Erweiterung bestehende 30 KWp Anlage

  • Hallo zusammen,


    ich hätte da mal eine Frage zu meiner geplanten Anlagenerweiterung. Aktuell habe ich auf meinem Firmengebäude 29,87 KWp installierte Modulleistung (70% weich). Es besteht nun die Möglichkeit nochmal ca 10 KW zusätzlich zu installieren. Meine aktuelle Anlage ist im Mai diesen Jahres in Betrieb gegangen.
    Mir stellt sich nun die Frage, ob ich das gleich machen soll oder die 12 Monate warten soll und eine Neuanlage errichten soll. Mein Solateur hat mir nun irgendwas von einer Kaskadenschaltung erzählt und das der zusätzliche Installationsaufwand ziemlich teuer wäre. Ich meine aber irgendwo hier mal gelesen zu haben, dass es wohl auch die Möglichkeit gibt, die zweite Anlage über die gleiche Messeinrichtung laufen zu lassen. Die Abrechnung würde dann anteilig erfolgen, also 75% zu meinem bisherigen Vergütungssatz und 25% zu dem neuen Vergütungssatz. Das Verhältnis des Eigenverbrauchs würde auch entsprechend angepasst werden. Ist das so richtig oder komme ich um eine Kaskadenschaltung nicht rum? (Rundsteuerempfänger ab 30KW ist mir bewusst)


    Vielen Dank für Eure Antworten
    -Stefan

  • Geht überhaupt mehr an deinen Anschluß?
    Wenn du noch dieses Jahr baust, werden die Anlagen zusammengefaßt, du bekommt also die Vergütung wie für 30-40kWp, also 11,97ct/kWh, wartest du, bekommst du wieder die Vergütung bis 10kWp, derzeit 12,31ct/kWh (nächstes Jahr vermutlich 12,30).


    Welche EEG-Umlage zahlst du? Wenn nur 35/40%, dann ist es meßtechnisch blöd, wenn du wartest, weil der Zubau (sofern wirklich max. 10kWp) umlagefrei ist, dann mußt (beine Ahnung, ob du freiwillig Umlage zahlen kannst um die einfachere Messung zu haben) du das getrennt messen - so eine Zählerkaskade ist aber auch kein Hexenwerk.

  • alterego
    so wie ich das verstanden hatte würde bei einer Mischkalkulation dann entsprechend auch der Eigenverbrauch als Mischkalkulation gesehen. Also auf 75% die EEG Umlage und auf 25%, da unter 10KW, dann nichts. Ob Der Anschluss das hergibt wird mir mein Netzbetreiber hoffentlich bald mitteilen.

  • NA Schutz nicht vergessen. Die Messung ist nicht so schlimm/teuer.

    Luschenpraktikant L:5--D:1--T:1

  • Zitat von toralt

    alterego
    so wie ich das verstanden hatte würde bei einer Mischkalkulation dann entsprechend auch der Eigenverbrauch als Mischkalkulation gesehen. Also auf 75% die EEG Umlage und auf 25%, da unter 10KW, dann nichts.


    Das ist imo nicht erlaubt, im §61 EEG steht ganz klar,

    Zitat

    (6) Strom, für den die Übertragungsnetzbetreiber nach Absatz 1 die Zahlung der EEG-Umlage verlangen können, muss von dem Letztverbraucher durch geeichte Messeinrichtungen erfasst werden.


    Da steht nichts von berechnen oder sowas und verantwortlich bist natürlich du als Betreiber, nicht der VNB. Im selben §§ steht auch, daß du 100% Umlage zahlst, wenn du deinen Meldepflichten nicht korrekt nachkommst.

  • Für die Vergütng ist das auch gar kein Problem und nach EEG sogar ausdrücklich so erlaubt, aber für die EEG-Umlage ist das halt (leider) anders. Das Dokument (insbesondere die Anmerkungen, von den Meßkonzepten ist es ja vollständig) stammt ja noch aus der Zeit vor dem EEG2014.
    Du brauchst B4 mit EA1 der neuen Anlage, Z3 kann entfallen, Z2 hast du schon, brauchst neu nur noch Z4.
    Je nachdem, welche Leistungen du so hast, ist das auch geschickter. Z.B. die neue ANlage macht 5kW, die alte 15kW, du köntest also 5kW umlagefrei nutzen. Hast du 5kW Last würde bei Mischung aber (rechnerisch und gerundet) 30% Umlage anfallen).

  • Danke für Eure Hilfe, sehr komplex das ganze. Dann ist es vermutlich einfacher innerhalb der 12 Monate zu erweitern und dementsprechend auf 6 Monate Vergütung zu verzichten. Die ganze Messgeschichte wird auch ins Geld gehen. Alternativ könnte ich die Neuanlage nach 12 Monaten auch zur Volleinspeisung anmelden.


    Gruß
    -Stefan