Die geliebte Bürokratie ...

  • Hallo an die Gemeinde,


    ich habe nun meine Anlage erweitert und lerne mal wieder die Bürokratie in vollem Umfang kennen.


    Ich habe nun einiges zu Erweiterung gelesen, aber so richtig schlau bin ich immer noch nicht.
    Nach meiner ersten Rechnung habe ich nun einen netten Brief von meinem Netzbetreiber bekommen. Hierin teilt er mir mit das die Rechnung so nicht abgenommen werden kann weil:


    - Bei der Bundesnetzagentur sind 2 PV Anlagen mit einer Gesamtnennleistung von 22,6 kWp gemeldet. Ihm liegt aber 22,8 kWp vor. (Das ist ein Fehler von mir bei der Bundesnetzagentur und wurde korrigiert.)


    - Bei einer Messung mehreren Anlagen mus gewichtet werden. (Richtig, wird auch so um Forum beschrieben – nur habe ich die Erweiterung innerhalb der 12 Monate durchgeführt)


    - Für die letzte Anlage gelten andere Vergütungssätze (Wenn es zwei separate Anlagen sind ist das so)


    Kurzzusammenfassung zur Anlage:


    Erstellt am 16.06.2015 als Ost-West-Anlage mit 11,4 kWp und einem 7kW WR.
    Setzen des Zählers und Inbetriebnahme der Anlage am 30.06.2015.


    Erweiterung der Anlage mit weiteren 11,4 kWp auf Ost-West und Austausch des WR gegen 17 kW WR. Inbetriebnahme und erste Einspeisung der der 22,8 kW Anlage am 30.06.2016.


    Der Netzbetreiber sagt das es für Ihn zwei Anlagen sind. (Wenn an dem ist, hätte ich mir die Hektik in den 12 Monate fertig zu werden sparen können.)
    Die Bundesnetzagentur sagt das sie nur die Summer der Leistung interessiert.


    Entscheidet hier tatsächlich der Netzbetreiber über wohl und wehe?


    Welche Daten zählen denn für die Entscheidung? Der Tag der Fertigstellung? Dann wäre es der 16.06.2015 und ich wäre mit dem 30.06.2016 drüber gewesen.


    Bevor ich mich Rat suchend an die Clearing Stelle wende, möchte ich erst einmal Eure Erfahrungen und Kenntnisse erfahren.


    Gruß raidischen

  • Wenn du innerhalb von 12 Monaten bleiben wolltest, hätte bis 31.05.2016 fertiggestellt werden müssen.
    Der Monat der Inbetriebnahme zählt ja auch schon dazu.


    Ich habe damals extra von Oktober 11 bis Oktober 12 gewartet um nicht innerhalb der 12 Monate zu sein.


    *EDIT
    Entscheidend ist nicht der Tag sondern der Monat der Inbetriebnahme.
    Und Juni15 bis Juni16 sind 13 Monate :!:

    Schott String1 DN 50°, Süd+30°/ String2 DN 45°, Süd+20°/ Kostal Piko 5.5 6,08 kWp 2011
    Schott DN 35°, Süd+30°/ SMA SB1300TL-10 1,33 kWp 2012
    JK:26 D:3 T:1
    L:37 D:8 T:3

  • Zitat von pvsjf


    Entscheidet hier tatsächlich der Netzbetreiber über wohl und wehe?


    Natürlich nicht, entscheidend ist, was im EEG steht. Aus §32 EEG2014 (das ist aber schon sehr lang so und bleibt auch so)


    Wie Braun1 schon schrieb, sind 6/15 und 6/16 13 Monate, du hättest also noch im Mai fertigstellen müssen um innerhalb der Frist zu bleiben.


