Neubau: PV-Anlage -> Brauchwassererwärmung?

  • Hallo zusammen,


    wir planen aktuell unsere PV-Anlage für unseren Neubau. Es sollen ca. 7kWp aufs Dach. Da wir eine Pelletsheizung haben wollen wir diese im Sommer komplett ausschalten und das Brauchwasser mittels PV-Strom erwärmen. Aktuell ist nur ein Warmwasserspeicher mit 300l geplant, kein Pufferspeicher.
    Was meinen die Profis wie sollten wir die Kombi planen? Wäre ein Hygienespeicher sinnvoll bzw. kann ich diesen ebenfalls mit PV im Sommer betreiben?

  • unkomplizierte Standardlösung: statt des 300 Liter Speichers eine Brauchwasser Wärmepumpe mit 300 Liter Speicher Inhalt und zweitem Wärmetauscher. An den 2. WT wird der Pelletskessel angeschlossen.
    Im Sommer wenn keine Gebäudeheizung gebraucht wird, läuft die Wärmepumpe mit PV Strom. Im Winter wenn es wenig PV Erträge gibt läuft eh der Pelletskessel und macht dann halt auch noch das Wasser warm.
    Die Wärmepumpe kostet größenordnungsmäßig ca zwischen 1500 und 3000 Euro

  • Moin,


    auf jeden Fall mit einer BWWP. Hängt eben davon ab, wieviel Personen im Haushalt und wie die Ansprüche bzgl. WW sind.
    Günstigste Lösung ist definitiv eine NUOS WP zwischen 80 bis 120 l. Habe eine NUOS 100. Heizung ist bei mir von ca. Mai bis Ende September definitv aus.
    Aber auch eine teurere BWWP lohnt.


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 100V

  • Zitat von michisa86888

    Da wir eine Pelletsheizung haben ...
    ... kein Pufferspeicher.


    *offtopic*
    Für eine Pelletsheizung nicht gut! Sie sollte wenige Starts/Stopps haben und daher würde ich sie nur mit einem Puffespeicher betreiben.


    Zum Thema:
    Rechne mal aus, was die kWh Warmwasser Dir aus der Pelletsanlage kostet und was aus einer PV-Anlage.
    Wenn dann würde ich mit der PV-Anlage Deinen Eigentstrom machen und den Überschuss ins Netz oder in einen Stromspeicher speisen.
    PV-Strom 1:1 in Wärme zu wandeln ist einfach zu teuer!
    Und extra für die WW-Erzeugung im Sommer eine Wärmepumpe kaufen, würde ich mir finanziell auch nochmal überlegen.


    Gruß Elektron

  • Ich würde an deiner Stelle auch eine Brauchwasser WP mit ca 300 l nehmen. Zweiter WT klar - die WP noch smart grid ready - dann frisst die auch gleich den Solarstrom.

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Zitat von Elektron

    *offtopic*
    Für eine Pelletsheizung nicht gut! Sie sollte wenige Starts/Stopps haben und daher würde ich sie nur mit einem Puffespeicher betreiben.


    Dem kann ich mich nur anschließen, auch wenn die Verkäufer was anderes erzählen.
    ebenfalls OT: lohnt eine Pelletheizung in einem Neubau überhaupt? Bei dem niedrigen Heizwärmebedarf ist das doch mit Kanonen auf Spatzen geschossen, wenn man nicht über ca. 250m² baut. Kaminkehrer, Asche rausbringen (ok bei Pellets sidn das Peanuts), Pellets rechtzeitig ordern, ...
    Ich habe ja selbst eine Holzheizung und finde sie super, noch dazu weil ich das Holz selbst habe. Aber in einem Altbau, der hohe Vorlauftemperaturen sehen will und weit weg von der aktuellen Mindestanforderung an Neubauten ist.
    Wenn ich neu bauen würde, dann isolieren was sinnvoll geht (KfW40) und einen Grabenkollektor in den Garten mit Wasser-Wasser-WP oder falls der nur Handtuchgröße hat halt eine Luft-Wasser-WP. Damit nutzt man die PV automatisch so gut wie möglich für Heizung und Warmwasser, wenn man die Zeiten nicht völlig idiotisch programmiert.

