PV 28 kWp ohne EEG, mit Speicher

  • Hallo Leute,


    ich sehe ja das es im Forum extrem viel Input zum Thema PV gibt. Aber bevor ich jetzt Tagelang damit verbringe alles durchzustöbern und Anlagen zu finden die meiner Vorstellung entsprechen, würde ich mich freuen wenn Ihr mir ein paar Basis Fragen beantworten könnt


    1.Bis 10 kWp PV Anlagen fallen ja nicht unters EEG. Wenn man ein großes Firmengebäude an dem das Haus grenzt,
    draf mann dann theoretisch 2x 10 kWp installieren? Oder noch anders, wenn zwei Firmen unter einem Dach sind, kann dann je einen Firma eine 10 kWp Anlage installieren auf dem gleichen Gebäude? Wenn nicht würde ich nur eine 10 kWp Anlage installieren wollen.


    Ich habe Möglichkeiten bis 30 kWp von der Fläche her zu installieren.Benötige ca. 40-50 kWh pro Tag. Im Jahr ca.20.000 kWh


    Ein Angebot habe ich vorliegen über 60.000 Eur brutto, wo eine Kalkulation über 30 Jahre hintersteckt.
    Ich möchte mich aber nicht so lange mit ein System binden, da sich die nächsten Jahre von den Modulpreisen sowie vor allem den Speichermöglichkeiten und Preisen viel tun wird.


    Technisch als Radio u. Fernsehtechniker werde ich die Anlage sicher selber umsetzten können, nur die passende, technisch bewehrte Hardware fehlt.


    2.Ich möchte kein Strom ins Netz einspeisen, aber bei bedraf immer den differenzstrom zum Verbrauch über das Netz beziehen. Solange bis ich komplett Autak mit Akkus sein kann.
    2a) Mit welcher Hardware verhindere ich das ich Strom zurück ins netz speise?


    3.Hier lesen ich über 100 verschiedene Module, was einem die Auswahl nicht gerade leit macht. Gibt es nicht eine Top5 liste von der Qualität und Preis her?


    4.Mir wurden von Solar- Frontier SF 170 Modul angeboten über die ich gute Berichte lesen. Diese sollen ein gutes Schwachlichtverhalten haben. Hat einer damit Erfahrung?


    Meine Basisfragen sind:
    5.Wie bekomme ich raus welche Solarmodule mit welchem Inverter harmoniert und auch qualitativ hochwertig sind?
    6.Sowie welche Wechselrichter ich nutzen kann?
    7.Für die Akkus benötige ich eine intelligende Lageregelung, so dass ich diese nicht jedes Jahr wegschmeissen kann, gibt es
    hier preisliche sinnollve komplettlösungen? 10 kWh speicher die ich angeboten bekommen haben liegen bei 15.000 Euro+
    8.Welchen Datenlogger könnt ihr empfehlen, den ich auch mit dem PC einsehen und auswerten kann?


    Über ein bisschen unterstützung wäre ich sehr dankbar.


    Gruß
    Poldie

  • Moin DerPoldie und willkommen im Forum. Das, was du haben willst, ist ein Hybrid-Wechselrichter. An die wird Netz, PV und Batterie angeklemmt und was nicht von PV oder Batterie abgedeckt werden kann, wird automatisch aus dem Netz bezogen.


    Was Batterien angeht, so gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du zahlst einen Haufen Geld oder du machst dich schlau. Eine Quelle wäre: http://wiki.polz.info/doku.php Die einzigen Batterien, bei denen sich der Einsatz finanziell rechnen kann, sind die guten alten Bleibatterien, wie sie etwa in Gabelstaplern eingesetzt werden: PzS oder OPzS. Inklusive Trog, Verbindern, Elektrolytumwälzung, Transport und MWSt kommen die auf rund 250 Euro pro kWh nutzbar und sollten, je nach Belastung, um die 10 Jahre halten.


    Die Größe der Batterie sollte so ausgelegt werden, dass man drei Tage überbrücken kann, denn je besser man statistische Schwankungen beim Ertrag ausgleichen kann, desto besser ist die Auslastung der Anlage. Wenn man mal Steuern und Umlagen unberücksichtigt lässt, dann liegt die optimale Größe bei Vollversorgung im Sommer plus 10%; dann kann man auch die Übergangszeiten recht brauchbar abdecken.


    Als ganz grobe Peilung kannst du davon ausgehen, dass es dich etwa 10 Cent kosten wird, eine kWh zu erzeugen und mindestens 10 Cent zusätzlich, um sie in einer Batterie zu speichern. Je nachdem, wie teuer die kWh aus dem Netz ist, kann eine Batterie sinnvoll sein oder auch nicht. Bei Komplettangeboten sind sie es nie!

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo jdhenning,


    das sind ja schonmal sehr gute Infos. Vielen Dank schonmal.
    Vielleicht kann einer noch auf die Anderen Fragen eingehen.


