2. Anlage, komische VNB Abrechnung

  • Hallo,
    ich habe seit April 2014 eine Anlage mit 4,68KWp auf SSW Satteldach und seit April 2016 eine Anlage mit 1,89KWp auf NNO Dachgaube.


    Jetzt hat die Westnetz dazu eine Abrechnung per 29.04.2016 (Tag der IBN der 2. Anlage) geschickt.


    Der Einspeiseleistung bis Ende April 2016 hat sie alle Abschläge bis September 2016 gegenüber gestellt.
    Daraus ergibt sich unterm Strich natürlich eine hohe Forderung der Westnetz.


    Diese wurde handschriftlich auf der Abrechnung aber nicht als Rückzahlung gefordert.
    "Bitte überweisen Sie den offenen Betrag..." wurde mit Kugelschreiber gestrichen und da steht sinngemäß "Differenz wird mit Abschlag Oktober 2016 verrechnet".


    Ab Mai wurde dann der Abschlag um sensationelle 5,- pro Monat erhöht.
    Die Tatsache, dass PV Anlagen über 80% der Erträge von März/April bis September/Oktober machen scheint bei der Westnetz noch nicht bekannt zu sein. Egal, ich gehe also von einer netten Nachzahlung für 2016 aus, weil 12 Monate 5,- bei 13 Cent pro KWh ... das wären lausige 462KWh aufs ganze Jahr, die die Westnetz meiner NNO Anlage zutraut ... die habe ich alleine Mai und Juni schon drin gehabt.


    Ich hätte mit einem Abschlag um 65,- gerechnet ... das wird sich mit der Jahresabrechnung aber gerade ziehen.
    Deswegen bei der Westnetz anrufen lohnt den Aufwand nicht ... das Jahr ist eh bald rum.


    Ist der Rechenweg, der Einspeisung bis Ende April alle Abschläge bis September gegenüber zu stellen überhaupt korrekt?


    Meine Frage ist aber, ist so eine handschriftlich korrigierte Abrechnung überhaupt korrekt und gültig?
    Ist so eine luschige Art und Weise bei der Westnetz üblich?
    Die sind sonst bei allem 120% korrekt und da schicken die mir so einen Schmierlappen.


    Wie ich das dann in PV-Steuer für 2016 abbilde ist mir auch noch nicht klar ... eigentlich sind die Rückforderung der Westnetz und die angepassten Abschläge ja egal. Mein Umsatz ist das, was am Ende auf meinem Konto angekommen ist, also die 9 Abschläge bis September, dann die Rückzahlung, die aber verrechnet wurde und die 8 Abschläge Mai bis Dezember ... plus der Betrag, den ich aus der Jahresabrechnung 2015 im Februar 2016 erhalten habe.
    Mir scheint es, als würde die Westnetz das absichtlich so undurchsichtig gestalten, damit man es nur schwer nachvollziehen und prüfen kann. :twisted:

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    Einmal editiert, zuletzt von seppelpeter ()

  • Ich würde an Deiner Stelle die Westnetz anschreiben und die Abschläge gemäß der erwarteten Ertragsdaten pro Monat festsetzen.


    Schließlich kannst Du noch Deinem Kunden Westnetz vorschlagen und vereinbaren (in der 2. Phase auch vorschreiben), dass Du die Rechnungen selbst schreibst, damit die monatlichlichen Zahlungen gerechter werden.

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  • Hi,
    in PV-Steuer würde ich einfach die Einnahmen und Ausgaben entsprechend der Zahlungseingänge bzw. Abgänge erfassen.
    Das Tool errechnet Dir dann schon den Betrag. Dann erfasst du eben "doppelt" die Zahlungseingänge.
    Mache ich auch. Habe einen Abschlag für die große Anlage und einen für die Kleine.
    Für die Jahresabrechnung hast du ein extra Feld, kennst du ja.


    Mit dem April wollten die wahrscheinlich einen sauberen Schnitt haben, um später weniger Dreisatz rechnen zu müssen ;-)


    Ob das Handschriftliche gültig ist, ich weiß es nicht...würde aber meinen, das kann jeder drauf schmieren. Das sollte schon vernünftig in der EDV stehen und dokumentiert sein....


    Gruß Red5FS

    Gruß Red5FS
    ---
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    GroßMeisterLusche L:82 D:5 T:3
    Meine Anlage
    SV@fb

  • Zitat von seppelpeter

    Diese wurde handschriftlich auf der Abrechnung aber nicht als Rückzahlung gefordert.
    "Bitte überweisen Sie den offenen Betrag..." wurde mit Kugelschreiber gestrichen und da steht sinngemäß "Differenz wird mit Abschlag Oktober 2016 verrechnet".


    Da würde ich noch ein Hangman-Spiel drauf kritzeln, denen zurückschicken und fragen, ob die nichts sinnvolles zu tun haben ...


