Samsung baut Akkufabrik in Ungarn

  • annual capacity of batteries for 50,000 pure EV
    start commercial production in 2nd half of 2018
    http://www.pv-magazine.com/ser…_100025975/#axzz4J1uXp7FI


    Weder das Invest ist besonders hoch noch die Bauzeit lang. Man kann also sehen, dass sobald die Nachfrage da ist, auch eine Endfertigungskapa für z.B. 500.000 E-Auto kein echtes Problem wäre. Ich vermute eher dass es irgendow anders in der supply chain zu Engpässen käme, so wie damals im PV Boom beim Silizium.

  • Nun, 400 Mrd Won sind 320 Mio Euro für 50.000 reine EVs wobei nicht klar ist, welche Kapazität die haben. Das hieße, dass die Kapa für 500.000 Einheiten 3,2 Mrd Euro kosten würde. Die Gigafactory 1 wird auf 3,5 bis 4,4 Mrd Euro geschätzt.


    Ich sag' mal: Hält sich im Rahmen dessen was auch Tesla macht. Lass mal die üblichen 25% Kostensteigerung hinzukommen, dann ist das Samsung-Ding ähnlich teuer wie die Gigafactory. Und nach 4 Jahren Bauzeit will Tesla 10x so viele Autos mit Akkus wie Samsung nach 2 Jahren ausstatten können.


    Will sagen: Doch, da kommt doch ordentlich Kohle zusammen, wenn man wirklich größere Mengen von richtigen BEVs bauen will. Und: Doch, es dauert doch etwas länger bis man diese Mengen raushauen kann.
    Den Vorteil den Samsung hat ist, dass die nicht wie Tesla auf die Kohle achten müssen, da könnte es dann durchaus etwas schneller gehen.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    „Wenn Weitblick ortsgebunden ist, kann es mit den Visionen auch nicht so weit her sein.“


  • Das sind nur 640 € Investment (Kosten) je gebauten Fahrzeug (10 Jahre a 50.000 EH) Rechnet man mit einem Faktor von 3, dann muss Samsung je EH 1.920 € auf die Produktionskosten draufschlagen. Was im Verhältnis zu dem Wert eines Akkus nicht sonderlich viel erscheint.


    120 € je kWh * 45 KWh = 5.400 €


    Ich glaube kaum, dass die Kosten der Fertigung eines Akkus im Bezug auf das Material, die Arbeitskosten etc. oberhalb einer Getriebefertigung liegen, eher weit unterhalb, wie bei den Jungs aus der Elektro und Chemie üblich.

  • Danke PV_Berlin für diese Rechnung.
    Man kann daran gut erkennen, daß es nicht mehr lange dauern wird daß z.B. 60KWh Autoakkus in Elektroautos mit Stückzahlen von 500.000 Stück pro Jahr richtig kicken werden - dann preislich im ähnlichen Bereich wie Verbrenner. Und ein Fabrik für 500.000 stück zu bauen ist z.B. für Samsung weder finanziell noch organisatorich eine Herausforderung (deren Halbleiterfabriken sind deutlich teurer und vor allem technisch komplexer https://de.wikipedia.org/wiki/Samsung_Electronics ).

  • Wenn Ihr Euch da so sicher seit, stellt sich mir immer um so stärker die Frage warum ein VW-Konzern, ein Daimler oder auch BMW sich so schwer tun dass entweder selber aufzuziehen bzw. bei Samsung zu klopfen und Akkus für jeweils 10% der Autombilproduktion zu bestellen (Mercdes: ca. 100.000 Fahrzeuge; BMW: ca. 200.000 Fahrzeuge; VW-Konzern: ca. 1,5 Mio Fahrzeuge.
    Und jetzt wird langsam ein Schuh draus: 10 Mrd. Investition nur um 10% der deutschen Produktion (inkl. Opel, Ford etc.) auf Elektro umzustellen. Dazu kommt, dass Samsung ja auch noch Kapa in Asien und USA aufbauen muss.
    Ich würde mich da nicht allein auf Samsung verlassen.


