Auslegung für Anlagenerweiterung Ost-West

  • Hallo liebe Experten,


    nach fast 9 Monaten hin und her mit dem Installateur hat er nun eingelenkt und wird miene 6 kwp OST-West Anlage umbauen.


    Zum Hintergrund: die Anlage bringt nur ca. 60% der durch den Installateur prognostizierten Werte.
    Zum besseren Verständnis, hier ein Bild:





    Es wurde jedes Modul mit dem p350i Optimierer von Solaredge ausgestattet, und der SMI überwachungseinheit dazu. Leider zeigte sich, dass die Verschattung zu stark war, und das Solaredge System dies nicht mehr ausregeln kann.


    Nun wird der Installateur Anlage mit einem Untergestell anheben, bis über die Oberkannte der Attika, so dass keine Verschattung mehr entsteht dadurch.


    In diesem Zusammenhang würde ich die Anlage gerne mit ein paar Modulen erweitern.


    Derzeit habe ich einen Kostal Piko BA 6.0 WR mit einer 7.2 kwh Li Batterie.
    20x LG MonoX 300
    Die Zellen sind über das SE-Systm alle in einen String eingebunden.
    Wenn die Strings getrennt angeschlossen sind, sinkt die Sapnnung teilweise unter die Mindestspannung das WR und es kommt zu Fehlermeldungen am WR.



    Nun zu meiner eigenltichen Frage:
    Wieviele Zellen könnte man mit dem bestehenden WR installieren? Ich möchte die Strings nur ungern trennen, da mit der sinkenden Sapnnung der Wirkungsgrad sehr bescheiden wird.
    Wird die Einspeisevergütung durch das EVU angepasst auf die momentan gültige Vergütung? Die Anlage ist am 25.09.15 in betrieb gegangen.



    60% weiche Abregelung.


    Die max. Spannung des SMI sind 1000V,
    Die max. DC Spannung des WR 950V, max. mpp-Sapnnung 850V.


    Kann mir jemand einen Tipp geben, ob man auf die 950V gehen knn, oder max. 850V mit Lerrlaufspannung?


    Danke für eine kurze Rückmeldung,


    gruß Mabi

  • Hallo Mabi


    Den Minderertrag würde ich mir ersetzen lassen.
    Deine Anlage kann man gutes Beispiel verwenden wie man es nicht machen soll.
    So einen Murks sieht man selten.
    Da hilft auch Solaredge incl. Optimiezer nichts wenn man die Module 30 cm von einer geschätzten 60 cm hohen Attika
    platziert.
    Wieso eigentlich Ost West mit ca. 12 grad
    Bei der Aufständerung bringt das auch nichts.
    Da wäre eine Südaufständerung mit 20 - 25 Grad wesentlich ertragreicher.
    Vor allem im Winter, im Sommer kommt so und so genug.
    Da gibts jede Menge Verschattungsprogramme dazu.
    Auch für den Abstand zur Attika.


    Wieviel m2 hast zur Verfügung.
    Stell am besten mal einen Dachplan ein, im Forum gibts ein paar Spezialisten :) die dir zeigen wie man am besten Aufständert


    Lg Berni

  • Hi Bernis,
    kannst du mir ein Verschattungsprogram nennen, was so eine Attika rechnen kann? gibts sowas als freeware?
    Für eine Südaufständerung mit 20° ist das Dach leider zu klein. Alle Anbieter hatte dazu max. 3 kwp ausgelegt. Der Winkel beträgt nur 10° K2 d-dome system.


    gruß Mabi

    6kWp ---- Piko BA 6.0 ---- LiFePo 7.2 Speicher ---- 20x LG MonoX 300 ---- 20x P350i Optimierer mit SMI Box---- Zinco Gründach System 15° Neigung Ost-West

  • google sketch up.
    schau mal in youtube, da gibts videoanleitungen dazu!
    is a bissi zum einarbeiten, aber recht witzig zum rumprobieren!

  • Wie kann man sowas nur beauftragen und bezahlen?
    Das hat von vorne bis hinten Null Sinn.


    Ein vollständiges Bild vom Dach, Dachmaße und ein Belegungsplan wären gut. Vielleicht kann man dann noch was retten. Teuer genug war der Spaß sicher.


    Wie soll das denn "über die Attika gehoben werden"? Klingt nach einer Siemens Lufthaken Lösung, die beim ersten Sturm abhebt.


    Ich würde alles nach Süden bauen, wenn Platz genug da ist und auf 9,5 - 10KWp erweitern.


    SE musst Du leider drin lassen, weil Kostal WR nicht für gutes Schattenmanagement bekannt sind.


    Gesendet mit Tapatalk

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasaonic Aquarea Monoblock 5KW


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  • Bitte bedenken wenn die Module angehoben werden - es ist jetzt ein Ballastsystem.
    Wenn es angehoben wird, wirken größere Windkräfte auf das System ein.
    Ist das berücksichtigt?


    Gibt es eine Dachzeichnung? Und eine Angabe, wie hoch die Attika ist?
    @ Bernie, mit O/W 12° bekommst du mehr Module auf's Dach; mit Süd 25° einen höheren Ertrag, aber die Anlage wird kleiner, da größerer Schattenabstand der Reihen. Steht schon oben, dass das Dach bereits bei 20° zu klein ist.
    Hier ist zu befürchten, dass sich die Situation vielleicht gar nicht verbessern lässt. Aber erst mal die Zeichnung einstellen.

  • Hallo Seppelpeter,
    anbei die Dachpläne mit Maßen als Draufsicht und Schnitt,





    sowie ein Panoramabild der PV.




