Anlage an fremdem Haus betreiben

  • Hallo erstmal !


    Ich habe einen Abschnitt meines Arbeitslebens hinter mir und möchte gerade einen Neuen im Bereich Photovoltaik beginnen.
    Daher habe ich diesbezüglich eine Firma gegründet und möchte nun bei meiner Freundin eine erste Testanlage installieren lassen. Ich arbeite mich gerade erst in den ganzen Bereich ein, entschuldigt daher bitte blöde Fragen.


    Es ist nämlich so, dass ich meiner Freundin die Anlage nicht schenken will und ich auch nicht weiß, ob wir in fünf oder zehn Jahren noch zusammen sind. Ich frage mich also, ob ich die Anlage auf ihrem Dach selbst betreiben und ihr den Strom dann entweder schenken, oder ihn mit ihr abrechnen kann.


    Sie ist selbst auch nicht Eigentümerin des Hauses. Die Eigentümerin hat uns aber zugesagt, dass wir das Dach unentgeltlich nutzen können. Das gibt sie uns auch schriftlich.


    Kann mir jemand sagen ob das in dem Fall mit a) dem von ihr selbst verbrauchten Strom und b) auch der Einspeisevergütung
    funktioniert? Oder erhält nur wer Eigentümer ist auch die Einspeisevergütung?


    Vielen Dank und beste Grüße!

  • Hallo erst mal,


    Also erst mal vorab, Respekt wie du an die Sache ran gehst :ironie:


    Wie ich aus dem Text lesen kann hast du auch vorher nicht in dem Bereich gearbeitet.
    Also hast du wahrscheinlich auch keine Kontakte zu Händlern.
    Die wichtigere Frage ist aber, bist du Elektromeister, oder hast du einen beschäftigt?
    Wie willst du die Anlagen sonst anschließen?


    Zur Grundfrage, ja da gibt es Möglichkeiten.
    Anlage als Volleinspeisung
    Anlage als Eigenverbrauch mit Zwischenzähler

    6,55kWp CanadianSolar an SolarMax S-Serie
    21 Module Chaori mit div. Akkus

    9,8kWp versch. Hersteller an SolarEdge

  • Auf fremdem Dach gehört da eine erstrangige Dienstbarkeit ins Grundbuch idealerweise samt nötigem Betretungsrecht um die Anlage zu warten oder reparieren.
    Strom einem/eienr Dritten zu überlassen, geht natürlich. In dem Fall fällt aber volle EEG-Umlage an (völlig egal ob du ihn verschenkst oder verkaufst) und bei den Steuern gehört es auch korrekt berücksichtigt. In dem Fall wäre es geschickter die ANlage zu vermieten und deine Freundin würde sie betreiben, da fällt nämlich höchstens (ab 2017) 40% der EEG-Umlage an.


    Weder das Haus/Grundstück noch die Anlage muß einem gehören um die Enspeisevergütung zu bekommen, beides kann auch gemietet sein. Die großen Freiflächenanlagen stehen zum großen Teil auf gepachteten Flächen, das ist gar ncihts besonderes.