Batterie die über 100 Jahre hält

  • ich habe hier viel über Batterien gelesen.


    Blei, NiCd, Li-ion usw.


    Doch was ist für Solar brauchbar? Was ist umweltfreundlich, was hält am längsten?


    Der Bleiakku ist sehr bekannt, aber für Solar unbrauchbar. Denn er geht schnell kaputt. Er verbraucht bei Herstellung, Logistik und Entsorgung mehr Energie, als er in der gesamten Lebensdauer speichern kann. Zudem ist er empfindlich bei Überladen, Tiefentladen usw. Allerdings sind sie spottbillig.


    Der alkalische Akku (NiCd, NiFe oder NiCdFe) ist differenziert zu betrachten. Es gibt mehrere Systeme (Taschenplatte, Sinter, Polymer und Faserstruktur), von denen für Solar nur der von Edison erfundene Taschenplatten-Akku brauchbar ist. Solche Akkus halten über 100 Jahre, ich habe selbst welche aus den 1930er Jahren, die voll funktionsfähig sind.
    Sie können durch Überladen, Tiefentladen, Frost, Wüstentemperaturen usw.) nicht zerstört werden. dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Nickel-Cadmium, Nickel-Eisen oder Nickel-Eisen-Cadmium-Akku ist. Wichtig ist qualitativ hochwertige Taschenplatte . Sie sind jedoch sehr teuer und haben auch noch nach Jahrzehnten Betrieb kaum Wertverlust, besonders alte, sehr gut gebaute Akkus wie von der Edison-Company aus den 1920er Jahren sind sogar teurer als neue. Allerdings sehr schwer ranzukommen.


    Li-Ion sind gut für leichte mobile Lösungen (Handys usw.), aber ungeeignet für stationäre Solaranwendungen (zu geringe Lebensdauer, Brandgefahr, aufwendige Elektronik usw.) Der Preis ist recht hoch.



    Ich stelle demnächst mal Fotos ein.

  • Moin, mal abgesehen davon dass du hier extrem viel Eigenwerbung betreibst schreibst du auch teilweise ziemlichen Mist :

    Zitat von schwartztechnik


    Der Bleiakku ist sehr bekannt, aber für Solar unbrauchbar. Denn er geht schnell kaputt.


    Der Bleiakku ist nicht unbrauchbar sondern höchstens nicht ganz ideal. Wenn man weiß wie man mit ihm umgehen muss.

    Zitat von schwartztechnik

    Er verbraucht bei Herstellung, Logistik und Entsorgung mehr Energie, als er in der gesamten Lebensdauer speichern kann.


    Hast du das schon mal ausgerechnet ? Oder mehr geraten ? :wink:
    Nimm mal eine normale PzS, zB 24V 600Ah ~ 10kWh nutzbar bei 1500 Zyklen = 15MWh !
    Danach ist sie bei 80% ihrer anfänglichen Kapazität angelangt und noch lange nicht verbraucht...
    Entsorgung? Ein Bleiakku kann zu >98% recycelt werden, mit relativ geringem Energieverbrauch.
    Apropos Entsorgung, mich würde sehr interessieren wie du (oder halt derjenige) deine NiCd-Akkus "generalüberholst" :?:
    Wohin mit der Lauge ? Neutralisierst du sie? Wie bekommst du das Cadmium heraus ? Egal?
    Oder welcher dafür zugelassene Betrieb macht das für dich? Bitte die Adresse !
    Was die Qualität von alkalischen Taschenplatten-Akkus angeht bin ich ja ganz bei dir, aber ideal für Solar?
    Schon mal den Ladewirkungsgrad nur des Akkus betrachtet (*1,3 - 1,6) ? Jeder Einspeiser bekommt dabei die Krise...
    lg,
    Philip

  • 100Jahre alt werden NiFe nur wenn man sie "nicht benutzt". Im Betrieb ist die zyklische Haltbarkeit bei NiFE ist ungefähr das selbe wie bei bei Panzerplatten Blei

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Zitat von schwartztechnik

    aber ungeeignet für stationäre Solaranwendungen (zu geringe Lebensdauer, Brandgefahr, aufwendige Elektronik usw.) Der Preis ist recht hoch.


