Neue Anlage für Neubau EFH in Planung

  • Hallo an alle Mitleser,


    wir planen gerade den Neubau eines Fertighauses und würden auch schon gerne direkt eine PV-Anlage mit installieren. Das Haus (in Bayern südlich von München) wird wohl ein mittiges Süd/Nord-Satteldach haben mit 25 Grad Neigung, bei ca. 11x8m Grundfläche zuzüglich Überhang wären das wohl so um die 120qm Dachfläche. Fernwärmeanschluss ist hier Pflicht, falls das wen interessiert.


    Fördermöglichkeiten:
    KfW 40 Plus: 5k€, dafür Einspeisung auf 60% Leistung beschränkt, mit Speicher
    10.000 Häuser Bayern: ca. 2k€ für Speicher/Warmwasser bei maximal 50% Einspeisung, evt. 4.5k€ für 3-Liter-Haus zusätzlich


    D.h. mit Speicher wären hier bis zu ca. 11.5k€ Förderung drin, ohne Speicher (mit Heizstab ?) bis zu 6.5k€.


    Fläche:
    Bei 120qm Dachfläche wäre wohl die Südseite mit bis zu ca. 7kwp zu belegen, oder? Laut dem Sonnenplaner würde hier die Nordseite ca. Faktor 0.6 im Vergleich zur Südseite liefern.


    Nun meine Fragen hierzu, bitte korrigiert mich, wenn ich etwas falsch verstanden habe:


    a) Was für eine Anlage würdet ihr hier empfehlen?
    b) Lohnt es sich auch trotz Förderung doch nicht, einen Speicher anzuschaffen?
    c) Lieber RSE oder 70% hart/weich?
    d) Lohnt es sich, nach einer Südseite mit ca. 7kwp dann auch noch die Nordseite nach mind. 12 Monaten zusätzlich zu belegen? Eher bei RSE oder bei max. 70% Einspeisung?
    e) Wenn man eh auf 70% hart/weich gehen würde, kann man ja auch gleich die Förderung mitnehmen und dafür auf 50% begrenzen? Oder ist der Ertragsverlust von 100% auf 70% eh minimal, aber von 70% auf 50% dann schon relevant, sodass man für die Einspeisung mehr rausholt über 20 Jahre als die Förderung?
    f) Falls wegen %-Beschränkung herabgeregelt wird, dann zahlt man doch nur Est/Mwst auf den Eigenverbrauch, und nicht auf den abgeregelten Wert?
    g) Lohnt sich nur die 10.000 Häuser Förderung mit Heizstab, wenn man Fernwärme hat
    (Verbrauchspreis 71,78 Euro pro MWh), oder ist hier dann die Est/Mwst evt. sogar höher als der Fernwärmepreis? Oder lohnt sich der Heizstab, um die Förderung zu kriegen, aber er wird dann praktisch nicht aktiviert?
    h) Machen die Förderungen auf jeden Fall Sinn, oder in manchen Fällen auch nicht, z.B. wegen der 50/60% Beschränkungen?
    i) Vermutlich sollten wir neben dem PV-Angebot des Fertighausherstellers auch noch andere Angebote einholen.


    Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe, evt. fallen mir noch ein paar Fragen ein.

  • 10KWp auf Süden ohne Speicher.
    Speicher lohnt sich nicht.
    Auch nicht mit Förderung.
    KfW40 mit Pflicht zur Fernwärme ist natürlich fies. Kann man sich da raus kaufen?
    In 70-weich und eher ohne RSE bauen . Was soll der RSE überhaupt kosten?


    Der Heizstab ist riesen Mist. Ihr habt doch eh Fernwärme.


    Sofern das ein Angebot und keine Fragensammlung war, ist das Angebot großer Schrott. Klingt nach Alles dem Kunden andrehen ohne Sinn und Verstand.


    Das 10.000 Häuser Programm ist bei einem Süddach auch eher Mist!


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    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5


  • Vielen Dank für die schnelle Antwort. Es gibt hier noch kein Angebot, es war nur eine Fragensammlung sozusagen :)


    Passen denn bei dem Dach 10kwp nur auf das Süddach?


    Die Fernwärme hat einen Primärenergiefaktor von 0.3, damit sollte KfW40 dann doch auch zusammen mit PV und Lüftungsanlage machbar sein, oder wie war das gemeint mit dem KfW40? Das mit dem "raus kaufen" weiß ich nicht, aber ich werde da auch mal beim Amt entsprechen vorfühlen.


    Ohne Speicher wäre 10.000 Häuser ja in dem Fall wohl nur mit Heizstab möglich. Falls 3-Liter-Haus erreicht würde, wären dann ja 6.5k€ als Förderung drin, dafür müssten wir dann die Begrenzung von 70% auf 50% hinnehmen, das rechnet sich dann nicht? Den Heizstab muss man ja nicht zwingend in Betrieb nehmen, wenn Fernwärme günstiger ist als Heizstab im Verbrauch.

  • Ich würde die PV so groß wie irgendmöglich machen. Der Speicher ist NICE TO HAVE.. mit der Förderung sind die Leiden niedriger...


