Erhaltungsladung der Batterie von seltem genutzten Auto

  • Hallo!


    Da mein Auto wenig benutzt wird, d.h. in der Regel wochenlang herumsteht und auch danach vor der nächsten Standzeit oft nur für eine Kurzstreckenfahrt genutzt wird, entlädt sich mit der Zeit die Starterbatterie.


    Zur Erhaltungsladung während der Standzeit würde ich gerne ein Solarpanel einsetzen. Leider finde ich keine fertige Lösung, die mir sinnvoll benutzbar erscheint: Bei den meisten Fertiglösungen für die Zigarettenanzünderbuchse, die unter der Bezeichnung "Batterieschutz" angeboten werden, sind die Panels viel zu klein und leistungsschwach, als dass ich bei einer Positionierung im Fahrzeuginnenraum hinter einer leicht getönten Scheibe noch einen relevanten Ladestrom erwarten würde. Ein paar leistungsstärkere Varianten werden auch angeboten (bis 15W habe ich gesehen) - aber leider ist da kein Laderegler verbaut, sondern nur die Billiglösung in Form einer Diode, die verhindert, dass nachts der Akku leergesaugt wird. Da befürchte ich mehr Schaden als Nutzen, wenn mal die Sonne doch mehr als üblich scheint und die Batterie bereits voll geladen ist.


    Falls niemand einen Tipp für eine Fertiglösung ohne die beschriebenen Nachteile hat, bleibt wohl nur der Selbstbau.


    Ich dachte da an ein 20W Solarpanel. Das ist jetzt so ein bisschen aus dem Bauch heraus dimensioniert; ich komme auf diese Größenordnung aufgrund folgender Überlegungen: Das Panel wird unter der Heckscheibe auf der Kofferraumabdeckung liegen. Das ist ja alles andere als ideal. Ein bisschen Ladestrom soll auch ohne strahlenden Sonnenschein noch ankommen - darum also keines dieser ganz kleinen Panels. Andererseits ist die Größe eines 20W-Panels noch ganz handlich. Das Auto ist übrigens mit dem Heck Richtung Südwest abgestellt.


    Falls jemand einen Tipp für einen Laderegler mit möglichst geringem Eigenstromverbrauch hat, immer her damit.


    Noch eine Frage: Kann ich die Ladekonstruktion dauerhaft angeschlossen lassen, auch wenn das Auto gestartet/benutzt wird, oder sollte/muss der Solarlader vor dem Starten vom Fahrzeug getrennt werden?


    Viele Grüße

  • Da brauchst du keinen Laderegler.
    Wenn dein Zigarettenanzünder einen Dauerplus hat, dann mach an das Modul einen Zigarettenanzünderstecker dran und steck den einfach ein - fertig.
    Musst nur prüfen, ob der Ziganzünder nicht abgeschaltet wird.....

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Dann hängst halt das 20 Watt Panel draussen an die frische Luft und ziehst das Kabel durch den Schlitz in der Scheibe. :idea:
    einstein0

    Bilder

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Einstein0 - es hat nicht jeder so einen Carport..... Wenn der Gute in Berlin Mitte wohnt kommt er mit Modulkaufen garnicht nach, wenn er deinen Ratschlag befolgt..... :mrgreen:

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  • Zitat von moerfi

    Hallo!


    Da mein Auto wenig benutzt wird, d.h. in der Regel wochenlang herumsteht und auch danach vor der nächsten Standzeit oft nur für eine Kurzstreckenfahrt genutzt wird,


    Viele Grüße


    Taxifahren dürfte billiger sein, weg mit der Karre :mrgreen:

  • Zitat von letsdoit

    Einstein0 - es hat nicht jeder so einen Carport..... Wenn der Gute in Berlin Mitte wohnt kommt er mit Modulkaufen garnicht nach, wenn er deinen Ratschlag befolgt..... :mrgreen:


    Achso, daran hatte ich nicht gedacht. Da hatte ich ja noch Glück, die 4 kWp auf dem Dach sieht man nicht von unten. :wink:
    Gröhl. :lol: Aber ja, in Berlin Mitte würde ich wahrscheinlich auch nur ÖV benützen...
    einstein0

