Rechtliches: Heizinsel parallel zu Einspeiseanlage

  • Hi,


    7 KW: Wegen Smartmeter... da war das doch genau die Grenze.


    Zitat


    Daher kann ich verstehen das die die Systeme trennen willst.


    Und: "Keep it simple" - dieses Zweitsystem soll extrem einfach aufgebaut sein.


    Zitat


    Dann macht aber die Idee den Überschuss aus 70% weich keinen Sinn. Da du 2 Heizstäbe brauchst um die Systeme getrennt zu halten.


    Die 70%-Abregelung wird nur selten vorkommen. Von daher kann ich das auch ohne zweiten Heizstab lösen, indem ich dann einfach die Wärmepumpe z.B. über die Smartgrid-Schnittstelle oder per Verfälschung von Sensorwerten (niedrigere Warmwassertemperaturen vorgaukeln) laufen lasse.


    Aus Verschleißgründen will ich das aber nicht täglich tun, zudem sind extrem kurze Takte für eine WP sowohl schädlich als auch ineffizient, man kann sie also nicht jedem kleinen Ausschlag der Solarleistung folgen lassen. Die oben genannte Simpellösung (einzige Herausforderung: Steuerung) dagegen kann jede eingefangene Wattsekunde in Wärme umwandeln (das meiste hoffentlich im Puffer, den Rest in der Elektronik). Das teuerste sind die Module - und für den Zweck tun es quasi beliebige ausrangierte Module mit identischem Ump in Parallelschaltung.


    Viele Grüße,


    Jan

  • OK das mit 7kWp und Smartmeter war mir neu.
    Wenn du Wärmepumpe anstelle von Gas hast kann sich evtl die MwST auf den Eigenverbrauch doch rechnen.
    Jedoch ist die Frage ob Reihe nicht wegen Mehr Spannung und Weniger Ampere und geringerem Verlust evtl Vorteile bringen kann.

    5,06 kWp, DN:35°, -27°SSO, Inbetriebnahme: 02.05.2016 ; PVGIS 4 Classic: 902kWh/kWp
    PVGIS-CM-SAF: 1010kWh/kWp

  • Hi,


    Zitat


    Jedoch ist die Frage ob Reihe nicht wegen Mehr Spannung und Weniger Ampere und geringerem Verlust evtl Vorteile bringen kann.


    Wenn man das mit neuen Modulen in gleicher Ausrichtung usw. aufbaut, sicher. Das wäre aber in der Tat unwirtschaftlich, denn die könnten viel besser genutzt werden.


    Hier ist die Idee, irgendwelches Zeug zu verwerten, das man günstig bekommt (also z.B. Module, die nach einem Repowering verkauft werden). Da ist Reihenschaltung dann eben keine gute Idee mehr, weil dann das schwächste Modul den Gesamtstrom bestimmt und die Dinger bestimmt nicht alle gleich sind. Solange die Dinger aber noch soweit okay sind, dass sie ihre Spannung bringen (und nicht ein Bereich von den Bypass-Dioden überbrückt ist), bleibt die Spannung halbwegs gleich, aber die Ströme variieren je nach Zustand (und Lichteinfall). Damit ist die Parallelschaltung in dem Fall IMO sinnvoller und bei den zu erwartenden Stromstärken auch noch beherrschbar, sofern man den Wandler in der Nähe unterbringt. Weiterer Vorteil ist, dass man sich über Schatten, Ausrichtung usw. keine wirklichen Gedanken machen muss. Ich würde die Dinger vermutlich einfach flach auf das (noch zu bauende) Garagendach legen. Reduziert den Montageaufwand und maximiert Schwachlichterträge. Bei vollem Sonnenschein ist das natürlich suboptimal, aber das ist ja auch nicht das Ziel.


    Viele Grüße,


    Jan

  • ich würde die Anlage auf 24V auslegen, also je zwei Module in Reihe, und dann parallel verschalten.
    Bei 12v brauchst du große Leiterquerschnitte, zBsp. Kupferrohr ( 15mm Rohr entspricht 47mm²) das lässt sich gut löten und giebs auch die passenden Bögen, und Abstandshalter ( Heizungsbau)

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Hi,


    Heizstabkaskade: Über so etwas habe ich auch schon nachgedacht - in der Abwandlung, dass man als Grundlage Heizelemente verschiedener Leistung nimmt und dann durch geschicktes Verschalten mit ein paar Relais mehrere Leistungsstufen erhält.


