Erfahrungen mit ABB UNO 3.6-TL-OUTD-S?

  • Moin,


    nachdem mein Offenstall (6,5 x 6,5 m Dach, 10 Grad Neigung, Ausrichtung SSW = ca. 205 Grad) für die neue PV in Eigenmontage die nächsten Tage endlich fertig wird und ich dringend zum Herbst den Platz in der Garage brauche, wo die 16x 250W Module (ZNSHINESOLAR ZXP6-60-250/P) derzeit ungenutzt schlummern, stellt sich die Frage nach dem "richtigen" Wechselrichter... nach nächtelangen Recherchen und div. Berechnungen würde ich ja am liebsten einen StecaGrid 3600 nehmen, zumal dieser seit einem der letzten Firmware-Updates auch den bereits vorhandenen SDM-630 am Modbus-RTU von Haus aus unterstützt (geplant ist eine Eigenverbrauchsanlage ohne Einspeisung, d.h. der Zweirichtungszähler soll den WR so ausregeln, dass keine Einspeisung erfolgt); leider ist der einzig möglich Installationsort (25 m entfernt, 2x 6mm Solarkabel liegen schon) m.E. nicht gerade IP21 konform, da mehr oder weniger offen in einem Nebengebäude/Stall und die diesbzgl. besser passende Outdoor Variante StecaGrid 3600x hat leider keine Modbus-Schnittstelle :(


    Die Fronius-Lösung mit einem Primo 3.6-1 ist gleich deutlich teurer (+ schwerer!) und setzt zudem für die gleiche Funktionalität das spezielle Fronius Smart Meter mit Modbus RTU voraus, wodurch es nochmal 250 € teurer wird...


    Nun bin ich bei meinen Recherchen über den ABB UNO 3.6-TL-OUTD-S gestolpert, der mir zusammen mit der VSN300 Wifi Logger Card zumindest theoretisch die gewünschte Funktionalität bieten sollte und preislich passt - hat hier schon jemand Erfahrung mit diesem WR, insbesondere an einem SDM-630-Modbus als Zweirichtungszähler?


    Spannend fand ich im Handbuch (ja, das lese ich tatsächlich vor dem Kauf) den Hinweis auf ein "Stand Alone accessory
    board", welches theoretisch bei Netzausfall (nach manueller Aktivierung) weiterhin für die notwendige Netzfrequenz sorgen soll, damit man auch ohne Speicher zumindest den gerade selbst produzierten Strom der PV direkt nutzen kann... leider habe ich außer diesem Hinweis im Handbuch keinen weiteren Hinweis auf Verfügbarkeit, Preis o.ä. dazu gefunden.


    Noch kurz eine Anmerkung/Frage zur Auslegung: geplant ist in einem späteren Schritt auf AC-Coupling (mit einem Studer Xtender XTM4000-48) zu erweitern, daher nur 1-phasig und nur ein 3.6 kW WR; es gibt im Haus auch keine 3-phasigen Verbraucher! Das Dach hätte jedoch Platz für 18 Module (3 Reihen je 6 Standard 60er Module hochkant) und ich bin am überlegen, entsprechend noch um 2 Module aufzustocken - verkraftet der WR eine solche Überbelegung (wären 125% bei 18x 250W = 4.5 kW) oder sollte ich lieber das 4.2er Modell nehmen und diesen später einfach auf 3.6 kW ausgangsseitig beschränken, um den Xtender nicht zu überlasten?


    Danke für Tipps jeglicher Art, damit die Module dieses Jahr noch Sonne sehen :)

  • Einerseits plane ich einen ABB, jedoch etwas grösser (27,6 kW).
    Anderseits verträgt ein WR erfahrungsgemäss jede Überbelegung des Modulfeldes innerhalb seiner Spannungstoleranzen.
    Warum nimmst du keinen Infini-Hybrid?
    An meinem hängen auch über 4 kWp und ich habe schon 3,6 kW abgelesen...
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Und warum willst du da nix einspeisen?


    Das Dachmaß ist etwas unglücklich. Mit 7m Länge würden da auch 4*6 in hochkant passen. Hochkant würde ich bei DN10 auf jeden Fall bauen.


    Die 24 Stück könnte man dann gut 70-hart an den SMA SB5000TL-21 hängen.


    Alternativ würde ich entweder auf 13-14 Module reduzieren oder bei absolut null Schatten 2*8 parallel und das dann an den SMA SB2.5 hängen, der mit dem SMA EnergyMeter auch ZeroExport bietet.


