Planung PV-Anlage am asymmetrischen Satteldach

  • Hallo zusammen,


    letzte Woche ist der Wunsch nach einer eigenen PV-Anlage am Dach unserer geplanten Aufstockung entstanden. Nach etlichen Stunden Ratgeber und Foren lesen möchte ich eure Expertenmeinung zu einigen Fragen einholen.


    Zu unserem Aufbauprojekt:

      Standort: Salzburg – Österreich


      Dach: Asymmetrisches Tonziegel-Satteldach mit der steilen Seite (30° Dachneigung) nach Süd-Ost / -30° und einer Bruttofläche von 63m² (14x4,5m). Jedoch werden die bestehende Solarkollektoren wieder installiert. Somit müssen mind. 8m² von der Fläche abgezogen werden. Der jährliche Ertrag pro kWp sollte 1010kWh bringen.


      Die flache Seite besitzt eine Dachneigung von 20° und schaut entgegengesetzte Richtung (150° Azimuth). Ihre Bruttofläche ist 91m² (14x6,5m). Der jährliche Ertrag pro kWp sollte 730kWh bringen.
      Schatten wirft nur der Kamin.


    Folgende zwei Varianten habe ich mir überlegt:

      1. Nur die maximale Fläche auf der Süd-Ost Seite nutzen.


      2. Maximale Fläche auf der Süd-Ost Seite nutzen und die restliche Fläche, die für die 5kWp nötig ist, auf der Nord-West Seite (mit billigeren Modulen) installieren.


    Welche Variante empfehlt ihr mir? (auch in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit...)


    Außerdem stellen sich mir noch folgende Fragen:

      - Wie viel Abstand muss ich zu den Dachkanten lassen? (mit welcher Nettofläche kann ich rechnen?)


      - Welche Module könnt ihr mir empfehlen?


      - Kennt ihr einen guten Installateur Nähe Salzburg? Darf ruhig auch aus dem (süd)bayerischen Raum sein.


      - Muss ich noch etwas wichtiges bei der Planung des obersten Stocks samt Dach berücksichtigen, um den Aufbau der PV-Anlage zu erleichtern?


    welche Empfehlungen habt ihr noch? Habe zur Veranschaulichung auch ein paar Fotos vom Modell hinzugefügt.
    Bin auf eure Antworten und Tipps gespannt!


    VG und :danke: ,
    Simon

  • Ist das SO Dach insgesamt 12m breit und es fallen für die Thermie 4m weg?


    Ich würde die Thermie auf NW oder einer ggfs. vorhandenen Garage/Carport/Garten sonstwas aufständern und SO komplett für PV nutzen.
    Dann reicht SO bei 12m Dachbreite für 3*7 Module und damit locker für 5KWp selbst bei günstigen 250-260Wp Modulen.
    Es entsteht dort ein schöner langer String, der perfekt an einem in AT vermutlich obligatorischem 3-phasigen WR laufen wird.


    Die Thermie könnte auch flach auf NW liegen, das macht dieser eher weniger aus, als der PW.



    Die Lösung SO mit rund 12 Modulen in 4-4-4 und Rest auf NW würde ich als absolute Notlösung ansehen.
    Da würde ich eher, wenn die Thermie auf SO muss, auch unter der Thermie 7 Module durch legen in quer und dann nochmal 4 und 4 drüber, wären 15 Stück und mit 290Wp hätte man immerhin 4,4KWp auf dem Dach und eine halbwegs passable Stringlänge erreicht.


    Kann man an den Dachüberständen noch drehen?
    >= 12,5m wären gut, abzühlich 4m für Thermie würden auf die 8,5m dann 5 Module in quer passen was ein 7-5-5 ergeben würde ... also 2 Module mehr, als bei 12m Dachbreite.


    Oder darfst Du auch 1-phasig anschließen?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • solarthermie wie auf deiner skizze nach links oben...daneben hochkant 7 standardmodule. und darunter eine komplette reihe(auch unter der solarthermie) mit 11 modulen. du hast 4,5m und das modul mit solarthermie 3,7m das passt schon - auch in der breite bleibt 1m über :idea:


    macht in smme 18x280W=5,04kwp :!:


    falls mehr pv gewünscht ist musst du die solarthermie weglassen oder umsiedeln - das mit dem norddach vergiss lieber...

  • Zitat von black

    solarthermie wie auf deiner skizze nach links oben...daneben hochkant 7 standardmodule. und darunter eine komplette reihe(auch unter der solarthermie) mit 11 modulen. du hast 4,5m und das modul mit solarthermie 3,7m das passt schon - auch in der breite bleibt 1m über :idea:


    Wie soll das passen bei 3,2m Dachlänge?
    7 hochkant geht, aber dann passen nur noch 7 in quer drunter ... sind 14. :juggle:


    Mit Thermie auf SO dürfte alles in quer und 7-4-4 das Maximum sein.

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    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hallo,


    vielen Dank für die raschen Antworten. Die 12m Länge für den "Solarstreifen" kommen von jeweils 1m Abstand von der Dachkante. Bruttoabmasse des SO Dachs sind 14x4,5m. Passt der Abstand - gibt es da Auslegungsregeln?
    Mit welchen Abmassen für ein Standardmodul rechnet ihr?


    Ist es insgesamt überhaupt sinnvoll die 5kWp erreichen zu wollen? Oder würdet ihr mir prinzipiell zu der beschriebenen Variante 1 raten und die NW-Seite frei lassen?