    BTW: wo ist eigentlich dein Problem? Als zwei Anlagen bekommst du mehr Vergütung als wenn es eine wäre, weshalb man eigentlich immer schaut, daß es eben zwei werden.
    edit:
    jetzt habe ich es gesehen

    Zitat

    Für die letzte Anlage gelten andere Vergütungssätze (Wenn es zwei separate Anlagen sind ist das so)


    Auch wenn es eine Anlage wäre, würdest du für die Erweiterung natürlich nicht die Vergütung aus 6/15 bekommen sondern die zum Zeitpunkt der Erweiterung und hättest als Nachteil, daß die Leistung nicht bei 0 anfängt sondern bei der der ersten Anlage. Wenn du also z.B. (der einfachkeit halber) 10kWp als erste Anlage hast, bekommst du bei einer Erweiterung von nochmal 10kWp für die Erweiterung nur die Vergütung aus der Kategorie 10-40kWp. In deinem Fall amcht das 0,34ct/kWh mehr für die Erweiterung aus. Hättest du 2015 gleich alles gebaut, hast du jetzt immer noch 0,25ct/kWh mehr

  • Also ich habe auch immer drauf geachtet dass mehr als 12 Monate dazwischen waren, hat deutliche Vorteile!
    (Hab z.B. 62 kwp auf einem Dach und keine der Anlagen ist über 30 kwp (mit den entspr. Vorteilen) :) )

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Warum baut man 2x 11.4 und nicht 2x10kwp?Macht keinen Sinn....Und innerhalb eines Jahres macht auch keinen Sinn....Wer war denn dein Berater ?

    2010: 134 kwp CSI,SMA | 2011: 5,00 kwp CSI,SMA | 2012: 54,5 kwp Eging,SMA | 2012: 30,0 kwp CSI,SMA | 2014: 60,0 kwp Schott,Fronius | 2014: 7,65 kwp Eging,SMA | 2016: 88kwp Qcells,SMA | 2017: 12 kwp SW,SMA | 2018: 9.8 kwp LG,SMA/ Tesla Powerwall 2 | 2019: 750 kwp JA Solar, Huawei | 2019: 29,9 kwp Longi,SMA | 2020: 750 kwp Longi Solar, Huawei 2021: 750kwp Longi Huawei, 2021:478kwp Talesun Huawei

  • Zitat von pvsjf


    Entscheidet hier tatsächlich der Netzbetreiber über wohl und wehe?
    ...
    Bevor ich mich Rat suchend an die Clearing Stelle wende,...


    wie hoch ist denn der Unterschied zwischen "wohl" und "wehe" in Euro pro Jahr

  • Hallo an alle,


    vielen Dank für die schnellen Antworten.
    Schön wäre es gewesen, wenn ich diese Info von dem Netzbetreiber bei der telefonischen Rückfrage bekommen hätte.


    Ich habe damit auch kein Problem. Es ist wohl die Kommunikation die mir etwas sauer aufstösst.
    Das ist dann das bekannte Thema mit dem Wald und dem rein rufen.


    Monetär ist es kein großer Gap zu 2015.
    Für die 10kW Grenze und die 10-40kW sind es: 0,0009 Euro.

  • Zitat von pvsjf


    Schön wäre es gewesen, wenn ich diese Info von dem Netzbetreiber bei der telefonischen Rückfrage bekommen hätte.


    allerhand "wäre schön" und ist es trotzdem nicht.
    Siehe die Signatur von alterego:
    "Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG."

  • Zitat von JschulzeP

    Warum baut man 2x 11.4 und nicht 2x10kwp?Macht keinen Sinn....Und innerhalb eines Jahres macht auch keinen Sinn....Wer war denn dein Berater ?


    Genau das habe ich mir auch gedacht.
    Zwei Mal voll ins Mett gepackt.


    Einzig, das der kleine WR der ersten Anlage getauscht wurde und jetzt nicht zwei hängen kann man positiv hervor heben. Fragt sich aber zu welchem Preis das realisiert wurde.


    Gesendet mit Tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von seppelpeter

    Zwei Mal voll ins Mett gepackt.


    Da ich Mett mag und auch hier meist Nachschlag hole, muss ich davon ausgehen das ich alles richtig gemacht habe!?
    Es erschließt sich mir zumindestens das Entsetzen nicht.


    Zitat von seppelpeter

    Fragt sich aber zu welchem Preis das realisiert wurde.


    Gemischt über beiden Teile unter 1100 Euro,


    Ich bin für Aufklärung immer dankbar. :danke: