Planung eines Balkonkraftwerk mit Süd-Ost Ausrichtung

  • Hallo Liebe PV Community,


    Ich bin neu hier
    und seit Wochen auf Informationssuche wie ich auf meinem Balkon am bessten eine PV Anlage unterbekomme.


    Kurze Eckdaten:
    Genossenschaftswohnung im Dachgeschoss A-2441
    Personen 2 + 1Kind ( 4 )
    Jahresverbrauch bei 2.500 kw/h (6,85 kw/h pro Tag )
    Der Haushalt ist auf Energieeinsparen getrimmt, alle beleuchtungen in LED, Kühlschrank A+++
    Der Grundverbrauch wenn keiner Zuhause ist, ist sehr gering, Kühlschrank läufte nicht oft an wenn er geschlossen bleibt.
    I-net Modem ( 6W ) und Saugroboter der i-wann den Akku lädt ( 36W Ladeleistung )
    Wenn alle Zuhause sind schätz ich den Grundverbrauch auf etwa 400W/h (Wohnzimmer + Ferseher usw. 170W/h ) Notebook wird gebraucht 40W/h. 2 Standrechner gelegentlich. aufgesteil Toster lauft ja nur 5 mins mit 1.200 Watt. Kaffeemaschine heizt nur 1 min auf ( Tassimo)


    Das Vorhaben:
    Das ich gegen einen Kondensatwäschetrockner mit 3kw nix machen kann auser mit bedacht verwenden ist mir klar. Machtlos auch gegen 3 Phasige Kochecke.
    Aber wie schaut es aus mit Waschmaschine und Geschirrspühler die haben 2.300 watt, Microwelle 800Watt Toster 1.200Watt, beide Computer zusammen etwa 900Watt kann man das vernünftig Kompensieren.
    Zudem ein Wärmepumpen Split Klimagerät 1000Watt Peak ( 500W nach 15 mins, 325Watt nach 25 mins )


    Nun wird es spannend:
    Zur verfügung steht ein Balkon im Obergeschoss (ca.3,5m x 1,6m ) mit was ich in Erfahrung gebracht habe nicht so gute Ausrichtung Süd-Ost
    Dieser hat die ersten Sonnenstrahlen die über den Häusern hervorkommen bist etwa 17Uhr Vollsonne. Und da ist jetzt mein Problem, mir fehlt die untergehende Sonne mein Dach wirft sich am Balkon Schatten.


    Wie nun:
    Von vertikalem Balkonkraftwerk, bis ich schmeiß einfach was aufs Dach der Genossenschaft wo ich von meinem Balkon mit Leiter mir durchaus Zugang verschaffen könnte. hmmm nicht so ne gute Idee glaub ich.
    Balkonkraftwerk da könnte ich im 60-70° Winkel auf 3 x 1,2 Meter am Geländer Pv anbringen Richtung Süd-Ost
    Richtung Nord-Ost etwa 1m x 1,2 und Süd-west 1m x 1,2
    Also glaub da komm ich nicht weit, das wär vl nochmal um ein wenig rauszuholen aber glaub nicht Primär


    Balkon PV Sonnenschutzüberdachung:
    aber wenn ich den Balkon überdache wären es 5,6m², an Grundfläche, überstand 4m x 2m Problemlos möglich ( 8m² ) das Geländer ist sehr robust und das Ständerwerk auf dem Balkon einbringen wär nicht das Problem. 10m² müssten auch unter zu bekommen sein.


    Speicher:
    Ich würde mir natürlich um Autark zu sein einen Speicher zulegen, dachte an Gel oder AGM bei 24V mit 2,4 kw/h nutzbar 50%
    hab noch eine Loggia die geschlossen ist da würde der Speicher aufgestellt werden mit Steuerung.


    Weiterer Plan:
    Gedacht habe ich jetzt so an 1,5 kwP mit Hybridwechselrichter 3000Va von Effekta die Ax serie Endung
    M oder P, eben mit Netzvorrangschaltung, auf der Loggia gibt es eine Steckdose die extra abgesichert ist im Schaltkasten und nie gebraucht wird, dort bezieh ich das Netz für den Hybridwechselrichter und würde zu dem e-kasten noch einen kreis ziehn für die Wechselrichtererzeugung. Im Schaltkasten sind (Waschmaschine + Wäschetrockner )und Geschirrspühler eigen abgesichert. E-herd genauso. Und so würde ich aus dem Wechselrichter 3 LS versorgen im Schaltkasten mit 3000Va Peak wo der rest drauf hängt. Kühlschrank Lichter Schukosteckdosen ganze Wohnung, recht genial stell ich mir das vor.


    Eure Erfahrung:
    soll ich das Projekt auf Eis legen oder hat es Chanchen.