    Ok, mal im Ernst:

    Zitat von seppelpeter

    Deswegen bei der Westnetz anrufen lohnt den Aufwand nicht


    Na ja, Du möchtest doch etwas in Erfahrung bringen und da sollte man schon ein wenig Eigeninitiative entwickeln. Bevor die Dir das Leben schwer machen, weil Du ggf. etwas nicht richtig verstanden hast, greif´ zum Hörer und frag´nach.

    7,71 kWp mit 38 x Hyundai HiS-M203SF an SB5000-TL (2x14) & SB2100-TL (1x10), DN:49°, -30° SSO, Inbetriebnahme: 31.08.2010,
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  • nach meiner Erfahrung kann man solche seltsamen Abrechnungen entweder ignorieren und hoffen, daß sich das mit zukünftigen Abrechnungen des Kunden schon irgendwie ausgleicht, das ist der einfache Weg. Und wird wahrscheinlich im vorliegenden Fall auch Aussicht auf Erfolg haben.
    Oder man möchte das nicht auf sich beruhen lassen, und will das es richtig gemacht wird, dann kann es sehr schwierig werden.
    Erstmal kann man versuchen dort anzurufen und das telefonisch richtig zu stellen. Das wird regelmäßig keinen Erfolg zeigen weil das System so angelegt ist, daß man nie die Chance hat mit jemandem der auch nur eine Spur Kompetenz hat zu sprechen.
    Dann bleibt nur noch selbst abzurechnen mit allen Folgen wie Mahnung, Mahnbescheid, Klage, Gericht usw.
    Kann jeder für sich entscheiden welchen Weg er gehen möchte.


    Grundsätzlich würde mich da interessieren, welche rechtliche Wirkung überhaupt so eine falsche Abrechnung des Netzbetreibers hat, z. B. in dem Fall daß der Einspeiser dem Netzbetreiber mitgeteilt hat daß er selbst abrechnen möchte, der Netzbetreiber das aber einfach ignoriert und stur weiter selbst (falsche) Abrechnungen erstellt.
    Ich kann ja auch nicht zum Bäcker gehen, eine Breze mitnehmen und sagen ich schreib selber die Rechnung und die Breze kostet 10 cent

  • Zitat von jodl

    Erstmal kann man versuchen dort anzurufen und das telefonisch richtig zu stellen. Das wird regelmäßig keinen Erfolg zeigen weil das System so angelegt ist, daß man nie die Chance hat mit jemandem der auch nur eine Spur Kompetenz hat zu sprechen.


    Dann gibt es ja noch die Möglichket per Email und da habe ich bei Westnetz sehr gute Erfahrungen gemacht. Zweimal abrechnungstechnisch was nicht verstanden und beide Male in kürzester Zeit eine aufklärende Antwort erhalten.

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  • Zitat von hgause


    Dann gibt es ja noch die Möglichket per Email und da habe ich bei Westnetz sehr gute Erfahrungen gemacht. Zweimal abrechnungstechnisch was nicht verstanden und beide Male in kürzester Zeit eine aufklärende Antwort erhalten.


    ist ja positiv wenn das bei diesem Netzbetreiber möglich ist.
    Bei meinem Netzbetreiber Bayernwerk AG läuft jede Kommunikationsmöglichkeit ausschließlich über ein Callcenter in Berlin und dort sind nur Mitarbeiter ohne jedliche Kompetenz beschäftigt. Jeder Anruf dort bei dem es um mehr geht als einen Zählerstand zu melden ist sinnlos.

  • Meldung, Zählerstandsmitteilung etc pp wirst du wohl fristgerecht gemacht haben, schreibst ja hier selbst immer mal was dazu.

    Zitat von seppelpeter


    ich habe seit April 2014 eine Anlage mit 4,68KWp auf SSW Satteldach und seit April 2016 eine Anlage mit 1,89KWp auf NNO Dachgaube.


    Jetzt hat die Westnetz dazu eine Abrechnung per 29.04.2016 (Tag der IBN der 2. Anlage) geschickt.


    Machst du Mischvergütung? Dann wäre schon mal klar, warum da eine Zwischenabrechung gemacht wurde, weil man ab da mit der neuen Vergütung rechnet. Warum erst jetzt, ist imo die einzige Frage, die sich stellt.
    Ich würde den handschriftlichen Hinweis so deuten, daß die selbst gemerkt haben, daß sie da geschlafen haben (edit: das wäre in der Tat positiv, normal geht sowas ungeprüft raus und wird auch erstmal druchgezogen, weil wie jodl schon schrieb, man niemanden erreicht, der da eingreifen könnte, wenn sich der Computer mal verschluckt hat)
    Man könnte erst mal versuchen eine aktuelle Zählerstandsmeldung zu machen, die sollte vieles klären und dann könnte das mit der Aufrechung auch zeitnah hinhauen. Oder selbst Rechung schreiben und aufrechnen, dann hast du eine Forderung nicht die.