Neu Anlage, nur was nehme ich da.

  • Hallo Zusammen
    Ich habe die Idee meinen Stromverbrauch neutraler zu gestalten, heisst meine etwa 8800kwh (Tendenz steigend) pro Jahr selber zu produzieren. Fürs heizen (ohne warm Wasser) brauche ich rund 2000l Öl pro Jahr. Die Ölheizung wird vermutlich in 2 Jahren gegen einen Wärmetauscher ersetzte. Das Haus hat etwa 260m2 und 1100 m3 kubatur
    Ich habe nach süd/südosten und nord/nordwest ausgerichtet ein Satteldach +/- 140Grad mit pro Seite 25m2 und ein Flachdach mit 36m2.
    Was würdet ihr mir vorschlagen? Was sind aus eurer Sicht mögliche Stolpersteine? Power Wall?
    Ach ja für die Hausautomation sollte die das Protokoll von SunSpec sprechen.
    Auf eure Antworten bin ich sehr gespannt.
    Danke & Gruss
    Tand
    PS: Rückvergütungen sind sekundär, in der Schweiz ist da nicht viel zu holen!

  • 8800KWh im Jahr ... Tendenz steigend ... wie schafft man das?
    Vielleicht mal da ansetzen, dann klappt es auch besser mit der PV.


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    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Moin Tand und willkommen im Forum. Falls du mit Wärmetauscher eine Wärmepumpe gemeint haben solltest, dann schieb die Idee von PV plus WP ganz schnell in den Mülleimer. Einfach mal hier nachrechnen lassen, wie viel solare Ernte man übers Jahr haben kann: http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php


    Ich habe zwar immer mal wieder meine Auseinandersetzungen mit seppelpeter, aber mit seiner Bemerkung, dass du vielleicht als erstes mal den Verbrauch reduzieren solltest, hat er absolut recht. Das meiste Geld kannst du einsparen, wenn du dich mit den einzelnen Verbräuchen beschäftigst und was alternativ möglich wäre mit weniger Verbrauch.


    Alle Energiespeicher, die ´industriell´ angeboten werden, sind so effektiv wie Geld verbrennen. Hiervon gibt es einige wenige Ausnahmen, doch um die wirklich erkennen zu können, brauchst du so viel Vorwissen, dass du es auch gleich selber machen könntest. Als ganz grobe Planungsgrundlage: Jede selbst erzeugte kWh aus der PV kostet dich 10 Cent. Eine kWh durch einen selber bestellten und aufgebauten Speicher zu schicken, kostet auch mindestens 10 Cent (eher 14-15). Also drück deine Idee mit Power-Wall mal am besten in die Tonne!

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Ciao jdhenning
    Danke für die schnelle Antwort. Ich habe das nun mal mit dem Link von Dir nach bestem Wissen und Gewissen rechnen lassen.
    Da kommen mit einer 10KW Anlage 10'500KW zusammen, somit seppelpeter es wird nicht reduziert sondern weiter verbraucht. Das mit der WP wäre als Unterstützung gedacht, wenn es dann die komplette Autonomie nicht gibt.


    Was sind heute die "richtigen Module", wo pro cm2/m2 optimal Saft liefern?
    Würdet ihr für Warmwasser dann nochmals Panels rauf schrauben für Solar oder über PV gehen?


    Grüsse


    Tand

  • Ich vermute mal du hast, schweiztypisch, Durchlauferitzer fürs Warmwasser. Die brauchen so lang das Wasser läuft sehr viel Strom, das ist so etwa das ungünstigte, was man für PV haben kann. Wenn er aus ist, speist du das meiste ein, wenn er an ist, bruacht er vermutlich (10kW sind da eher wenig, meist geht es bei 18kW los) mehr als die PV selbst unter optimalen Bedingungen liefert.


    Irgendwie will mir die Dachfläche nicht zur Wohnfläche passen, kannst du mal ein Bild einstellen.

  • Ja, irgend so was befürchte ich auch.
    Eine Sauna passt auch eher nicht zum PV Ertrag.
    Gleiches gilt für Elektrofussbodenheizung in Bädern usw.


    Aber da der TS ja voll auf mehr Verbrauch setzt, wünsche ich viel Freude damit. :lol:

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  • Auch passt mir bei der Ausrichtung der Anlage der Ertrag von 1050kWh/kWp nicht.
    Ich denke auf die 25m² Südost gehen etwa 4kWp realistisch drauf, auf das Flachdach/aufgeständert etwa 3kWp.
    Und dann würde ich eine Prognose nie über 1000kWh/kWp ansetzen, immer drunter.
    Wenn die Anlage doch mehr liefern sollte gut, wenn nicht ist man wenigstens nicht enttäuscht.

