Bleibatterien wiederbeleben?

  • Hallo,
    hier gibt es ja so viele verschiedene Anwendungen für PV-Anlagen.
    Ich habe nur eine super kleinst Insel Anwendung.
    Und ich wollte auch nur ganz wenig investieren.
    Ein Modul 36 Zellen 40Wp, Billigladeregler MPP15, Verbraucher nachts, 1W 12V LED-Lampe.
    Sollte auch im Winter leuchten.
    Ich habe keine Batterie gekauft, sondern wollte eine alte Autobatterie ein Gnadenbrot geben.
    Die Restkapazität war mir unbekannt.
    Im Sommer funktionierte das.Mitte November ging die Spannung immer weiter runter, ein paar Jahre habe ich sie im Winter abgeschaltet. Dann hatte ich die Position des Solarmoduls verbessert, und dachte es würde auch den Winter durchgehen.
    Aber trotzdem ging die Spannung immer weiter runter.
    Ist die Selbstentladung von alten Batterien so hoch?


    Außerdem hatte ich noch 7Ah Spielzeugbatterien, die ich auflud und parallel hängte.
    Einen Winter hab ich so überstanden.
    Letzten Winter ist alles kaputt gegangen, die Autobatterie und die Spielzeugbatterien.
    Dann hab ich eine neue Blei-Solar-Batterie 35Ah gekauft und parallel gehängt,
    aber die alten Batterien funktionierten so gut wie nicht mehr.
    Im Gegenteil, kann dadurch meine neue Batterie kaputt gehen?


    Hier schreibt einer, dass man durch parallel hängen eine alte Batterie wieder beleben könnte, wie soll das gehen?
    http://www.hififorum.at/forum/showthread.php?t=8251


    Kann man sie nicht wieder beleben, vielleicht mit einem anderen Laderegler?


    Außerdem habe ich jetzt in diesem Sommer eine neue Altbatterie, und eben die Neue, die vielleicht Schaden genommen hat.
    Irgendwann ging das Lämpchen schon nach 5 Minuten aus. Tiefentladungsabschaltung.
    Ich dachte, jetzt sind beide Batterien hinüber.


    Spannung nachgemessen, sind o.k., an ein Netzladegerät gehängt, kontrolliert entladen, die Neue hat noch 25Ah bis 30%.
    Dann den Laderegler ein paar Tage abgeklemmt, jetzt wieder angeklemmt, und jetzt geht wieder alles.
    Da hatte er vorher schon bei 12,6V die Tiefentladungsabschaltung aktiviert.
    Das Ding hat ja so einen Reset-Knopf. Hätte ich den einfach drücken sollen?
    Wie kann diese falsche Tiefentladungsabschaltung zu stande kommen?

  • Hallo, die Spannung für die Tiefentladungsabschaltung wird unter Belastung gemessen, die Last hängt ja dran und wird dann weg geschaltet. Für die Wiedereinschaltung muss eine weit größere Spannung erst erreicht werden, das nennt man Hysterese.
    Für den Winter wirst du mehr Paneele brauchen, also dort investieren. Wenn du dauernd die Batterien so tiefentladen betreibst werden die sehr rasch auch kaputt!
    Grüße Toni.

  • Danke, kann ich ausprobieren.
    Ich habe jetzt doch ähnliche Threads gefunden:
    http://www.photovoltaikforum.c…lteten-akkus-t112758.html
    Fazit: Parallel ist o.k., es kann nichts kaputtgehen, es muss nur lange genug voll geladen werden.
    Und diesen: http://www.photovoltaikforum.c…reparabel-sd-t111876.html
    Und den Wiki: http://wiki.polz.info/doku.php
    Außerdem dachte ich ja, der Laderegler sei kaputt, und hab mir einen neuen bestellt, der gestern angekommen ist.
    Steca PR 2020 , da kann man zwischen Bleibatterie "flüssig" oder "Gel" wählen, Ich wußte nicht, dass es da Unterschiede gibt.
    Der alte Lade-Regler kann das nicht unterscheiden, und der Modellbaulader auch nicht.
    Denn hab ich meine Batterien genauer angeschaut. Diese neue ist eine Blei-Vlies, also AGM-Batterie und müsse so eingestellt werden wie Gel-Batterien. Die 7Ah Spielzeugbatterien sind auch AGM. Zwei davon sind kaputt, die würde man nicht mehr desulfatieren können, habe ich irgendwo gelesen, also werden die entsorgt.
    Denn sei die Ladeschlusspannung temperaturabhängig, steht in einer Anleitung, je wärmer, umso niedriger.
    Das berücksichtigt der neue Regler ja nicht, war aber wohl auch kein Problem bei mir, da das Panel eh eher zu klein sei?.
    Denn müsse der Tiefentladungsschutz mit niedrigeren Temperaturen angehoben werden, macht mein neuer Regler auch nicht.
    Auf jeden fall kann ich jetzt nicht alte Autostarterbatterie und neue AGM-Batterie parallel betreiben.
    Ich bau denn 2 Anlagen auf, da ja der alte Regler wieder geht, lasse ich den mit einem Panel an der Starterbatterie,
    und bau eine zweite Anlage mit 3 Panelen, dem Steca-Regler, und der AGM-Batterie und stell die in den Keller.


    Schon mal nach meinen vielen Fragen im ersten Beitrag geguckt? Danke,

  • Hallo, der Steca PR2020 berücksichtigt die Umgebungstemperatur und verändert dementsprechend die Ladespannung (Temperaturkompensation). Die alte Autobatterie kannst du parallel zu den AGM anschließen mit Einstellung AGM am Laderegler, ist nicht optimal geht aber. Wichtig ist in deinem Fall aber die Energiebilanz, du musst wesentlich mehr erzeugen als verbrauchen und dazu braucht es eben ausreichend Paneelen :D
    Grüße Toni.