Hilfe Planung bzw. beim Denken :)

  • Hi


    Ich spiele mit dem Gedanken ein PV Anlage zu installieren. Einige Infos habe ich mir im Netz schon zusammengetragen aber jede Anlage ist dann doch sehr spezifisch zu planen.
    Die Anlage sollte auf einem Walmdach für Eigenbedarf installiert werden (inkl, Überschusseinspeisung).


    2 Generation Haus. Junge Familie ca 5000kwh + Eltern 3000 kwh (werden aber bald in Pension gehen vermutlich wird sich der Verbrauch ein wenig erhöhen aber auch der Eigenverbrauch tagsüber wird sich verbessern)
    Smart Home für div Verbrauchsoptimierung wäre auch vorhanden (kann selber programmieren)


    Aus meiner Sicht (keine Ahnung davon) würde es ja Sinn machen die Anlage Ost und West zu installieren da ich somit fast den ganzen Tag Strom zu Verfügung hätte.
    Auch ein Speicher sollte sich ohne Probleme nachrüsten lassen. (Fronius Hybrid WR? hat aber nur einen Tracker)


    Mein Ansatz: Pläne/Bilder vom Dach im Anhang


    eine 5 kwp Anlage die teils Südost und teils süd west montiert wird. (nirgends Schatten)
    Südost hab ich sehr viel Platz (grob überflogen 20 Module)
    Südwest hab ich selber schon rumgerechnet (Panele mit 2x1m) und würde 3x 3 Stück raufbekommen. (JE 3 Ober und unter dem Kamin und 3 rechts auf dem kleinen kleinen Dach)


    Somit hätt ich Morgens bis Abends Strom zu Verfügung oder hab ich hier einen Denkfehler


    Weiters wäre ich selber Elektriker (aber schon einige Jahre weg vom Fach) und könnt die Anlage selber in Betrieb nehmen.


    Wie und welche Anlage (Module, WR etc). würdet ihr empfehlen`? Macht es Sinn so ein Projekt im DIY abzuwickeln?
    Danke Günter

  • Hi Günter,


    Zitat von ixuf

    Die Anlage sollte auf einem Walmdach für Eigenbedarf installiert werden (inkl, Überschusseinspeisung).


    für Walmdächer eignen sich die kleinen 72-zelligen Module (bis 215 Watt bei 82 x 158 cm) normalerweise am besten.
    Dummerweise sind die kaum noch zu kriegen, darum mache ich unten mal eine Beispielplanung mit den Standardmodulen mit 60 Zellen (250 bis 320 Watt bei 99 x 166 cm).


    Zitat von ixuf

    Aus meiner Sicht (keine Ahnung davon) würde es ja Sinn machen die Anlage Ost und West zu installieren da ich somit fast den ganzen Tag Strom zu Verfügung hätte.


    Ja, das Südost und das Südwestdach sollten beide voll belegt werden. Je mehr, um so besser.
    Ausser Du willst ganz bewusst nur bis 10 kwp belegen, dann kann man das Dach auch nur teilweise belegen.


    Zitat von ixuf

    eine 5 kwp Anlage die teils Südost und teils süd west montiert wird. (nirgends Schatten)
    Südost hab ich sehr viel Platz (grob überflogen 20 Module)
    Südwest hab ich selber schon rumgerechnet (Panele mit 2x1m) und würde 3x 3 Stück raufbekommen. (JE 3 Ober und unter dem Kamin und 3 rechts auf dem kleinen kleinen Dach)


    Warum so winzig?
    Wenn Du das machst, stehen Dir im ersten Winter die Tränen in den Augen, weil nix mehr vom Dach kommt.
    Vollmachen ist grundsätzlich das Beste, was Du tun kannst!


    Auf Südost passen imho locker 40 Standardmodule, das sind zwei schöne Strings zu je 5 - 6 kwp.
    Unterste Reihe 9 Module quer verlegt, 2. Reihe 8 Stück, 3. Reihe 7 usw.)
    Auf Südwest passten auch nochmal um die 16 Module, gut 4 kwp.
    Du kriegst über 15 kwp auf`s Dach, ich würd`s vollmachen!


    Zitat von ixuf

    Somit hätt ich Morgens bis Abends Strom zu Verfügung oder hab ich hier einen Denkfehler


    Du hast die beste Stromausbeute, auch am Morgen und am Abend grundsätzlich mit einer Südausrichtung.
    Vergiss das Ost- und Westmärchen.
    Ost/Westanlagen machen nur darum Sinn, weil mehr Module auf`s Dach passen, alles andere ist Urban Legend.
    Ist hier auch schon ausgiebig diskutiert worden.


    Zitat von ixuf

    Weiters wäre ich selber Elektriker (aber schon einige Jahre weg vom Fach) und könnt die Anlage selber in Betrieb nehmen.


    Prima, selber machen ist immer gut!
    Traust Du Dir auch die Dachdeckerarbeiten zu oder soll die Unterkonstruktion lieber ein Profi aufs Dach bringen?
    Was für eine Dacheindeckung hast Du?
    Gibt`s Besonderheiten bei der Dachkonstruktion (Nagelbinder, Betondach oder sowas)?
    Für den Netzanschluss brauchst Du aber einen Kollegen, der beim zuständigen Netzbetreiber die Zulassung hat.


    Zitat von ixuf

    Wie und welche Anlage (Module, WR etc). würdet ihr empfehlen?


    Bei den Modulen kann man heute nicht mehr viel falsch machen, da macht`s Sinn das zu nehmen, was die jeweiligen Solarteure günstig anbieten können.
    Jeder von denen hat seinen Großhändler und davon hängt ab, was die anbieten können.
    Bei den Wechselrichtern sieht`s ähnlich aus.
    Wegen der Verschattung durch den Schornstein und die Dachflächen selbst brauchst Du einen WR mit gutem Schattenmanagement. Weitere Details kann man erst sagen, wenn die Größe der Anlage feststeht.


    Wenn Du nicht aus persönlichen Gründen einen Speicher haben möchtest (Umweltschutz, Autarkie, Notstrom usw.), dann lass` Dir nicht erzählen, dass man damit Geld sparen könnte.
    Das tun die Verkäufer gern, ist aber Unfug. Speicher kosten Geld und bringen keins.
    Trotzdem sind sie nice-to-have und sinnvoll. Etwa so wie Alufelgen. :wink:

  • Zitat von ixuf


    Junge Familie ca 5000kwh + Eltern 3000 kwh


    Da kann man noch deutlich dran arbeiten denke ich. Wir sind zu fünft mit 3500kWh dabei (einzige EInschränkung: den Wäschetrockner habe ich verschrottet :mrgreen: )

  • Wahnsinn wie schnell das hier geht. :)


    1. Mir fehlt '(noch) das Verständnins wozu ich so eine riesige Anlage brauche. Bei 5 Cent Vergütung in Ö sind doch die Investkosten zu hoch. Was müsste ich bei DIY pro kwp rechnen?
    Welchen WR würdest du empfehlen?


    2. Für die Montage Unterkonstruktion würd ich sicher jemanden finden und für die Zulassung würd mir die alte Firma helfen :)
    Ein 100er Leerrohr ist auch vom Dachboden in den Keller vorhanden und weiter zum E-Verteiler vorbereitet


    3. Dach ist mit Ziegel eingedeckt, darunter Kaltdach, mehr nicht


    4. die 5000kwh kommen auch daher dass gemeinsames an meinem Zähler hängt (KWL + Befeuchtung + NW + Keller, Lager , Garagen....)

  • einfach mal Punkt 4. als Erweiterung sehen.
    Warum nicht auch den Zähler der Eltern ausmustern und alles nur noch über einen Zähler laufen lassen.
    Eine Interne Abrechnung über einen Zwischenzähler dürfte normalerweise kein Problem sein.
    Der Eigenverbrauch kann analog gesteigert werden und eine zweite Zählergebühr entfällt.
    Einfach mal drüber nachdenken, so hab ich es zumindest gemacht.
    Sonnige Grüße

    28 EGING 190W, WR SMA 5000TL20
    Ausrichtung -36°, DN 42°
    I.B.N. 6/2011

  • Schön das du uns auch verrätst, dass es dich um eine Anlage in AT dreht. Dann wird es über 5KWp schwierig mit der Rendite.


    Da gilt es aber Rest, baue nach Süden.