    Gruß
    Poldie

  • Warum keine netzeinspeisung?
    Wirtschaftlich ist das Vorhaben nicht. Oder brauchst du am Wochenende auch 50 kW ?
    Was immer alle gegen die 12 ct haben. Verstehe ich nicht



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  • Zu 1.: so wie ich es verstehe kannst pro Stromzähler eine oder auch mehr Anlagen auf den Anschlussinhaber anmelden. Also wenn 2 EVU Zähler vorhanden sind können beide Firmen eine Anlage bauen.



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  • Hallo,


    ich habe einfach kein bock auf EEG, für eigen genutzten und grün produzierten Strom zahle ich keine 6 Cent und habe die Investitionskosten auch noch komplett.
    Hinzu den ganzen Papier-Verwaltungsscheiss und Zusatzhardware. Da stehen 12 Cent in keinem Verhältnis mehr.


    Und ich lade mir dann lieber am Wochenende mit 50 kWh Akkus auf um den Strom Werktags zu verbrauchen.


    Gruß
    Poldie

  • Also 6 ct EEG sind es nicht. Nur 40% davon. Aber ist ja dein Geld.
    Welche zusätzliche Hardware meinst du? Wird mit dem von dir geplanten system wohl wesentlich mehr.
    Papierkram? Also bei mir waren das 2 Formulare. Rest macht das EVU. Ust ist beim Unternehmen sowieso kein Thema. Also welcher Papierkram?



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  • Ich produziere mit meinen 2 Anlagen zusammen 53 kW ca 1/2 meines Strombedarfs. Da wir von 7 bis 17 Uhr arbeiten haben wir ohne Akku einen Direktverbrauch von 66% der produzierten Energie.
    Mit Akku wäre ich wohl bei 75% was aber alles andere als wirtschaftlich wäre



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  • Hallo Poldie,
    ich weiß ja nicht, wer Dich berät, aber da solltest Du nochmal von vorne her denken.

    Zitat von DerPoldie

    Bis 10 kWp PV Anlagen fallen ja nicht unters EEG.


    Auch Anlagen ungter 10 kWp fallen unter das EEG. Bis 10 kWp muss man keine EEG Umlage auf Eigenverbrauch zahlen. Anlagen auf einem Flurstück werden für EEG Vergütungsfragen zusammengefasst, wenn sie nicht mit mehr als 12 Monaten Abstand gebaut werden.


    Zitat von DerPoldie

    Ich habe Möglichkeiten bis 30 kWp von der Fläche her zu installieren.Benötige ca. 40-50 kWh pro Tag. Im Jahr ca.20.000 kWh


    Im Sommer bekommst Du mit 30 kWp rund 150 bis 180 kWh am Tag. Zwei gute Tage und der Speicher kann das sicher nicht mehr aufnehmen. Warum genau würde man den Überschuss jetzt nicht für 12 c/kWh einspeisen wollen?


    Zitat von DerPoldie

    Ein Angebot habe ich vorliegen über 60.000 Eur brutto, wo eine Kalkulation über 30 Jahre hintersteckt.
    Ich möchte mich aber nicht so lange mit ein System binden, da sich die nächsten Jahre von den Modulpreisen sowie vor allem den Speichermöglichkeiten und Preisen viel tun wird.


    Wenn da nicht schon viel Speicher mit drin ist, würd ich das Angebot mal gleich wegschmeissen. 30 kWp sollten je nach Umständen für 1200 bis 1300 Euro/kWp (netto) machbar sein.
    Und wenn Du in 2016 eine PV Anlage installierst, wie willst Du Dich da nicht an ein System binden? Willst Du nach 10 Jahren wieder demontieren, um billigere Module draufzuschrauben?


    Zitat von DerPoldie

    Ich möchte kein Strom ins Netz einspeisen, aber bei bedraf immer den differenzstrom zum Verbrauch über das Netz beziehen.


    Technisch gar kein Problem. Aber warum nur? Du schmeisst im Sommer enorme Mengen Solarerträge weg (siehe oben). Ökologischer und aller Wahrscheinlichkeit nach auch ökonomischer Unsinn.


    Vielleicht möchtest Du nochmal ein bisschen mehr über Deine Motivation und Randbedingungen schreiben. Im Moment geht das noch ein bisschen an mir vorbei.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • @ DerPoldie


    deinen Denkansatz verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht ganz. Ich habe auf meiner Firma auch knapp 30 KW installiert, allerdings max 20 % Eigenverbrauch. Bei einem KWp Preis von 1150 Euro ist das Ding nach 10-11 Jahren bezahlt. Zusätzlich habe ich noch die Ersparnis durch selbst genutzten Strom.Wenn ich das dagegen rechne bin ich nach 8 Jahren schon im Plus. Ich plane aktuell schon eine Erweiterung auf 40 KWp.
    Der Aufwand für die Anmeldung der Anlage bei Netzbetreiber hält sich doch sehr in Grenzen.


    Sofern deine Firma hauptsächlich tagsüber den Strom verbraucht macht auch ein Batteriespeicher in meinen Augen wenig Sinn, da viel zu teuer.


    Mir sind deine Bedenken hinsichtlich EEG leider nicht ganz klar.