    6,55kWp CanadianSolar an SolarMax S-Serie
    21 Module Chaori mit div. Akkus

    9,8kWp versch. Hersteller an SolarEdge

  • Zitat von alterego

    Ich vermute mal du hast, schweiztypisch, Durchlauferitzer fürs Warmwasser. Die brauchen so lang das Wasser läuft sehr viel Strom, das ist so etwa das ungünstigte, was man für PV haben kann. Wenn er aus ist, speist du das meiste ein, wenn er an ist, bruacht er vermutlich (10kW sind da eher wenig, meist geht es bei 18kW los) mehr als die PV selbst unter optimalen Bedingungen liefert.


    Irgendwie will mir die Dachfläche nicht zur Wohnfläche passen, kannst du mal ein Bild einstellen.


    Mann kann isch ja auch mal vermessen....... :oops::oops:
    Aus meiner Sicht Sinnvoll zu bewirtschaften sind die zwei Flächen: 46m2 und 34m2
    Total habe ich rund 120m2


    Bezüglich Durchlauferhitzer, das gibt es in der Schweiz ganz selten!
    Die findest Du in alten Restaurants auf den Toiletten und auf Campingplätzen. Ansonsten haben wir alles Boiler.

  • Zitat von Tand

    Mann kann isch ja auch mal vermessen....... :oops::oops:
    Aus meiner Sicht Sinnvoll zu bewirtschaften sind die zwei Flächen: 46m2 und 34m2
    Total habe ich rund 120m2


    Auf die 34m² brauchst Du eher nichts legen ... da ist Schatten.
    Wie hoch ist das Satteldach über dem Dach des Flachdachs?


    Welche Dachneigung hat das Satteldach eigentlich?


    Zitat

    Bezüglich Durchlauferhitzer, das gibt es in der Schweiz ganz selten!
    Die findest Du in alten Restaurants auf den Toiletten und auf Campingplätzen. Ansonsten haben wir alles Boiler.


    Ob es nun DLH oder Boiler sind ist am Ende Pest oder Cholera.
    Boiler raus und BWWP rein wäre ein Ansatz.


    Wenn Du echte Hilfe erwartest listest Du vielleicht mal die Verbraucher auf, von denen Du denkst, dass es die größten sind bei Deinem Monsterverbrauch. Alles was heizt (Wasser oder Luft) oder kühlt würde ich als potentiellen Verursacher der 8800KWh ansehen.


    Das Haus ist ja auch nicht klein ... wie viele Köpfe leben auf den 260m²?


    Mein Rat wäre ... versuche den Verbrauch Richtung 6000KWh oder 5000KWh zu bekommen.
    Vermeide Spitzenlastgeräte und versuche diese wo es geht auszutauschen ... z.B. Boiler raus, BWWP rein.
    Festbeleuchtung sukzessive auf LED oder ESL umrüsten.

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    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
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  • lese das gerade und hab eine bemerkung zum flachdach:


    je nachdem wo und wie das liegt, bietet sich auch eine zeltaufstellung an (also man baut sozusagen ein ost-west satteldach indem man die module mit 16-20 grad gegeneinander stellt.).


    senkt zwar die effizienz leicht (3-5%) ABER bringt natuerlich in absoluten ertraegen mehr:


    beispiel:


    dach aufgestaendert: flaechenverlust durch reihenabstand 30-35%


    so zeltaufstellung 100% vom dach, aber 5% geringere effizienz auf dem ganzen dach


    also jetzt rechne man den zusaetzlichen gewinn: 30-35% mehr module, aber alles mit 5% weniger, also hat man 25-30% mehr absoluten ertrag - das lohnt sich !


    UND vorallem das dach ist fast geschlossen, und weil windresistenter, sogar oft ohne oder mit wenig balast, also statisch besser...


    mal drueber nachdenken - meist denkt man an maximale effizienz, aber ich wuerde heute auf zwei meiner daecher eine zeltaufstellung waehlen, dann haette ich ca. 100 kWp mehr bzw. effectiv 80-90 kWp, was sich echt lohnen wuerde...


    wenn ich das hochrechne koennte deutschland heute etliche MW mehr installiert haben, auch wenn es etwas weniger effizient waere aber die flaeche waere besser ausgenutzt etc. und statisch vielleicht sogar viel besser und im ende damit vielleicht sogar kosten oder effizienzneutral, wenn man dran denkt, dass man zentrale geschichten wie zaehler etc. dann pro modul auch guenstiger hat... insofern...