    Der Verbrauch muss runter!
    Sind da Durchlauferhitzer, E-Heizungen oder andere Sünden für den hohen Verbrauch die Ursache?


    Familie mit 3000KWh und Senioren mit 1750KWh sollte das Ziel sein.


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    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hi,


    Zitat von ixuf

    1. Mir fehlt '(noch) das Verständnins wozu ich so eine riesige Anlage brauche. Bei 5 Cent Vergütung in Ö sind doch die Investkosten zu hoch.


    sorry, hab` mal wieder nicht gesehen, dass Du in Österreich wohnst.
    Dann vergiss alles, was ich zur Größe geschrieben hab`.
    In Deutschland lohnt das, alles vollzumachen weil wir mit den etwa 12 Ceht/kwh Einspeisevergütung klarkommen.


    In Österreich macht das nur Sinn, wenn Du die Möglichkeit hast, den Strom z.B. an einen Nachbarn zu verkaufen für deutlich mehr als Eure leider mickrige Einspeisevergütung.
    Ich weiss aber nicht, ob das zulässig ist in Österreich und wenn ja, wie die Bedingungen dazu sind.


    Wenn 5 kwp die finanziell sinnvolle Grenze sind, solltest Du alles auf ein Dach legen, um einen String mit optimaler Spannung und damit mit optimalem Wirkungsgrad am Wechselrichter zu erreichen, denn die dreiphasig einspeisenden WR, die Ihr i.d.R. braucht, sehen gern Stringspannungen um 600 Volt.


    Ich würde die leistungsschwächsten 60-zelligen Module nehmen, die Du noch bekommen kannst (z.B. mit 250 oder besser 235 Watt) und damit einen möglichst langen String auf dem Südostdach bilden (bis 23 Module lang, je nach verwendetem Modul).
    Wenn Du Glück hast, bekommst Du auch leistungsschwache große 72-Zeller (99 x 198 cm), dieses Format wird oft bei großen Solarparks verwendet. Da werden gern recht schwache Module genommen, weil die billiger sind und es bleibt auch oft ein Rest übrig, den man dann beim Solarteur evtl. kostengünstig abstauben kann. Da musst Du natürlich bei Solarteuren fragen, die auch große Freiflächen bauen, auf Dächern werden diese Module eher selten verwendet.


    Von den großen 72-Zellern passen bei den meisten Wechselrichtern nur 19 in einen String.
    Die passen ja auch locker auf Dein Südostdach.

  • Danke für eure Antworten, und sorry das ich im Eingangspost vergessen habe AT zu erwähnen.


    d.h. die wirtschaftlichste Lösung wäre eine günstige 5kwp im DIY Style, alternativ wäre noch die Kohle im Haus wo zu "verstecken" (Fernseher hätt ich gern einen neuen) :)
    Budgetrahmen würde sich stark an der Wirtschaftlichkeit orientieren :)


    zu meinem Stromverbrauch.
    so wikliche Stromfresser fallen mir keine ein, haben ein generalsaniertes Haus.


    Was halt immer läuft is die Lüftung (80W/h) Netzwerk (130w/h) tagsüber MultiroomRadio (80W/h) mein alter 50" Plasma nimmt auch einiges und läuft halt auch seine 2-5 h am Tag, sonst fällt mir nichts ein.
    darum war mein Fokus in Richtung Eigenverbrauch gerichtet.


    Natürlich will mir jeder "Berater" (s)eine Anlage verkaufen. Schön rechnen kann man alles :)

  • Hi,


    Zitat von ixuf

    . . . mein alter 50" Plasma nimmt auch einiges und läuft halt auch seine 2-5 h am Tag, sonst fällt mir nichts ein.


    die besten Einsparquellen im Haus sind die Heizungspumpe (läuft oft das ganze Jahr durch und ist oft noch keine moderne Energiesparpumpe), die Kühlgeräte (ein "nur" 10 Jahre alter Kühlschrank ballert oft seinen Strom weg, dass einem die Augen tränen. 500 kwh/Jahr sind da garnix.) und der Plasmafernseher, wie Du schon richtig erkannt hast.
    Von Wärmeerzeugern jeglicher Art rede ich jetzt mal nicht, ist eh` klar.