Restwert Einschätzung PV Anlage

  • Hallo :)


    Wie in einem anderen Thread bereits angekündigt kann ich eine 7,6kWp Anlage aus Mitte 2013 übernehmen (Luxor Monos, Kostal WR, Unterkonstruktion etc.). Jetzt stellt sich die Frage nach dem Restwert. Ich habe bereits zahlreiche Threads mit diesem Thema gefunden, würde aber gerne eine Meinung zu meinen Berechnungen für diesen speziellen Fall hören.


    Laut PVGIS ist mit rund 7000kWh Ertrag pro Jahr bei mir zu rechnen. Die Einspeisevergütung beträgt 14,8 Cent pro kWh.


    Laut der Formel von Herrn Rode ergibt sich folgendes:
    - restliche Laufzeit: 17 Jahre (abgerundet)
    - Gesamtlaufzeit: 20 Jahre (abgerundet)
    - jährliche Vergütung (bei Volleinspeisung): 7000kWh * 0,148€ = 1036€


    Restwert = (1036€ * 17 Jahre) / (1+(17 Jahre / 20 Jahre)) = 9520€


    Laut Excel Zeitwert Tool ergibt sich folendes:
    Bei meinen Daten ca.9000€


    Rein subjektiv hätte ich den Wert geringer angesetzt. Jetzt meine Frage: Ist die Berechnung so realistisch bei der Annahme, dass die Anlage bereits demontiert ist und "nur noch" aufgebaut werden muss? (Hinweis: Die aktuellen Einspeisedaten sind entsprechend der Neigung und Ausrichtung stabil und gut). Ich habe bewusst mit Volleinspeisung gerechnet. Würde sich der Restwert bei Annahme von - aus der Anlage bezogenem - Eigenverbrauch noch erhöhen?


    Und noch eine weitere Frage. Welche Dokumente / Unterschriften / Verträge brauche ich zur Übernahme der Einspeisevergütung? Gibt es einen fertigen Vordruck?


    Vielen Dank für eure Mühe und Einschätzungen.


    Schöne Grüße,
    Daniel

    Always, always, always the sun...

  • Hallo Stefan,


    ich werde natürlich versuchen die Anlage günstiger zu erstehen aber brauche mal einen Anhaltspunkt über den Restwert ;)


    Über die Restlaufzeit ergibt sich ein Vorteil von ca. 3000€ bei Volleinspeisung gegebenüber einer Anlage mit aktueller Vergütung (die dafür aber 20 Jahre Laufzeit hätte).


    Gruß, Daniel

    Always, always, always the sun...

  • Zitat von Photonen-Kraftwerk

    Jetzt stellt sich die Frage nach dem Restwert.


    meinst du jetzt den Preis den der Verkäufer für die Anlage haben möchte?
    mehr als 5000€ würde ich für die gebrauchte Anlage nicht ausgeben.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Hallo Daniel,


    Zitat von Photonen-Kraftwerk

    Würde sich der Restwert bei Annahme von - aus der Anlage bezogenem - Eigenverbrauch noch erhöhen?


    imho nicht, denn Eigenverbrauch ist nix, womit man fest rechnen kann.
    Das ist sozusagen lediglich das Sahnehäubchen obendrauf.


    Zitat von Photonen-Kraftwerk

    Welche Dokumente / Unterschriften / Verträge brauche ich zur Übernahme der Einspeisevergütung? Gibt es einen fertigen Vordruck?


    Fertige Vordrucke dazu hab` ich noch nie gesehen. Evtl. hat Dein zuständiger VNB einen dafür, da würd` ich mal nachfragen.
    Am besten dort auch nachfragen, welche Dokumente und Nachweise die sehen wollen in diesem Fall.
    Ideal ist`s oft, sowohl beim alten wie neuen Netzbetreiber die zuständigen Leute anzusprechen und denen anzubieten, sich direkt mit dem jeweiligen Kollegen in Verbindung zu setzen.


    Du musst denen normalerweise nur nachweisen, wann die Module erstmalig in Betrieb gegangen sind mittels Unterlagen des Vorbesitzers (Inbetriebnahmeerklärung, Registriernummer der BNA, alte Abrechnungen usw.) und dass sie jetzt in Deinem Besitz sind.
    Sehr gut geeignet sind dazu alle Unterlagen, die beim bisherigen Netzbetreiber hinterlegt sind, der Kaufvertrag und zusätzlich natürlich alle weiteren Unterlagen, die man auch bei Neuinstallation einer PV-Anlage so braucht.

