Die von der Software Polysun übergebene PV-Prüfung, Überprüfung ob WR zur ausgelegten PV-Anlage passt, möchte ich noch hier offenlegen.
    Falls weitere Infos o. Unklarheiten bestehen, gerne bei mir melden.








    Und als Nachtrag (wusste nicht, dass max. fünf Bilder in einem Upload gestattet sind) Details zum Dach:





    Weitere Fragen von mir: - grad keine, da ich auf Beantwortung der letzt gestellten warte. :roll: Es würde mich sehr freuen wenn keine gravierenden Mängel an meiner bisherigen Planung zu finden sind. Wie gesagt noch kann ich ausbügeln. :-)


    Sonnigen Gruß
    M-SonnenHouse

  • Der Fronius Symo ist ein dreiphasiger Wechselrichter und wie alle dreiphasigen WR sollte man diesen mit hohen Stringspannungen belegen, da die optimale Eingangsspannung 595 V beträgt, die bei Deiner bisherigen Planung leider nur mit der Leerlaufspannung erreicht wird. Insofern wirst Du hier mir deutlich höheren Umwandlungsverlusten rechnen müssen.
    Insofern würde ich Dir hier eher zu den 250 W Solarworld Modulen (http://www.photovoltaikforum.c…s=3&mode=display&id=73984?) raten, die mit 2x20 dann eine min. MPP-Spannung von immerhin 538 V (@+70°C) und eine max. Leerlaufspannung von 836 V (@-10°C) hätten und somit optimaler zum Wechselrichter passen (im Vergleich zu den Modulen http://www.photovoltaikforum.c…s=3&mode=display&id=96560 mit 2x16 bzw. http://www.photovoltaikforum.c…s=3&mode=display&id=95904 mit 2x15 (um jeweils immer max. 10 kW zu haben)).
    Ob sich hier eine Batterie überhaupt je rentieren kann, darf jedenfalls bezweifelt werden.


    Ciao


    Retrerni