Basisplanung - Projekt AT

  • Hallo Leute, tolles Forum! :)
    Da es bei mir momentan finanziell gut passt, würde ich mir gerne eine Photovoltaik aufs Dach schnallen :-) Hoffentlich könnt ihr mich dabei unterstützen.


    Daten zu mir
    * Standort Österreich
    * Eigenverbrauch. 6500 kWh pro Jahr. (bei ~0.19 Cent / kWH inkl. allem)
    - Davon 2,7 kWh zwischen 00:00 und 07:00
    - Davon 9,4 kWh zwischen 07:00 und 18:30
    - Davon 8,3 kWh zwischen 18:30 und 24:00
    * Investment bis zu 20k €


    [Blockierte Grafik: https://s11.postimg.org/xl3wo39rn/haus.png]
    Das Haus gehört zwei Parteien, meines ist das Rechte. Die bereits montierten Zellen sind Solar für Warmwasser. Bild ist von Google Earth, oben ist Norden :)


    Nutzbar wäre;
    1: ~30* Neigung. Platz ~40m². Ziegeldach
    2: ~45* Neigung. Platz ~15m². Ziegeldach
    3: Flachdach (bzw. 5° Damit wasser abläuft). Wellblech Gartenlaube. ~30m².


    Hinweis: Nutzbare Flächen sind geschätzt.


    Was sind die Ziele für mich:
    Eigenverbrauchsdeckung
    Das ganze rentable zu machen. Die Anlage sollte sich zwischen 10 und 15 Jahren amortisieren.
    Spielen mit der Technik :)
    In den nächsten 3 Jahren wird ein Elektoauto in den Haushalt kommen. Laden allerdings immer nur Nachts (außer am Wochenende) - nur berücksichtigen, wenn es in der Planung bereits jetzt Sinn macht.


    Dimensionierung
    Hier beginnt dann die Fragerunde. Ich hab versucht das ganze mal im Excel zu planen. Anhand von Daten einer bestehenden Anlage aus dem Internet. Dabei ist rausgekommen:
    [Blockierte Grafik: https://s14.postimg.org/da9vqp2ld/calc.png]


    Gedacht hätte ich mir:
    3 kWP: Mindestgröße. Sollte ~82% Direktverbrauch erreichen. (kein Speicher)
    5 kWP: Etwas mehr. In Österreich wohl steuerlich eine Grenze. Nur noch 59% Direktverbrauch.
    10 kWP: Wird an Bugetlimit, Flächenlimit, Sinnvolle Bedarfsgrenze (wenn man zb. mal ein Auto schon miteinrechnet). Nur noch 33% Direktverbrauch.


    Ich tendiere eigentlich zur 3 kWP Ausführung.
    Bei der Entscheidung bin ich einfach überfragt, was die sinnvollste/rentabelste Variante ist.


    Grundsatzfrage
    Ist es derzeit überhaupt (finanziell) sinnvolle, eine Anlage zu bauen?


    Angebote
    Ich werde natürlich von örtlichen Unternehmen - wenn ich ein wenig Plan von der Materie hab - Angebote einholen. Auf was muss ich dabei besonders achten, um "nicht an den falschen" zu geraten? Welche Preise sind heutzutage aktuell?


    Pro kwPeak Zellen / Pro kwPeak Ausstattung (Wandler, etc.)?



    Dann hör ich an dieser Stelle mal auf. Bin voller Fragen und will nicht gleich alle Helfer überladen :D

  • Hol mal Angebote ein für 5 KWP ein, dann weißt was regional bei dir aktuell ist. Es bringt ja nix wenn man dir Preise vorkaut die du dann nicht lokal bekommst. Weiters macht es keinen Sinn hier eine Amortisationsrechnung zu machen auf einen Eigenvebrauch hin der "ohne" E Auto gerechnet ist, von dem du jetzt schon weißt das du es haben wirst, das ändert ja den gesamten Stromverbrauch... BTW ich würde nur Fläche 1 nehmen. Warum ist der Tagesverbrauch von 18:30-24:00 so hoch?
    Und was braucht in der Nacht von 0-7 2,7kwh?