  • Zitat von Photonen-Kraftwerk

    Jetzt meine Frage: Ist die Berechnung so realistisch bei der Annahme, dass die Anlage bereits demontiert ist und "nur noch" aufgebaut werden muss?


    Deine Berechnungen sind realistisch für den Fall, dass eine Kaufanlage auf dem Dach verbleibt und keine Dachpacht gezahlt werden müsste; keinesfalls, wenn du die Anlage bei dir wieder aufbauen lassen willst.Dafür würde ich dann 2-3 TSD abziehen.


    Aber du hast da einen interessanten Fall!
    Wenn ich es richtig sehe, hast du schon eine 10 kWp-Anlage aus 2014. Wenn du jetzt eine Anlage aus August 2013 dazubaust und zwischen diesen beiden Anlagen keine 12 Monate liegen sollten...............
    Wie schauts dann aus mit der Vergütung der 2014er Anlage? Wird die nachträglich geändert?
    Wie schauts mit der EEG-Umlage aus?

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Zitat von Bento

    Aber du hast da einen interessanten Fall!
    Wenn ich es richtig sehe, hast du schon eine 10 kWp-Anlage aus 2014. Wenn du jetzt eine Anlage aus August 2013 dazubaust und zwischen diesen beiden Anlagen keine 12 Monate liegen sollten...............
    Wie schauts dann aus mit der Vergütung der 2014er Anlage? Wird die nachträglich geändert?
    Wie schauts mit der EEG-Umlage aus?


    Wenn ich die alten Post des TS richtig ausgewertet habe, wurde die Anlage 2014 im Oktober errichtet und in Betrieb genommen. In 2013 gab es 14,80ct/kWh Vergütung für den Monat August. Somit sollte das mMn kein Problem darstellen.


    Die 2013ner Anlage sollte doch als Bestandanlage gelten....Vergütung und EEG haftet an den Modulen. Im Fall des TS mit Anlage aus 2014 und 2015 dürfte es mMn auch keine EEG-Umlage geben, sofern hier die 12 Monatsfrist eingehalten wurde.


    Aber dazu kann der TS ja sicherlich berichten.


    Gruß Red5FS

    Gruß Red5FS
    ---
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    Meine Anlage
    SV@fb

  • Moin,


    wenn die Anlage neu aufgebaut werden muß, brauchst ja zunächst mal 'ne Einspeisegenehmigung. Dann stellt sich die Frage, ist der WR groß genug? Denn wenn Du schon eine 10 kWp Anlage hast, werden die Leistungen addiert. Somit brauchst Du für die neue (alte) Anlage 10% Blindleistung. Da Kostal die Blindleistung nicht on Topp zur Verfügung stellt, hat Dein WR dann natürlich weniger Wirkleistung. Wie groß ist der WR? Welche Ausrichtung/Dachneigung wird die Anlage bei Dir haben.


    Für diese Komponenten würde ich max 6.000 € bezahlen, da Du ja jede Menge Zusatzkosten hast!


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Zitat von Red5FS

    Wenn ich die alten Post des TS richtig ausgewertet habe, wurde die Anlage 2014 im Oktober errichtet und in Betrieb genommen. In 2013 gab es 14,80ct/kWh Vergütung für den Monat August. Somit sollte das mMn kein Problem darstellen.


    Die 2013ner Anlage sollte doch als Bestandanlage gelten....Vergütung und EEG haftet an den Modulen. Im Fall des TS mit Anlage aus 2014 und 2015 dürfte es mMn auch keine EEG-Umlage geben, sofern hier die 12 Monatsfrist eingehalten wurde.


    Wenn die Jahresfrist dazwischen liegt gibt es kein Problem, weder bei Vergütung noch bei EEG-Umlage; das ist klar.


    Ich hatte die Fragen nur gestellt, für den Fall, dass es nicht so ist.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Zwischen der 2013,2014 und 2015 Anlage liegen jeweils mindestens 12 Monate. Von daher keine Probleme diesbezüglich.
    Wegen der Blindleistung: Der Kostal ist ein 8.3 und damit für die 7.6kWp Anlage sowieso überdimensioniert. Gelten die 10% dann auch für die Altanlagen? Also für jede Anlage einzeln? Ab welcher kWp Grenze gilt denn diese Regelung überhaupt? Da die 2015er Anlage allerdings eh eine recht steile Ost/West Anlage ist erwarte ich auch hier keine Probleme.
    Wegen der Dokumente habe ich meinen VNB angerufen. Es wird zur Übertragung lediglich die Registriernummer der Bnetz-A benötigt. Und natürlich die ganzen technischen Unterlagen wie bei Neuanlagen.


    Gruß, Daniel

    Always, always, always the sun...