Eigenleistung beim FA einreichen ??

  • Hallo zusammen,


    wir sind seit Gestern Besitzer einen kleinen 3,4KWp Anlage. Es ist auch alles so weit geregelt. leider fehlt noch die Bestätigung des Versorgers und der Einbau des neuen Zählers.


    So weit so gut. Mit dem FA ist auch alles geklärt.
    Jetzt geht es aber an die Geschichte $$$ :-) bzw. die MwSt vom FA zurück zu holen. Ich möchte dies über Elster machen.
    -Rechnungen für die Anlage (Module, Gestell, Wechselrichter) liegt vor!
    -Rechnung vom Elektriker (Es musste noch was auf den neusten Stand gebracht werden) liegt auch vor.


    Jetzt die eigentliche Frage: Ich habe viele Arbeiten selbst übernommen. Wie z.B. den Aufbau der Anlage auf dem Dach. Gestell, Module, PV-Kabel, Potentialausgleich usw. Habe quasi die Installation selber gemacht. Nur für die Inbetriebnahme kam der Chef raus. Alle bestens sagte er. (Wollte mich fast einstellen :))
    Die Elektro Arbeiten hat ein Fachmann erledigt.
    Es musste "nur" für den Potentialausgleich und Anschluss Wechselrichter vom Keller - zur Garage ca.30 Meter Pflastersteine hochgenommen werden und natürlich ein passender Graben ausgehoben werden. Und alles Rückwärts versteht sich. Für die Leitungen


    Wie kann Ich diese Arbeiten, wenn überhaupt möglich mit einreichen/ absetzen? Kann mir ja nicht selber ne Rechnung schreiben, oder? Aber es gehört ja alles zur Anlage.
    Ist das was möglich?


    danke MfG

  • Naja, aber da die Anlage ja quasi für mich als ein Kleingewerbe läuft müsste man ja diese arbeiten auch absetzen können. Ich kann ja auch später Kosten wie Reinigung usw. absetzen.
    Ob nun Ich die arbeiten selber gemacht habe oder Mister XYZ steht ja nirgends! Ich brauch ja im Endeffekt nur eine Rechnung wo die Mwst für die arbeiten auftaucht.....Oder? dann kann Ich diese doch mit einreichen.

  • Helge,
    richtig, deine Anlage läuft als Gewerbe. Deine Leistungen für dieses Gewerbe hättest du auch absetzen können, wenn du sie als gewerbliche Leistung erbracht hättest (Gewerbe: Errichten von PV-Anlagen).


    Nur hätte es die nichts gebracht. Du hättest deine Leistungen dann beim PV-Betrieb absetzen können, in deinem Errichtungsgewerbe aber wieder versteuern müssen!


    Deshalb sind Eigenleistungen steuerlich neutral.

  • MwSt ist ja ein durchlaufender Posten, derjenige der die Rechung stellt muss sie ja wieder ans Finanzamt abführen. In der Theorie würdest Du Dir eine Rechnung mit MwSt stellen um dann diese vom Finanzamt zurück holen. Somit auch wieder "0".


    Grüße
    E.

    9,88 kWp Winaico WSP-260M6 / Fronius Symo 7.0-3-M / Ost - West Anlage

  • Für erbrachte Eigenleistungen gibt es keine Anerkennung beim Finanzamt, in dem Moment wo du sie erbringst sparst du ja schon eine Menge an Steuern, d.h. das Finanzamt bleibt dabei außen vor. Du bist aber bei weitem nicht der Erste der irgendwann zu dieser Einsicht gelangen muss. :wink:


    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Ok. Ist alles gut. habe ich mir schon gedacht. Ist klar das es ein geben und nehmen ist mit der MwSt. Hätte gedacht das es da irgendwo, wie so oft, Lücken im System gibt.


    Nun gut. sehe Ich es richtig, dass ich dann die Rechnungen mit der Ersten Vorsteuer abgebe? In meinem Fall dann im Oktober für den Monat September? Wo dann ja schon die evtl. ersten Einspeisevergütung mit laufen. Oder ist das eine einzelne Sache für sich?


    Ich habe sowieso vor mit dem Versorger abzumachen das wir/Ich die Rechnung für die Einspeisung 1/4 Jährlich oder so machen. ist ja weniger Aufwand denke ich. Wenn die mitspielen. Vielleicht macht das FA ja auch mit bei solchen klein Beträgen

  • OT:

    Zitat von Helge007

    (Wollte mich fast einstellen :))


    Hättest vieleicht gut daran getan dort ein vergütetes "Praktikum" zu machen, das hätte man unter Umständen pauschal versteuern können. Die Firma hätte dir das dann (plus einen gewissen Zuschlag für die Bürokosten und fälligen Abgaben) auf die Rechnung schreiben können und du könntest es in Zukunft mit abschreiben. Ist schon etwas um die Ecke gedacht und jeder würde das sowieso nicht machen.


    Die Arbeitszeit für die Überwachung der ANlage und die Steuerangelegenheiten gehören zum Unternehmer dazu, da bekommst du auch nichts dafür und das wird über die Jahre vemutlich mehr als die Installation sein.