Anlagenplanung Einfamilienhaus

  • Hallo, liebe Spezialisten,


    wir befassen uns gerade mit der Planung einer PV-Anlage, evtl. mit kleinem Speicher. Wirtschaftlichkeitsberechnungen habe ich mit dem LEL-Berechner schon so einige durchgeführt. Solarteuere haben sich nach Anfrage über diese website mit mir zügig in der Verbindung gesetzt - der Service funktioniert einwandfrei.


    Der günstigste Preis für die PV-Anlage liegt bei 1522 €/kWp bei 4,4 kWp. Evtl. stelle ich noch weitere Details zum Angebot auf dem entsprechenden Unterforum ein.


    Jetzt hätte ich noch die eine oder andere Frage aus der Praxis:


    - sind Blechdachziegel erforderlich?
    - ein Solarteur würde unser Carport als Ostdach mitbenutzen wollen. Macht das Sinn?
    - ist der Einsatz von Solaredge sinnvoll? Rechnet sich das? Oder kann man die sinnvolle Berücksichtigung einer Teilbeschattung auch über einen Wechselrichter erreichen?
    - Rechnet sich ein Solarlog?
    - Wieviel fällt in der Praxis für die Wartung an? Die Aussagen waren hier sehr unterschiedlich - von gar nicht bis jedes Jahr. Macht ja für die Wirtschaftlichkeitsberechnung einen großen Unterschied.
    - Wie sind die aktuellen Erfahrungen zur steuerlichen Absetzbarkeit eines Speichers: Mehrwertssteuer und lineare Abschreibung über die Lebensdauer der Anlage? Lt. Steuerberater (Münchner Raum) ist ein Speicher, da er die Einspeisung deutlich verringert, eher Liebhaberei. Oder kommt man mit einem klugen Energiemanagement weiter: Stichwort: 70 % Regelung; die Anlage regelt erst ab, nachdem der Eigenbedarf incl. Speicher abgedeckt ist. Wird damit dann die Einspeisung deutlich verringert oder ist sie wegen der 70 %-Regelung dann ähnlich hoch (und auch das ganze Jahr über) (sprich der Strom für Eigenbedarf und Speicher fällt nebenbei an und wäre sonst abgeregelt gewesen)?
    - Wir haben einen Jahresstromverbrauch von ungefähr 2500 kWh (2 Erwachsene, ein kleines Kind); macht hier die Einsatz eines sehr kleinen Speichers Sinn: z. B. 2 kW? Viele Angebot gab es mit einem deutlich größeren Speicher, aber das verstehe ich nicht, wenn unser Strombedarf doch tendenziell niedrig ist. Und formal mit den Zyklen bei größeren Speichern zu rechnen finde ich auch nicht recht - die errechneten Lebensdauern von 20 Jahren und mehr wird es vermutlich in der Praxis nicht geben.


    Anbei noch Dachbilder - hoffe, die helfen weiter





    Ich bin kein Techniker - Entschuldigung für die vielleicht technisch ungenauen Beschreibungen oder etwas seltsam formulierten Fragen.


    Wäre super, wenn mir jemand weiterhelfen könnte. Wir wollen am Ende nicht unser blaues Wunder erleben - es soll keine Anlage sein, die erst nach 25 Jahren überhaupt ins Plus geht.

  • Wenn die Anlage in absehbaren Zeitraum ins Plus gehen soll
    dann sollte/muss der Speicher sehr preiswert sein, sonst ist das nicht bzw. schwer realisierbar.


    Wobei der kw/p Preis von 1522 Euro ein wenig hoch ist
    sollte preiswerter gehen, wenn keinen sonstigen Erschwernisse vorhanden sind.


    Welche Dachziegel sind auf dem Dach, davon ist es abhängig ob Metalldachziegeln benötigt werden,
    bei normalen Dachziegeln nein, bei Flachziegeln sollte man da schon Metalldachziegeln verwendet werden


    in welchen PLZ Bereich soll die Anlage mal stehen.

    ZOE intens 10/2014, Kona 12/2018, Peugeot e-208 11/2020, 2021 Enyaq 80 bestellt

    Hyundai I5, reservierte Bestätigung I45 Paket
    9,69 kWp = 38 St. WSP-255P6, STP10000-10
    6,7 kWp = 28 St. Risen 240, STP5000-20
    Solar-Lamprecht - 90765 Fürth - mail: info @ solar-lamprecht.de

  • Solaredge braucht es bei der 1-Richtungsbelegung nicht. Ein WR mit gutem Schattenmanagement (Fronius, SMA) hat das auch im Griff, das sehe ich bei meinem Dach, das fast die gleichen Schattenverhältnisse hat. Wichtig ist dann, ALLE Module in einem String an einen 1000V-WR zu legen, dann funzt das einwandfrei.


