PV Anlage bei aktuell 1800 kwh pro Jahr?

  • Hallo Forum,
    wir beschäftigen uns derzeit mit dem Gedanken zur Anschaffung einer PV Anlage. Aktuell haben wir in unserem EFH einen Verbrauch von 1.800kwh-2000kwh Strom pro Jahr. Das ist sehr wenig, da alle Geräte auf dem aktuellen A+++ Stand laufen. Als Grundabnehmer haben wir eine KWL-Anlage, Kühlschrank, Gasheizung und planen einen großen Gefrierschrank!
    Macht das bei so wenig kwh-Strom überhaupt Sinn sich mit der Anschaffung einer PV-Anlage zu beschäftigen? Diese soll Eigenfinanziert werden, d.h. ohne Kredite und ohne Speicher.


    Folgende Rahmendaten stehen zur Verfügung:
    * Dachfläche voll Süden bei 195 Grad
    * Größe Dachfläche 58 qm2 für PV
    45 Grad Dachneigung
    * keine Verschattung oder Fenster, etc...
    * Raum Dortmund


    Danke für Tipps!
    jbecki

  • Ganz klares JA! :)


    Die Rentabilität hängt natürlich von vielen Randbedingungen ab (z.B. Anlagenpreis).
    Bei der Dachgröße passt recht schön eine kleiner 10 kwp (evtl. sogar unter 7 kwp) Anlage drauf.
    Was nicht selbst verbraucht wird wird nach EEG eingespeist (ca. 12ct/kwh).
    Lass dir mal Angebote erstellen und lass sie hier bewerten.
    Ich denke bei den derzeitigen Zinsen hat man keine große Erwartungen und mehr als die 0% erhältst du mit Sicherheit für dein hier eingesetztes Kapital. Und für die Umwelt ist es auf alle Fälle gut! :)

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Hallo jbecki,


    bin in einer ähnlichen Situation, da ich mein Haus allein bewohne und einen vergleichbaren Verbrauch habe.
    Baue die Anlage nicht zu klein, so das auch in der schlechten Jahreszeit genug Potential bleibt, die Grundlast abzudecken.
    Da Du offenbar genug Dachfläche zur Verfügung hast, kannst Du auf relativ preisgünstige Module zurückgreifen und mußt nicht unbedingt die Hochleistungstypen wählen. Mit der Größe der Anlage wird diese höchstens im Verhältniss zur Leistung preiswerter.
    Für die nächsten 20 Jahre bekommst Du Deine Einspeisung vergütet, so das Du wegen der Amortisation Dir keine Gedanken machen mußt.

  • Hallo,


    ein klares ja zum errichten einer PV Anlage.


    Nicht zu klein denn es könnte in ein paar Jahren ein E-Auto dazukommen und außerdem kommt dann auch bei schlechtem Wetter und im Winter mehr Ertrag zur Deckung des Eigenverbrauchs zusammen.


    Das mit den Hochleistungsmodulen ist eine "Gewissens / Kostenfrage" bessere Module haben auch bei schlechtem Wetter höhere Erträge, da die Effizienz/wirkungsgrad besser ist. Kannst Du schön bei den "tausender Jägern" hier im Forum beobachten.


    Django

  • Ja besten Dank für die schnelle Rückmeldung.
    Ich habe bei zwei heimischen Anbietern nachgefragt. Alle sind zu der Überzeugung gekommen, dass eine 5 kWh Anlage am wirtschaftlichsten sei. Module wären Mono mit 275 Watt. ( also keine Hochleistungsmodule). Diese rechnen im Schnitt immer mit 25-30 % Selbstbedarf. Da kommen mir wirklich so Zweifel ob das so passt? Als Wechselrichter wurde mir ein AC Anschluss empfohlen. Was darf so etwas ca. kosten alles incl.?


    Grüße
    jbecki

  • Zitat von jbecki

    Ja besten Dank für die schnelle Rückmeldung.
    Ich habe bei zwei heimischen Anbietern nachgefragt. Alle sind zu der Überzeugung gekommen, dass eine 5 kWh Anlage am wirtschaftlichsten sei. Module wären Mono mit 275 Watt. ( also keine Hochleistungsmodule). Diese rechnen im Schnitt immer mit 25-30 % Selbstbedarf. Da kommen mir wirklich so Zweifel ob das so passt? Als Wechselrichter wurde mir ein AC Anschluss empfohlen. Was darf so etwas ca. kosten alles incl.?


    Grüße
    jbecki


    Als Wechselrichter ein AC Anschluss? Was soll denn das bedeuten :?:


    Preislich sollte ein Komplett-Angebot ohne große Erschwernisse für um die 1.300 Euro netto / kWp mit Mono´s machbar sein, knapp unter 7 kWp aktuell hier auch im Angebotsthread gerade zu finden:


    http://www.photovoltaikforum.c…eckert-modul-t113732.html


    Diese Größe wäre eigentlich auch ganz praktikabel wie ich denke, unter 7 kWp, somit enfällt erst mal Smart Meter. Weniger kann man machen, später ärgert man sich aber vielleicht doch warum man nicht gleich mehr gebaut hat. Die Kosten sind nicht viel niedriger, der Stromverbrauch kann aber schnell auch mal steigen (z. B. E-Auto).


    Grüße
    E.

    9,88 kWp Winaico WSP-260M6 / Fronius Symo 7.0-3-M / Ost - West Anlage

  • Wenn es das Eigenkapital zulässt muss man ja auch sagen bekommt Ihr das Geld alleine durch die Einspeisevergütungen mit Rendite wieder rein wenn ihr zu nem vernünftigen Preis je kwp baut.
    Also ich halte den knapp unter 7kwp Vorschlag für sinnig, es sei denn ihr wollt "so klein wie möglich" bauen. Das könnte man bei eurem Hahresverbrauch rechtfertigen allerdings steigt dann meistens auch der Preis je kwp wieder.



    Was den Eigenverbrauch angeht - wenn man entweder viele (Viel-) Verbraucher wie Waschmaschine & Geschirrspüler zeitgesteuert auf die Mittagsstunden legt sind 25-30% gut möglich. In der Elternzeit haben wir
    Manche Sommertage 85% Autarkie erreicht. Aber dann ist da ja noch der Winter.


    Und vergiss nicht...ne gesparte und damit eingespeiste kwh ist besser als ne Eigenverbrauchte, haste 12,31 Cent mehr auf dem Konto. Egal was die Ammortisationsrechnung sagt.

    5,04 kwp / 16xLG315er Neon2 m.SolarEdgeSE4000, 2 Himmelsrichtungen (-25/65) & 3 Neigungen (60, 42, 20) bei teilw. Wandmontage.


    Soll PVGIS Clim.SAF = 912 kwh/kwp
    Soll SE Prognose = 992 kwh/kwp

  • Grundsätzlich hört sich das nach einem schönen PV-Dach an, wobei sich durch die gute Ausrichtung die dynamische 70% Regelung anbieten würde. Auf der anderen Seite spricht der sehr geringe Stromverbrauch dagegen. Für mich stellt sich daher die Frage, was bei Euch der Grund für eine PV ist: Eine gute Anlagemöglichkeit, um eine hohe Rendite zu erwirtschaften oder überwiegt der grüne Daumen?


    Zitat von jbecki

    Alle sind zu der Überzeugung gekommen, dass eine 5 kWh Anlage am wirtschaftlichsten sei. Module wären Mono mit 275 Watt. ( also keine Hochleistungsmodule).


    Das wären dann ca. 18 Module die man mit 1 x 18 per 70% weich an einen Fronius SYMO 4.5-3-S, oder per 70% hart an einen Fronius SYMO 3.7-3-S anschließen könnte. Bei 275-er Modulen passen aber i.d.R. 23 Module in einen String (bei einem 1000V WR), was ich dann bevorzugen würde. Eher würde ich aber dann 270W Module wählen, welche dann besser per 70% weich an einen Fronius SYMO 6.0-3-M oder per 70% hart an einen SMA SB5000TL-21 passen würden.


    Vielleicht stellst Du aber mal die genauen Maße des Daches und ein Bild ein; dann könnten wir besser beurteilen was passt.

    7,71 kWp mit 38 x Hyundai HiS-M203SF an SB5000-TL (2x14) & SB2100-TL (1x10), DN:49°, -30° SSO, Inbetriebnahme: 31.08.2010,
    Sunnyportal

    Seit 28.01.2020 24/14 am SMA STP8.0-3AV-40

    Sunnyportal


    Nützliche FAQ´s

  • Zitat von jbecki


    Alle sind zu der Überzeugung gekommen, dass eine 5 kWh Anlage am wirtschaftlichsten sei. Module wären Mono mit 275 Watt. ( also keine Hochleistungsmodule). Diese rechnen im Schnitt immer mit 25-30 % Selbstbedarf. Da kommen mir wirklich so Zweifel ob das so passt? Als Wechselrichter wurde mir ein AC Anschluss empfohlen. Was darf so etwas ca. kosten alles incl.?


    Wenn genug Platz auf dem Dach ist, reichen 275 Wp mono Module bei einer 5 kWp Anlage völlig aus.
    Welche Module sind dir denn angeboten worden?


    Viele Anlagen werden zB mit 260 poly Modulen gebaut.
    5,000 kWp / 0,275 kWp = 18 bis 20 Module im String.
    Daran ist nichts verkehrt.


    Was meinst du mit 25-30% Selbstbedarf?


    Als WR wurde dir ein AC ??? empfohlen?
    Alle haben einen oder mehrerer DC Eingänge und AC Ausgang.
    Für die gängigen SMA gibt es Datenblätter, Installations- und Betriebsanleitungen.
    Wenn dein Solateur dir das Angebot geschickt hat, mal recherchieren, falls die besagten Infos nicht dabei sind.

  • Klares ja!
    Das lohnt sich.
    Wir haben selbst auch nur 2400KWh Verbrauch im Jahr.


    7 und 10KWp sind magische Grenzen, die man nicht knapp überschreiten sollte.


    Ich würde dir zu 22 oder 23 Modulen mit 275-285Wp raten, die sehr gut an den Fronius Symo mit 6KVA passen würden. Das ergibt eine schön, nicht zu kleine Anlage, die sich günstig für rund 1350,- netto pro KWp errichten lassen sollte.


    Angebote am besten im Angebotsbereich einstellen und beurteilen lassen, um Fehler zu vermeiden.


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    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5