Verkauf Wechselrichter Umsatzsteuer

  • Ich will meinen Wechselrichter verkaufen. Muss ich dabei Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Beim Kauf hatte ich die Vorsteuer vom Finanzamt zurück bekommen. Ist dann überhaupt noch ein Privatverkauf möglich oder muss ich als Unternehmer verkaufen?

  • Du solltest gewerblich verkaufen.
    Beim Verkauf ist die Umsatzsteuer in der Rechnung auszuweisen und ans Finanzamt abzuführen.
    Die Einnahmen aus dem Verkauf sind bei der Steuererklärung für 2016 unter "Einnahmen" zu verbuchen, die abgeführte Umsatzsteuer unter Ausgaben .


    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Die Tücke könnte idann aber im Detail lauern... Verkaufst Du an Privat, bist Du mit der Gewährleistung dabei. Daher möglichst an Gewerbetreibende verkaufen und den Verkauf davon abhängig machen. "Verkauf nur an... " Ggf. an Privat, dann nichts von Rechnung Quittung etc erwähnen, trotzdem eine Rechnung schreiben/drucken und Ust. ausweisen und abführen.


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  • Janne,
    Tipps, wie man Privatleute bescheißt, sind im Forum unangebracht und hier eigentlich nicht gern gesehen.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Naja, ich weiß ja nicht wie das bei Dir aussieht, aber als nicht Solateur oder Elektroniker den einen gebrauchten WR verkaufen und dafür Gewährleistung übernehmen für ein Jahr? Würde ja bedeuten, daß ich prüfen können müsste, ob der nach 1/2 Jahr wg Überspannung nicht mehr geht oder der Fehler bei Verkauf schon vorlag. Würde ich auch nicht erwarten, wenn ich mir ein, hm sagen wir mal gebrauchten Lötkolben vom Elektroniker kaufe. Den Kauf ich mir doch nur zu solch einem Kurs, daß ich mit dem Defekt nach 2-8 Monaten Leben kann.
    Das empfinde ich nicht als Beschiss, wenn der Käufer eh denkt er kauft von Privat unter Ausschluss von...und ich nur meiner Pflicht, Ust. abzuführen nachkomme.
    Anders sähe ich das, wenn jmd regelmäßig WR aufkauft, repariert und wieder verkauft.


    Z.B. letztlich eine kleine Lötstation für 36€ bei eBay geschossen. Da erwarte ich nur, daß die nach Kauf funktioniert. Wenn ich Glück hab, geht es länger gut. Wenn nicht dann nicht.
    Variante nur an Gewerbetreibende zu verkaufen ist dann halt die sauberste.


    Jan


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  • Spricht irgend etwas dagegen, den WR als Privatentnahme zu verbuchen? Danach müsste einem Privatverkauf doch auch rechtlich korrekt sein, oder sehen die Experten das anders?

  • Ich glaub das FA sieht das anders......

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Dem FA wird das egal sein, wenn man die Privatentnahme korrekt bewertet und entsprechend Steuern zahlt.
    Auch wenn das auf e*** & Co gefühlt jeder zweite Privatanbieter so macht um die Gewährleistung auszuschließen, dürfte man da vor Gericht im Ernstfall nciht damit durchkommen. Gerade bei (einigermaßen aktuellen) WR weiß doch eigentlich jeder, daß die so gut wie jeder betrieblich nutzt, das bringt das EEG halt so mit sich. Bei Modulen wird es schon schwieriger, aber auch da sieht man ja vielleicht bei Abholung, daß da nagelneue Module am Dach sind und die mit Hagelschaden etc. von privat verkauften da auffallend dazu passen...