Hilfe und Informationen zur Planung gesucht

  • Moin zusammen,


    mein Name ist Danny, ich bin 41 Jahre alt und habe vor ca. einem Jahr einen Teil eines Mehrfamilienhauses(Bj.58) in Niedersachsen (nähe Wolfsburg) gekauft.
    Jetzt denke ich über die Installation einer PV-Anlage nach, kenne mich aber quasi noch überhaupt nicht aus und möchte mich daher schon vor der ersten Angebotsanfrage genauer informieren. (gelesen habe ich hier nun schon ein paar Tage)


    Wir sind ein 4 Personenhaushalt (2 Kinder) mit einem Jahresverbrauch von ca. 4500kWh im Jahr, Heizung läuft über Gas.
    Für die etwas fernere Zukunft ist evtl. ein E-Auto geplant. (könnte am Nachmittag geladen werden)


    Erster Überblick:


    Das Haus ist zweigeschossig, hat ein Walmdach(Tonziegel) mit 36° Dachneigung und eine Ausrichtung Süd / leicht nach Ost. (Azimut ca. -17°)
    Die Dachfläche die ich nutzen kann ist etwa 80m² groß.




    Eine zweite und kleinere nutzbare Dachfläche mit Dachneigung 44°und Azimut 74° wäre auch noch vorhanden.


    Verschattungen gibt es nur auf kleinen Bereichen, einmal ist es ein Schornstein des Nachbarn, dieser wirkt sich laut "Solardachatlas" aber scheinbar nur wenig aus.
    http://www.solare-stadt.de/zgb/SolarDachAtlas?s=101



    Der Zweite Bereich wäre eine Entlüftung auf dem Dach, die sich aber mit wenig (Kosten)Aufwand nach ganz oben versetzen lässt.


    Das Obergeschoss ist komplett Vermietet, ein Teil ist eine Mietwohnung mit ca. 70m² und der andere eine Ferienwohnung mit ca. 40m².


    Das man (zumindest im Moment) wegen der EEG-Umlage den PV-Strom noch nicht an Mieter verkaufen sollte ist mir bekannt, aber wie ist das bei der Ferienwohnung bei der der Strom incl. ist?
    Zukünftig soll das ja evtl anders werden, Anlage dem entsprechend Planen?
    http://www.pv-magazine.de/nach…ik-mieterstrom_100023716/


    Nimmt man eine Anlage unter 7kWp wegen dem Smartmeter, unter 10kWp wegen der geringeren Einspeisevergütung oder aber alles was geht auf das Dach?
    (auch wenn es dann nur knapp über 10kWp liegt?)




    Belegt man beide Bereiche oder nur den Ertragreicheren?




    Fragen über Fragen und mit jeder Stunde lesenkommen nur weitere dazu... :?:)


    Gruß
    Danny

  • moin zusammen,


    so, nachdem ja im angeboteforum schon ein paar antworten gekommen sind hier nochmal generelle fragen.
    http://www.photovoltaikforum.c…1565eur-aleo-t114764.html


    ich habe mit meinem mieter der fest vermieteten wohnung gesprochen, er wäre dafür seinen anschluss komplett abzuklemmen und auf unseren zu legen um solarstrom mitzunutzen.
    das ganze muss aber auch vernüftig gelöst sein, und zwar so das es auch mit zukünftigen mietern keine probleme geben kann.


    jaja, ich weiß - jetzt werden erstmal alle schreien: lohnt sich nicht. o.k., dann aber erstmal bitte genau lesen!


    die wohnung wird spätestens mit dem auszug unseres jetzigen mieters eh zur einliegerwohnung deklariert (wir haben einen gemeinsam genutzte bereich(flur) und die zähler (gas, wasser, strom) sind bei uns im keller.
    bei einer einliegerwohnung entfällt aber schon mal das freie wahlrecht auf strom. (es gibt noch andere vorteile ;) )
    (bevor wir das haus gekauft haben war das einfach als mehrparteienhaus genutzt, daher war das bisher keine)


    nach eeg2017 - wenn es denn so kommt wie ich es bisher rausgelesen habe - müsste ich für den mieter (sehr warscheinlich) 40% (2.75cent) der eeg umlage auf den photovoltaikstrom zahlen. bedeutet aber auch das ich den genutzten photovoltaikstrom auch genau ermitteln müsste.


    entfallen würden dadurch übrigens auch die grundanschlusskosten. (also gleich zwei mal - fewo+mietwohnung)


    das einzige was ich bisher gelesen habe wie so etwas geht ist die zweirichtungszähler-kaskade. :shock:
    hier: http://www.photovoltaikforum.c…n-mieter-t102832-s10.html


    in unserem fall wäre das also ein zweirichtungszähler mehr. (kostenpunkt wohl so um die 100-150euro plus montage was ich heute gelesen habe)


    oder ist das auch anders machbar?