    Fernwärme ist cool...


    Ich würde überlegen ob ich nicht auf Passivhaus gehen soll.. denn eigentlich ist das günstiger als ein EEH 40 Plus

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • KfW40 hat einen sehr niedrigen Wärmebedarf als Folge.
    Da stellt man sich eine einfache LWWP vor die Tür, baut 10KWp aufs Dach und ist fertig.


    Keine Anschlusskosten und GG für einen Wärmeträger, den ihr nur in sehr geringem Umfang braucht.


    Also, wenn irgendwie möglich die Fernwärme vermeiden und von dem gesparten Geld für den Anschluss mehr PV und LWWP bauen.


    KWL und Fußbodenheizung wird ja Standard sein, oder?


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  • In der Regel ist FW in dem Gebiet vorgegeben und unausweichlich. Sonst funktioniert das ja nicht. So schlecht finde ich das auch nicht da es echt günstig ist (All in)


    Dach auf jeden Fall voll machen so groß es geht... Klar 10,5kWp machen keinen Sinn aber bei der Dachfläche sollte mehr drin sein wenn ich das beim Überfliegen richtig verstanden habe..

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  • Wie muss ich das bei all den Zuschüssen eigentlich verstehen?


    Dezentrale Energieversorgung mit möglichst hohem Eigenverbrauch+Speicher heißt doch: Größtmögliche Autarke Versorgung.


    Wie passt denn da die aufgezwungene Fernwärme in die Dezentralisierung? Eine gewisse Abhängigkeit möchte man also schon noch?!

    Gruß PV-Express


    Mit ZOE Z.E. 40 Beruflich unterwegs

    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012


  • Das geht eben nicht. Sein Haus hat ja nur die KfW40-Einstufung, weil es über die Fernwärme mit dem Faktor 0,3 schöngerechnet wird. In Wirklichkeit benötigt es über 3 mal soviel Energie. Mit Öl wäre es ein ordinäres KfW100-Haus.


    Ich empfehle dem Betragsersteller dringend, sich im Haustechnikforum diesbezüglich zu informieren und seinen WIRKLICHEN Energiebedarf ermitteln zu lassen, damit er später keine böse Überraschung erlebt.

  • Hui, böse Falle!
    Aber Fernwärme wird die nächsten 30 Jahre schon günstig bleiben.
    Oder doch nicht???


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  • Vielen Dank für die vielen Antworten.


    Leider ist hier Fernwärme laut Bauverordnung wohl wirklich Pflicht, d.h. ich gehe mal davon aus, dass das gesetzt ist. Ansonsten würde ich auch lieber eine Wärmepumpe nehmen. Eine WP trotzdem anzuschaffen macht wohl wenig Sinn, auch wegen der hohen Grundgebühr und Anschlusskosten.


    Die Fertighausmodelle, die wir in Betracht ziehen, haben von sich aus schon genügend Dämmung für KfW40, es kommt allerdings noch ein Keller dazu, der braucht wohl noch etwas Zusatzdämmung, ansonsten ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie Fußbodenheizung geplant. Das zusammen sollte dann hoffentlich schon mal nicht weit von KfW40 entfernt sein. Wenn dann noch Fernwärme mit 0.3 und Photovoltaik (die man wohl auch mit reinrechnen kann, oder?) dazukommt, sollte das für KfW40 vermutlich reichen, mit Glück sogar für 3-Liter-Haus, was bei 10.000 Häuser nochmal nen Extrabonus bringen würde, falls das Förderprogramm in Frage kommt. Auf jeden Fall (!) wird das ganze aber vor Vertragsunterschrift von einem Energieberater durchgerechnet, wie es energetisch dann wirklich ausschaut.


    Dachform ist mit Satteldach und ca. 25 Grad auch vorgeschrieben, bei unserer Grundfläche mit Überhang wären das wohl insgesamt ca. 120qm Dachfläche. Pro 10qm Fläche wären wohl so 1kwp drin laut meinen Recherchen, soweit das noch der aktuelle Stand der Technik ist. D.h. bis zu 12kwp wären drin, aber in dem Fall macht wohl mehr als 9.9 kwp keinen Sinn, oder? Um auf die 9.9 kwp zu kommen, müsste dann wohl Süd- und Norddach belegt werden.


    Laut Rechner wäre das 25 Grad Norddach nur 0.6fach so effektiv wie das Süddach, d.h. am Ende hätte ich eh nur 80% maximal kwp Leistung. Das wäre ja dann wenigstens schon mal den Über-70%-Verlust vermutlich fast gänzlich eliminieren. Wäre es in dem Fall evt. dann sogar sinnvoll, gleich direkt auf max 60% oder 50% Einspeisung runterzugehen, und dann eben die KfW- und 10.000-Häuser-Förderung mitzunehmen? Weil insgesamt 20% der Anlage eh am Norddach flöten gehen und dann nicht so oft wirklich mehr als 50% anliegen? Wenn der Einspeiseverlust eben eh gering wäre, lohnt es sich evt, direkt einen fast kostenlosen Speicher mitzunehmen. Hat hierzu jemand Erfahrung?