    Speicher weglassen, der rechnet sich nie, außer man will den just for fun. Eher würde ich auf 290er Module gehen, um mehr Leistung drauf zu bekommen.


    Wenn auf den Carport min. 10 (besser 12 - 14) schattenfreie Module gehen, könnte man einen 2. String auf den WR legen. Wird sich auf lange Sicht auch rechnen, muss aber nicht sein.

  • Hallo, danke für die schnelle Antwort, beim Speicher bin ich mir noch nicht sicher - hatte mir die Sonnenbatterie angeschaut, hier gibt es ja derzeit Rabatt, aber nur unter gewissen Bedingungen, wie z. B. Mitgliedschaft community, die mit 240 € pro Jahr zu Buch schlägt. Da lägen wir dann bei 1600 € Netto für 2 kW (incl. aller Vergünstigungen und Kosten für Mitgliedschaften).


    Wenn ich alle Angebote beisammen habe, stelle ich die Details mal ein. Da gibt es vielleicht dann noch Luft nach unten.


    Wir haben Flachziegel, Ergoldsbacher Linea. Nur ein Solarteur hat gesagt, dass er die ausschleifen würde, aber hier fehlt das Angebot noch.


    Postleitzahl ist 85301.

  • Bei den Ziegel wuerde ich auf metalldachziegeln setzen,
    das Dach soll ja die naechsten Jahre dicht bleiben.
    Da wuerde ich mich auf nichts einlassen.

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  • Auf dem Hausdach zähle ich 16 bzw. 19 Module. Auf dem Carport kämen vielleicht 6-8 mit viel Schatten dazu.
    Wenn überhaupt würde ich das 1-phasig mit guten aber günstigen Modulen 250-270Wp an einem SMA SB5000TL-21 in 70-hart bauen.
    17 auf dem Haus (die schattigsten weg lassen) und 6-8 (oder gehen mehr drauf?) Auf den Carport.


    Carport wird morgens Freude machen, wenn er möglichst ab Sonnenaufgang bis 12 oder 13 Uhr schattenfrei ist. Danach kommt da nicht mehr viel.


    Ohne SE, ohne Solarlog und natürlich ohne Speicher bauen!


    Der Speicher wird sich bei dem niedrigen Verbrauch niemals rechnen. Ich weiß wovon ich rede bei selbst 2400KWh im Jahr.


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    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hallo Seppelpeter,
    es wurden verschiedene Module angeboten - beim günstigsten Angebot:
    Winaico
    Nennleistung: 275 Wp
    Wirkungsgrad: 16,80 %
    Sortierung: -0 Wp / + 5 Wp
    Maße: 1665 x 999 x 35 mm
    Zertifizierung: TÜV IEC/EN 61215, IEC/EN 61730
    Leistungsgarantie: 25 Jahre linear auf 80%


    Preis: 172 € Netto pro Stück: ist das gut und günstig? Vorgeschlagen wurden 16. Macht eine größere Fläche grundsätzlich Sinn? Meine Überlegung dabei: für 20 Jahre habe ich die Einspeisung garantiert, was ist danach? Erhält man den gleichen Betrag für den Strom - ich habe von Selbstvermarktung gelesen.
    Werde mal das Carport am Vormittag betrachten. Mir wurde gesagt, daß 40 % des Ertrags über diffuses Licht gehen, d. h. auch gute Leistung im Schatten? Stimmt wohl eher nicht ... .


    Hast Du einen Speicher oder nicht? "Ich weiß wovon ich rede": negative Erfahrung oder vorher schlau entschieden?

  • Ich würde 17 Stück auf das Süddach legen. Mehr geht nicht in einen String am 1-phasigen SB5000TL-21. Dazu 6 auf den Carport nach Osten bis Südosten und 70-hart einspeisen.


    Nach 20 Jahren läuft die Anlage einfach weiter. Marktpreis. Erst dann macht ein Speicher recht sicher sogar Sinn.


    Die Module brauchen Sonne für Ertrag. Bei Bewölkung kommen da je nach Farbe der Wolken noch 0-10% der Generatorleistung an.


    Ich habe keinen Speicher aber ich kann Excel bedienen. Der Verbrauch ist mit rund 2500KWh im Jahr bei uns beiden insgesamt zu niedrig. Solange es Vergütung für Einspeisung gibt, ist das immer der rentable Weg.
    Ein Speicher wäre Hobby, kann aber sicher Spaß machen.
    Wenn es die KWh Speicher mal irgendwann für <=500,- gibt, schlage ich zu.



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  • 70-hart heißt der WR wird auf 70% begrenzt oder gleich so klein ausgelegt.
    23*275 * 0,7 / 0,95 !!!


    Überschusseinspeisung, also natürlich mit Direktverbrauch bzw. Eigenverbrauch!


    Überschuss geht ins Netz.


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