    Der Installateur lässt sich vom Hersteller des Halterungssystems eine Konstruktion auslegen, um das ganze einen Meter anzuheben, inkl Statik natürlich. Das Haus ist fast exakt nach Süden ausgerichtet.


    mit einer Südaufständerung bekommt man aber bei weitem die Leistung nicht aufs Dach, oder


    Gruß Mabi

  • Das ist echt der Wahnsinn ... Module direkt hinter die Wand und seitlich an die Wand legen.
    Warum macht man das???


    Du nutzt doch nur das halbe Dach :!:
    Wo Süden ist habe ich noch nicht ganz verstanden ... die 20 Stück würde ich aber auf jeden Fall komplett nach Süde bauen und ich würde die HOCHKANT bauen, damit der Schatten der Attika seitlich in die Module rein wandert und das Schattenmanagement was machen kann ... ach nee, Du hast ja einen Kostal am Start ... nee, dann nicht ... aber SE ist eh dabei, das wirst Du nicht mehr los.


    Also ist es immerhin egal, ob hochkant oder quer ... so wie es am besten passt.


    Die 20 Module also nach Süden!


    Da der WR aber viel zu groß ist und sicher teuer war würde ich erweitern.
    Wird auch teuer bei LG Mono mit 300Wp, aber war Dein Wunsch.


    Ich gebe zu, keine Ahnung davon zu haben, wie viele Module (einer Ausrichtung) man mit SE in einen Sting an einen normalen "dödeligen" Kostal WR hängen darf ... könnte bei 23 Stück Feierabend sein ... aber dann gibt es eben 2 Strings.


    Wenn es passt würde ich auf 28-32 Stück gen Süden erweitern.
    Ganz im Süden brauchst Du sicher einen guten Meter Abstand zur hohen Attika!


    Sollte das rein nach Süden nicht passen und auf 2 Strings hinaus laufen, kannst Du auch Ost/West mit 28 bis 32 Modulen bauen. Dann sollte es aber mehr in Richtung der 32 gehen. Im Süden brauchst du auch bei der Variante Abstand zur Attika bei 1m Höhe selbiger.

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  • Hi,


    Zitat von mabirech

    sowie ein Panoramabild der PV.


    also ich würde die Ost-/Westaufständerung belassen.
    Das ist bei diesem Dach die mit Abstand beste Variante, was die mögliche Anzahl der zu verbauenden Module betrifft, das hast Du schon ganz richtig erkannt.


    Ich würde aber nicht 5, sondern nur 4 Module nebeneinander bauen, damit Du weiter von den Rändern wegkommst.
    Wenn die Anlage dann noch zusätzlich angehoben wird, kommst Du aus dem Schatten der Attika `raus.
    Und die ganze Anlage einen Meter weiter in Richtung Dachluke verschieben.
    Du hast dann einen Abstand von 1,2 Meter rundum zur Attika, das sollte reichen und ist gleichzeitig ein schöner Serviceweg rundum.


    Wenn das ganze Modulfeld so etwas weiter in Richtung Dachluke rückt, müssen dort auch noch zwei Module weg.
    Die 7 Module, die dann insgesamt "übrig" sind (zwei bei der Luke und die 5 aus der rechten Reihe), kannst Du in einer weiteren Reihe links der Dachluke (der Skizze nach) stellen, die ist dann auch noch weit genug von der Attika entfernt.
    Da passt dann gleich noch ein weiteres Modul dazu.


    Das eine Modul links direkt an der Ecke der Attika würde ich dann dort auch ganz entfernen und hinten in die letzte Reihe setzen, wo jetzt noch die Lücke für den Wasserkran ist.


    So solltest Du alle Module unterkriegen plus ein weiteres.
    Eng wird`s evtl. links der Dachluke, da passen evtl. nicht einmal 4, sondern nur 3 Module nebeneinander.
    Das würde dann eine weitere halbe Reihe erforden, könnte eng werden.


    Bei dem Kostal ist normalerweise bei 22 von den 60-Zellern Schluss, ob Du mehr in einen String bekommst mit dem SolarEdge SMI müssen Dir die Jungs von SolarEdge sagen, aus der Installationsanleitung geht das nicht hervor.
    Evtl. kann man die max. Spannung begrenzen, die die Optimizer abgeben, dann gehen noch mehr Module in einen String.
    Ich seh` aber nicht, wo die noch auf`s Dach passen könnten.


    Was eine mögliche Südaufständerung betrifft, da gibt`s wegen der Eigenverschattung, insbesondere im Winter, nur eine einzige Möglichkeit, und das ist eine ziemlich "wilde":


    Du baust auf der Südseite eine Reihe mit 10 Modulen hochkant nebeneinander, und zwar nicht auf das Dach, sondern als Fassadenanlage von außen an die Attika. Möglichst so, dass die Module nicht über die Attika schauen.
    Dann kannst Du noch von innen eine Reihe mit 6 Modulen quer aufständern, direkt vor der Dachluke.
    Die dritte Reihe müsste etwas höher stehen und kann von innen an der nördlichen Attika befestigt werden, da passen dann 5 Module hochkant nebeneinander.


    So passen auch 21 Module auf`s Dach mit minimaler Eigenverschattung.
    Ich würde da eine Neigung von 55° empfehlen, das bringt im Winter mehr, weil erstens der Schnee abrutscht und zweitens die Sonne im Winter flacher steht.

  • Zitat von seppelpeter

    Das ist echt der Wahnsinn ... Module direkt hinter die Wand und seitlich an die Wand legen.
    Warum macht man das???


    Weil jemand glaubte, dass diese sogenannten Optimierer alles ausregeln können?
    Da ist natürlich derjenige jetzt mal ganz hart gelandet!


    Mit der Erhöhung wird es leider eine sehr aufwändige Unterkonstruktion.
    Hoffentlich ist noch Platz für einen Inspektionsgang.