Empfehlung für Laderegler

  • Servus Leute,


    nun komm ich doch tatsächlich auch mal daher und hätte da gerne eure Meinung zum Thema Laderegler. :shock:


    Ich hab das ganze Thema Solar eher zum Spass angefangen......aber wie es eben so is....... es wächst und gedeiht. :mrgreen:
    Habe hier zwei "Aufsteller" für die Terrasse aus jeweils zwei Enjoy-Solar Eco Line ES80M36 12 Volt 80 Watt Panels (Vmp: 18 Volt, Voc:22,32 Volt, Imp: 4,44 Amp.) also zusammen 320 Wp .
    Im Moment sind je zwei Panels parallel geschaltet und jeder Aufsteller hängt an seinem eigenen PWM-Ladereglern aus der Billigfraktion für ca. 15 Euro.


    Sowas hier:
    http://www.ebay.de/itm/1318029…geName=STRK%3AMEBIDX%3AIT


    Nun würde ich gerne auf etwas umsteigen das etwas effektiver arbeiten kann.
    Dachte ein MPPT-Regler wäre also angesagt....allerdings sollte der für die Zukunft auch mit anderen Akkus zurecht kommen.
    Wollte nächstes Jahr (völlig egal ob sich das rechnet oder nicht) auf LiFeYPO4 Zellen von Winston umsteigen.


    Im Moment bediene ich mich eines geschenkten 12Volt 151 Ah von Hoppecke, der ist aber eigentlich für USV-Anwendung gedacht und hat schon ein geschätztes Jahrzehnt aufm Buckel.


    Das System war eigentlich mit der Möglichkeit gedacht auf 24 Volt umzustellen......denke allerdings das das inzwischen zu viel Arbeit wird, ich versorge viele Verbraucher inzwischen direkt aus dem Speicherakku, das müsste ich dann ja alles umbauen.
    Wird also vermutlich einfach bei 12 Volt bleiben........
    Aktuell versorgen die Panels über den Pufferakku direkt oder über kleine Stepdown-Wandler meine Fritzbox, meinen Raspberry-Pi- Medienserver das Telefon und einen Großteil der LED-Beleuchtung im Wohnzimmer........
    Einen PIP 1212 betreibe ich seit diesem Sommer auch gelegentlich.....inzwischen lohnt das aber nicht bei dem geringen Ertrag in dieser düsteren Jahreszeit. :cry:


    Im nächsten Jahr wäre dann noch das Dach vom Gerätehaus dran.....dort ist Platz für 4 Stück 12 Volt/100 Watt (blöderweise eben ein ungeschicktes Maß.......daher schon die Festlegung auf die Panels).
    Das würde meine PV-Leistung mehr als verdoppeln....das Gerätehaus bekommt deutlich mehr und länger Sonne als meine Terrasse.....
    Die würden dann allerdings ohnehin an einen zweiten Laderegler kommen.


    Also nach genug zum lesen für euch.........ich hätte da gerne den ein oder anderen Tip was sich an Ledereglern eurer Meinung nach so anbieten würde. :roll:


    Grüße
    Michael

  • warum knippst du nicht den wr des pip aus (im winter) und hängst alle Module parallel an den PIP (- Laderegler)?
    dann kannst du die Module sogar unterschiedlich ausrichten (gegen Rückstrom hilft eine Schottky-diode), hast ein recht vernünftiges ladeprogramm und kannst die parameter frei einstellen.
    insgesamt kannst du so um die 750wp an den pip hängen...
    diese konfiguration (zusammen mit dem 800er pip) läuft bei mir seit 2 Jahren und betreibt eine 12v-kühltruhe (ganzjährig) meine kleinversorger(im sommer), die solarthermie incl. frischwasserstation.

