Spinnt mein Batteriemonitor, oder stirbt meine Batterie ...

  • Seit einigen Tagen sinkt die Anzeige der relativen Kapazität an meinem Batteriemonitor kontinuierlich ab. Das tut er über den Winter ohne Batterienutzung eigentlich auch, aber Verlauf des Sommers steigt er normalerweise wieder an, so war es auch, bis eben seit einigen Tagen. Und morgens zeigt er dann SOC Werte von um die 50%, normalerweise im Sommer ist der Abfall mit Ausnahmen nur bis 70-60%. Allerdings scheinen wir auch momentan etwas mehr STrom abends und Nachts zu verbrauchen, die WaMA läuft täglich. WaMA 2* und Trockner sollten aber nciht mehr als 6-8 kwh bedeuten, der Küchenwasserboiler vielleicht 1-2 kwh, Grundlast 12 Std. * 400W wären auch nochmal knapp 5 kwh, also in Summer zwischen 10 und 15 kwh, was aber auch nur 30-40% der Batteriekapa wären. Meine PV bringt aktuell bald 30kwh runter, die entweder direkt verbraucht werden, oder über die Batterie laufen, wieviel müsste ich nochmal mittels BSP messen, schätze aber unter der Woche den Hauptverbracuh nach sonnenuntergang, bzw. kurz vorher...
    Also Batterie mal wieder geprüft, es fehlte zwar ein bisschen Wasser, aber alle Zellen bei mittlerem Wasserstand zeigten mind. 1,26, die meisten etwas mehr, und ein paar 1,28 nach Volladung. Das ist zwar nicht mehr 100% 1,28+, aber die Kiste ist ja mittlerweile auch schon 3 Jahre bei mir und war vorher ja auch schon in unbekannter Benutzung, wenn ich mich recht erinnere ist sie Baujahr 2011 also 5 Jahre alt. In der Zeit habe ich ca. 19000kwh produziert, wieviel davon über die BAtterie liefen weiß ich nicht. Die einezelnen Zellspannungen lagen meist bei 2,25V, bei wenigen hatte ich keinen guten Messkontakt, war aber zu faul die Schrauben oben zwecks Herstellung einer KOntaktfläche nochmals anzubohren... die Batterietemperatur ist allerdings mit aktuell 24-26° etwas erhöht, und ich habe das Gefühl, dass unter Last die Spannung stärker einbricht als gewohnt...
    Kurzum Tipps? Und vielleicht mal kurz eine Beschreibung, wie genau ein Sterben einer Batterie vor sich geht. Zellenschluß kann ich keinen Feststellen, aber was passiert, wenn die aktive Masse verringert ist; stimmt dann die Säure aber trotzdem Tod oder geht mit dem Zerfall auch Säure unter?

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...

  • Wenn SOC Volt basierend ist kannst Du nur schwer die Leistung der Batterie beurteilen.
    Die Leerlaufspannung von PZS ist ja etwas niedriger als bei übrigen Batterietypen.
    Meine sehr alte PZS von Hoppeke hatte ich auch schon als etwas schwächelnd mal in Verdacht, aber als bei 2V pro Block etliche KWh entnommen wurden ohne Spannungsänderung weiter nach unten war klar das alles ok ist.
    Deine Batterie arbeitet Rund um die Uhr, meine wird nur nachts entladen.
    Ich gehe mal davon aus das Du auch mal richtig durchladen mußt ohne angeschlossene Verbraucher.

    KWK Ecopower1.0 1kwp, 1x SB 5.0 und 1x SB 3.0 6,6kwp, 2x Outback Flexmax80 3,5kwp, Speicher 24V/1000ah, Überschußverwertung mit Heizstab in Pufferspeicher (Infrarot auf Q3d Zähler)
    Nachteinspeisung wenn KWK aus über WR

  • TAgsüber wird die im Sommer regelmäßig voll, trotz anhängender Grundlast, die Absorbtionsphase wird regelmäßig beendet, dazu kommt dann und wann eine Ausgleichsladung, hier sehe ich gar keine Probleme.
    Etliche Kwh entnehmen ist auch kein Problem, eher KW, beziehungsweise A. Wir entladen druchaus in den Abendstunden mit 100A (WaMA Trockner, Wasserkocher etc.) und mehr, aber das tat sie in den vergangenen 3 Jahren ja auch...
    Der SOC dürfte auf mit Shunt gemessenen Lade- und Entladeströmen basieren, nicht auf Volt...

