welcher Speicher für bestehende Anlage?

  • Hallo Zusammen,


    wir wollen unsere PV-Anlage um einen entsprechenden Speicher erweitern um unseren selbst produzierten Strom besser zu nutzen und somit den Eigenverbrauch zu erhöhen.
    Hier mal ein paar Daten zur Anlage und den Verbräuchen:
    Anlagengröße: 7,95 kWp
    Ausrichtung: SSW
    Wechselrichter: Solaredge SE8K


    Ertrag 2015: 8.878 KW
    Ertrag 2016 (bis heute): 6.925 KW
    Verbrauch 2015: 5.645 KW
    Verbrauch 2016 (bis heute): 4.474 KW
    Eigenverbrauch 2015: 1.845 KW (21%)
    Eigenverbrauch 2016 (bis heute): 1.595 KW (23%)
    Autarkiegrad 2015: 33%
    Autarkiegrad 2016 (bis heute): 36%


    Der Verbrauch wird in diesem Jahr höher liegen als im letzten Jahr, da wir seit Mai einen Nissan Leaf unser Eigen nennen. Diesen laden wir über eine Wallbox mit 3,7KW Leistung. Der Leaf kann leider nur am Wochenende tagsüber geladen werden, da er in der Woche leider auf Arbeit parkt. Lediglich in den Sommermonaten schafft er die Ladung am Abend noch gut mit der Sonne.


    Zum Haus gehört eine LL-Wärmepumpe, für Heizung und Warmwasser, die eine Leistung von ca. 2,4 KW aufweist.
    Ansonsten haben wir nur die üblichen Verbraucher, die in den meisten Haushalten vorhanden sind.


    Dafür soll nun also ein Speicher angeschafft werden. Und da hoffe ich ein wenig auf euren Rat.


    Unser Solateur hat bereits ein Angebot für eine 1phasige 6,4 KW Tesla Powerwall inkl. SE3500AC Laderichter, ModbusZähler, StorEdge Schnittstelle und Montage erstellt. Kostenpunkt: 6.220 € netto
    Eigentlich hatte ich auf die 3phasige Variante gehofft, die laut Solateur aber auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.


    1. Würde ich gern eure Meinung hören, ob die Angebotene Kombination zur vorhandenen Anlage und den aufgezeigten Daten passt.
    2. Würde ich mich freuen, wenn Ihr mir noch Alternativen aufzeigt, die mit der vorhandenen Anlage sehr gut harmonieren.


    Vielen Dank schon einmal für eure Meinungen und Ratschläge
    Beste Grüße
    Micha

  • Mal etwas Gegenwind gefällig?


    Zitat von mvt

    Hier mal ein paar Daten zur Anlage und den Verbräuchen:
    Anlagengröße: 7,95 kWp
    Ausrichtung: SSW
    Wechselrichter: Solaredge SE8K


    Da hätte auch locker ein SE7k gereicht.



    Die Quote ist mager, sehr mager.
    Ohne Speicher sollte man doch immer auf 40% Autarkie kommen, sofern die PV nicht viel zu klein ist, was bei euch nicht der Fall ist. Was wird denn da an Verbrauchern zu oft über Netzbezug (abends und nachts!) betrieben?


    Zitat

    Der Verbrauch wird in diesem Jahr höher liegen als im letzten Jahr, da wir seit Mai einen Nissan Leaf unser Eigen nennen. Diesen laden wir über eine Wallbox mit 3,7KW Leistung. Der Leaf kann leider nur am Wochenende tagsüber geladen werden, da er in der Woche leider auf Arbeit parkt. Lediglich in den Sommermonaten schafft er die Ladung am Abend noch gut mit der Sonne.


    Und da bist Du auf die prima Idee gekommen, das Auto aus dem Speicher zu laden.
    Klasse! Wie groß soll der Speicher denn sein?


    Zitat

    Zum Haus gehört eine LL-Wärmepumpe, für Heizung und Warmwasser, die eine Leistung von ca. 2,4 KW aufweist.
    Ansonsten haben wir nur die üblichen Verbraucher, die in den meisten Haushalten vorhanden sind.


    Prima.
    Auch das spricht natürlich sofort dafür unbedingt einen teuren Speicher zu kaufen.
    Wenn das Auto dann voll ist, kann Nachts noch schnell Warmwasser gemacht werden. Klasse der Plan!


    Zitat

    Dafür soll nun also ein Speicher angeschafft werden. Und da hoffe ich ein wenig auf euren Rat.


    Das ist von A bis Z eine Schnapsidee.
    Passt euren Verbrauch an die vorhandene PV an und ihr solltet locker auf 50% Deckung kommen können.
    Euer Verbrauchsverhalten ist bis jetzt einfach lausig. Sorry.


    Mein einziger Rat in Bezug auf Baupläne ... wenn noch Dachfläche da ist, dann mehr PV aufs Dach legen!

