Planung PV Anlage auf Garagendach

  • Hallo Leute,


    aktuelle spiele ich stark mit dem Gedanken mir eine PV Anlage aufs Garagendach zu bauen, ich fang mal an mit den Grundinfos:


    - 2 Erwachsene 2 Kinder
    - Jahresverbrauch aktuelle ca 4400 Kwh eher steigend da Kinder 2 und 8
    - Eine Person werktags von 6 bis 13 Uhr außer Haus
    - Eine Person arbeitetet 8 bis 10 Stunden 5 bis 6 Tage die Woche im Büro im Haus (normaler PC mit zwei Monitoren und den üblichen Geräten wie Router, Scanner, Drucker...)
    - Die Anlage soll zu 100 Prozent finanziert werden über das Kfw Programm mit rund 1 bis 2 Prozent Zins


    Zur Anlage, diese wird wie auf dem Foto zu sehen auf dem Garagendach Ihren Platz finden, es ist 7,20 breit und bis zur Solarthermie habe ich aktuell 8 Meter Platz, diese Solarthermie könnte ich noch ca einen Meter nach hinten versetzen, dann sind wir bei 9 Meter.


    Ich hab mir eine 5 Kwp Anlage gedacht. Die meisten Module haben eine breite von 160cm wie ich gesehen habe, davon würde ich 4 nebeneinander bekommen, brauch ich also 5 Reihen hintereinander. Bekommt man das auf 9 Meter hin, vielleicht nur 15 Grad Aufständern, das soll kaum im Ertrag bemerkbar sein hab ich gelesen..


    Ich hab nun mal bei 5 Fachbetrieben angefragt, nächste Woche kommt der erste vorbei um ein Angebot zu erstellen.


    Option zwei wäre das ich die Anlage selber Installiere, also zumindest die Aufständerung und die Module, handwerklich ist das kein Problem. Alles was Elektrik angeht würde natürlich der Fachmann machen, das ist nichts für mich...


    Wegen Option zwei hab ich schon mal die Preise in den großen PV Shops verglichen, wenn ich mich nicht verrechnet habe sind dort die Komplettangebote deutlich günstiger als wenn man die Einzelkomponenten bestellen würde. 5 Kwp Anlagen gibts zwischen 5200 und 6500 Euro.


    Wichtigste Frage nun zuerst, ist es vom Platz her überhaupt machbar mit den 20 Modulen?


    Zweite Frage, was sind denn momentan die "besten" Modulhersteller? Ist es erlaubt das ich hier auf verschiedene Angebote verlinke?



    Danke im vorraus. Für Tipps und Anregungen zum Vorhaben bin ich gern offen.

  • Schaut die Thermie genau nach Süd? Da könnte man hochkant 6 oder 7 Module je Reihe bauen mit 10-15 Grad aufgeständert nach Süden.
    Drei Reihen wären 18-21 Module mit 260-295Wp. Fronius Symo mit 6KVA dazu und 70-weich einspeisen.


    Module haben 1,67m * 1,01m.


    Ich würde das auf jeden Fall komplett bauen LASSEN wegen Gewährleistung usw..


    Ps.: Steht da schon ein PV Modul oder was ist das kleine vor der Thermie?


    Ps.: Aufgrund der recht hohen Attika könnte man denke ich 7 in eine Reihe bauen, da die Attika als Windschutz fungiert. Bedingt auch etwas Schatten...


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    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Danke für deine Antwort.


    Ja das ist exakt Süden.


    Das war auch noch eine Frage, ob man die 1 meter oder die 1,67 hoch nimmt ist doch egal oder?
    Aber scheinbar ja so wie du schreibst.


    7 Stücke würde ich nebeinander bekommen bei 1,01.


    Wegen bauen oder bauen lassen das mach ich dann abhängig wenn ich die Angebote vorliegen hab, da bin ich schon gespannt drauf.


    Eine Frage, wenn man die hochkant verbaut, wieviel Abstand müssten dann grob zwischen den Reihen bleiben?


    Gleich noch eine Frage, gibt es markante Unterschiede bei den Wechselrichtern, also ob man einen SMA oder Fronius nimmt?


    PS: Was meinst du mit "70-weich"?

  • Ich würde an der kurzen Seite aufständern, weil der Mudulrand da mehr Platz für Dreck hat.
    Alle 2-4 Jahre wirst du Module putzen müssen.


    Bin Laie ... ich würde auf 0,6 bis 0,8m Abstand zwischen den Reihen tippen. Ich glaube 2-3 Mal die Höhe der Aufständerung. Habe gerade kein Geodreieck zur Hand...


    Mit Fronius WR ist 70-weich günstiger. Die SMA WR sind aber auch gut und der SunnyHomeManager ist ein sehr schönes Spielzeug für 70-weich.
    Link zu 70-weich Erklärung habe ich gerade nicht. Kommt bestimmt noch, oder mal nach "70% Regelung" googeln.


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  • Danke für die Ausführung. Heute war der erste Experte da zur Aufnahme...


    Ein paar Fragen dazu. Vorschlag zur besseren Platzausnutzung und zur Erhöhung des Eigenverbrauchs war eine Ost / West Anlage. Hab mich eben dazu belesen, klingt soweit alles logisch.


    Mal eine Grundsätzliche Frage dazu. Ausrichtung auf Süden wäre 5 Kwp möglich, Ost West ca 7,8Kwp - grobe Richtung, genau zeigt es das nach Berechnung bzw auf dem Angebot.


    Was macht wirtschaftlich für mich mehr Sinn, Dach voll belegen so wie es möglich ist oder Ost West Anlage wählen und "nur" 5 Kwp installieren? Verbrauch wie oben steht bei grob 4500 Kwh im Jahr...

  • 70-hart-weich:


    Grundsätzlich darfst du nur 70% der Generatorleistung einspeisen. Wenn du jetzt 80% Leistung produzieren könntest, gehen die 10% verloren bzw. werden nicht produziert.


    Hart: Der WR hört einfach bei 70% "hart" auf zu liefern oder ist einfach nicht größer, das geht auch.


    Weich: Du kannst den Leistung über den 70% selbst verbrauchen im Haus. Dazu muss der WR aber wissen, wieviel gerade im Haus verbraucht wird und produziert dann eben 70% PLUS den Hausverbrauch (soweit möglich). Die Leistungsgrenze des WR ist als "weich"; der WR produziert z.B. 80%, ins Netz gehen aber trotzdem nur 70%, die 10% werden im Haus direkt verbraucht.