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  • Hi moerfi,


    ja, die Billigheimer sind vor allem Verzierung und bringen unter getönten Scheiben fast nichts. Demzufolge wirst Du ein etwas größeres Modul brauchen. Um Dir das Optimale empfehlen zu können, brauche ich den Fahrzeugtyp und, wenn vorhanden, die Bezeichnung der Glasscheibe, unter der das Modul plaziert werden soll. Ich kann dann abschätzen, wieviel Licht durchkommt.
    Weiter brauche ich den Batterietyp und ihre Kapazität in Ah, falls es nicht die Originalbatterie ist, und ihr Alter.
    Wenn du das Modul einfach so anklemmst, wie es letsdoit vorgeschlagen hat, gast die Batterie, wenn Du volle Sonne auf dem Modul hast, und verbraucht Wasser. Mit dem Gas treten korrosive Säureaerosole aus der Batterie aus. Das bewirkt Korrosion der umliegenden Blechteile. Ein Ladespannungsbegrenzer verhindert das, indem er die Ladung abschaltet, sobald die Gasungsspannung erreicht ist und die Ladung wieder einschaltet, wenn die Ruhespannung unter Soll gefallen ist und damit beginnende Entladung anzeigt.
    Den Kontakt zu dem Lieferanten von so einem Ladespannungsbegrenzer, der selbst nur 0,04 W :!: braucht, kann ich Dir per PN vermitteln. Er beliefert normal keine Privatpersonen. Deshalb geht es nur so, ohne Veröffentlichung der Firmenanschrift.


    Freundliche Grüße
    pvx

  • Um welches Auto geht es denn ?
    Ein aktuelles Fahrzeug hat einen Batteriemanager. Da muß man erst mal sehen ob und wo überhaupt geladen werden darf.
    Bei meinem (10 Jahre altem) Audi darf ich das Ladegerät zB nicht direkt an die Batterie klemmen, sonst bekommt der Batt Manager nichts mit und schaltet Systeme ab. Man verliert Komfort und hat ein paar Fehlereinträge, nichts schlimmes, aber das sollte man vermeiden. ZB kann die Fernbedienung ausfallen, dann bekommt man den Wagen nur per Schlüssel mechanisch auf.


    Auch kann man per Software den Wagen auf Transportmodus stellen, das schaltet eine Stromsparfunktion ein, bzw. alles Systeme ab.


    Mein Dauerladegerät klemmt an den Anschlüssen im Motorraum zum Überbrücken. Nach 3-4 Wochen wäre die Batterie sonst leer.
    Übrigens paradox, ich habe ein eAuto, das fahre ich nun fast ausschließlich. Der Audi steht daher nur noch rum und ist durch das Batterieproblem auch zum eAuto geworden. Er will auch nur noch geladen werden.

  • Du kannst natürlich gerne reichlich Geld für Elektronik ausgeben, nicht, dass ich dich davon abhalten möchte. Wenn du aber z.B. einen alten Dieselbenz hast, Spar dir den Schnickschnack...
    Schreib mal welches Auto du hast und wie alt...

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  • Vielen Dank für die Resonanz auf meine Nachfrage.


    Das Auto, um das es geht, ist ein BMW E46 (325ti, Bj 2001). Die verbaute Batterie hat 70 Ah und ist so gut wie tot - das ist der Grund, warum dieses Thema jetzt bei mir aktuell wird. In den nächsten Tagen werde ich Ersatz besorgen. Die Batterie wird dann also ganz neu sein.


    Das Auto parkt zwar nicht gerade in Berlin Kreuzberg, aber durchaus in einer Wohnstraße in der Großstadt unter der Laterne. Das Zeug muss in den Innenraum.


    Öffis oder Taxi kommen nicht in Frage. Wenn ich das Auto mal brauche, dann brauche ich es sofort, und zwar entweder um Gegenstände oder Personen zu transportieren (also nicht nur um mich selbst von A nach B zu bringen, dafür gäbe es genug Alternativlösungen). Die einzige halbwegs sinnvolle Variante wäre Carsharing, aber dafür kann ich mich noch nicht so recht erwärmen. Das Auto habe ich nun mal aus früheren Zeiten, als ich noch mehr damit gefahren bin. Die beste Lösung ist im Augenblick, es einfach zu behalten.