    Verkaufe ein SMA EnergyMeter für 190,-


    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Je mehr Speicher, desto mehr Autarkie. Allerdings liegt das Kostenoptimum in etwa bei einer Speichergrösse vom Verbrauch in Sommernächten, und die Kosteneffizienz nimmt sehr stark ab wenn man Speicher betreibt, die grösser sind als der Verbrauch von Herbstnächten.


    Mit "Speichergrösse" ist allerdings die effektiv nutzbare Grösse gemeint. Wenn die Powerwall maximal 6,3 kWh speichern kann, dann wäre es vermutlich sinnvoll sie zwischen 35 bis 45 und 65 bis 75% zu betreiben, also wäre die effektiv nutzbare Speichergrösse dann 1,5 bis 2 kWh.

  • Die Daumenregel ist spannend, danke für den Hinweis. Wir haben [OT] einen zappeligen Nachtverbauch von 300-400W, v.a. Dürfte das ein sehr ältlicher Bewegungsmelder und 2 steinzeitliche Kühlschränke sein (dennoch wird sich mutwilliger Ersatz kaum rechnen, also laufen sie bis EOL weiter). Bei 10h x 400W sollte der Speicher also um die 4kWh gross sein- das erscheint plausibel. Mal abgesehen davon dass Speicher bei aktuellen Preisen immer noch ein Hobby sind....


    Viele Grüße, Andreas

  • Zitat von Litholas

    Je mehr Speicher, desto mehr Autarkie. Allerdings liegt das Kostenoptimum in etwa bei einer Speichergrösse vom Verbrauch in Sommernächten, und die Kosteneffizienz nimmt sehr stark ab wenn man Speicher betreibt, die grösser sind als der Verbrauch von Herbstnächten.


    Mit "Speichergrösse" ist allerdings die effektiv nutzbare Grösse gemeint. Wenn die Powerwall maximal 6,3 kWh speichern kann, dann wäre es vermutlich sinnvoll sie zwischen 35 bis 45 und 65 bis 75% zu betreiben, also wäre die effektiv nutzbare Speichergrösse dann 1,5 bis 2 kWh.


    2 kWh Speicher für 6.200 Euro netto :?:
    unter "sinnvoll" verstehe ich etwas anderes

  • Zitat von andig2


    2 steinzeitliche Kühlschränke sein (dennoch wird sich mutwilliger Ersatz kaum rechnen, also laufen sie bis EOL weiter).


    Fehler.
    Warum 2? Ein grösserer ist effizienter als 2 kleinere.
    Wenn sie schon sehr alt sind, laufen sie eh nicht mehr sehr lange, die "Investition" kommt also eh bald.
    "Steinalt" kann heissen 1,5-2kWh pro Gerät und Tag und könnte ersetzt werden durch 1x0,5kWh/d, also um die 1000kWh pro Jar weniger=250€ Ersparnis. Dafür kann man schon brauchbare Kühlschränke kaufen...

  • Zitat von andig2

    Die Daumenregel ist spannend, danke für den Hinweis. Wir haben [OT] einen zappeligen Nachtverbauch von 300-400W, v.a. Dürfte das ein sehr ältlicher Bewegungsmelder und 2 steinzeitliche Kühlschränke sein (dennoch wird sich mutwilliger Ersatz kaum rechnen, also laufen sie bis EOL weiter). Bei 10h x 400W sollte der Speicher also um die 4kWh gross sein- das erscheint plausibel. Mal abgesehen davon dass Speicher bei aktuellen Preisen immer noch ein Hobby sind....
    Viele Grüße, Andreas


    Soll ich für dich mal den Gegenbeweis antreten?


    Alte Kühlschränke, ich gehe mal von einem ca. 10 Jahre alten Gerät der Energieeffizienzklasse A aus, haben einen typischen Jahresverbrauch von 550KWh pro Jahr. Dagegen kommt ein A+++ Gerät auf ca. 170KWh im Jahr bei gleichen Abmaßen.


    Das sind 380KWh pro Jahr weniger; bei 25 Cent die KWh 95,- im Jahr.
    Was kostet ein neuer Kühlschrank in A+++? Kühlschränke beginnen um 450,- :!:
    Nach 5 Jahren sollte das Invest also locker wieder drin sein :!:


    Als Kühl-/Gefrierkombi beginnen A+++ Geräte um 600,-.
    Dafür ist die Ersparnis beim Stromverbrauch auch eher noch höher.


    Fazit: Der Austausch von alten Kühlgeräten lohnt sich fast immer und alt bedeutet hier älter als 10 Jahre bzw. hat NUR Energieeffizienzklasse A. Diese klingt zwar auf dem Papier total toll, ist aber eben schon sehr alt.