  • die kleinen laderegler behältst du (kannst ja später noch einmal ein paar module dranhängen) und nutzt sie als batteriewächter (mache ich auch) indem du cutoff+ wiedereinschaltung vernünftig einstellst. deinen kleinverbrauchern reicht, was aus dem Lastausgang kommt. Den USB nutze ich ganzjährig zum Handy- und Naviladen.


    Kurz: du hast doch alles!

  • Hallo,


    ich bin mit dem Tracer 4210A sehr zufrieden. Hab ihn seit knapp 3 Monaten im Betrieb und oft am einige Stunden am Limit betrieben ohne Probleme. In Verbindung mit dem externen Display (MT-50) lassen sich auch die Ladeparameter manuell einstellen.



    MfG

  • Servus,


    ok....PIP wäre naheliegend weil er ohnehin schon da ist.
    Den habe ich aber bewusst ignoriert, er braucht bei meinen wenigen Panels einfach zu viel Eigenstrom, auch wenn der Wechselrichter aus ist.
    Habe gestern Nacht meine Batterie mit konstant 14 Volt an ein Ladegerät gehängt, nachdem die irgendwann nur noch konstant 0,5 Amp. gezogen hat habe ich den PIP über den Batterietrennschalter wieder zugeschaltet, Wechselrichter inaktiv.
    Er braucht einfach 0,45 bis 0,5 Ampere Eigenstrom, das habe ich mit mehrmaligen trennen und wieder verbinden ausprobiert, Ergebnis immer das selbe.


    Wenn also nicht gerade Hochsommer ist wo mich das nicht stört nehme ich den PIP von der Batterie, er fällt also definitiv weg als Laderegler.


    Die kleinen Regler die ich im Moment verbaut habe sind nicht wirklich schlecht, lässt sich alles schön einstellen.
    Mich stören die enormen Spannungsspitzen zur Batterie bei starken Lastwechseln (Spannung steigt da schonmal kurz auf 15,8 Volt).
    Ich hatte mir da einfach überlegt das ein MPPT-Regler, speziell in der trüben Jahreszeit, da mehr rausschinden kann.
    Hatte auch den Gedanken event. die Panels in Reihe zu schalten (zwei in Reihe für doppelte Spannung) damit ich mehr Spannung bekomme und der MPPT das besser verarbeitet, mir einfach deutlich mehr liefern kann im Winter.
    Würde auch die Last auf den Leitungen reduzieren, sind zwar 6mm2 aber je weniger Strom ich da drüber schicke desto weniger Verlust gibts eben.......


    Die Lastausgänge der Laderegler verwende ich inzwischen nicht mehr, habe ein extra Batteriewächter-Modul verbaut.
    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAP…2252329508#ht_1543wt_1337
    Den gibts btw auch bis 48Volt und 200 Ampere.


    Der Tracer schaut nicht uninteressant aus, ist zwar nicht explizit für LiFePo beschrieben aber man kann alle Spannungen ja von Hand einstellen und somit sauber anpassen.


    Schön wäre noch wenn die Ladeleistung gespeichert wird und abrufbar ist damit man einen Überblick hat was so an Power in die Batterie gepumpt wurde (ohne noch extra einen Batteriemonitor zu kaufen).
    Im Moment löse ich das mit 10 Euro Modulen aus China die eigentlich sehr schön arbeiten und das auch nach Stromausfall speichern.........allerdings sind auch schon 3 hops gegangen......zeigen irgendwann einfach 7 Volt zu viel an........der Hersteller schickt mir grade drei neu. :roll:
    http://www.ebay.de/itm/2721929…geName=STRK%3AMEBIDX%3AIT


    Also....ich bin noch unentschlossen, wobei der Tracer durchaus was hat.


    Grüße
    Michael

  • Der Tracer speichert die Ertragsdaten, täglich, monatlich und jährlich. Und noch vieles anderes. Ich hab jetzt leider keine Zeit mehr. werd dir das aber anhand ein paar Foto's nachher mal zeigen.