    24V vs. 12V: Das kommt ja sehr stark drauf an, was für Module man als Grundlage nimmt. Ich habe da (kurz) mal diverse Gebrauchtangebote gelistet - oft werden auch 72-Zeller angeboten, womit man dann noch höher käme und vor allem keine Reihenschaltung braucht. Niedrige Spannung und hohe Ströme sind aber nur ein Problem, wenn man keinerlei elektronischen Umsetzer dazwischen schalten will. Sobald man das tut, kann man ja deutlich höhere Spannungen auf der Leitung fahren. Nachteil wäre die höhere Komplexität. Der reduzierte Wirkungsgrad würde vermutlich durch die bessere Anpassbarkeit (stufenlos statt Stufen bei einem Relais-Array) ausgeglichen.


    Batterie will ich bei dem Aufbau vermeiden. Im Idealfall soll das komplett wartungsfrei laufen.


    Zitat


    fossile Warmwasserbereitung


    Die wird es ohnehin nicht geben. Wärmequelle wird eine Wärmepumpe, die selbstverständlich die PV-Erträge der großen Anlage nutzen soll. Dieses kleine Projekt ist - wie schon gesagt - eher Spielerei und soll die WP entlasten und die Einschaltzyklen reduzieren, indem es mindestens die Verluste ausgleicht, sowie die Nutzung auch geringer Einstrahlung erlauben.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Technisch geht das entweder extrem einfach mit misseabler Effizienz oder man nimmt einige 100€ in die Hand für Elektronik, die das ausregelt, das haben wir schon x-mal diskutiuert.
    Aber zu deiner eigentlichen FRrage: http://www.bundesnetzagentur.d…Eigenversorgung-node.html
    Kurz - die Bundesnetzangetur ist der Meinung, daß man das trotzdem melden muß sobald man überhaupt einen Stromanschluß hat, den man nicht ausschließlich zum einspeisen nutzt.
    Da du trotzdem insgesamt unter 10kWp bleibst passiert aber nichts weiter. Was der VNB/Meßstellenbetreiebr bezüglich Smartmeter aus der Meldung macht :?:

  • Zitat

    Die wird es ohnehin nicht geben. Wärmequelle wird eine Wärmepumpe, die selbstverständlich die PV-Erträge der großen Anlage nutzen soll. Dieses kleine Projekt ist - wie schon gesagt - eher Spielerei und soll die WP entlasten und die Einschaltzyklen reduzieren, indem es mindestens die Verluste ausgleicht, sowie die Nutzung auch geringer Einstrahlung erlauben.


    Dann versteh ich nicht was der ganze zinober mit der Heizinsel soll.Insel heist nun mal mit Batt. :mrgreen:
    http://solarimmersion.co.uk/

  • Hi,


    dann nenn es nicht Insel. Insel ist für mich etwas, das keine Anbindung an eine externe Energieversorgung besitzt.Ein Beinzin-Stromaggregat im Wald wäre ebenfalls ein Inselbetrieb, ebenso ein Solartaschenrechner usw. Ich gebe aber zu, dass hier im Forum üblicherweise die Variante "Insel" genannt wird, die man auch dann verwenden kann, wenn keine oder kaum Sonne scheint - also mit Batterie.


    Was ich will, ist was ganz simples ohne komplizierte Teile, das insbesondere keinem oder kaum (Relais) Verschleiss unterliegt.


    Wie man bei 70%-weich Überschüsse verheizen kann, ist mir klar, aber das ist nicht der Punkt.


    Genaugenommen sollte es hier auch nicht um technische "Wie", sondern nur um die rechtliche Seite gehen - die ja dankenswerterweise schnell und gut geklärt wurde.


    Da liegt das Risiko ja nur in der Meldung an sich... wobei hier ja anscheinend noch keine Bagatellgrenze definiert ist. Ich erinnere nur an die Aufrufe hier im Forum, auch Solarspielzeuge und dergleichen anzumelden... mit 400Wp wäre mein "System" zwar energetisch immer noch ein Spielzeug, aber sicher nicht für die Netzagentur.


    Viele Grüße,


    Jan