PV-Anlage erweitern durch "tragbaren" Speicher

  • Hallo,


    ich suche nach einer Möglichkeit, die kleine PV-Anlage in meinem Garten dahingehend zu erweitern, daß ich auch im Winter bei nicht ausreichender Energieausbeute durch die Module meine Geräte ausfallsicher betreiben kann.


    Aktuell ist im Einsatz:


    2 x 105 Wp
    IVT SCD10 Laderegler,
    3 x 105 AH AGM Akkus


    Reiner 12 Volt DC-Betrieb.


    Die Entnahme findet nur Nachts statt. Ca. 5 - 10 Nächte im Monat für jeweils 10 Stunden (das können auch 5 Nächte hintereinander sein) .
    Verbrauch liegt bei ca. 70 Watt kontinuierlich.


    Im Winter wird’s da manchmal schon knapp wenn ich die Akkus nicht zu schnell killen will. Im Sommer war das alles bisher kein Problem. Die 3 AGM Akkus habe ich schon mal nach 7 Jahren ausgetauscht. Vermutlich hatten die alten auch schon durch Tiefenentladung gelitten.


    Nun ist leider kein Raum für eine Erweiterung der Solarmodule da und zusätzliche Akkus zu den bestehenden dazuzuhängen geht wohl auch nicht. Meine Überlegung war nun folgende:


    Ich habe noch einen „tragbaren Energiespeicher“ (einen 50 AH Li-Ionen-Akku, nur 5 kg schwer). Der reicht natürlich auch nicht für die ganzen 10 Stunden. Aber welche Möglichkeit gäbe es den Li-Ionen-Akku solange laufen zu lassen, bis er z.B. nur noch 12,1 V Spannung hat und dann automatisch auf die Batteriebank der PV-Anlage umzuschalten. Die versorgt die Geräte dann noch für die restlichen 3-4 Stunden.
    Damit sollte mir eigentlich nie der Saft ausgehen, da ich den Li-Ionen-Akku jeden Tag wieder an ein Ladegerät hängen kann.


    Das muß unterbrechungsfrei und ohne menschliches Zutun möglich sein, da zu dieser Zeit niemand vor Ort ist. Weil es eine sehr kleine Anlage mit ausschließlich DC-Verbrauchern ist, wollte ich nun nicht riesige Investitionen tätigen wie z.B. über einen WR einen Generator zuschalten.


    Grüße


    Mark

  • Wenn die 150Ah nutzbare Kapzität der Bleiakkus nicht asureicht, denkst Du, dass dann die 50Ah extra den großen Unterschied machen werden? Bei 70W = ca. 6A sind das auch nur 8h mehr.


    Wenn Dein maximaler Bedarf bei 5 Nächte x 10h = 50h liegt (sicher mit den 10h, die Nächte im Winter sind deutlich länger?) und Du 50h * 6A braucht würde ich die Kapazität Deiner Bleiakkus eben auf diese nutzbaren 300Ah erhöhen.


    Wenn da kein Platz für Blei ist dann eben mit anderen Technologien.


    Wäre spannend zu wissen wie die beiden Module mit 210W montiert sind um mal den Ertrag in einem Wintermonat abschätzen zu können... So 10Ah pro Tag müsste dann ja durchschnittlich pro Tag in die Akkus gelangen (Selbstentladung bereits abgezogen)

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Zitat von mark_a17

    Verbrauch liegt bei ca. 70 Watt kontinuierlich.


    könnte man da noch etwas reduzieren?

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat von cephalotus

    Wenn die 150Ah nutzbare Kapzität der Bleiakkus nicht asureicht, denkst Du, dass dann die 50Ah extra den großen Unterschied machen werden? Bei 70W = ca. 6A sind das auch nur 8h mehr.


    Zitat von mark_a17

    Damit sollte mir eigentlich nie der Saft ausgehen, da ich den Li-Ionen-Akku jeden Tag wieder an ein Ladegerät hängen kann.


    Die 150Ah kann er aber nicht zuhause vom Netz aufladen, mit dem „tragbaren Energiespeicher“ geht das schon :wink:
    Es geht also anscheinend nur um die automatische Umschaltung vom 50 AH Li-Ionen-Akku auf die Bleiakkus. Und so wie ich das verstehe möchte er sich dadurch nur einen zusätzlichen Puffer von 3-4 Stunden verschaffen wenn`s im Winter mal eng wird.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Was sind für Zellen in dem Li Akku?