    Da haste mit deinem PIP aber noch Glück. Mein 1500VA gönnt sich knappe 2,5 Ampere im Leerlauf, weiß ich aber auch erst seitdem der BMV 700 verbaut ist ;).



    MfG

  • "Im Moment löse ich das mit 10 Euro Modulen aus China die eigentlich sehr schön arbeiten und das auch nach Stromausfall speichern.........allerdings sind auch schon 3 hops gegangen".


    Verstehe, geht so nach dem Motto - "Wir trinken weniger, dafür öfter und dann mehr" :D


    Wenn du von Billig PWM auf Billig MPPT umstellst, solltest du nicht überrascht sein, wenn sich wenig tun wird in Sachen Mehrausbeute. Davon haben schon andere Leute geträumt.


    Zuerst sollten die Module den Winter Anstellwinkel bekommen! Du schreibst, dass du zwei Aufsteller hast - wie ist da der Anstellwinkel? Könntest du auf ca 60° aufstellen, ohne dass dabei die Module nennenswert verschattet werden?


    Wenn du zusätzlich das Dach deines Gerätehauses bestückst bringt das sicher hauptsächlich mehr Ertrag im Sommer.
    Der Anstellwinkel dürfte auch hier nicht optimal für den Winterbetrieb sein?

  • Ich danke dir.....
    Wenn du Zeit hast wären ein paar Bilder nicht schlecht.


    Der PIP gönnt sich die 0,5 Ampere auch nur wenn der Schalter rechts unten "off" ist.
    Macht man den an sind es auch über 2 Ampere , dann läuft aber der WR mit.


    Daher hab ich bei mir alles trenn/umschaltbar gemach, fehlt noch ein FI....aber genug OT bevor der TE mault.....huch, das bin ja ich. :mrgreen:


    Mit anderem Laderegler ist jetzt auch nicht so schlimm......denke halt darüber nach bevor ich die Anlage um das Gerätehausdach erweitere und dann ein neuer Speicherakku herkommt.
    Blei ist schön wenns für wenig Geld oder umsonst zu bekommen war, aber da ich das meiste im Wohnbereich/Flug/Hobbyraum unterbringe muss das alles klein und "sauber" sein, blubbernde/gasende Bleizellen sind da ein NoGo! :shock:
    Mein Gel-Akku ist da ok....aber die schlappen 30% die ich davon nutzen sollte damit er nicht zu schnell hops geht sind schlappe 600 Wh selbst am Ende des Sommers (hab spät angefangen mit der Spielerei) hab ich da locker das doppelte an Leistung generiert, nächstes Jahr dann entsprechend viel mehr....das is nix mehr für den kleinen Gel-Akku, die 15 Ampere Ladestrom die man ihm zumuten soll hab ich oft überschritten (bis über 24 Amp.), noch mehr wäre nicht gut.


    Die "Aufsteller" haben einen einstellbaren Fuß auf der Rückseite , ich kann die von beinahe Senkrecht bis 30° zum Boden ausrichten.
    Im Moment stehen die recht flach, geschätzt 45 Grad.
    Das Gerätehaus ist vom Winkel natürlich auch nicht optimal, hat aber viel länger Sonne....im Sommer wie im Winter.
    Im Sommer geht es da schon mit Sonnenaufgang los und endet wegen Verschattung vom Nachbarhaus etwa 17 Uhr.
    Terrasse ist im Sommer ab 10 Uhr voll Sonne bis etwa15 Uhr....dazwischen etwas weicher Schatten durch ein paar Äste vom Nachbarbaum......... das kostet mich ca 50% der Leistung (Erfahrung aus den letzten Wochen des Sommers).
    Im Winter wird es durch die flache Sonnenbahn sehr eng mit Einstrahlung.....da hat nur das Gerätehaus genug Sonne um ordenlich was zu erzeugen, die Terrasse bekommt da max von 10:45 Uhr bis 12:45 Uhr direkt und unverschattet Sonne......danach teilverschattet und diffus.