    Ich mach mir sorgen wegen der PV und der Schattenentwickung spät Nachmittags, hab auch schon überlegt das Sonnendach nen Meter höher zu baun da wär länger Sonne, aber der Winkel seitlich is dann zum kotzen da wirft sich das Modul dann ja selbst schatten oder ? oder reicht das streulicht aus um den eigenbedarf zu decken etwa 400watt/h


    1) Wie reagiert ein 24V Modul wenn es cm für cm mit Schatten bedeckt wird, der Schatten läuft ab17:00 etwa von der Fersade weg.
    2) dann müsste ich 2 Strings draus machen oder, das hintere Areal was zuerst von Schatten bedeckt wird und das vordere.
    3) Wie reagiert ein MppT Regler wenn er Module unterschiedlicher ausrichtung oder Leistungsdurchsatz angeschlossen bekommt.
    4) wenn ich auf dem Geländer noch PV montiere Bräucht das wieder einen eigernen String oder.
    5) der Hybridwechselrichter kann etwa 2.400Watt, da bin ich mit Spühler und Waschmaschine gut dran, aber was passiert wenn zur Waschmaschine plötzlich 1.000 Watt dazukommen, ergänzt er das aus dem Netz oder schaltet er auf Überlast und es kommt dann alles aus dem Netz ?
    6) die Anlage vl. doch mit normalen MppT


    Ich steh da mit meinem latein total am Ende ob es funktioniert. Ich schätz die Anlage mit 1,5 kwp, Speicher und Steuerung mal so auf 800€ Bat. 850€ hybridwechselrichter und
    Heckert NeMo® 60 P 250 Watt 116€ pro m² / 154Wattp / m² ( 1.160€ 10m² )
    200€ Verbrauchsmat.


    Projektkosten von 3.010€ bei 1,5kwp
    dafür das es vl. dann doch nicht funktioniert
    #hab ich wo nen Denkfehler?
    Regler kann 25A Ladestrom was 600Watt Ladeleistung entspricht, reicht das aus mit den Zyklen das ich den Speicher wieder voll bekomme.
    Das man sich umstellen sollte und Wäsche dann wäscht wenn die Sonne knallt klar.
    Ich höre zu oft Ladestrom ist teuer.


    7) vl doch mit einzelnen MppT Reglern aufbaun stap by stap
    ein 15A Mppt Regler kostet 90€ sprich 500Watt ( 2 Module ) und schaun wie sich die Anlage verhaltet
    3000VA Wechselrichter 400-500 €


    Ich wäre euch über alles dankbar wenn ihr mir feetback geben könntet, kann sein das ich das sonnst vl ganz falsch angehe.
    da fehlt mir die Erfahrung mit der Materie etwas.


    Lg
    Manuel

  • Erst mal ein Hallo nach Österreich und Willkommen im Forum.
    Ohne auf die technischen Fragen einzugehen und das Recht bei euch im Detail zu kennen, was sagt denn die Genossenschaft zu deinen Plänen?
    Da bei euch der Strom fast geschenkt ist, rechnet sich ein Speicher wirtschaftlich noch weniger als in D, also zweimal nicht.

  • und abgesehen von der rechtlichen Situation ist es auch schwer vorstellbar daß ein Balkongeländer so ausgeführt ist daß es die geplante Überdachung trägt ( und das auch so nachgewiesen werden kann)
    von überkopfverglasung usw. garnicht zu reden, oder gibts dazu in Österreich keine Regelung?

  • das mit speicher überkopf usw. vergiss bitte alles....wirtschaftlich sowieso eine katastrophe hier in AT.


    Falls du wirklich ein bischen auf ökoenergie machen willst und es für dich ok ist wenn sich das ganze erst nach 10-12 jahren amortisiert bei überschaubarem aufwand dann empfehle ich dir ein kleinerzeugungsanlage(bis 600W) - die seit heuer in ö recht unbürokratisch errichtbar ist!


    siehe link:
    http://www.photovoltaikforum.c…terzeugungsa-t111835.html


    Ich würde 2 Stk. 60 zeller Standardmodule mit 280W an einen AEconversion 500 hängen und mit einer Herdanschlussdose(statt Schuko) einfach anschliessen.


    Wichtig ist eine fachgerechte Montage am Balkongeländer damit nichts passiert.


    Materialkosten sind hier um die 8-900€ (je nach Befestigungsmaterial-senkrecht oder 45-60°..)

  • Wie schon über mir erwähnt wird mir davon eher abgeraten, an dies halte ich mich auch.
    In einer Wohnung ist das alles einfach sehr schwer zu realisieren, deswegen is dieses Projekt gestorben.
    Aber ein anderes Projekt wird kommen, nur nicht in den ausmaßen.


    lg
    Mani

  • Es gibt momentan nur eine bekannte Möglichkeit mit einem Mikrowechselrichter eine kleine
    Speicheranlage zu bezahlbaren Kosten zu bauen und zu betreiben. Dazu braucht man:


    2 Standard PV Module mit jeweils 250-300Wp
    1 Letrika 260 Mikro Wechselrichter
    2 x 100A Batterien (50 % nutzbar) ergibt 1 kWh netto Speicher
    1 x Toyo 20A MPPT Laderegler mit programmierbarem Lastabgang


    Die beiden Module werden seriell verkabelt und laden über den MPPT Laderegler
    die (24V) 2 x 12 V Batterie.


    Der Letrika Wechselrichter wird an den Lastabgang des MPPT Ladereglers angeschlossen
    und per Software auf ca. 50% seiner Leistung z.B. 125 Watt begrenzt.


    Somit wird an sonnigen Tagen die Grundlast rund um die Uhr um 125 Watt gesenkt bis die Batterie
    auf ca. 50 % gefallen ist.


    Das System schaltet automatisch wieder ein, sobald der Lastabgang des Wechselrichters durch
    die höhere Batteriespannung freigegeben wird.


    Kosten ohne Montagematerial und Versand:
    2 Module ca. 350,--
    1x Letrika Inverter 180,--
    1 x Toyo MPPT 20A 119,--
    2 x 100A 12V Batterien 300,-- bis 500,-- je nach Zyklenzahl


    Also in Summe der Einzelteile ca: 950 - 1150 abhängig von der Batterie.