Neuanlage für Eigenverbrauch

  • Ein herzlichen Grüß Gott in die Runde!


    Ich würde mir gerne auf unser Hausdach eine Solaranlage bauen (lassen). Der vorwiegende Nutzen soll für den Eigenverbrauch sein. Die Einspeisung steht also definitiv nicht im Vordergrund.
    Da ich nun ein paar Firmen schon vor Ort hatte, jeder mir aber (leider) meist "so groß wie möglich" verkaufen wollte, teilweise auch noch mit Speicher, wende ich mich nun einfach mal an das unabhängige Fachpuplikum, um endlich mal Antworten ohne Verkaufshintergrund zu bekommen...


    Also zu den Vorraussetzungen:


    DHH
    Ausrichtung: SSW (207 Grad)
    Dachneigung: 27 Grad
    Platz auf dem Dach wäre (je nach Plattengröße natürlich) für ca. 10 Platten, Hängt noch Solarthermie drauf...
    Zudem hätte ich noch eine Terassenüberdachung, die ich ggf. auch noch dazunehmen könnte, in der Verlängerung der Südseite, also auch die 207 Grad...allerdings mit nur 10 Grad Neigung.
    4-Personen-Haushalt
    Stromverbrauch die letzten Jahre lag bei ca. 3800 kw,
    davon sind ca. 3000 kwh Tagstrom und der Rest Nachtstrom.
    Speicher schließe ich aufgrund der Kosten aktuell zumindest noch aus.


    Jetzt eben die Frage, was macht Sinn, wenn der Fokus auf Eigenverbrauch liegt.


    Herzlichen Dank!


    Goiskopf

  • Hallo Goiskopf,


    die Firmen, die Du bisher gefragt hast haben gar nicht so Unrecht, wenn sie Dir die Anlage "so groß wie möglich" empfehlen. Denn Du willst ja auch in der Übergangszeit und in der dunklen Jahreszeit möglichst viel Eigendeckung, oder? An einem sonnigen Sommertag speist Du das Zuviel ein, in der Übergangszeit verbrauchst Du alles selbst. Im Winter wird das eher ein Trauerspiel mit der Eigendeckung, egal wie groß die Anlage ist. Die simple Regel ist: je größer die Anlage, desto höher die Eigendeckung auch in der Überganszeit (Frühjahr / Herbst).


    Insofern ist die Empfehlung eines Speichers gar nicht so abwegig, wenn auch betriebswirtschaftlich (noch) nicht sinnvoll.


    Was aber auch mit hineinspielt, ist Dein persönliches Verbrauchsverhalten. Wenn Du den Strom, wenn er vom Dach kommt, auch verbrauchen kannst, dann ist alles gut. Wenn nicht, dann musst Du Dir was einfallen lassen.


    Ich persönlich komme mit ca. 7kWp und einem Powerdog auf bis zu 70% Eigendeckung (Sommer), im Jahresmittel sind es knappe 40%.
    Eine Steigerung auf ca. 60 bis vielleicht 70% mit einem Speicher kostet schlicht viel zu viel.

    ---------------------
    Beste Grüße


    linuxlinden


    6,9 kWp - Winaico WSP255P6 - STP7000TL20 - PowerDog M - am Netz seit 12.03.2013

  • Griaß Gott Goiskopf,


    klar, Schwauba verschenket nex. :D
    Je größer Deine PV-Fläche, umso mehr Überschuss im Sommer. Im Winter reicht's nie.
    Überschuss vom Sommer in den Winter retten ist teurer als mit Mooscht Auto wäscha.
    Verbraucher suchen, die tags bei Sonne alles verbrauchen! Z.B. Kühltruhe mit Kältespeicher für über nacht. Am besten direkt mit Gleichstrom, da ist der Wirkungsgrad am höchsten, wenn man es richtig macht. Danach die Anlage dimensionieren.


    Hier gibt's durchaus viele Auskünfte mit Verkaufshintergrund, aber nicht nur. :)


    Adee
    pvx

  • Zitat von Goiskopf


    Platz auf dem Dach wäre (je nach Plattengröße natürlich) für ca. 10 Platten,


    Die Platten nennen sich Module, aber 10 mit gleicher Ausrichtung und Neigung sind für heutige Wechselrichter schon eher wenig. Ohne Schatten und mit dem richtigen Wechselrichter kann man damit aber leben. Da das gut abgestimmt sein sollte, stelle die Angebote im Angebtsbereich http://www.photovoltaikforum.com/angebote-f41.html ein.
    Oder wie es gerade in einem anderen Thread jemand geschrieben hat - da sind sie ja länger am einrichten der Baustelle als am arbeiten ;)


    OT: weil hier jemand schwäbelt - heißt das nicht "kopp"?