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Hallo,


    Hast du bei den 19 Cent pro KWh auch die Netzgebühr und die Zählermiete eingerechnet?

    Ausrichtung:


    13,61 KWp @ DN:35°, -10° SSO auf Symo GEN24 und Symo Hybrid
    1,5 KWp @ DN:10°, -100° NO auf AE Conversion


    Fronius Energy Package 10,5 kWh :lol:



  • Hallo,
    die 19 Cent / kWh = Jahresrechnungsbetrag durch Jahresverbrauch. Also inkl. USt, Zählermiete, etc. etc.


    Zum e-Auto. Bitte jetzt nicht die Planung als sinnlos erachten, weil ich das erwähnt habe.


    Es wurde erwähnt, weil ich denke das es wichtige Information sein kann für euch.
    ABER:
    Das wird täglich zur Arbeitsfahrt benutzt werden. Damit steht es wärend der Sonnenzeit in der Firma.
    Damit kann es nur in der Nacht geladen werden, und das wird ohne Speicher/Wallbox erstmal nix. Und keine Ahnung, bis wann diese sinnvoll/rentabel sein werden. Das ist zumindest mein Gedankengang.


    Den Verbrauch von 00:00 bis 07:00 finde ich (angestoßen durch das Photovoltaikinteresse) auch viel. Bin gerade am Prüfen, welche Geräte das in der Nacht sind, und ob hier ein Gerätetausch ggf. sich selbst auch amortisiert. Da die Anlage ohne Speicher sein wird, ändert das aber sowieso nix an der Rechnung dafür. Glaube ich zumindest. Das ist dann eher ein simples Stromspar-Thema.


    Den Verbrauch von 18:30 bis 24:00 Uhr finde ich da logischer. Hier ist Betrieb im Haus. Abendessen kochen, Fernseher laufen, Licht ist an, ggf. Staubsaugen, Waschen. Selbes Programm natürlich auch tagsüber möglich. Eine optimierte Nutzung auf Sonnenlicht ist hier bestimmt noch möglich, um mehr Direktverbrauch zu erzielen.



    Zum lokalen Angebot, das lasse ich in den nächsten Tagen machen. Aber ich will die Firmen auch nicht unnötig mit Arbeit eindecken, bzw. möchte schon gerne selbst erstmal ein Bild davon haben, welche Größe ich der Anlage ich mir vorstelle.
    Daher würde mich interessieren, wieso du zu 5 kWp tendierst.


    Hoffe ich konnte eure Fragen beantworten :)

  • Zitat von trynn


    Den Verbrauch von 18:30 bis 24:00 Uhr finde ich da logischer. Hier ist Betrieb im Haus. Abendessen kochen, Fernseher laufen, Licht ist an, ggf. Staubsaugen, Waschen. Selbes Programm natürlich auch tagsüber möglich. Eine optimierte Nutzung auf Sonnenlicht ist hier bestimmt noch möglich, um mehr Direktverbrauch zu erzielen.


    najo was heißt Möglich.. Das ist aber eigentlich eine entweder Oder/Bedingung in den meisten Haushalten, die dann auch so kalkuliert werden muß und keine sowohl als auch Bedingung. In der Regel hat man Hohen Tagesvebrauch weil Frau und Kinder zuhause sind, oder man hat Abend verbrauch weil beide Berufstätig sind und das Hauptgeschehen am Abend stattffindet Was trifft dann auf dich zu weil das kann man dann Energietechnisch planen. Denn man legt logischerweise alles was geht auf den Tagesverbauch um sprich Wäsche waschen und Saugen und CO findet Tagsüber statt.. Bei einem haushalt wo alle den ganzen Tag Außerhaus sind und keine Abnehmen im Haushalt sind ist eine PV Anlage derzeit in AT bei unseren Bezugskosten nett aber finanziell vollkommen unrentabel.. deswegen wundert es mich schon wie du auf deine Aufteilung des Stromverbrauchs kommst.. Wurde das mal gemonitiert wie sich das zusammen setzten.. Sowas macht man in der Regel so. http://www.polz.info/index3.php .
    Nachdem du sagst Basisplanung bildet sowas eigentlich die Grundlage