    Wo lebst du denn. :P
    Du musst nur wissen welche Zellen gut sind. :wink:
    http://www.pedelecforum.de/for…beste-pedelec-akkuzelle-für-selbstbauer.18332/ (Das mit den Links funzt mal wieder nicht richtig )


    Meine alten Pedelecakkus werden schon heute für Solaranwendungen genutzt,
    die sind sogar noch gut wenn sie nurnoch 50% der anfänglichen Kapazität haben.
    Sogar brauchbare bezahlbare Lithiumladeregler für Solar hab ich schon auf Ebay gefunden. :danke:
    Und Brandgefahr ist eigentlich nur bei Lipos relevant.


    Mfg

  • Moin,
    ja das ewige Thema.... welcher Batterietyp....
    ein Freund hat sich gerade einen schönen 8kwh Speicher zugelegt mit Lithium-Eisenphosphat Akkus
    von: https://www.sonnenbatterie.de/de/sonnenbatterie


    10 Jahre Garantie ... 20 Jahre zugedachte Lebensdauer (10 000 Zyklen)


    LG jörg

    70 x SW225 an 2 x SB5000TL-20 + 2 x SB2100TL
    10 x RENESOLA 240 1 x SMA SB2100TL
    110 x RENESOLA 240 2 x SMA Tripower 12000
    238 x SW235 an Kaco Powador 4 x 14.0
    1 x Black 600

  • Zitat von schwartztechnik

    Der Bleiakku ist sehr bekannt, aber für Solar unbrauchbar. Denn er geht schnell kaputt.


    Da gibt es hier im Forum weit detailliertere Beiträge und bessere Erfahrungen.
    Wie definierst du - ... geht schnell kaputt?

  • Auf den Beitrag wird ja viel Zeug geschrieben.


    1. ein Beiakku hält nun aufgrund seines Aufbaus nicht wirklich. Die Platten zerfallen u.a. auch, weil die Haltestruktur der Platten an der Reaktion teilnimmt. Sie wird porös und hat dann zu wenig Tragfähigkeit und zerkrümelt.
    2. 15 Mwh sind etwa 1500l Öl. Man Muss bei der CO2 Bilanz alle Produktionsschritte, auch die der Ausgangsstoffe für die Rohstoffe betrachten.
    3. Die verbrauchte Lauge muss man nicht entsorgen. Der Schlammanteil bei einem guten Akku ist sehr gering, der ist natürlich Fall für die Entsorgung. Da es alkalisch ist, löst sich das Ni, Fe und Cd nicht.
    Der Schlammanteil der verbrauchten Lauge beträgt bei einem guten Akku etwa 0.05%
    Aber das sind nur wenige Gramm. Man kann die Lauge selbst wieder aufarbeiten.
    dazu a)Schlamm absetzen lassen und abtrennen b) Calciumhydroxid zusetzen und mehrmals an 3 Tagen umrühren. Absetzen lassen und die nach der Reaktion überstehende Lauge nutzen. Das entstehende Calciumcarbonat kann nach Neutralisation der Laugereste als Bauabfall weg.


    K2CO3+Ca(OH)2 ->2KOH+ CaCO3


    Haben schon die alten Seifensieder so gemacht, bevor es die Chloralkali-Elektrolyse gab, nennt man Kaustifizieren.


    Auf keinen Fall darf man die Lauge ausschütten und einfach neutralisieren. Dann lösen sich die Schwermetalle!!!

  • Zitat von schwartztechnik


    1. ein Beiakku hält nun aufgrund seines Aufbaus nicht wirklich. Die Platten zerfallen u.a. auch, weil die Haltestruktur der Platten an der Reaktion teilnimmt. Sie wird porös und hat dann zu wenig Tragfähigkeit und zerkrümelt.


    Noch mal, in welchem Zeitraum "zerfallen" die Platten?
    Ordentlich ausgelegte Solar Batterien (Hoppecke, Exide Sonnenschein) erreichen eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren.

  • Das hängt von der Entladetiefe, der Legierung und der Zyklenzahl ab. Ich habe Blei-Akkus gesehen, die sind nach 3 Jahren zerkrümelt, aber auch solche, die haben nach 8 Jahren noch die Hälfe der Dicke der Haltestäbe "gesundes" Blei gehabt. Platten von alkalischen Taschenplattenakkus sind nach 50 Jahren wie neu. Wenn die Löcher klein genug sind, dann ist die Schlammmenge nach 10 Jahren sehr gering. Um das zu bestimmen braucht man schon eine feine Waage. Nicht im Schlamm berechnet werden dabei ausgefallene Pottasche-Kristalle.