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
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  • Dann würd ich mal unter großer Last die Zellen einzeln per Voltmeter überprüfen ob ein faules Ei dabei ist

    KWK Ecopower1.0 1kwp, 1x SB 5.0 und 1x SB 3.0 6,6kwp, 2x Outback Flexmax80 3,5kwp, Speicher 24V/1000ah, Überschußverwertung mit Heizstab in Pufferspeicher (Infrarot auf Q3d Zähler)
    Nachteinspeisung wenn KWK aus über WR

  • Moin Zellenschaden, eine Bleibatt verliert normalerweise nie an Aktivmasse, denn weder Blei, Bleidioxid noch Schwefelsäure sind flüchtig. Die häufigsten Ursachen für Batterietod sind Tiefstentladungen, schleichende Sulfatierung und Versinterung. Tiefstentladungen und eine starke Sulfatierung schließe ich bei dir mal aus. Im BatterieWiki http://wiki.polz.info/doku.php…terie_basiswissen_fuer_pv findest du unten auf der Seite eine Tabelle, die den Zusammenhang zwischen SOC, Zellspannung und Säuredichte wiedergibt. Sowohl die Zellspannung als auch die Säuredichte steigen (fast) proportional mit dem SOC.


    pvx hat mir das mit der Spannung mal damit erklärt, dass das Sulfat (unwillig) in Lösung geht. Je mehr Sulfat vorhanden ist, desto höher ist die Konzentration im Elektrolyt. Das Sulfat schirmt die elektrisch die Elektroden ab, weshalb mit steigender Entladung die Spannung der Zelle sinkt.


    Wenn eine Batterie viel gearbeitet hat, dann wurde alles scharfkantige rund. Das bedeutet, dass die aktive Fläche der Elektroden kleiner wurde. Folglich sinkt die Spannung bei Entladung schneller, da schneller abgeschirmt. Die Zellspannung verändert sich also schneller als die zugehörige Säuredichte. Bei einer Sulfatierung steigen/fallen die Zellspannung und die Säuredichte im Gleichschritt, nur ist die Säuredichte ständig zu niedrig.


    Durch Vergleich der Werte kannst du also ziemlich gut den aktuellen Zustand deiner Batterie einschätzen. Die Differenz zwischen 1,26 und 1,28 ist etwas zu hoch, weshalb du zunächst eine Ausgleichsladung machen solltest (die Batterie moderat gasen lassen, bis alle Zellen gleiche Spannung und Säuredichte haben).


    Wenn du relativ genau wissen willst, was mit der Batterie los ist, dann schau mal hier rein: http://www.photovoltaikforum.c…110222&hilit=Batterietest Auf Seite vier ist der link zum nachbearbeiteten Text.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Zitat von Zellenschaden

    Kurzum Tipps? Und vielleicht mal kurz eine Beschreibung, wie genau ein Sterben einer Batterie vor sich geht.


    Eigentlich genau so sie wird dann schwäche und schwächer... . zuerst sind es einzelne zellen dann kommen immer mehr. Entscheident ist für dich ob es ein verfrühter einzlene Ausreißer ist oder obs jetzt schon generell so marode ist, weil dann kannst dich gleich nach einer neuen Umschauen...


    TEST Am besten und schnellsten mal Einzelspanungen bei KOnstanter Belastung messen und vergleichen. ideal wenn nicht ganz voll ist weil dann sieht man die Ausreißer am schnellsten.. und die sind dann auch Eindeutig zu erkennen..


    Wenn man mal rückrechnet und davon ausgeht das du die Batterie mit klassichen 80% Restkappgekauft hast .. würde man mal davon ausgehen das 9000KWH "über" die Batterie gelaufen sind sind das 333 DOD75 Zyklen gewesen.. das würde ungefähr dem entsprechen was man noch von so einer ausgemusterten PZS Batterie erwarten kann wenn man sie ernsthaf so wie du Nutzt.. auf der anderen Seite geht das schon langsam richtung 7 Jahres grenze wo die PZS dann ernsthaft genutzt ziemlich zum GasungsMonster werden wird..

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Gasungsmonster? Ich entnehme daraus, dass eine Batterie am Ende Ihres Lebenszyklusses mehr Wasser verbraucht als sonst üblich? Dann werde ich das auch mal Beobachten. Und danke für den Tip mit der Messung der Spannung unter konstanter Last, das werde ich dann mal angehen.


    Andererseits selbst wenn Sie nur noch 24kwh Kapazität hätte, kann ich sie ja auch noch ein bisschen nutzen... Schlimmstenfalls wird zunächst halt Netz zugemischt, damit sie nicht so stark belastet wird. Aber wenn alle Stricke reißen, sollte ich mal über eine neue Nachdenken. Günstigste Kurse neu, gibts wohl immer noch bei BAter...

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
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  • Zitat von Zellenschaden

    Gasungsmonster? Ich entnehme daraus, dass eine Batterie am Ende Ihres Lebenszyklusses mehr Wasser verbraucht als sonst üblich? Dann werde ich das auch mal Beobachten. Und danke für den Tip mit der Messung der Spannung unter konstanter Last, das werde ich dann mal angehen.


    Andererseits selbst wenn Sie nur noch 24kwh Kapazität hätte, kann ich sie ja auch noch ein bisschen nutzen...


    das große Problem durchs enorme Gasen am ende der Lebensdauer wird das dien ein richtiger Energievernichter, weil sie immer früher zum gasenanfängt. Dort woe eine Neue erst recht spät gast verschiebt sich das Gasen richtung immer früher und dadruch wird der Wirkungsgrad Katastrophski


    Zitat von Zellenschaden


    Schlimmstenfalls wird zunächst halt Netz zugemischt, damit sie nicht so stark belastet wird. Aber wenn alle Stricke reißen, sollte ich mal über eine neue Nachdenken. Günstigste Kurse neu, gibts wohl immer noch bei BAter...


    Du wirst wohl bitte keine neue PZS kaufen.. und Bater ist bei den OPzS's definitv nicht die erste Wahl

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
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  • Zitat von pezibaer

    .. und Bater ist bei den OPzS's definitv nicht die erste Wahl


    Weißt Du da genaueres, immerhin haben die verschiedene Typen, auch "solaroptimierte", soweit ich mich erinnern kann. Ich war schon lange nicht mehr auf deren Seiten...


    Neue PzS hätte den Charme an den alten Platz zu passen, vielleicht sogar in den vorhandenen Trog....

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  • Der Preis ohne Trog ist unwesentlich weniger.
    Vorteil vielleicht nur wenn Du selber die reinstellst und füllst.
    Ich habe letzte Woche meine neue PZS bekommen und bin mehr als zufrieden, die Säure hat sich noch nicht auf 100% eingependelt, komme dem aber täglich näher.
    Bei mir kam der Neukauf nur wegen Umstellung der Voltzahl.
    Bei der alten dachte ich das die auch schon etwas runter wären, aber als der Staplerfuzzi mir sagte ich solle für den Test mal mit der Volt weiter runter war ich erstaunt, den bei 2 Volt pro Zelle halten die Ihre Spannung unendlich lange......
    Wird bei Dir ebenso sein, also einfach mal weiter runter gehen. So verhinderst auch das tägliche Geblubber in der Gasungsphase und den verschenkten Strom.
    Ich denke den Neukauf wirst noch verschieben können, also ruhig alles ausnutzen was zur Verfügung steht.
    Meine alte hat durch die etwas tiefere Entladung sogar wieder mer Lebenswillen bekommen hab ich so das Gefühl.
    Eine wöchentliche Gasungsphase kannst ja weiterhin durchführen, und diese dann ruhig mal etwas höher ausführen (2,65V) damit Du die Nachzügler auch wieder hoch bekommst.
    Meine alten PZS habe ich ja nun schon fast 20 Jahre in Betrieb, daher habe ich mich auch diesmal für neue entschieden und ebenso wieder selbe Akkutechnologie.
    Mir wurde gesagt das technisch die neuen Zellen nicht mehr so robust sind und ein Alter von höchstens 10-12 Jahren erreichen, ich bin aber sehr optimistisch das ich das übertreffe.
    Eine ungefähre Hochrechnung ergibt bei mir 6 Jahre bis zur Amortisierung, da ich den Akku nur Nachts nutze geht es nicht schneller.
    Eine genauere Rechnung kann ich ab jetzt in 6 Monaten aufstellen, den ich habe überall digitale Zähler.

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