    Ich habe Blei AGM und LiFePO4 mit BMS einfach parallel geschaltetet. Durch die flachere Entladungskurve von LiFePO4 werden die Zellen erst bis 3,2 V/Zelle entladen bevor die Bleiakkus z.B. unter 12,8 V ihren Beitrag leisten.


    Man kann aber auch ein spannungsgesteuertes Relais mit passenden Werten verwenden, z.B. Cyrix CT. Wenn die Spannung des Li-Blocks > 13,0 V ist dann wird die Verbindung hergestellt, bei < 12,8 V wird getrennt.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Zitat von machtnix

    Die 150Ah kann er aber nicht zuhause vom Netz aufladen, mit dem „tragbaren Energiespeicher“ geht das schon
    Es geht also anscheinend nur um die automatische Umschaltung vom 50 AH Li-Ionen-Akku auf die Bleiakkus. Und so wie ich das verstehe möchte er sich dadurch nur einen zusätzlichen Puffer von 3-4 Stunden verschaffen wenn`s im Winter mal eng wird.


    So ist es. Der tragbare Li-Ionen-Akku sollte bei 70 Watt Verbrauch ca. 8 Stunden durchhalten. Wenn der kurz vorm Ende ist, würde ich gerne auf die Batteriebank der PV-Anlage umschalten. Die läuft dann nur noch 2-3 Stunden mit und kann sich so auch bei trübem Wetter besser erholen. Den Li-Ionen-Akku hole ich am nächsten Morgen ab und lade ihn zuhause am Stromnetz wieder auf.


    Ich habe schon an ein Batterietrennrelais gedacht. Aber da ist das umschalten ja wohl nicht nahtlos.
    Gibt es in der Richtung irgendwas ?


    Zitat von machtnix

    könnte man da noch etwas reduzieren?


    Nein, ich hab den Verbrauch an dem Laderegler mal über einen längeren Zeitraum minutenweise mitgeloggt. Das schwankt zwischen 4,5 und 5,5 A bei 12 V. Und das wird alles gebraucht.



    Zitat von cephalotus

    Wäre spannend zu wissen wie die beiden Module mit 210W montiert sind um mal den Ertrag in einem Wintermonat abschätzen zu können... So 10Ah pro Tag müsste dann ja durchschnittlich pro Tag in die Akkus gelangen (Selbstentladung bereits abgezogen)



    Die beiden Module sitzen auf dem Dach des Gartenhauses und zeigen mit einem Winkel von 40° genau Richtung Süden. Leider steht im Nachbargrundstück so ab 220 Grad Azimut ein schöner großer Nußbaum :-). Einen optimaleren Platz gibt es leider nicht. Der LR lädt im Maximum so mit 8,5 A an einem sonnigen Tag jetzt im September.



    Ich sprach von 5-10 Nächten im Monat. Beispiel:
    In einem Zeitraum der ersten 14 Tagen eines Monats werden z.B. 9 Nächten benötigt. Diese Häufigkeit wird im Winter selten sein, aber vorkommen.
    Das macht eine Entnahme von 9*50 Ah = 450 Ah. In diesem Zeitraum stehen 12 Tage zum laden zur Verfügung. Im günstigsten Fall geben das 12*10Ah = 120 Ah. Ich glaube da komm ich mit den 2 Panels nicht hinterher und eine vierte Batterie dazuhängen löst das - glaube ich - auch nicht ganz. Zumal dachte ich, dass man das wegen des unterschiedlichen Alterungszutandes nicht machen kann.


    Also eine Lösung, um den Li-Io-Akku ins Spiel zu bringen könnte mir gefallen. Wenn jemand einen Tipp hat?


    Grüße


    Mark

  • Du hast meinen Beitrag gelesen?

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Mahlzeit,


    du hast mit 210 Wp kontinuierlich 70 Watt bereitgestellt und dabei noch die Batterien geladen?


    Wie wäre es denn mit einem Batteriewächter? Den integrierst du in dein System und stellst ihn auf deine gewünschte Abschaltspannung.


    Einfach zwischen deinen Lithium Akku und der Last klemmen per fast on stecker. Für den Akku Polklemmen/zangen zum schnell anschließen und trennen, oder ein Stecksystem. Wäre doch als Lösung vollkommen ausreichend?



    MfG

  • Sorry, sehe gerade, dass während meinem Geschreibe neue Anworten gekommen sind.


    Muß mich gerade mal auf den neusten Stand bringen :D