    Rekorde erzielt man an beiden Stellen nicht, aber das ist eben was ich zur Verfügung habe.
    "When live gives you lemons......make lemonade!"


    Grüße
    Michael

  • Hallo Michael.
    Da du sehr starke Tendenzen zum Erweitern zeigst würde ich dir sehr zu einer Systemspannung von 24V raten. Es ist alles wesentlich einfacher wenn die Ströme nicht so groß werden. Die direkten 12V Verbraucher kannst du ja weiterhin über einen DC/DC Wandler aus der 24V Batterie versorgen. Überleg es dir gut, mit 12V steht man ab einer gewissen Leistung immer an oder es braucht dementsprechende geeignete teure Komponenten.
    Grüße Toni.

  • Hi Toni,


    nun das war auch mein Gedanke bisher.......
    Allerdings hat die Erweiterung ganz schnell ein Ende, mehr als 800 Wp werden es aus Platzgründen nicht werden.
    Ein 2400 Watt PIP war auch schon angedacht, der bräuchte definitiv ein 24 Volt-System aber ich muss den Strom ja auch erzeugen........und die paar Panels sind da schon grenzwertig....für so hochtrabende Ziele gibt es da wenig Spielraum.
    Mit einigen kleinen Einschränkungen werden mir die 1200 Watt des vorhandenen PIP reichen, der Rest geht ohnehin bereits direkt über die 12 Volt Batterie.


    Die vorhandenen Panels lassen sich alle auch auf 24 Volt Nennspannung verbinden, so weit war die Planung da schon das ich mir die Luft gelassen habe das noch zu ändern.
    Auch bei den Batterien war das schon so geplant das man event 8 LiFePO-Zellen kauft und zwei jeweils parallel betreibt um später auf 24 Volt umzubauen .....ohne verschieden alten Akkus zu haben weil man nachgekauft hat.


    Das wäre aber ein Thema für Ende 2017, nach einem Jahr und vor allem einem Winter hat man event. eine klarere Sicht was überhaupt machbar bzw. sinnvoll und zu erreichen.


    Laderegler die dann auch für 24 Volt nutzbar sind wären natürlich aus der Sicht sinnvoller, könnte man auch nach einem Umbau weiter verwenden, der PIP müsste dann allerdings einem neuen weichen.....alles andere wäre noch brauchbar.


    Ich merke es schon bei den 12 Volt....die Ströme sind nicht ohne, den PIP hab ich daher schon mit 50mm2 an die Batterie angeschlossen bei voller Leistung gehen da geschätzt 100-120 Ampere drüber.
    Allerdings habe ich die Leistung nur zum Testen mal abgerufen......sonst bin ich kaum über 65 Ampere, das ist etwas mehr als halbe Leistung des Inverters.


    Von anderen Ladereglern verspreche ich mir halt mehr Effizienz, allerdings kaum wenn ich bei parallel geschalteten 12 Volt Panels bleibe, daher der Gedanke auf 24 Volt Nennspannung der Panels oder 36 Vmp umzustellen und einen (später zwei) Laderegler dort das beste rausholen zu lassen.
    Wenn man davon ausgeht das bei nem MPPT-Regler Panelspannung 5 Volt über Batteriespannung liegen soll damit er sauber arbeiten kann (und laden) bin ich bei den 18 Volt Vmp meiner Panels schon darunter angekommen, gehe ich von 14,4 Volt Ladeschlussspannung des LiFePo-Akku aus (optimaler Fall wenn im Sommer die Panels heiss werden wirds noch schlechter).


    Natürlich die gute Frage ob das so gut funktioniert, die Effizienz der MPPT-Regler leidet natürlich etwas wenn sie die Spannung runterkonvertieren müssen, ohne Verluste gehts einfach nicht.


    Wenn am Ende aber ein merkbares Plus an nutzbarer Solarleistung vorhanden ist wäre das bereits eine Überlegung wert.


    Grüße
    Michael