  • Zitat von Sijo

    Hallo,
    vielen Dank für die raschen Antworten. Die 12m Länge für den "Solarstreifen" kommen von jeweils 1m Abstand von der Dachkante. Bruttoabmasse des SO Dachs sind 14x4,5m. Passt der Abstand - gibt es da Auslegungsregeln?
    Mit welchen Abmassen für ein Standardmodul rechnet ihr?


    Standardmodul hat 1,67*1,01m.


    Bei den Maßen für das Dach ist die Lage natürlich ganz anders.
    1m Abstand zum Ortgang ist mMn nicht erforderlich, 30-50cm, die bei 13 Modulen in einer Reihe in hochkant noch bleiben würden ist schon "Luxus".


    Ich würde die Thermie unten links setzen und eine Reihe mit 13 Modulen in hochkant oben legen.
    Unten passen dann noch 8-9 in hochkant in die Reihe.
    Ergibt in Summe 21-22 Module und mit 250-260Wp Modulen sind Deine 5KWp voll.
    Unten würde auch noch genug Platz für einen ggfs. erwünschten Schneefang bleiben.
    4,5m Dach minus 2m Thermie minus 1,67m für ein PV Modul bleiben rund 80cm zur Traufe.


    Als WR würde ich einen Fronius Symo mit 5KVA nehmen, da Du vermutlich 3-phasig ans Netz musst.


    Alternativ könnte man auch noch gut bezahlbare 275-280Wp Module nehmen und den Fronius Symo mit 6KVA nehmen.
    Der 6KVA WR kostet fast nix mehr, die UK ist auch bezahlt ... ist also nur der Mehrpreis beim Modul.


    Zitat

    Ist es insgesamt überhaupt sinnvoll die 5kWp erreichen zu wollen? Oder würdet ihr mir prinzipiell zu der beschriebenen Variante 1 raten und die NW-Seite frei lassen?


    Was wird denn gefördert in AT?
    Ich würde die 5KWp legen.

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    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von seppelpeter

    Wie soll das passen bei 3,2m Dachlänge?
    7 hochkant geht, aber dann passen nur noch 7 in quer drunter ... sind 14. :juggle:


    Mit Thermie auf SO dürfte alles in quer und 7-4-4 das Maximum sein.


    das gelbe ding hat diese maße aber das hast du ja schon mitbekommen...das so dach reicht völlig aus...die frage ist eigentlich nur wie groß will der threadreröffner bauen?

  • Ahhh, sehr gut! Habe mir nicht gedacht, dass sich die 5kWp am SO Dach so einfach unterbringen lassen... :D
    Ich glaube 5kWp passen sehr gut, denn für alles darüber ist eine schriftliche Vereinbarung mit dem Netzbetreiber notwendig.


    Also die Lösung schaut folgendermaßen aus:

    Zitat

    Ergibt in Summe 21-22 Module und mit 250-260Wp Modulen sind Deine 5KWp voll.


    oder

    Zitat

    macht in smme 18x280W=5,04kwp :!:


    Wobei ich eher zu den 280W Modulen tendiere - Gibt es da einen Richtpreis für 250-260W bzw. 280W Module? Welche Hersteller sind zu empfehlen?


    Soll ich die Solarthermie oben anordnen, damit die Hitze (wenn der Warmwasserspeicher keine Wärme mehr aufnehmen kann) nicht den PV-Modulen schadet?


    Zitat

    Als WR würde ich einen Fronius Symo mit 5KVA nehmen, da Du vermutlich 3-phasig ans Netz musst.


    Ob 1- oder 3-phasig lässt sich der Netzbetreiber offen.


    vg
    Simon

  • Zitat von Sijo

    Hallo,


    vielen Dank für die raschen Antworten. Die 12m Länge für den "Solarstreifen" kommen von jeweils 1m Abstand von der Dachkante. Bruttoabmasse des SO Dachs sind 14x4,5m. Passt der Abstand - gibt es da Auslegungsregeln?
    Mit welchen Abmassen für ein Standardmodul rechnet ihr?


    Ist es insgesamt überhaupt sinnvoll die 5kWp erreichen zu wollen? Oder würdet ihr mir prinzipiell zu der beschriebenen Variante 1 raten und die NW-Seite frei lassen?


    kommt drauf an, was du erreichen willst!
    ich nehme mal an, du strebst eine foerderung an, falls KLIEN, dann wuerd ichs nach deinem jahresstromverbrauch auslegen: faustregel: Jahresstromverbrauch in [kWh] / 1000 = Nominalleistung der PV in [kWp]. das ist am renabelsten, da es der beste kompromiss fuer hohen eigenverbrauch und autarkiegrad.


    falls du erst naechstes jahr bauen willst, dann evtl. auch OeMAG-foerderung, dann geh mit z.b. 18x280W knapp ueber die 5kWp-grenze.
    norddach belegen wuerd ich nicht empfehlen, das rentiert sich niemals, da du vorher ja schon eine gute/bessere suedanlage hast...

  • Zitat von Sijo

    Ahhh, sehr gut! Habe mir nicht gedacht, dass sich die 5kWp am SO Dach so einfach unterbringen lassen... :D
    Ich glaube 5kWp passen sehr gut, denn für alles darüber ist eine schriftliche Vereinbarung mit dem Netzbetreiber notwendig.


    dafuer ist so oder so VORHER eine anfrage an den netzbetreiber zu richten, ob das netz an deinem einspeisepunkt die geplante WR-leistung vertraegt!
    http://www.salzburgnetz.at/de_at/Anschluesse/erzeugung.html
    max. 4,6 kVA Nennscheinleistung ist die grenze zwischen 1- und 3-phasig.