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • hey,
    ich komme auf meine Daten durch manuelles ablesen vom Zähler (hab jetzt 5 Tage aufgezeichnet). Dabei lese ich um 07:00, 10:30, 13:30, 18:30 und um 24:00 Uhr ab. Gemessen wird mit "analogem"/20 Jahre altem Hauszähler.
    Und die geposteten Werte sind der Durschnitts-Verbrauch in diesen Zeitphasen, nochmal Hochgerechnet auf den realen Jahresverbrauch (da fehlt bei jetziger Messung ~1500 kWh Jahresverbrauch, die aber jedes Jahr immer wieder genutzt werden - Verbrauche im Haushalt haben sich aber keine Geändert seit letztem Jahr. Ich denke das ist Winter und meine Messung ist natürlich zu ungenau um einen vernünftigen Durchschnitt zu haben).


    Hochrechnung hab ich derzeit so (Meine Einschätzung):
    [Blockierte Grafik: https://s9.postimg.org/vhaa62hwf/verbrauchsmessung.png]


    Im Haushalt gibt es Großeltern (Tagsüber aktiv), Frau (Arbeitet nur 3 Tage / Woche), Kind (immer zuhause, sollte aber noch nicht stromverbrauch relevant sein) und mich (nur Abends zuhause).
    Wie gesagt, Staubsaugen könnte man mit Photovoltaik bewusst tagsüber machen, wenn Strom vorhanden ist. Derzeit wird es einfach gemacht wenn Lust da ist - das kann auch um 10 Uhr Abends sein. Gibt aktuell keinen Grund das zeitlich zu planen.


    Die genannten Werte sind aber real abgelesen. Ein digitales Monitoring wie von dir gezeigt, wüsste ich nicht wie ich das mit vorhandener Technik erstellen könnte :-) Gemacht wurde das jedenfalls noch nie.


    Viel mehr kann ich derzeit nicht bieten.
    Aber einfach davon ausgehend, das wir gleich weiterleben, gibt es einen Tagesverbrauch von 9 kWH - und dagegen müsste sich eine Photovoltaik ja rechnen lassen. Wenn wir dann unser Lebensverhalten anpassen, und zb. Tagsüber waschen, und den Eigenverbrauch damit verbessern wird es ja nur besser. Das was wir jetzt tun, lässt sich jedenfalls sicher weiter so halten.

  • Ich denke du hast verstanden, was pezi sagen wollte - sowohl der Verbruach als auch die Produktion sind stark zeitabhängig. Tageswerte (Tag von Sonnenauf bis -untergang)) sind da zu ungenau, aber besser als nichts. Den Sommerverbrauch darfst du natürlich nicht hochrechnen, im Winter ist der Verbrauch halt mal bei den meisten höher, da kommt ein Teil er ca. 30% Differenz her.


    Oder als Beispiel - man fängt an zu kochen, dreht erst mal ein paar Platten auf, das sind dann für ein paar Minuten 5kW und mehr. Das "mehr" mußt du bei eienr 5kW-Anlage (stark vereinfacht) selbst bei optimaler Produktion immer kaufen, da hilft es nichts, daß es nur ein paar Minten sind und danach nur noch z.B 3kW fließen.


    Wenn ihr eher abends Verbruach habt, würde ich ein Südwest-Dach bevorzugen, (1) ist südost, das wird abends schwächeln.

  • Ja gut. Das Strom-Spitzen gekauft werden müssen verstehe ich.
    Und daher auch mein Gedanke, die Anlage nur mit 3 kWP zu bauen, weil die stetige Produktion / kleinere Menge leichter selbst verbraucht werden kann. Dadurch geringere Anschaffungskosten = gute Eigenverbrauchsnutzung. Die hätte ich bei 3 kWP mit 80% "berechnet". Bei 5 kWP nur mehr 60%. Die Werte schätze ich eher als Best-Case ein - auch aufgrund der ungenauen Berechnung / Nicht Berücksichtigung von Spitzen.


