Umsatzsteuererklärung für Anlage aus 2011

  • Hallo,
    meine Anlage(5,2 kwp) ist 2011 ans Netz gegangen. Habe die Anlage mit Eigenverbrauch. Mache(bzw meine Tochter) inzwischen eine jährliche Umst. Erklärung. Hat die ganzen Jahre auch immer widerspruchslos geklappt. In diesem Jahr will das Finanzamt auf einmal wissen warum ich eine Differenz zw meiner EÜR(Höhe der Einnahmen) der Einkommenssteuererklärung und der Umsatzsteuer (Höhe der Einnahmen) habe.
    Meine Tochter hat die Umsatzsteuer immer nach so einer Formel(gerundeter Betrag der Stromeinspeisung netto x 19% - Ust. fremder Unternehmen) berechnet. Nun bin ich mir nicht ganz sicher ob das die ganzen Jahre schon falsch war und es nur niemand gemerkt hat. Wie berechnet man denn die Umsatzsteuer? Also ich denke mir das eigentlich ganz einfach.Ich reiche die von mir eingenommene Umsatzsteuer(19%) auf die Erlöse doch einfach nur weiter. Bis auf die Umsatzsteuer für die Zählermiete, die ich davon noch abziehe. Ist das so richtig? Mich macht nur diese Eigenverbrauchs - Geschichte unsicher.Da ich ja den auch noch vergütet bekomme. Ich speise ja alles komplett ein und kaufe dann wieder den Strom (Eigenverbrauch) zurück. Aber das wird dann ja wohl gleich verrechnet. Strompreis - Vergütung Eigenverbrauch = gezahlter Preis für bezogenen Strom.
    Finde die Abrechnungen immer extrem unübersichtlich.
    Sorry für meine dilettantischen Fragen. Aber steuerlich bin ich etwas überfordert. Obwohl das bestimmt sehr einfach ist.
    Die Seite vom bayrischen FA kenne ich. Weis nur nicht ob der §18Abs.2 des EEG für mich noch gilt.
    Gruß Benno

  • Ja, hast du falsch gemacht. Bei einer Anlage aus 2011 ist er Umsatzsteuer-Anwendungserlass (UstAE) 2.5 anzuwenden. Der besagt, dass der gesamte erzeugte Strom fiktiv an den VNB geliefert wird. Somit ist der gesamte erzeugte Strom die Grundlage für den Umsatz.


    Beispiel:


    1000 kWh wurden erzeugt, nach UstAE 2.5 wurden die gesamten 1000 kWh an den VNB geliefert. Macht 1000 kWh x 0,2874 €/kWh = 287,40 €. Der Umsatz betrug dem zu Folge 287,40 €. Dafür sind 54,60 € USt an das FA abzuführen, die man ja zuvor vom Kunden bekommen hat.

  • ok,vielen Dank. :danke: Dann muss ich wohl noch mal eine berichtigte Umst. Erklärung abgeben. Und dann hoffe ich das ich dann Ruhe habe vorm FA. Haben die wohl die ganzen Jahre auch nicht gemerkt.


    Gruß Benno