Stromverbrauch zwei Parteien

  • Hallo,


    ich habe eine Frage zum Strom "zählen". Ich wohne in einem Haus mit zwei Parteien. Ich möchte nun eine PV Anlage installieren. Ich habe bereits 3 Firmen hier gehabt. Firma 1 hat gesagt, es wäre möglich exakt zu ermitteln (durch einen Zwischenzähler), welcher Haushalt wieviel Eigenverbrauch erzielt hat bzw. Strom genutzt hat. Firma zwei hat sich nicht geäußert und Firma drei sagte mir, es wäre technisch nicht möglich und man kann nur den Stromverbrauch insgesamt am Zähler des Stromversorgers messen.


    Was ist denn nun korrekt? Welche Möglichkeiten habe ich?


    Danke und Grüße

  • Möchtest du, dass beide Mietparteien Solarstrom nutzen (Umlage fällig !) oder soll nur der Besitzer der PV den Eigenbedarf messen können ?

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Beide Parteien sollen den Strom nutzen können um so an günstigen Strom zu kommen. Da ich allerdings die Anlage zahle und mit einer gewissen Rendite rechne, möchte ich einfach, dass dies korrekt ist. Momentan sind es meine Eltern. Eines Tages vielleicht wieder ein fremder Mieter. Dann wäre es suboptimal, wenn man einfach nur einen groben Abschlag nimmt.


    Kurz: Beide sollen von der PV beziehen, es soll nur ausgewiesen werden können, wer wieviel von der PV gezogen hat :danke:

  • Wie wird denn bisher gemessen? Nichts ist unmöglich, manches kann aber sehr aufwändig sein.

    Zitat von Moneyshitter

    ... welcher Haushalt wieviel Eigenverbrauch...


    https://www.raiba-gretha.de/co…zepte_Handout_2015_03.pdf auf Seite 14 (MK C2) mit einer Anlage pro Haushalt (wo WP steht, kommt der zweite Haushalt hin), der dann auch der Betreiber sein muß, damit es Eigenverbrauch ist. Uups, zu langsm, der Fall fällt wohl weg.
    Macht man nach dem HAK noch ein Zweirichtungszähler (wie in MK C1) und läßt eine Erzeugungsanlage weg (in dem Pfad braucht man dann natürlich nur einen Einrichtungszähler), hat man, was du vermutlich suchst. Wie letsdoit schon geschrieben hat, fällt für den an den zweiten Haushalt von der PV gelieferten Strom dann 100% EEG-Umlage an.


    edit: so gesehen hat der, der gesagt hat, daß man es nicht messen kann recht, man kann es nur aus Messungen rausrechnen, das ist aber völlig ok und genügt den Ansprüchen des EEG (und des Finanzamts).

  • Tja, es einfach machen ist in DE immer eine Option.


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  • Moin
    Ich stehe eventuell vor dem gleichen Problem, nicht mit den Zählern sondern mit überschußstrom für den Mieter nutzbar machen.


    Möchte ja ein nichteinspeisendes System , sowas wie letsdoit hat
    Da man aber zumindestens im Sommer bei einer etwas größeren Anlage überschuß hat, könnte ich den ja meiner Mieterin überlassen.
    WENN das Problem mit der EEG Abgabe nicht wäre, weil ich möchte ja ein nichteinspeisendes System ohne Bürokratie :evil:


    Also bliebe eigentlich nur die Möglichkeit den Strom zu verschenken, weil ein Abschlag ist ja auch ne Art Strom zu verkaufen, oder?


    Die Option es in Deutschland mal ausnahmsweise einfach zu machen wäre das einfachste :lol:


    Wenn man zB nur den Kühlschrank der Mietpartei anschließt wäre das schon mal ne gute Option, nur mit dem Nachteil das man den teuren Strom im Frühjahr, Herbst, Winter zu günstig an die Mieterin abgibt.


    Wenn man dann die Miete um 0,05€ pro qm erhöht wären das bei zB 80qm 50€ mehr.
    Dann müßte ich schon dem Mieter ca 300 kW/h geben das sich das für ihn lohnt.
    Nur macht das jeder Mieter mit, denke eher nicht.
    Zudem bezahle ich für mehr Miete wieder mehr steuern :evil: .


    Wie man oder ich es auch drehe, das wird wohl nichts mit mieterstrom.


    Auch bin ich weg von der Idee mit der überschußverwertung , wie Ose schon richtig die Tage schrieb kostet das regelungsaufwand, Zeit und auch Strom für die Regelungen :(
    Einzig ein Elektroauto könnte da helfen.


    Grüße Sonnefan

  • Für die EEG-Umlage ist es (absichtlich) völlig egal, ob du was verlangst oder nicht, die wird fällig sobald du lieferst.
    Ist zwar auch nicht besonders wirtschaftlich, aber das einfachste ist es Überschüsse in Warmwasser umzusetzen. letsdoit kann da sicher auch was anbieten.


    Zitat von Moneyshitter

    Wenn ich es mit Abschlag mache, fällt für den angenommenen Verbrauch keine EEG an?


    Den Satz verstehe ich nicht.


    Zitat

    Kommt denn jemand und kontrolliert die Ausführung?


    Das ist derzeit wohl wie zu schnell fahren oder die Steuererklärung zu schönen, manche weden erwischt, viele nicht.

  • Zitat von Sonnenfan

    Da man aber zumindestens im Sommer bei einer etwas größeren Anlage überschuß hat, könnte ich den ja meiner Mieterin überlassen


    Überschüsse kannst du dann ins Warmwasser versenken. Außerdem kannst du den Hausstrom von deiner PV Anlage versorgen.
    Beides kannst du auf die Nebenkosten umlegen.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Für mich ergibt sich folgender Logikfehler:


    Der Betreiber der Anlage ist Unternehmer (Ich)
    Ich bin also auch Kunde bei mir selbst (Deswegen ja Ust)
    Mein Eltern werden dann Kunde bei mir als Unternehmer.


    Wieso muss ich für mich selbst als Kunde dann keine Umlage zahlen, für eine andere Person aber doch?


    Zu dem Satz der nachgefragt wurde: Wenn ich einen Abschlag zahlen lasse, ohne Zähler, an dem etwas nachmessbar wäre, dann könnte ich diesen Abschlag (also Pauschalstromrechnung) ja xy (und nicht Stromrechnung) nennen. Oder eben wie oben beschrieben Miete erhöhen. In diesem Fall würde dann keine EEG Umlage anfallen?


    Aber jetzt kommt die Oberfrage: Wenn ich einen Speicher nachkaufe und ihn zu Privatzwecken und nicht als Unternehmer nutze (Denn so sagt es ja das Finanzamt), dann kann ich doch mit meinem Privatstrom (Für den ich dann als gespeicherten Strom Ust gezahlt habe) machen was ich will. Dann kann ich den doch auch einfach an meinen Mieter liefern bzw verschenken. Was dann bar gezahlt wird ist doch dann unsere Sache?


    Mit all der Bürokratie scheint verheizen dann doch das einfachste. Oder in 5 Jahren E-Auto anschaffen.


    Ich verstehe diese Unverschämtheit des Staates einfach nicht. Aber schön, dass der Lobbyismus so gut funktioniert.