Planungsgedanken

  • Hallo verehrte PVprofis,
    Ich denke aktuell darüber nach, wie ich unseren Stromverbrauch ökologisch aber finanziell sinnvoll optimieren könnte. Eine Idee ist es, die vorhandenen Dachflächen mit einer PV-Anlage auszustatten.


    Eine andere Lösung - quasi der Bestand - ist es zertifizierten Ökostrom zu beziehen. Das machen wir auch schon.


    Wir leben zu zweit in dem Haus, geheizt wird mit Gas und WW gibt es auch über Gas mit Sonnenunterstützung. Gekocht wird auch mit Gas. Klima- oder Lüftungsanlage gibt es nicht. Unser Stromverbrauch liegt bei ca. 1600kwh.


    Nun ändert sich unsere Situation gerade: wir werden in kürze unsere tägliche Pendelstrecke von 180km mit einem Tesla zurücklegen. Dieser soll nachts geladen werden.


    Unser Haus befindet sich im Kreis Landshut in Ergoldsbach. Es hat eine südwestliche Ausrichtung. Die Firstlänge beträgt ca. 12 Meter und die Dachneigung 48 Grad. Es sind zwei Solarmodule für WW installiert. Neben dem Haus befindet sich noch ein carport mit ca. 7,5 Metern Breite und etwas geringerer Dachneigung.


    Anbei ein Satellitenbild von Herrn Google zur Visualisierung.


    [Blockierte Grafik: http://uploads.tapatalk-cdn.com/20161012/f7b7c6cf937db6ee7db306f74bfb2f1a.png]


    Nun zu den Überlegungen:


    1. Ich will eigentlich nicht einspeisen - auf Abrechnung, Steuer und Co. habe ich keine Lust. Davon abgesehen, lohnt es sich wohl auch nicht. Was ich mir vorstellen kann, wäre eine Teilnahme an einer smartgrid Lösung/Community.


    2. Idee wäre es die PV-Anlage so zu dimensionieren, dass sie zusammen mit einem Speicher den Eigenbedarf und ein Teil des Autosbedarfs decken kann. Damit es rechnerisch zu dumm wird, müsste dazu der Speicher relativ günstig sein (Tesla Wallbox)...


    3. Der Preisrahmen sollte bei max 16.000 netto liegen. Dafür gäbe es schon eine bestätigte Finanzierung. Warum? Ich hatte bei Sonnen rumgespielt und war zunächst echt angetan und hab den Kfw Kredit beantragt. Doch dann wurds zunehmend unplausibel und die Informationen widersprachen sich... Also Sonnen eher nein.


    Konkret könnte ich mir eine +/- 5kwp Anlage mit 6,4kwh Stromspeicher vorstellen. Kriegt man die Module dafür aufs Dach? Sollte ich die Ostseite auch bestücken? Was muss ich beachten?


    Freue mich auf Eure Einschätzungen und Gedanken.
    Viele Grüße,
    Daniel



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  • Du hast die Ist Situation so schön beschrieben. Ökonom ja. PV drauf ja. Und dann fängst du an mit EAuto ... Speicher ... günstig von Tesla ... und Auto aus Speicher laden.
    Das funktioniert doch alles nicht!
    Schau mal bei Tesla wie groß der Akku im Fahrzeug ist.
    Wie viele Tesla Speicher sollen es dann denn sein???


    Bau da 6-7KWp auf das Dach und lasse jede Form von Speicher weg.


    Im Gegensatz zum Speicher lohnt oder Rentiert sich Einspeisung nämlich sehr wohl!


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  • Hallo seppelpeter,
    Danke für Deine Antwort.


    Zitat von seppelpeter

    Du hast die Ist Situation so schön beschrieben. Ökonom ja. PV drauf ja. Und dann fängst du an mit EAuto ... Speicher ... günstig von Tesla ... und Auto aus Speicher laden.
    Das funktioniert doch alles nicht!


    Hmmm, genau das wollte ich nicht beschrieben haben. Ich würde gerne so viel wie möglich des normalen (also ohne Auto) Bedarfs mit PV decken und das gerne auch nachts. Wenn dann noch was übrig bleibt, darf auch gerne der Tesla gefüttert werden. Ist aber keine Bedingung...