    Generell: 2015 wurden weltweit ca. 90 Mio Einheiten produziert. Um 10% oder 9 Mio davon als BEVs zu produzieren wären allein 60 Mrd an Investitionen nötig. VW will nicht, Mercedes will nicht, BMW will nicht, GM will nicht, Toyota will generell nicht (BEVs bauen) aber wer soll es dann bezahlen?

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  • Neben Samsung gibt es in der gleichen "Gewichtsklasse" LG, Panasonic, BYD.
    Samsung investiert alleine im Halbleiterbereich jedes Jahr zwischen 8 und 12 Milliarden Euro (und hat noch viel mehr Sparten).
    Mal angenommen Samsung würde 6 Jahre 10 Milliarden in Batteriefertigung investieren, dann könnte Samsung alleine 10% aller Autos weltweit ausrüsten.
    Die Zahlen erscheinen groß, sie sind es aber nicht wenn man sich die erwiesenen Fähigkeiten der Firmen anschaut. Die Koreaner sind jetzt aber auch nicht so risikobereit, daß die mal eben so die Kapazität aufbauen ohne daß ein Markt da ist. Man sieht ja wie vorsichtig Samsung und LG im PV Markt agiert haben, mit dem Ergebnis dass nun chinesische Firmen die größten PV Firmen in der Welt stellen. Ich bin mal gespannt ob es die Chinesen auch diese mal wieder hinbringen die Japaner und die Koreaner abzuhängen (so wie in der PV)

  • Nunja, wenn... Wenn VW es wirklich ernst meinen würde... wenn...
    Wie gesagt: Ich habe so meine Zweifel, dass es die großen westlichen Hersteller ernst meinen.


    Bei dem was Du über die Chinesen denkst, da stime ich Dir voll zu. Viel problematischer als das marktversagen der Südkoreaner halte ich aber das marktversagen der Europäer und vor allem der Deutschen.

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  • Zitat von Dringi

    aber wer soll es dann bezahlen?


    Die denken sich: Onkel Bosch wirds mit den "Festkörperzellen" schon richten - bis dahin bestellt man bequem bei Samsung.


    "Dazu trägt der Kauf des US-amerikanischen Start-ups Seeo Inc. (Hayward, CA in der Nähe des Silicon Valley) bei. Bosch verfügt nun im Zusammenspiel mit der Bosch-Eigenentwicklung im Bereich Batterie über entscheidendes Know-how im Bereich neuartiger Festkörperzellen für Lithium-Batterien und exklusive Patente."


    http://www.bosch-presse.de/pre…ektrofahrzeuge-43063.html



    Darüber hinaus:


    "Nach Angaben von Bosch müssen pro Gigawattstunde jährlicher Fertigungskapazität – das entspricht lediglich 20.000 der genannten Batterien mit 50 Kilowattstunden – 200 bis 300 Millionen Euro ausgegeben werden."


    http://www.zeit.de/mobilitaet/…to-bosch-batterie/seite-2

    Nur 20 Prozent der deutschen Autobahnen haben ein fixes Tempolimit: Link

    Nur 8% der Unfälle finden auf Autobahnen statt: Link

  • Doppelt so viel (Energiedichte) und halb so teuer? Klasse Presse Aussagen!


    Samsung baut sicher noch weit mehr Fabriken in Europa,


    man muss nur für ca. 10 Jahre auch die Menge abnehmen.


    Da kann sich VW & Co. winden wie ein Aal, die fetten Jungs investieren doch kein Geld in wage Zusagen und fiktive Märkte Dritter.


    Wenn sie in Märkte investieren, dann doch bitte mit der Chance auf Gewinne mit dem Faktor 7 + ( HP hat auf den PC verzichtet, weil sie keine Chance auf 7 + gesehen haben)


    Soll heißen, das machen sie nur in ihrem Kerngeschäft und nicht als schnöder Zulieferer.


    In 5 Jahren muss Bosch bei unter 50 $ liegen, um halb so teuer zu sein. Be der Energiedichte wage ich mal lieber keine Prognose, denn da erwarte ich ganz andere Sprünge (nicht für den PKW Markt, der ist ja schon gut abgefrühstückt , mit den 2170 & Co.