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    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Moin & Danke Euch beiden für das erste Feedback! :danke:


    einstein0: ja, den Infini-Hybrid hatte ich ursprünglich auch auf dem Zettel und Deinen Kontakt schon mal zwecks Preisanfrage angeschrieben - ich traue dem "China-Kracher" aber schlicht nicht, deswegen wieder verworfen :|


    seppelpeter: am Dachmaß kann ich leider nicht mehr viel ändern - geplant sind 3 Reihen mit etwas Abstand als Wartungsgang dazwischen, um bei Bedarf (auf Grund der geringen DN) auch mal reinigen zu können... der ursprüngliche Plan war, das Tric-F von WagnerSolar zur flexiblen Aufständerung zu verwenden und (mind.) 2x jährlich an die Winter- und Sommer-Sonne anzupassen; der (saftige) Aufpreis und der (geringe) potentielle Mehrertrag stehen für mich aber in keinem Verhältnis :shock:


    Die Schattensituation ist eher unglücklich, da auf der Ostseite ein kleines "Wäldchen" mit recht hohen Bäumen steht, so dass ich erst ab ca. 10/11 Uhr richtig Sonne auf den Modulen haben werde (dafür ist dann bis ca. 19 Uhr kein Schatten mehr zu erwarten). Ein paar der höchsten Bäume werde ich ggf. noch etwas "stutzen" und vereinzelt sogar komplett fällen können, aber halt nicht alle. Daher ist das Dach vom Offenstall in der Breite auch auf die 6,5m beschränkt, obwohl das Fundament darunter 10m Breite hat - die restlichen 4m sehen erst ab ca. 14/15 Uhr Sonne :(


    SMA SB2.5 hatte ich mir auch angeschaut und überlegt, ggf. mit einem SB 1.5 zu kombinieren (damit zumindest einer von beiden "loslegen" kann, während die Module des anderen noch teils im Schatten sind), die Idee aus Kostengründen aber wieder verworfen - hier hoffe ich einfach auf ein brauchbares Schattenmanagement des ABB UNO bei 15-18 Modulen... und beim "nix einspeisen" geht es einfach nur ums Prinzip :mrgreen:

  • Zitat von towe

    Moin & Danke Euch beiden für das erste Feedback! :danke:
    einstein0: ja, den Infini-Hybrid hatte ich ursprünglich auch auf dem Zettel und Deinen Kontakt schon mal zwecks Preisanfrage angeschrieben - ich traue dem "China-Kracher" aber schlicht nicht, deswegen wieder verworfen :|


    Schade! Dann hoffe ich nur, dass dein "Europa-Chracher" nicht beim ersten Gewitter abraucht, wo du für sein Geld den Infini gleich im Doppelpack kriegst. 2011 hatte ich für den rudimentären SMA bereits das Anderthalbfache bezahlt. :idea:
    Und überhaupt: Wo du ja noch Bleiklötze planst gibt es doch für den Infini gar keine Alternative mehr... :wink:
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von einstein0

    Schade! Dann hoffe ich nur, dass dein "Europa-Chracher" nicht beim ersten Gewitter abraucht, wo du für sein Geld den Infini gleich im Doppelpack kriegst. 2011 hatte ich für den rudimentären SMA bereits das Anderthalbfache bezahlt. :idea:
    Und überhaupt: Wo du ja noch Bleiklötze planst gibt es doch für den Infini gar keine Alternative mehr... :wink:
    einstein0


    hmm, irgendwie scheinst Du von anderen Preisen auszugehen - der ABB UNO 3.6-TL-OUTD-S, um den es in diesem Thread ja eigentlich geht, kostet mich (brutto, da kein Vorsteuer-Abzug) mit der WIFI-Logger-Karte keine 1.000 EUR; da lag der Infini aber (zusammen mit der notwendigen Modbus-Karte) deutlich drüber... klar, dafür bräuchte ich später keinen zusätzlichen Insel-WR (wie den Xtender o.ä.) - aber von Blei habe ich doch gar nichts geschrieben? Ich bin kein Freund von "All-in-One" Geräten und setze lieber auf maximale Flexibilität... deswegen frage ich ja gerade nach Erfahrungen zum ABB UNO 3.6-TL-OUTD-S in Bezug auf dessen Schnittstellen und Anbindung :)
    towe