  • Die 10 Module auf jeden Fall bauen. Das ist das absolute Minimum.


    Stell mal ein Google Luftbild ein, um weitere Flächen zu sehen und einzuschätzen.


    Nochmal 10 Module dazu wäre gut!


    Gesendet mit Tapatalk

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    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Grias Gott zusammen...und herzlichen Dank für die bisherigen Antworten.
    Also, ich denke 10 MODULE (bin ja lernfähig :D ) sind wohl das Maximum auf meiner Dachfläche, aber ein Google-Maps-Bild ist angehängt...Nachdem ich die restlichen Angebote vollends bekommen habe, werd ich mal eine Auswahl in den besagten Thread hochladen.
    Mit dem Speicher hat sich also meine Vermutung der "Unrentabilität" bestätigt...ist doch schon mal was... :danke:


    Teilweise wurden mir auch "Optimierer" von SolarEdge angeboten...sollen wohl den Wirkungsgrad der Anlage ziemlich verbessern...bringt das was, bzw. ist das bei meiner aktuell geplanten Anlagengröße sinnvoll oder zu vernachlässigen?


    Herzlichen Dank!
    Ciao Goiskopf


    Achja...und was ist ein "Kopp"? Bei uns heisst das
    Grend = Kopf
    Riasl = auch Kopf...gerne in der Verbindung z.B. mit dem bereits genannten Moschd...also Moschd-Riasl
    und maee Audo mid Moschd wäscha...ich geh mal davon aus, dies ist in meinen Breitengraden eine Straftat und wird dementsprechend Konsequenzen nach sich ziehen...

    Bilder

    • 667adcf418e3c2fdc6e.jpg
  • Zitat von Goiskopf

    Achja...mir gehört der östliche Teil der DHH, also da wo die Solarthermie drauf ist...


    Versuch es mal mit einem Bild, das nicht von der ISS aufgenommen wurde und das sich vergrößern lässt :D


    Oder noch besser eine Zchng mit Abmessungen einstellen.
    Dann können dir die Spezialisten hier gleich die Module einplanen.
    An welche Module hast du gedacht - 60 Zeller poly mit 260 Wp oder monos mit 280-300 Wp?
    Wenn du ein Datenblatt hast, kann man dir den passenden Inverter aussuchen.

  • Auf dem Minibild kann man leider nichts erkennen.
    Steht da unten rechts noch eine Garage auf dem Grundstück; die kann man evtl. mit nutzen.


    Ansonsten sieht das auch nicht unbedingt nach 207 Grad oder wie hier im Forum üblich nach 27 Grad SSW aus.
    Das könnte auch Richtung 45 Grad SW gehen; da könnte man dann bei DN27 fast auf die Idee kommen und noch 10 Stück auf NO legen.
    Das ganze an einen SMA SB5000TL-21 in 70-hart und fertig.


    Ein echtes Foto vom Dach mit Maßen dazu (also nicht nen Moass oder a Halbes, sondern Zentimeter und Meter :wink: ) wäre auch von Vorteil.


    Für SE oder Optimierer sehe ich keinen Grund.
    Das Dach hat keinen Schatten, da geht irgendwo eine Freileitung lang ... da könnte man sich nochmal den Abstand zum Dach von selbiger anschauen, aber auch das dürfte kein Grund für SE sein ... die Freileitung verläuft ja auch eher nördlich vom Dach.

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  • Also...Zeichnung mach ich heut Abend...als Handwerker "Ehrensache" gern in Millimeter...was ist ein "Moass oder a Halbes" in Millimeter? :D
    Unten rechts ist mein Gartenhäussle. Vermutlich nicht dafür zu gebrauchen, da zu niedrig...die Hecke davor ist drüber und wirft Schatten darauf...
    Die 27 Grad SSW habe ich aus meinem GPS heraus gelesen und wurden zumindest von 2 Anbietern mit Ihren Geräten bestätigt. Sollte also so in etwas passen...
    Freileitung jep! Geht drüber, sollte aber keinen Schatten auf die Module werfen.


    Soweit mal. Werd heute Abend mal die Zeichnung hochladen.


    Vielen Dank!


    Goiskopf