    Zitat von seppelpeter

    Schau mal bei Tesla wie groß der Akku im Fahrzeug ist.
    Wie viele Tesla Speicher sollen es dann denn sein???


    Ja, das ist mir bewusst...


    Zitat von seppelpeter

    Bau da 6-7KWp auf das Dach und lasse jede Form von Speicher weg.


    Im Gegensatz zum Speicher lohnt oder Rentiert sich Einspeisung nämlich sehr wohl!


    Da scheiden sich wohl die Geister. Bei uns wird tagsüber quasi Null Strom verbraucht. Wenn ich mir die Vergütung anschaue und dann die Aufwände für Steuerberater und co, scheint das auch nicht wie der Königsweg...


    Grüße,
    Daniel

  • da brauchen sich keine Geister zu scheiden um festzustellen daß es auch nicht der Königsweg ist daß man einen Speicher installiert wo die kWh die entnommen wird am Ende 40 cent kostet.
    Ökonomisch nicht sinnvoll, und ökologisch wahrscheinlich auch nicht ?
    du solltest dich vielleicht erst einmal ein wenig mehr mit den Grundlagen befassen. Technisch, wirtschaftlich, "juristisch".
    Deine pauschalen Aussagen legen die Vermutung nahe dass da noch Defizite bestehen.

  • Zitat von seppelpeter

    Bau da 6-7KWp auf das Dach und lasse jede Form von Speicher weg.


    Im Gegensatz zum Speicher lohnt oder Rentiert sich Einspeisung nämlich sehr wohl!


    Wenn sowieso ein E-Auto geplant ist würde ich draufpacken was drauf geht, also ggf. sogar mehr als 10 kWp wenn es möglich ist (hab jetzt nicht nachgerechnet was max. draufginge).

    Zitat von danielm

    Da scheiden sich wohl die Geister. Bei uns wird tagsüber quasi Null Strom verbraucht. Wenn ich mir die Vergütung anschaue und dann die Aufwände für Steuerberater und co, scheint das auch nicht wie der Königsweg...


    Ach, und du meinst es lohnt sich eher einen überteuerten Speicher anzuschaffen, den mit Verlusten tagsüber zu laden und abends nochmal mit Verlusten ins Auto "umzuladen" :shock:


    Eine PV-Anlage ist umso rentabler je größer sie ist :idea:
    Sie bezahlt sich allein durch die Einspeisevergütung ab, der Eigenverbrauch ist lediglich das "Sahnehäubchen" obendrauf.
    Mit Speicher ist das völlig anders, der Speicher "frisst" die durch die PV-Anlage erwirtschaftete Rendite vollständig auf. Das wird immer ein Verlustgeschäft, selbst wenn du durch das E-Auto einen relativ hohen Eigenverbrauch generieren kannst.
    Ohne Speicher kannst du immerhin noch im Sommer abends laden oder arbeitest du immer bist Sonnenuntergang :?:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von danielm

    Wenn ich mir die Vergütung anschaue und dann die Aufwände für Steuerberater und co, scheint das auch nicht wie der Königsweg...


    Da sich die andren weitgehend zurückgehalten haben das durchzurechnen, würde mich mal deine Rechung interessieren.


    Völlig OT: viel ökologischer wäre es gewesen das neue Haus erheblich näher am Arbeitsplatz zu bauen, freiwillig direkt neben einem Kernkraftwerk ein Haus zu bauen, wäre für mich aber sowieso ein nogo, so billig kann der Grund gar nicht sein

  • Ok, verstanden. Es tut mir aufrichtig leid, anscheinend unglaublich doofe Fragen gestellt zu haben.


    Mein Plan war es allerdings nicht mit der Anlage das Auto zu laden. Das ist ein kann aber kein muss. Mir geht es auch nicht darum Gewinn zu erwirtschaften, sondern einen Anteil zur Energiewende dazu zu steuern. Aber klar, es sollte nicht unbedingt teurer als zertifizierter Ökostrom sein.


    Bezgl. der "da scheiden sich die Geister"-Passage: Diese Einschätzung ist nicht von mir. Es wird so von verschiedenen Quellen beschrieben. Der Teslaspeicher soll theoretisch heute schon günstiger als Strom aus dem Netz sein. Ich hab das aber wirtschaftlich, noch juristisch oder gar technisch verifiziert...


    Ich bin auch selbst im Sommer nicht oder nur sehr selten zu Hause, bevor die Sonne schon sehr tief steht. Und selbst die Wochenenden sind nicht nutzbar, meistens sind wir dann unterwegs.


    Danke für die Erklärungen.
    Grüße,
    Daniel



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  • Dann überleg mal wie viel vom Strom der Nachts verbraucht wird durch den Speicher "gespart" werden kann.... Lass es 30 Euro pro Monat sein (dürfte ja fast schon eure komplette Stromrechnung sein in diesem Fall). Macht 360 Euro im Jahr, abzügl. Speicherverlust und entgangener Einspeisevergütung grob 170 Euro. Dann bleiben nicht mal 200 Euro übrig. Die Rechnung ist nicht komplett und sehr vereinfacht, zeigt aber evtl. wie sich der Speicher (nicht) rechnet. Bitte beachte auch das im Winterhalbjahr zum Teil Tage ohne Ertrag sind, da kann auch ein Speicher nicht/kaum geladen werden. Wie günstig ist der Speicher nochmal? 2.000 Euro? Eher deutlich mehr würde ich sagen.


    Grüße
    E.

    9,88 kWp Winaico WSP-260M6 / Fronius Symo 7.0-3-M / Ost - West Anlage

  • Zitat von danielm


    Bezgl. der "da scheiden sich die Geister"-Passage: Diese Einschätzung ist nicht von mir. Es wird so von verschiedenen Quellen beschrieben. Der Teslaspeicher soll theoretisch heute schon günstiger als Strom aus dem Netz sein. Ich hab das aber wirtschaftlich, noch juristisch oder gar technisch verifiziert...


    drum ist es oft nicht schlecht das wenigstens im Ansatz nachzuprüfen oder durchzurechnen.
    In diesem Fall brauchts dazu nicht einmal großartige Spezialkenntnisse um das zu machen.
    Ersatzweise das nachlesen was Andere schon dazu gerechnet haben, aber halt nicht auf der Teslaspeicher Werbeseite sondern z. B. im PV Forum

  • Dumme Fragen gibt es nicht. Wenn man halt mal nur 3-400 Euro im Jahr für den Strom bezahlt (plus Grundgebühr, die bleibt ja), kann man da auch nicht mehr sparen, das dürfte jedem klar sein. Auch wenn sich dein Verbrauch (verbruachen tust du das auch, wenn du unterwegs kostenlos lädst) mit dem Tesla bei deiner angegebenen Fahrleistung vermutlich verzehnfacht, hast du ja selbst schon erkannt, daß die PV da nur wenig beitragen können wird.
    Seinen wir optimistischer als Elffreunde 400Euro mal 25 Jahre sind 10000Euro (brutto, aber wenn du nicht einspeist, gibt es auch keine Mehrwertsteuer zurück, daher paßt das schon). Die Powerwall alleine (mit dem nötigen Zubehör und Montage durch einen Fachbetrieb) dürfte mindestens 6000€ brutto kosten und ich bezweifle, daß die bei 10 Jahren Garantie 25 Jahre hält, aber seins drum. Bleibt also nicht mehr viel für den Rest, da bekommst du (immer brutto) keine 2,5kWp dafür, im Sommer würden die dir aber sogar reichen nahe 100% Autarkie zu haben (und an guten Tagen wäre der Speicher schon gegen 16 oder 17 Uhr voll, da scheint die Sonne aber noch ein paar Stunden auf dein Südwestdach), aber von September bis April wirst du mindestens die Hälfte zukaufen müssen, womit die Rechung schon wieder nicht stimmt.
    Nur die Preissteigerung habe ich weggelassen, mit der kann man sich über so lange Zeiträume alles hinrechnen.