Planung Hybride Insel für EFH

  • Hallo Leute


    Ich möchte gerne einen Schritt weiter gehen mit dem Thema PV und würde gerne eure Fachmeinung und Ideen erhalten.


    Lageeinweisung:


    Mein Grundstück befindet sich in Kärnten, auf 920m Seehöhe, Nebel gibt es fast keinen. Wald erstreckt sich von N bis O, der Rest ist frei, jedoch durch Berge begrenzt. Derzeit bin ich bei 300Wp und das Dach von der Partyhütte (Nebengebäude ca. 10m vom Haupthaus) gibt ca. 1500Wp Fläche (DN40° , SW) und ca. 600Wp Fläche (DN50°, SO) her. Später kann PV auch aufs Carport kommen, jedoch ist dieses DN 15° mit SW-Ausrichtung. Sonne im Herbst kommt ab 8:30 über SO herein und ab 12:00/13:00 nehmen die Paneele in SW-Ausrichtung ihre Produktion richtig auf.



    Bis auf Boiler, Waschmaschine und Herd gibt es kaum Stromfresser. Das Haupthaus ist ein altes Blockhaus, quasi Hinterholz 8, welches ich langsam renoviere. Jeder Raum bekommt 3 verschiedene Stromkreise. Daher kann ich das Licht (jeweils 3W LED) ganz einfach im Schaltschrank vom Netzanbieter auf PV umklemmen. Und somit meine Verbraucher mit dem Ausbau der PV immer wieder erweitern. Durchschnittlich hat ein Raum 16 LEDs wobei meistens nicht mehr als 8 eingeschaltet werden.


    Die Großverbraucher werden erst später mit der 5kWp Anlage eingebunden. Was noch zu sagen ist, ich bin wenig daheim. Arbeite durchschnittlich 48-60h allein in meinem Beruf und hab noch ein Nebengewerbe. Also gibt es genug Zeit zum Laden. Dauerverbraucher sind Kühlschrank, Tiefkühler und ca. 70 Watt für Hausautomatisierung, IP Cams, Internet und MiniPC.


    Ich will auf keinen Fall einspeisen. Es soll eine Hybride-Inseln, z.B. auf Basis des Conversol, werden. Die Batterien habe ich bereits bzw. komme ich gratis an weiter heran.


    Was gibt es noch zu sagen. Es gibt immer wieder Stromausfälle durch Stürme und diese Ausfälle dauerten in der Regel ~8h. Extrem war bis dato 4 Tage, weshalb ich auch über 2 Stromgeneratoren verfüge. Jedoch unangenehm in der Nacht und schon gar wenn ich wie oft 2-3 Tage nicht daheim bin. Dann schickt mir zwar der MiniPc eine Meldung, aber ich kann nichts tun. Nach ca. 30min. ist dann auch die USV leer und somit kein Zugriff mehr möglich. Dies ist mit ein Grund diese Geräte auf PV-Strom umzustellen.



    Was vorhanden ist:


    3x Eco Line ES100M36
    Max. Leistung (Pm) 100 W
    Max. Spannung (Vmp) 18 V
    Max. Strom (Imp) 5,56 A
    Leerlaufspannung (Voc) 22,32 V
    Kurzschlußstrom (Isc) 5,9 A


    1x billiger PWM Signstek Solar Panel Regler Laderegler 12V / 24V 240W/480W 30A


    16x NiFe NiCd 109Ah 6V mit Option auf mehr
    Ladung 1,47 – 1,7 V / 1,2V Zelle
    2x Banner Stand by Bull 200Ah 12V
    Ladung 2,25 – 2,3 V / 2V Zelle


    1x Voltacon PIP 2k24 konnte ich noch billig in UK (263 Pfund) vor der Preiserhöhung ergattern.
    Solar Charger:
    Rated Power 600W
    Max. PV Array Open Circuit Voltage 75Vdc max
    PV Array MPPT Voltage Range: 30~66Vdc
    Inverter Output 1600W


    Und ein 1000W Wechselrichter, jedoch kein reiner Sinus


    Was angedacht ist:


    Mir würden diese Module zusagen, bekomme ich auf recht flott über solarXXL


    Eco Line ES270M60
    Max. Leistung (Pm) 270W
    Max. Spannung (Vmp) 31,18V
    Max. Strom (Imp) 8,66A
    Leerlaufspannung (Voc) 38,84V
    Kurzschlußstrom (Isc) 9,23A

    Meine Fragestellung an euch:


    Ich möchte wie anfangs erwähnt Kühlschrank, Tiefkühler, Licht und Hausautomatisierung auf PV laufen lassen.
    Wie würdet ihr die Module schalten? Zur Not kann man auf die 3x 100W verzichten und die laufen dann auf der Banner-Batterie für Gartenbeleuchtung. Mir geht es dabei um die NiCd Batterien fürs Haus. Wieviel Wp wäre angemessen damit es 24/7 läuft, auch im Winter.
    Sind die Module okay oder kennt Ihr bessere Module, Preis/Leistung ähnlich?
    Der PIP laut Anleitung schafft mit dem eingebauten Solarregler grad mal 600W das ist recht spärlich. Also welchen Laderegler, speziell für die NiCd wäre empfehlenswert. Besonders da auch der Regler grad mal auf 29,2V max. Ladespannung kommt und die Batterien mehr vertragen könnten.
    Wäre es sinnvoll min. Laderegler (Voltacon und einen neuen) mit 2 verschiedenen Ausrichtungen (SO, SW) an die Batterien zu klemmen, damit mehr Tagesausbeute möglich ist?
    Was muss ich beachten um auch zukünftige Erweiterungen einbinden zu können. Wenn dann möchte ich bei der gleichen Firma für Laderegler, etc. bleiben.


    Danke für eure Hilfe!


    PS: Tobt euch aus, aber bleibt bitte preislich realistisch!!


    Lg Nick

    Kleine aber feine 600 Wp hybride Inselanlage mitten im Nirgendwo. SW DN40° Conversol 2k-24 mit 16x NiCd 6V 109Ah

  • Zitat

    NEW! max DC volt 33V
    NEW! built-in EQUALIZATION CHARGE max 31.5V
    NEW! fuse protection (against dc reverse polarity)
    NEW! MPPT 60A solar + UTILITY 60A charger


    http://www.ebay.de/itm/MSXE-Sp…20688?hash=item25ace29630

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

  • Hallo Nick,


    ich denke zu den NICD Akku kann ich dir was sagen.
    Wie du schon erkannt hast, brauchen NICD Akku eine deutlich höhrer Ladeendspannung als normale Blei Akkus.
    Bei 12 Volt Systemen 16-17 Volt, also bei 24 Volt 32-34 V.


    Soweit ich mich erinnern kann, haben die PiPs bereits Probleme die für Blei normale Ladeendspannung zu erreichen. So wie ich gesehen habe ist dort bereits bei 31 V Schluss. Ob die mittlerweile selbst eingestellt werden kann, müssen die Experten der PIPs sagen. Wenn nicht, ist der PIP für dich in Kombination NICD Akkus nicht zu verwenden. Darüber hinaus musst du auch sicherstellen, dass der Wechselrichter mit diesen höheren Spannungen umgehen kann. Dies betrifft auch den Schutz vor Tiefentladung.


    Ansonsten sind NICD Akku eine tolle und extrem haltbare Sache. Ich kenne 40 Jahre alte Akkus die von Funkern verwendet werden und immer noch laufen.


    Aber wie gesagt, Standardkomponenten haben meist ein Problem mit den Akkus, zumindest nichts direkt von der Stange. Mindestens muss die Konfiguration geändert werden.


    Die PIPs kannst du ja erweitern und mit deiner Anlage mitwachsen lassen.
    Soll der Herd mit eingebunden werden?
    I.d.R. sind gebrauchte NICD Akkus sehr sehr teuer, daher musst du die schon günstig bekommen.


    Grüße Christian

    13,4 kWp Vier-Seiten-Walmdach, SMA
    1,4 kWp, Tarom 245, Solarix PI 1100, PAx4, 486 Ah PzS 24V
    200 Wp, an Schwimmteichpumpe OASE Aquamax Eco 6000 12 Volt

  • Zum Strombedarf wären detaillierte Angaben nötig.


    Wenn Du einen Stromanschluss hast und weiter nutzen willst /musst, wäre eine netzparallele, nichteinspeisende PVA evtl. geeignet. Diese greift am Hausanschluss den aktuellen Strombedarf ab und regelt die Einspeisung ins Hausnetz so, dass der Zähler steht - also kein Bezug. Aber keine echte Insel und "Notstrom" nur mit zusätzlichen Maßnahmen. Dafür kein teurer Insel-WR, der meist für die Lastspitzen doch nicht reicht ...

    EEG-PVA: 7,65kWp, Kostal Pico 8.3 seit 11/2009
    Insel-PVA: 6kWp, 2xTriStar MPPT60 +PIP2424MSX+Staplerakku
    Hotzenblitz, Stromos, ...(Überschussverwerter)
    Datensammler bei "Jäger im Detail"
    Kaiserlicher Jäger-König:89(D:13,T:3,Q:1)

  • "Bis auf Boiler, Waschmaschine und Herd gibt es kaum Stromfresser."


    Aber die haben es doch gerade in sich - hoher Anschlusswert und bei mehrstündigem Betrieb kommen etliche kWh pro Tag zusammen. Wie sieht es dann im Winter aus? OK, kalt duschen, mit kaltem Wasser Wäsche waschen und Kaltfutter aus der Dose ist eine Option! Rechne bitte mal alles zusammen. Hoffentlich behältst du deinen Stromanschluss noch übern Winter :)