    mein derzeitiger mieter zahlt noch an den örtlichen versorger, der wäre schon zufrieden wenn ich mich um einen günstigeren kümmere und er die grundgebüren spart.
    verkaufe ich also für ca. 25cent hätte ich (-12,31cent einspeisevergütung und - 2,75cent eeg) ca. 10cent mehr in der tasche.
    (oder mache ich da einen fehler?)
    damit lässt sich dann in wenigen jahren auch ein weiterer zähler finanzieren. (denke ich)


    so nu, lasst euren gedanken freien lauf! :wink:


    gruß
    danny

  • Bei Verkauf an Dritte wird 100% EEG-Umlage fällig, außerdem hast du die Mehrwertsteuer vergessen, macht zusammen knapp 23ct/kWh brutto die du mindestens verlangen mußt. Neulich gab es imo auch ein Urteil, daß der Strom wie die Nebenkosten zu behandeln ist, du also nur umlegen, aber nichts verdienen darfst, wenn (sinngemäß) der Mieter nicht jederzeit entscheiden kann den Anbieter zu wechseln.
    ICH bin auch der Meinung, daß auch für den Strom in einer Ferienwohnung EEG-Umlage zu zahlen ist (es genügt aber den umlagepflichtigen Anteil zusammen zu messen).
    Neben dem zusätzlichen Zweirichtungszähler brauchst du auch noch einen Erzeugungszähler, der sonst unter 10kWp entfallen kann.

  • Dumme Frage bezüglich Stromverkauf:


    Mal angenommen es wird nur ein Zähler installiert;
    Ferienwohnung und Einliegerwohnung bekommen einen geeichten "Unterzähler"


    Was spricht dagegen, wenn der Anschlussbesitzer die Kosten für den gekauften Strom weiterbelastet?


    Als Beispiel:


    Gesamtverbrauch im Haus (inkl. Ferien und Einliegerwohnung) 15.000 kW
    PV Erzeugung mit 10 kWp Anlage 10.000 kW
    Davon DV 4.000 kW
    Bleiben 11.000 kW eingekaufter Strom


    Wenn jetzt die Hauptwohnung 6.000 kW verbraucht, bleiben GG + 2.000 kW über
    Für die Einliegerwohnung z.B. 5.000 kW und für die Ferienwohnung 4.000 kW.
    Diese bekommen dann den Strom in Rechnung gestellt welcher zugekauft wurde.


    Gibt es da rechtlich was dagegen zu sagen? Geht natürlich nur solange die Hauptwohnung mehr als den DV verbraucht.


    Viele Grüße

  • moin,


    stimmt, bisher sind 100% eeg umlage fällig. mit eeg2017 soll das ja anders werden, und genau darauf zielt meine frage ab.


    z.b. hier:
    http://www.kreutzer-consulting…uer-fuer-mieterstrom.html


    mit der mehrwertsteuer hast du natürlich recht, die muss noch drauf! :wink:


    Zitat

    Neulich gab es imo auch ein Urteil, daß der Strom wie die Nebenkosten zu behandeln ist, du also nur umlegen, aber nichts verdienen darfst, wenn (sinngemäß) der Mieter nicht jederzeit entscheiden kann den Anbieter zu wechseln.


    den strom vom stromanbieter würde ich ja auch nur umlegen wollen! das es ein urteil gibt das man an eigen erzeugtem pv-strom in dieser konstellation nichts verdienen darf halte ich für eher unwarscheinlich. (wenn doch, bitte link dazu)


    also gut, mit der mwst würde sich der gewinn bei 25ct auf 5ct beschränken.
    da müsste der mieter ca. 3000-4000kwh von meinem photovoltaikstrom verbrauchen um die zusätzlichen kosten von geschätzten 150-200euro zu bedienen. geh ich mal von ca. 6-8jahren aus.
    in den verbliebenen 12-14 jahren mach ich dann bei grob geschätzten 400kwh/jahr noch ca. 240-280euro gewinn.


    das macht den kohl über die zeit sicherlich nicht fett, das argument günstigeren pv-strom nutzen zu können ist in der vermietung aber auch sicher nicht ganz zu verachten. (und die grundanschlussgebühr/zählermiete fällt für den mieter auch weg)


    bitte berichtigen wenn ich irgendwo mit den werten daneben liege, hab ja keine erfahrung damit und suche mir alles irgendwie zusammen.


    gruß
    danny

  • hi taylorman,


    das wäre ja zu schön wenn das so einfach wäre.
    ich fürchte allerdings das so etwas rechtlich eben nicht statthaft ist da zwischen den mietparteien und uns keine "personengleichheit" besteht. :?


    gruß
    danny

  • ja eben, den jahresverbrauch aus verbrauchtem pv und geliefertem strom.


    für den pv-strom muss ich allerdings keine eeg bezahlen (kleiner 10kwp), mieter wegen der personenungleichheit aber schon. (bisher 100% eeg, evtl. aber ab 2017 nur noch 40%)


    wie gesagt, wenn es so einfach wäre da würde mich das sehr freuen! :D

  • Zitat von Taylorman


    Was spricht dagegen, wenn der Anschlussbesitzer die Kosten für den gekauften Strom weiterbelastet?


    Grundsätzlich die Physik, weil man eben nicht verhindern kann, daß der PV-Strom auch von den Mietern genutzt wird.
    Im Detail müßte man da vielleicht noch mal gnaz genau das EEG lesen, ob da mit Durchleitung was geht. Technisch wird das aber auch nicht einfacher schätze ich mal.
    So lang das EEG2017 nicht endgültig veröffentlicht ist, wird es auch keien endgültgen Verordnungenen dazu geben. Egal ob 40 oder 100% Umlage, die Messung bleibt die selbe.
    Man bedenke auch, daß MID nur 8 Jahre gilt, dann bruacht man einen neuen Zähler (weil nacheichen mindestens das selbe kostet).