    Speicher wissen wir, lohnt sich derzeit nicht. Damit könnte man genau das Problem ja "bekämpfen".


    Bleiben weiterhin die 3 Fragen,


    1) Lohnt sich eine Anlage überhaupt? Ich würd gern bei 15 Jahren bei +/- 0 sein.
    2) Lieber kleiner (3 kWP) um den Direktverbrauch wirklich umsetzten zu können?
    3) Oder mehr ist besser-Prinzip? Mit Details wie: "Wie refinanziert sich der Spaß?"



    Ist eine Mix-Installation auf Dach 1 und Dach 2 ordentlich realisierbar?
    Damit die Stromproduktion möglichst lange ein ähnliches Niveau hält. Ich denke die Antwort ist, ob sich ausreichend Panele auf Dach 2 montieren / in Reihe schalten lassen oder?



    Bitte bedanke immer, ich hab eigentlich keinen Plan :)
    Ich versuche nur das gelesene zu Verarbeiten und auf meine Lage umzumünzen.




    Oder andere Ansatz, meinen Verbrauch/Fläche/Ausrichtung kennt ihr jetzt ja.
    Würde einem erfahrenen Solar-Nutzer das gehöre, würdet ihr hier eine Anlage errichten? :)

  • Ich hätte eher mit 40% EV bei 3 kWp gerechnet und mit 30% bei 5 kWp - das dürfte realistischer sein ohne EV-fördernde Massnahmen. EV-Erhöhung durch Heizstab fällt für dich ja schon mal flach aufgrund der Thermie.


    Ich würde mir eine ausgewogene Anlage anbieten lassen, mit ca. 3 kWp nach SO und SW, insgesamt also rund 6 kWp. Dazu Anfang 2017 in die OeMAG-Lotterie einsteigen. Damit sollte nach 15 Jahren eine schwarze Null herauskommen.


    Mit 3 kWp wirst du immer das Gefühl haben das Potential ungenutzt bleibt und dich aufgrund geänderter Umstände (Auto lädt doch öfters daheim, Grosseltern und Frau nutzen begeistert Solarstrom) fragen: "warum habe ich nicht gleich mehr gebaut?".


    Mein Senf dazu :wink:

    #1: Huawei SUN2000-33KTL-A mit 81x Q.PEAK L-G4.5 365 Ost/West + 20x Yingli YL250P-29b Süd

    #2: Solaredge SE3500H mit 5x Q.PEAK L-G4.5 365 Süd, 2x Trina 275 Süd, 1x LG 350 NeoN Süd, 2x Kioto 220 Nord

    eGolf300 an go-e Charger

    1. Famoser Großkaiserlicher JK: 1er: 173 2er: 44, 3er: 24, 4er: 8, 5er: 7, 6er: 4, 7er-14er: 1

  • Hallo. Schau das du die 5kw bekommst,vielleicht noch solaredge. Lass dich nicht dumm machen von div. Grenzen, etc. Ich habe 6,3 kW montieren lassen,da hab ich die öko Anerkennung erhalten Strom nimmst von Windenergie.at, da bekommst 1:1 vergütet. Mein solateur musste auch erst überzeugt werden. Meine Anlage ist lt. Solarlog in 13 Jahren eingespielt. Bei den jetzigen Zinsen ein Wahnsinns zinssatz


    send from OP3

    13x Yingli 265-30b 135° 3x Yingli 265-30b 45° 7x Yingli 265-30b 315° 5x Sunowe 185WP 225°

    5x Eging 245P60-C 225°
    Solarlog 300Meter
    Xtender XTM 4000/48, Xcom232i-LAN,Xcom232-i serial,Xcom-Can

    6x PylonTech 2000

    FHEM Hausautomatisierung

    BMW i3 60Ah

    BMW i3s 94Ah