    Bei noch älteren Geräten rentiert sich der Austausch noch schneller.
    In jedem Fall ist es bei weitem wirtschaftlicher Geld in die Hand zu nehmen, um Kühlgeräte auszutauschen anstatt sich für sehr viel mehr Geld einen teuren Speicher ohne Aussicht auf die schwarze Null in den Keller zu stellen. Das ist einfachste Amortisationsrechnung :!:


    BTW: Warum über habt ihr überhaupt zwei steinzeitliche Kühlschränke?
    Der Ansatz sollte da sein, beide raus schmeißen und dann einen neuen rein stellen.
    Das rechnet sich in unter 3 Jahren :!:

    Verkaufe ein SMA EnergyMeter für 190,-


    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5


  • gibt halt auch bei alten Kühlschränken solche und solche.
    mein über 20 Jahre alter Miele braucht 0,55 bis 0,75 kWh pro Tag (170 Liter? ohne Gefrierfach)
    jetzt kannst du nochmal rechnen wie schnell sich da was rentiert.

  • Um mal zur Fragestellung zurückzukommen


    Für diese Vorhaben benötigst Du einen Speicher > 6 bis 10 Kw
    mehr geht auch, wird aber ab Oktober vermutlich nicht mehr voll,


    Der Wirkungsbereich von LI Speicher geht von 10 % bis 97% , und somit hast Du 87 % Wirkungsbereich.
    Das sind bei 6 Kw 5,22 Kw Nutzbar, bei 10 Kw 8,7 Kw Nutzbar.


    Das E Auto über den Speicher zu laden ist eher eine Fragwürdige Angelegenheit, Du hast da zweimal den Umwandel bzw Ladeverlust. Wenn Du es unbedingt willst, ja es geht.


    Was TESLA taugt weiß ich nicht.


    LG Resus in Verbindung mit SMA Sunny Island 4.4 kann ich aber aus nun 1 Jahr eigner Nutzung sagen es funktioniert.
    Ich rate hier zum SI 4.4, weil der kann 3000 Watt rein und raus, das reicht meistens
    Das kleiner Modell kann nur 2000 Watt rein und raus, das reicht meistens nicht.


    Diese Kombination ist schon lange in ausreichender Stückzahl im Betrieb und beide Hersteller verfügen da über ausreichend praktische Erfahrungen.
    Bei Tesla besteht die Gefahr, das da noch einiges an Kinderkrankheiten lauert.


    Der Nachträgliche Einbau sollte kein Problem sein.

  • Hallo Seppelpeter,


    danke für deinen Gegenwind.


    Zitat

    Die Quote ist mager, sehr mager.
    Ohne Speicher sollte man doch immer auf 40% Autarkie kommen, sofern die PV nicht viel zu klein ist, was bei euch nicht der Fall ist. Was wird denn da an Verbrauchern zu oft über Netzbezug (abends und nachts!) betrieben?


    Wir haben nachts einen durchschnittlichen Verbrauch von 0,21kW/Stunde. Das ist meiner Meinung nach nicht viel.
    Der meiste Netzbezug fällt durch die WP an. Hier vorallem für die Warmwasserzubereitung früh morgens oder spät Abends nach dem Duschen. Da scheint leider keine Sonne mehr um das über die PV abzudecken. Aber auch das abendliche Kochen, vor allem in den dunklen Monaten, trägt zum hohen Netzbezug bei. Haushaltsgeräte haben alle mindestens den A++ Standard, lediglich der Fernseher ist noch eine Röhre, aber nicht allzuviel in Benutzung. Spül- und Waschmaschine werden tagsüber einprogrammiert um die Sonne zu nutzen.


    Zitat

    Und da bist Du auf die prima Idee gekommen, das Auto aus dem Speicher zu laden.
    Klasse! Wie groß soll der Speicher denn sein?


    Zitat

    Prima.
    Auch das spricht natürlich sofort dafür unbedingt einen teuren Speicher zu kaufen.
    Wenn das Auto dann voll ist, kann Nachts noch schnell Warmwasser gemacht werden. Klasse der Plan!


    Nein natürlich soll der Leaf nicht über den Speicher geladen werden. Ich wollte den Umstand des E-Autos nur erwähnen. Die WP dagegen sollte schon aus dem Speicher betrieben werden.


    Zitat

    Das ist von A bis Z eine Schnapsidee.
    Passt euren Verbrauch an die vorhandene PV an und ihr solltet locker auf 50% Deckung kommen können.
    Euer Verbrauchsverhalten ist bis jetzt einfach lausig. Sorry.


    Warum sollte das eine Schnapsidee sein? Wir wollen unseren Eigenverbrauch steigern und sehen den Speicher als eine Möglichkeit dazu.


    Zitat

    Mein einziger Rat in Bezug auf Baupläne ... wenn noch Dachfläche da ist, dann mehr PV aufs Dach legen!


    Das Dach ist voll und die Anlagengröße sollte eigentlich ausreichen.