  • Da würde ich alterego voll zustimmen ohne den Wärmebedarf des Hauses zu kennen kann man keine Pellets Heizung empfehlen.


    LWWP wäre auch mein Rat.
    Gut gedämmt geht es nicht günstiger und vor allem die Technik ist simpelst.


    Wenn man alleine überlegt, was der Pellets Ofen für Fixkosten hat und was da alles kaputt gehen kann.


    So billig kann das Heizmaterial gar nicht sein.


    Gesendet mit Tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hallo zusammen,
    ich sag jedem das was er will !
    Am wirtschaftlichsteh ist ein ganz normales Gas Brennwert gerät ! Kosten nicht viel braucht kein extra Raum für Brennstoff usw.
    da kann leider kein anderes System preislich gesehen mithalten ! Ist leider so .
    aber wenn er einen pelle kessel haben will oder vielleicht auch haben muss wegen der enev . So soll er sich das Teil einbauen lassen ! Sicherlich wäre solarthermie und ein hygjenespeicher 950 l zu installieren sinnvoller und dazu dann noch ne WP wäre top !
    oder mit puffer und frischwasserstation. Aber dazu müsste man den heizenergie bedarf des Gebäudes kennen .

    Gruß Brandmeister

  • Zitat von brandmeister09

    Sicherlich wäre solarthermie und ein hygjenespeicher 950 l zu installieren sinnvoller und dazu dann noch ne WP wäre top !


    kannst du das vielleicht begründen warum das "sicherlich" sinnvoller sein sollte?
    welchen Vorteil hat der TS von 950 Liter kochendem Wasser im Sommer?
    Außerdem sind die Kommentare zu Sinn oder Unsinn der Pelletsheizung hier Themaverfehlung. Die Frage des TS war nach der Warmwasserbereitung im Sommer .

  • Hey


    Hatte bis vor Monaten das gleiche Problem aber anders rum :).


    Siehe meine Signatur was ich eingebaut habe.


    Kurz zur Pelletheizung.
    Gas oder Pellet. Je größer die Heizung wird um so mehr lohnt sich Pellet. Aber unter 18kw würde ich ebenfalls Gas nehmen wegen den Anschaffungskosten. Man ist zwar dann wieder abhängig von den Fossilen und dem Preis Spiel.
    Soweit ich weiß kriegst du auch keine Förderung sofern die Pellet ohne Puffer ist. Du brauchst sowas. Die Pellet ist träge im Vergleich zu anderen Heizungen.
    Außerdem sollte eine Pelletheizung eher unter als überdimensioniert sein. Der Wirkungsgrad wird nur im Volllast Bereich erreicht. Auch wenn die stark modulieren, es ist eher schlecht.
    Ich habe bei mir getestet. Von "Aus" über Zünden bis WW an der BWWP ankommt dauert es 1 Stunde. Und dann geht die Pellet auch wieder auf Abschaltbetrieb. Da der Brennstoff noch lange nach brennt. Und im Sommer brauchst du nur WW. Ebenfalls sind häufiges Zünden und abbrennen schlecht.


    Warum ich kein WP habe. Anschaffungskosten waren ungefähr gleich. Haus ist aber 1982 und daher nicht optimal gedämmt. Die WP hätte wohl auch bei ausreichend dimmensionierung elektrisch zugeheizt. Im Winter fahre ich mit der Pelletheizung einfach am günstigsten. Die BWWP hat ein externen Wärme Erzeuger für die Pelletheizung, damit die im Winter das packt. Aber ich glaube das hat sich erledigt. Die Abgastemperatur ist 80-90 Grad. Habe keine Brennwerttechnik, da kosten/nutzungsverhältnis nicht passte. Der Raum wird trotz Isolierung 22-23 Grad warm. Und das reicht für die BWWP. Aber das muss ich noch genauer testen.


    Gruß

    19,8kWp - LG Mono 275 - STP20000TL-30 - Süd-West 40° - DN 30°
    5,7kWp - LG Mono 285 - STP5000TL-20 - Süd-Ost -30° - DN 11°
    Stiebel Eltron WWK300 electronic SOL
    Plugwise